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The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Ailean Cranstoun - 14-04-2024 Die aktuelle Lage in der Welt bereitete Alen Kopfschmerzen und Sorge. Auch wenn das Herbstland sich nicht in den Krieg einmischte, bedeutete das nicht dass sie absolut sicher waren. Màiri befand sich in An Gallbhaile und war damit mitten im Geschehen. Schon als hieß der König des Frühlingslandes würde gegen die Stadt gehen hatte Alen seine Tochter gebeten zu ihm zu kommen. Doch sie wollte nicht. Ihre Mutter hätte ihr gesagt dass alles gut sei und natürlich hörte sie immer mehr auf ihre Mutter als auf ihn. Es frustrierte ihn, aber er gab nicht auf. Hier musste man auf dem aktuellen Stand sein und es war seine Aufgabe die Priesterinnen darüber zu informieren. Vor einer Stunde hatte er einen Brief seiner Schwester Agnes erhalten. Darin schrieb sie dass die Menschen unruhig sind. Mehr als das. In purer Sorge denn der Krieg klopfte an ihre Tür und es wäre nur eine Frage der Zeit bis Handelsrouten darunter litten. Ihm gefiel das alles nicht. Die Nacht verbrachte er nicht in seinem Gemach. Die Gedanken die ihn umtrieben sorgten dafür dass er keinen Schlaf fand und wenn es so war dann lief er durch das Gemäuer. Langsam, ruhig. Um den Kopf klar zu bekommen. Es war schon spät. Die Uhr hatte schon zwei geschlagen als er sich auf den Weg zurück ins Bett machte. Jedoch wurde er von seinem Vorhaben abgehalten als er noch Licht bei Alys sah. Ob es unverschämt wäre sie jetzt zu stören? Vermutlich. Doch sie schien auch etwas zu beschäftigen und er wollte wissen was es war. Langsamen Schrittes trat er an sie heran und klopfte nicht all zu stark an die Tür. "Alys....darf ich dich stören zu so später Stunde?", waren seine Worte die er leise gegen die dunkle Tür sprach. Als sich jene wenig später öffnete, umspielte ein Lächeln seine Lippen. Einfach ohne Erlaubnis hereinzukommen gehörte sich nicht. Seine Hände faltete er leicht zusammen und neigte seinen Kopf etwas. "Hohe Priesterin. Ich hab das Licht unter dem Schlitz der Tür gesehen und wollte nachsehen. Darf ich reinkommen?" Falls nicht würde er es akzeptieren. Seine Hände löste er wieder voneinander und trat ein als es ihm erlaubt wurde. Interessiert sah er sich um. Was sie wohl gerade umtrieb? Früher oder später würde er es erfahren. Trotz des geringen Lichteinwurfes konnte er seinen unruhigen und erschöpften Gesichtsausdruck nicht verbergen. Wie auch? Alys würde eh bemerken dass er mit etwas zu kämpfen hatten. Warum sollte er es dann verbergen? Sein Blick fiel auf die Sternenkarte und wenig später zu ihr. "Was beschäftigt dich? Dein Fluchen deutet auf nichts Gutes hin." Sein Blick wurde besorgt. Vielleicht ging es ihn nichts an, aber er wollte es wissen. Wollte an ihrem Leben teilhaben. An ihren Sorgen und Freude. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Alys Flachnàn - 19-04-2024 Als Hohepriesterin standen Alys natürlich eigene Räumlichkeiten, angeschlossen direkt an das Heiligtum der großen Mutter zu. Ihre Kammer lag aber auch an einem Hang, von dem aus man einen schönen Blick in Richtung ganz Farynns haben konnte. Doch auch die Wohnräume der Druiden im grünen, satten Hain, waren nicht gerade schlecht. Mit spartanischer, zweckmäßiger Einrichtung glänzten beide. Als es an der Tür klopfte, war Alys immer noch damit beschäftigt, ihre Sternkarten weiterzuführen und den Lauf der Gestirne weiter zu dokumentieren. Sie hatte die Stimme ihres Gefährten sofort erkannt - dazu brauchte sie kein Augenlicht - und stand vom offenen Fenster auf um zur Tür hinüber zu gehen. Es war Anfang August und sogar in Farynn war das Wetter jetzt noch ziemlich angenehm und lau, sodass man auch mitten in der Nacht nicht wirklich frieren musste. Dennoch wurde ihre Kammer immer noch von dem Feuer ihres Kamins leicht erhellt. Mit einem Kerzenhalter in der Hand, der sanftes, warmes Licht spendete, trat sie an die Tür und öffnete selbst. Denn ihre Dienerin hatte sie ins Bett geschickt, nachdem diese Glynis zu ihr gebracht hatte. Vermutlich musste Alen die Hohepriesterin nicht mal wirklich in Augenschein nehmen um zu erkennen, dass in ihrem Gemach rein gar nichts stimmte. Eine Mischung von aufgebrühter Kamille, Baldrian, Salbei und Thymian hing noch immer in der Luft. Und auch wenn das Fenster weit offen stand und eine angenehme, frische Brise den Raum zu erfrischen versuchte, war er doch noch immer voll von Emotionen. Von Auren. Von Spannung und Ärger. Alys machte keine Anstalten, irgendetwas von dem, was hier passiert war, verschleiern zu wollen, sondern ließ Ailean ganz selbstverständlich eintreten. "Du störst mich keineswegs...", antwortete sie, wobei er die feinen Unterschiede in ihrer Stimme sicherlich spüren konnte. Genauso wie auch sie nun erkannte, dass ihm einiges auf der Seele lasten musste. Ein Lächeln umspielte seine Lippen und allein schon dieser Anblick vermochte es, Alys mit dem Boden zu verbinden und sie zu erden. Sie neigte das Haupt vor ihm und den Kräften, die man ihm nicht absprechen konnte. Als Antwort auf seine höfliche Frage, trat sie nur einen Schritt beiseite und ließ ihn eintreten, damit er den vollen Umfang dessen, was hier bis vor Kurzem noch geschehen war, auffangen konnte. Noch bevor sie ihn fragen konnte, sprach er sie auf das Offensichtlichste an. Die Sternkarten. Heute Nacht ist es nicht nur der Fluch, der mir die Arbeit schwer macht...", seufzte sie ergeben und ging zunächst einmal zur Feuerstelle, wo immer noch ein Rest des Kräutertees vor sich hin blubberte. Statt den Kessel ausdampfen zu lassen, konnten sie den Rest eigentlich auch trinken. Daher goss sie eine Schale für ihren Seelengefährten ein, und in eine zweite füllte sie nach. Mit dem Schürhaken schob sie den eisernen Arm, an dem der Kessel hing, wieder über das Feuer. In einer fast schon rituell wirkenden Geste reichte sie ihm die flache Schale mit dem heißen Getränk, sodass sie gemeinsam trinken konnten, während sie in der kühlenden Brise einen Augenblick der Ruhe genossen und einander in die Gesichter schauen und sich gegenseitig lesen konnten. "Sind es Neuigkeiten aus dem Westen, die Dich erreicht und wach gehalten haben...?", erkundigte sie sich, denn diese Uhrzeit war nun wirklich nicht gerade ihre übliche. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Ailean Cranstoun - 20-04-2024 Alys öffnete ihm die Tür und er lächelte sie leicht an. Zu so später Stunde sollten sie eigentlich schon schlafen. Doch sein Weg hatte ihn zu Alys geführt und so wie es schien auch aus einem guten Grund. Der Geruch aus ihrem Gemach stieg ihm schnell in die Nase. Spannung, Ärger, Negativität. All das konnte man spüren noch eher man den Raum überhaupt richtig betreten hatte und es stimmte in unglücklich. Er störte nicht? Sehr gut. Nichts war ihm fernen als Alys um diese Uhrzeit von etwas abzuhalten. Gerade übernahm sein Drang ihr zu helfen und er wollte wissen was los war. Seine Vermutungen reichten von ihrem Leiden bis hin zu den Kindern. Meistens waren es bei ihnen doch die Kinder oder nicht? Das größte aller Geschenke dass ihnen die große Mutter machen konnte. Eine Herausforderung die oft sehr viel Nerven kostete. "Danke", bedankte er sich noch bei als er auch schon eintrat. Ihr Fenster war geöffnet und ihr Ausblick hier war zu jeder Zeit wirklich sehr schön. "Um diese Uhrzeit wirkt das Reich nur noch schöner und friedlicher. In Ruhe. So wie es sein sollte und auch hoffentlich bleibt." Zumindest waren sie noch keinem Krieg beigetreten. Zwar konnte man sich nie sicher sein, aber solange sie sich heraushielten sollte nichts passieren. Über ihre nächsten Worte musste er schmunzeln und trat näher an das Fenster heran. Hinauf zu den Sternen. Nach einem langen Moment wandte er den Blick zu ihr. "Du weißt dass du meine Hilfe jederzeit in Anspruch nehmen kannst? Auch mir sind die Sterne heute nicht wohl gesonnen. Vielleicht schaffen es wir zu zweit sie zu deuten. Falls man das überhaupt kann. Wenn die große Mutter uns ein Zeichen geben will, dann tut sie es. Was möchtest du herausfinden?" Denn einfach nur die Sterne beobachten war hier keine Möglichkeit. Selbst wenn sie ein schöner Anblick wären. Ihm kam ein Gedanke den er unbedingt mit ihr teilen musste. "Alick meinte früher dass jeder seine eigene Deutung der Sterne hat denn die große Mutter führt jeden auf einen anderen Weg." Ob das stimmte wusste Alen nicht, aber er schätzte es an seinem Bruder dass sich jeder solche Gedanken darum machte. Nun beobachtete er Alys ganz genau dabei wie sie den Tee in eine Schale füllte. Er setzte sich und nahm das Kräuterwasser entgegen. Die ganze Zeit über sah er sie an und als er ihre Frage hörte seufzte er. Es war schön hier zu sitzen und zu wissen dass es einen Menschen gab der ihn verstand und zuhörte. Das Kaminfeuer tat sein übriges. "In der Tat. Die Prinzessin hat mich angeschrieben. Die Bewohner der Stadt haben Angst und sind unruhig. Jederzeit rechnet man damit dass die Armeen des Frühlingslandes auch An Gallbhaile angreifen...", fing er dann an und nahm einen Schluck des Tees. Dabei verzog er leicht das Gesicht. Scheinbar hatte er vergessen dass er heiß war. Ziemlich untypisch für ihn. Noch untypischer war es dass er seinen Bruder mit Vornamen nannte und seine Schwester Prinzessin. Denn auch da war er nicht im Einklang mit sich selbst. "...Farynn stellt sich zwar in keine Position, aber sie befinden genau der Grenze. Die Fürstenfamilie versucht den Schein zu wahren, aber auch innerhalb der Mauern kommt es zu Unmut. Niemand weiß so wirklich wie es mit dem Handel weitergeht und das beunruhigt sie." Nicht nur sie sondern auch ihn gleichermaßen. Denn auch wenn sie diesem Krieg nicht mit Waffen oder Soldaten dienen, hat dieser auch Auswirkungen auf ihr Land und möglicherweise zwingt das die Königsfamilie dann zu handeln. Etwas, das Alen durchau problematisch sah. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Alys Flachnàn - 28-04-2024 Nachdem Alen eingetreten war, folgte Alys nochmal seinem Blick aus dem Fenster. Er machte sie darauf aufmerksam, wie ruhig Farynn vor ihnen lag, wie schön und friedlich. Ehrlicherweise hatte sie gar nicht weiter darauf geachtet. Die Aufgaben und ihre Gedanken, die noch immer um Glynis kreisten, hatten sie zu sehr eingenommen. Die Hohepriesterin schluckte, denn ein Gefühl drohenden Unheils überkam sie für einen Augenblick. "Die große Mutter gebe, dass dies auch noch lange so bleibt", erwiderte Alys wie einstudiert, doch in ihrem Herzen war sie sicher, dass es nicht so bleiben würde. Da draußen geschahen zu viele Dinge - sie war sich sicher, dass sie selbst nur einen Bruchteil davon überhaupt mitbekam. Alen war ihr daher ein wichtiger Berater. Sein Blick war ungleich weiter, neutraler und geübter. Er wusste, worauf zu achten war. Doch selbst die Kleinigkeiten, die Alys erspüren konnte, genügten schon, sie zu beunruhigen. Es war eine schwere Zeit - vermutlich für alle Menschen. Man merkte es auch an den vielen Pilgern und Schutzsuchenden, die sich immer wieder an die Gemeinschaft vom Berg wandte. Alen bot seine Hilfe an und sie nickte bereitwillig. "Das Lesen, Beobachten und Erfassen der Bewegung der Sterne gehört seit Anbeginn der Zeit zu den Aufgaben der Hohepriesterinnen. Der Wächter steht - wie er soll - hoch am Himmel, doch es kommt mir vor, als wäre er nicht mehr allein. Oder als verändere er sich...", versuchte sie, das für sie Unerklärliche in Worte zu fassen. Dass sie schlechter zu sehen vermochte, trug natürlich zu ihrer Verunsicherung bei. Sich nicht mehr sicher sein zu können, was man wirklich mit den Augen sah und was man sich vielleicht nur einbildete, konnte eine gewaltige Bürde sein - vorallem, wenn es um diese wichtigen Aufgaben ging, die sie nicht mit den anderen Hohepriesterinnen teilen wollte. Doch es war Nichts, das allzu sehr drängte. Die Sterne würden sich vermutlich auch am morgigen Nachthimmel wieder in ähnlicher Stellung zeigen. Viel wichtiger kamen ihr Alens Sorgen vor. Warmherzig wie er immer war, teilte er eine schöne Weisheit mit ihr, die sie zu einem ehrlichen, tiefgreifenden Lächeln brachte. Ein Lächeln, das man bei Alys nur selten zu sehen bekam. Sie war oft ein ernster, versteifter Mensch, der sich allzu gerne in seine Aufgaben eingrub. "Das ist eine schöne Sichtweise... und irgendwie auch eine Warnung." Alys hatte manchmal ein Talent dafür, mit irgendwelchen Prokastinationen eine aufkommende Stimmung kaputt zu machen. Sie tat das nicht mit Absicht, aber aus einer tiefen Überzeugung. Doch nun wollte sie erst einmal zuhören, was er zu berichten hatte. Oberstes Gebot einer Priesterin war es schließlich, für die Menschen da zu sein. Sie erfüllten keinen Selbstzweck, sondern standen ganz im Dienste der großen Mutter für die Menschen. Besorgt betrachtete sie ihn. Die Art, wie er über seine Geschwister sprach und sich am Tee verbrannte, stürzte Alys in große Sorge. Sie streckte eine Hand aus und legte sie warm und schwer auf seine. Sie konzentrierte sich, um all die Energie, Wärme und Lebenskraft, die sie durchströmte, auf Alen übergehen zu lassen. Als ein Geschenk der großen Mutter persönlich. Derweil ließ sie ihn weiter sprechen und seine Sorgen artikulieren. "Denkst Du, die großen Länder könnten sich in ihrem Zwist untereinander auch gegen Farynn wenden?" Sie selbst konnte dies überhaupt nicht einschätzen. Dass die dort lebenden Menschen Angst hatten, glaubte sie schon - nur wie real mochte diese Angst wirklich sein? "Deine Tochter?", fragte sie weiter, denn sie ahnte, dass er sich große Sorgen um sie machte. So wie sie sich auch um Gareth sorgte. Allein, dass die Sicherheit Màiris unklar war, warf einen Schatten über Alys' Gesicht. Sie konnte nur erahnen, wie er sich fühlte - doch sie wusste, dass sie selbst krank vor Sorge gewesen wäre. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Ailean Cranstoun - 28-04-2024 Alen wusste dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm war und der Sturm würde kommen. Früher oder später würde der Krieg seine Kreise auch bei ihnen ziehen. Darauf mussten sie vorbereitet sein. Auch wenn sich Farynn gegenwärtig neutral verhielt. Alls konnte sich ändern. Die Zeit brachte Veränderung. Darauf mussten sie vorbereitet sein. "Die große Mutter wird wissen was sie tut und schützend ihre Hand über Farynn und die Bewohner halten", äußerte er zuversichtlich. Mehr konnten sie auch nicht tun als daran zu glauben. Ihr Glaube war stark und würde es auch immer sein. Von der Außenwelt bekam er so viel mehr mit als Alys und darüber war er auch froh. Denn er wollte ihr nicht zumuten mit all diesen Dingen konfrontiert zu sein. Ihn selbst belastete es schon immer sehr. Wie es dann erst bei ihr seien musste, konnte er nur erahnen. Die nächsten Worte sorgten ihn. Man konnte sie deuten wie man wollte und dennoch sah er hinauf zu den Sternen. Hinauf zum Wächter, ehe er das Wort wieder ergriff. "Veränderungen sind unabdingbar. Wenn auch nicht immer sinnvoll, aber mit der Veränderung eröffnen sich neue Wege. Der Wächter wird noch heller leuchten und seine Aufgabe erfüllen. Da bin ich mir sicher. Die Sterne sind unruhig. Deswegen sind wir es auch. Das Gleichgewicht ist aus den Fugen geraten. Wir müssen versuchen das Beste daraus zu machen und die Veränderungen annehmen. Die große Mutter wird uns sicher durch diese Zeit leiten, so wie sie es immer getan hat." Zuversicht war wichtig. In der momentanen Zeit auch einfach erforderlich. Es stärkte und vereinte sie. Doch bei den Sternen sollte es nicht bleiben. Die Aussage seines Bruders hatte ihn schon damals zum Nachdenken angeregt und er nickte auf die Worte von Alys. "Nicht jeder beschreitet den richtigen Pfad, aber die die abkommen zeigen uns eine andere Seite. Die Seite, die für uns sonst so unergründlich bleiben würde. Jeder sollte vorsichtig auf seinem Weg sein und der großen Mutter danken dass sie uns leitet." Auch wenn er wusste dass die Wenigstens in den anderen Königreichen so dachte, war es wichtig in ihrem Land diesen Glauben zu verstärken und er glaubte mit vollstem Herzen an die große Mutter. All das Momentane mache ihm zu schaffen und das spürte man deutlich. Der Inhalt seiner Tasse war heiß. Dennoch verbrannte er sich. Seine Geschwister nannte er beim Vornamen und dann beim Titel. Untypisch. Alys merkte das schnell. Sie war aber auch einfach großartig. Alys legte ihre Hand auf seine und dieser Moment ließ ihn einmal innerlich durchatmen. Es tat gut diese Unterstützung zu haben. Sie würde spüren dass er seinen Ring trug. Gerade konnte er einfach nicht anders. Seine Sorge machte ihn fertig. Die nächste Frage war wichtig. Darüber mussten sie sprechen. "Auszuschließen ist es nie. Derzeit ist die Lage bei uns noch ruhig, aber dennoch sind viele Menschen in Aufregung. Jederzeit kann es umschwenken und auch wenn ich nicht glaube dass der König plötzlich seine Prinzipien über den Haufen wirft, kann es immer zu Situationen kommen die ihn zwingen könnten einzugreifen. Wir sollten vorbereitet sein und dankbar dafür falls es uns nicht trifft." Alen seufzte und spannte sich etwas an als sie nun auf seine Tochter zu sprechen kamen. Er hatte aufgehört zu zählen wie viele Nächte ihn die Sorge um seine Tochter umtrieb. Wie viel Sorgen er sich machte und dass es ihn frustrierte sie nicht überzeugen zu können. "Màiri will nicht mit mir kommen. Ihre Mutter sagt es sei nichts und sie wären sicher. Natürlich hörte sie auf sie und nicht auf mich, aber ich weiß nicht wie ich ihr vermitteln soll dass sie hier am Sichersten ist? Noch nicht einmal wegen der großen Mutter sondern auch wegen unserer Lage. Wir sind hier viel weiter Weg vom Krieg als sie. An Gallbhaile wird der erste Angriffspunkt sein wenn Farynn Teil dieses Krieges wird. Die Stadt wird als Erste fallen und mit ihr die Menschen dort." Selbst wenn nicht könnte dieser Krieg dafür sorgen dass der Handel so derart eingeschränkt würde dass die Waren aus den anderen Ländern nicht mehr greifbar wären. Müde rieb er sich über die Stirn und seufzte wieder. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Alys Flachnàn - 18-05-2024 Alys seufzte aus und senkte kurz den Blick, schloss die Augen für einen Moment und horchte in sich hinein. Viele Zeichen gab die große Mutter nicht - und umso schwieriger war es, diese zu erkennen und richtig zu deuten. Alys wollte in sich lauschen und fühlen, was die Göttin ihr an Gefühlen und Wissen eingab. "Alles wird so geschehen, wie sie es wünscht...", schloss sie für sich, wenngleich dies keine allzu beruhigenden Worte waren. Die Göttin hatte viele Gesichter - und das der Todesbotin zählte genauso hinzu, wie das der jungen Verführerin. Das einzige, das Alys sicher wusste, war, dass es an ihnen war, den Glauben an die große Mutter zu bewahren und zu verteidigen. Sie durfte keine Untertanin des neuen Gottes werden, der alles auf seinem Weg zu verschlingen drohte. Wie schon in der Vergangenheit, musste Farynn auf seinen eigenen Wegen bleiben. Die Hohepriesterin war sicher, dass sie dazu noch in Konklave mit den anderen Priesterinnen und der Herrin vom Berg zu gehen hatte. Der Zerfall hatte jedoch bereits eingesetzt - wie ihr heutiges Streitgespräch mit Glynis ihr überaus eindrucksvoll vor Augen geführt hatte. Sie musste diese ganzen Katastrophen nur abwenden ... doch wie, das war die Frage. Auch Alen erkannte mit einem Blick in den Nachthimmel an, dass Veränderungen unabdingbar waren. Alys nickte ihm zu, wenn auch widerwillig; denn sie war eine große Bewahrerin von Traditionen. Veränderungen gehörten nicht gerade zu ihren Vorlieben. Doch Alen schien zuversichtlich. Die große Mutter würde sie leiten, wie sie es immer getan hatte. Alys wollte dies nur allzu gerne glauben und sich mit dieser Zuversicht gemütlich zurücklehnen. Doch sie wusste, dass sie ebenso zu den Galeonsfiguren ihres Glaubens gehörte, wie ein angesehener Druide, der Alen war. Es war an ihnen, das Schiff zu lenken, das Farynn durch den Sturm führen würde. Und ihrer aller Herrin Ceridwen würde der Stern sein, dem sie zu folgen hatten. Alens weiteren Worten wohnte eine Kraft inne, die Alys schon immer an ihm und den anderen Druiden bewundert hatte. Auch heute betrachtete sie ihn mit größtem Wohlwollen. Nicht körperlicher Art, sondern spiritueller Natur. Wer Druiden für die einfachen Handlanger von Priesterinnen hielt, hatte definitiv keine Ahnung, wovon er sprach. Nachdem sie die Reste der ihr noch zur Verfügung stehenden Kräfte in ihn hatte hineinfließen lassen, ließ sie ihre Hand locker auf seiner ruhen. Erst jetzt erspürte sie auch, dass er seinen Ring trug. Doch sie sprach ihn nicht darauf an, sondern nahm einfach nur zur Kenntnis. Nur beobachten, nicht beurteilen. Alles war gut, so wie es war. Zumindest was das betraf - denn alles andere schien gerade aus den Fugen zu geraten. Sie begannen also, über den Krieg zu sprechen und welchen Verlauf er noch würde einnehmen können. "Welche Dinge könnten den König dazu bringen, seine Meinung zu ändern? Was würde ihn gar zwingen, selbst in diese Dinge einzugreifen?", fragte Alys und versuchte gleichsam, sich selbst ein Szenario zu überlegen, das ihren guten ruhigen König derart in Wallung versetzen könnte. "Jedes der anderen Länder kann nur hoffen, dass sein Gegner uns gegenüber einen Fehler macht. In der Hoffnung, dass wir uns gegen den jeweils anderen wenden...", grenzte sie ihre Frage weiter ein. Welcher Anlass wäre wohl Alens Meinung nach groß genug, dass er einen König in eine Zwangslage versetzen würde? Walleydor hatte in Norsteading einen Verbündeten - Castandor in Matariyya. Farynn war sicherlich stark genug, eine dritte Partei in diesem Zwist zu sein - auch ganz für sich allein. Denn die Bedrohungen aus Norsteading und Matariyya kamen der Hohepriesterin zu weit weg vor. Und beide standen nicht im Unreinen mit Farynn. Alys war gespannt auf Alens Meinung. Doch zunächst sprachen sie über seine Tochter. Alys konnte seine Verzweiflung beinahe greifen, denn sie konnte sich sehr deutlich vorstellen, was er fühlte. Vermutlich dasselbe, was sie gerade wegen Gareth durchmachte. Er war zwar noch in Ishcateslieve - doch ein ausgebildeter Krieger. Möglicherweise mit Lust auf einen Krieg. Nichts hielt ihn auf - er konnte täglich seine Sachen packen und gen Westen marschieren um Teil von etwas Großem zu sein. Dies musste sie unter allen Umständen verhindern. "Was ist es noch gleich, das Màiris Mutter tut...?", erkundigte Alys sich ruhig, mit kalter Stimme. Ein Plan schien in ihr heranzureifen. sie mussten irgendeinen Vorwand konstruieren, um Màiris Mutter aus Avonston Green zu zwingen. Doch dazu brauchte Alys natürlich weitere Informationen. So war sie eben... kühl und kalkulierend, bestimmend und manipulierend. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Ailean Cranstoun - 26-05-2024 Die große Mutter würde sie aus jeder Lage sicher herausgeleiten wenn man ihr treu ergeben war und selbst wenn man starb, dann war das alles Teil ihres Planes. Zum Schutze ihres Glaubens. Alen glaubte daran dass ihr Weg von der großen Mutter vorbestimmt war und sie die Hand über alle hielt. Vieles bereitete Alys Sorgen und das bemerkte er sofort. Ihre Kinder gehörten dazu. Gareth der in Ishcateslieve lebte und sich nur schwer von seiner Mutter überzeugen ließ. Glynis die ebenfalls nicht vollkommen zufrieden schien mit ein paar Dingen. Allerdings war Alen nicht bekannt was ihr auf der Seele lag. Sollte Alys Hilfe mit ihr brauchen, dann würde sie zu ihm kommen und er würde sie anhören. Mit seiner Tochter in An Gallbhaile lief es auch nicht all zu gut. Wahrscheinlich konnten sie einander so gut verstehen weil sie beide dasselbe durchmachten. Doch zunächst sprachen sie über die aktuelle Lage und Alen äußerte seine Bedenken. Es tat gut die Kraft von ihr zu bekommen und auch dass sie ihre Hand noch immer auf seiner liegen hatte, hatte etwas beruhigend für den Druiden. Es stärkte ihn und dafür war er ihr sehr dankbar. Über die nächsten Fragen dachte er einen Moment nach. Seinen Becher hielt er in der Hand und sah sie dann ernst an. "Natürlich bin ich nicht der König und das was ich denke sind auch nur Vermutungen, aber es gibt mehrere Dinge die passieren könnten. Farynn könnte plötzlich für einen der beiden Länder interessant werden. Sie könnten plötzliche Überfälle leisten und sobald der Krieg über die Schwelle unseres Landes fegt, muss und wird er eingreifen. Da bin ich mir sicher. Sobald unsere Handelsrouten eingeschränkt oder gekappt werden, bleibt ihm auch früher oder später keine andere Wahl als einzugreifen...", nannte Alen Beispiele. Sobald es an die Bevölkerung und den Handel ging. Sobald sie im Fokus standen konnte der König nicht mehr zusehen. Zumindest glaubte Alen nicht dass er nichts tun würde. Allerdings gab es noch eine Sache die ihm im Kopf herumging. Weswegen er auch die Tasse abstellte und Alys' Hand mit seinen beiden Händen umklammerte. "...Im schlimmsten Fall. In dem Falle in dem der König definitiv eingreifen muss und gar keine andere Wahl hat, verbünden sich die anderen Länder und kämpfen gemeinsam gegen uns. Natürlich haben wir auch eine Armee, aber gegen Walleydor, Castandor, Norsteading und Matariyya haben wir keine Chance." Wenn die anderen Länder es richtig anstellten und Farynn in ihren Fokus rückte, könnte man ihnen den Handel kappen, sie einkesseln und Stadt für Stadt einnehmen. Damit könnte man jedem zum Handeln oder Kapitulieren zwingen. Die Wahrscheinlichkeit dass dieses Szenario eintraf war unwahrscheinlich, aber nicht vollkommen auszuschließen und man wusste nicht wie der Krieg noch weiterging. "...Auch durch die Fehler des Adels könnte es dazu kommen. Beispielsweise wenn jemand aus dem Königshaus und aus den Fürstenhäusern sich außerhalb von Farynn aufhält um irgendwelchen Veranstaltungen beizuwohnen, sofern das nicht erklärbar ist. Es könnte falsch gedeutet werden. Man könnte es sehen als eine Positionierung des Königshauses. Ebenso könnte ein bekannter Briefverkehr mit anderen Ländern für solch eine Meinung sorgen. Es gibt so viele Dinge die andere falsch machen können und die den König dazu befähigen müssen schlussendlich einzugreifen." Vielleicht dachte Alen zu viel darüber nach, aber im Grunde könnte alles falsch gedeutet werden. Zumindest wenn man es falsch deuten wollte. Gerade mussten sie sehr aufpassen was sie taten und nur weil gerade keine Stadt belagert wurde, befanden sich Castandor und Walleydor trotzdem im Krieg. Alen wollte ehrlich zu ihr sein, auch wenn seine Worte durchaus Sorgen und Angst schüren konnten. Nur sie mussten das alles ernst nehmen. Nun wurde über Màiris Mutter gesprochen und Alen seufzte. Was hatte Alys vor? Ihrer Stimme nach zu urteilen schien sie eine Idee zu haben. "Sie ist Schneiderin. Màiris sieht zu ihr auf und möchte sie auch nicht allein lassen. Wenn sie zu mir käme würde sie das. Obwohl ich ihr versichert habe, dass wir eine Lösung finden würden. Ich verstehe nicht wie eine Mutter nicht das Wohl ihres Kindes in den Vordergrund stellt. Immerhin wäre sie hier sicher. Ich verlange nicht dass sie eine Priesterin wird und ihr altes Leben aufgibt. Alles was ich möchte ist mein Kind in Sicherheit wissen und so nahe an der Grenze ist sie das nicht." Doch darüber musste er mit Alys nicht sprechen. Das wusste sie. Oighrig weigerte sich. Sie sah es nicht ein, aber Alen wusste mittlerweile wirklich nicht mehr was er noch tun sollte oder wie er überhaupt mit dieser Frau sprechen sollte. Ein erneutes Seufzen entwich ihm. "Wie sieht es bei Gareth und Glynis aus?", stellte er dann die Frage nach Alys' Kindern. Vielleicht auch um den Fokus ein wenig von ihm wegzulenken. Zeitgleich aber auch weil es ihn interessierte. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Alys Flachnàn - 15-06-2024 Alen konstruierte vor ihren Augen mögliche Szenarien, die Liam Greymark dazu veranlassen würden, in diesem großen Krieg der Länder einzuschreiten. Die Bilder, die Alen dabei entstehen ließ, waren so eindrucksvoll und sichtbar, dass es Alys geradezu schauderte. Sie war kein König - und das war gut so - doch auch sie hatte eine Verantwortung und sicherlich noch eine Rolle zu spielen in diesem riesengroßen Spiel um die Macht. Als Alen auch noch ihre Hände umschloss, zog sich Alys' Magen schmerzhaft zusammen. Doch das Bild, das Alen dann zeichnete, war zu groß, zu verrückt... noch viel zu weit weg. "Doch... dazu wird es nicht kommen, nicht wahr? Ich meine... solange sich der Hengst und der Löwe an die Gurgel gehen... sie haben keinen Grund, nach dem Adler zu schnappen", wechselte Alys in eine fabulösere Sprachwelt, die nicht gar so bedrohlich klang, auch wenn sie natürlich dasselbe beschrieb. Der Wolf und der Skorpion waren wirklich weit genug weg (noch), doch ein alter Löwe und der schäumende Hengst (von dem sie nun wussten, dass er sogar bereit war, auf einem Löwen herumzutrampeln), waren jederzeit in der Lage, zu einem kraftvollen Sprung anzusetzen und den Adler vom hohen Himmel zu holen. Nein, Alys wollte diese Dinge nicht glauben. Doch Alen hatte Recht - wenn Farynn sich aus diesem Krieg heraushielt, konnte es passieren, dass die Siegermächte sich eines Tages gegen es wendeten: da niemand sie ob ihrer gewonnenen Stärke aufzuhalten vermochte. Und da sie gewagt hatten, den Sieger nicht zu unterstützen. Und da man ihre Religion für vollkommen veraltet hielt und nicht mehr verstand. Alen erklärte weiters, dass es natürlich passieren konnte, dass Fehler im eigenen Land gemacht wurden. Alys betrachtete ihren Gefährten mit wachsender Unruhe. "Wir müssen hoffen und beten, dass auch die Fürsten unseres Landes sich dieser großen Verantwortung bewusst sind. Es gibt wahrhaft viele Unbekannte in diesen ganzen Rechnungen...", räumte Alys ein und beschloss (wiederholt), dass sie diese Dinge mit den anderen Hohepriesterinnen und der Herrin vom Berg besprechen musste. Ein jeder musste sich dieser Verantwortung klar werden. Und selbst dann war nichts sicher. "Die Herrin vom Berg wird sicherlich alle Hohepriesterinnen in den Fürstentümern anrufen und zur Vorsicht mahnen... Von ihnen wird das Wort dann weitergegeben an die Priesterinnen, Druiden und damit an die Bevölkerung", erklärte Alys ihren Plan für das weitere Vorgehen. "Der König und wir müssen aufklären und sensibilisieren. Er sollte diese Dinge schnellstmöglich an die Fürstenhäuser herantragen!", schlug Alys vor, da sie natürlich keine Ahnung davon hatte, was der König bereits veranlasst hatte. Alen erklärte, Màiris Mutter sei eine Schneiderin. Auch stellte er die familiäre Situation noch einmal klar. Alys konnte seine Sorgen äußerst gut nachvollziehen. Immerhin war sie von derselben Sorge getragen und beherrscht. "Wie gut sind ihre Fähigkeiten als Schneiderin? Auch hier im Hain werden immer wieder Schneider gebraucht - doch die gibt es wie Wolken über Farynn - zuhauf. Hat sie besondere Fähigkeiten, für die man sie nach Three Rivers oder gar hier her beordern könnte? Sie würde ihr Kind sicherlich mitbringen...", offenbarte Alys ihre sehr einfachen, aber möglicherweise auch wirksamen Pläne. Dann jedoch erkundigte Alen sich danach, wie es mit Gareth und Glynis lief. Intuitiv entzog Alys ihm die Hände und legte sie betroffen in den eigenen Schoß. Die Geste machte einen fast schon kindlich-beschämten Eindruck: ein Zeichen dafür, wie sehr der heutige Abend sie gebrochen und in den Grundfesten zerstört hatte. "Ich werde in den nächsten Tagen aufbrechen und nach Ishcateslieve reisen um Gareth ins Gewissen zu reden und ihn dazu zu bringen, hier her zu kommen. Und wenn es zunächst nur für einen kurzen Besuch ist - ich muss die Gelegenheit nutzen, sobald er hier ist. Ihn die Kraft der Ringsteine und die Macht der großen Mutter spüren lassen. Damit das Feuer des Glaubens richtig in ihm entfacht. Es wird schwierig - denn soweit ich es mitbekommen habe führt er in Ishcateslieve ein äußerst weltliches Leben...", erklärte sie verhältnismäßig nüchtern. Nüchterner, als man anhand ihrer Körperhaltung hätte vermuten können. Doch das was nun kam, hatte Alys in fast noch größere Sorge gestürzt. "Glynis hingegen ist störrischer als ein in Freiheit geborener Falke, dem man eine Leine anlegen möchte. Sie erklärte sich mir gegenüber dahingehend, dass sie alles tun wolle, um zu verhindern, dass Gareth hier her komme und Wurzeln schlage - damit wenigstens er frei sei. Sie hat kein Interesse mehr, sich in die hiesige Hierarchie einzufügen und unterzuordnen. Wir sind darüber in einen derartigen Streit geraten, dass ich ihr ein Schweigegelübde auferlegen musste. Doch dies nahm sie nur zum Anlass, mir zu erklären, dass sie den Tempel verlassen wolle...", erklärte Alys. Obwohl sie sich schämte, hielt sie sich in ihren Worten nicht zurück. Alen war der einzige Mensch, mit dem sie offen sprechen konnte - auch über mögliche Fehler ihrerseits, die zu dieser äußerst verfahrenen Situation beigetragen hatten. "Nun ist ihr alles zuzutrauen..", beendete Alys ihre Erzählungen und ließ resigniert und kraftlos den Kopf hängen. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Ailean Cranstoun - 26-06-2024 Bei der Frage die Alys stellte, konnte Alen nichts anderes tun als sie anzusehen und dann zu seufzen. "Sicher kann man sich nie sein, aber ich glaube wenn sie aufeinander fokussiert bleiben und Farynn sich ruhig verhält.....dann sollten wir keine Probleme bekommen. Vielleicht überraschen sie uns ja auch und der Krieg ist bald vorbei? Immerhin hat der König von Walleydor jetzt das was er wollte oder?" Zumindest wenn er den Gerüchten glauben schenken konnte. Denn es hieß dass Charles Stafford Eastergold Meadow der Stadt zugeführt hatte weil sie traditionell zum Frühlingsland gehörte. Böse Zungen gingen genauso um und normalerweise schätzte er Traditionen sehr. Jedoch nicht wenn jene in einem vermeidbaren Krieg und unnötiges Blutergießen endeten. Die Unruhe der Hohenpriesterin war deutlich zu spüren und Alen nahm vorsichtig ihre Hand. Um sie zu beruhigen und ihr zu versichern dass alles gut werden würde. Die große Mutter würde sie auch in dieser Situation wieder leiten. Ihre Worte waren richtig. "Soweit ich das beurteilen kann, sind die Fürsten unseres Landes kluge Männer die wissen was auf dem Spiel steht. Niemand von ihnen möchte das Kriegsinferno in den eigenen Reihen haben. Unbekannte und all jene denen all dies nicht so wichtig ist, könnten zu Problemen führen. Jemand der die Ausmaße seines Handelns nicht erkennt, kann generell zu einer Gefahr für seine Mitmenschen werden. Ebenso wenn es Unruhen innerhalb des Reiches gibt oder man unzufrieden mit dem aktuellen Herrscher ist nur......bezweifle ich dass irgendjemand ein Problem mit Liam Greymark und seiner Politik haben dürfte." Selbst wenn waren das nur wenige. Sie hatten einen guten und ehrbaren König. Zumindest seiner Meinung nach. Ihnen ging es hier im Herbstland auch gut. "Eine sehr gute Idee. Gerade jetzt sollten wir zusammenhalten und eine Einheit bilden. Wir sollten uns immer auf den aktuellen Stand halten um besser interagieren zu können, aber darum kümmere ich mich. Vielleicht sollte ich einige Besuche abstatten, mir Informationen einholen." Zwar bezweifelte er sehr stark dass er die nächsten Kriegspläne vor die Füße gelegt bekam, aber zumindest konnte er herausfinden was di Bevölkerung dachte und wie man ihnen helfen konnte ihre Sorgen und Ängste zu vermindern. Auf die nächsten Worte hin nickte der Fürstensohn. "Seine Majestät wird wissen was zu tun ist. Wir sollten im ständigen Austausch mit ihm bleiben. So können wir das Beste für die Bevölkerung herausholen." Über seine Expartnerin zu sprechen war ein Thema was ihn zwar auch nicht entspannen ließ, aber er war nicht mehr ganz so angespannt. Sein Blick trat ihren, hielt ihn. "Also wenn man mich fragt, ist sie in der Lage wahrhafte Meisterstücke zu erschaffen. Sie war immer schon so großartig darin die passenden Farben und Muster zu wählen. Ihre Verzierungen sind wirklich sehr schön. Anders als man es vielleicht gewohnt ist, aber jedes Kleidungsstück wirkt so als wäre es perfekt geschneidert für den Menschen der es tragen wird. So als gehöre es immer schon zu jenem." Gerade schwärmte er etwas von ihrer Arbeit, aber sie war nun einmal sehr gut darin. Eine der Dinge die er an ihr so liebte. Diese Leidenschaft und das Feuer mit der sie voll Eifer Kleidung schneiderte. Nun wurden Gareth und Glynis angebracht und das sorgte dafür dass Alys ihm ihre Hände entzog. Besorgt sah er sie an und rutschte näher an sie heran. Jedes ihrer Worte hörte er sich ruhig an und wandte den Blick nicht von ihr ab. "Ich kann deine Sorge nachvollziehen. Es ist nicht einfach für euch Beide. Weder für dich noch für ihn. Er hat dort ein Leben dass ihm gefällt und er wird nicht schlecht behandelt. Man sieht ihn als Teil der Familie. Das ist schon einmal viel wert. Doch auch ich würde es unterstützen wenn er hier wäre. Nicht nur weil wir ihm hier den besten Schutz bieten können, sondern auch weil ein Kind stets zu seiner Mutter gehört. Gareth weiß dass und er liebt dich. Kann ich irgendwie vermitteln zwischen euch? Kann ich irgendetwas für euch beide tun?" Er wusste doch selbst wie es war fernab vom Heiligtum zu sein. Auch er war lange bei seiner Familie gewesen und hatte das weltliche Leben mitbekommen. Doch sein Weg hatte ihn hier her geführt. Vielleicht war es bei Gareth anders? Vielleicht hielt ihn irgendetwas im Weltlichen, wie es Alen im Geistlichen hielt? Dem konnten sie nachgehen und das würden sie auch. Wenn sie wussten was Gareth hielt, konnten sie damit arbeiten. Trotzdem bereitete Alys' Zustand ihm immer noch groß Sorgen. Vorsichtig legte er eine Hände auf ihre Schultern und massierte diese leicht, während er sich anhörte was Glynis getan hatte. Die beiden Frauen hatten sich größer gestritten und Glynis war unzufrieden, kämpfte für ihren Bruder und Alen hielt in der Bewegung inne. Löste sich wieder von Alys und nahm wieder eine Hand. Kurzerhand kniete er sich neben sie und sah zu ihr auf. "Jeder von uns ist unzufrieden. Jeder von uns möchte das Beste für den anderen. Dabei kommt es oft zu Meinungsverschiedenheiten. Momentan sind alle Gemüter erhitzt und niemand weiß so wirklich was die Zukunft bringt. Es klingt ziemlich ernst. Vielleicht....sollten wir sie diese Erfahrung machen lassen. Vielleicht sollten wir ihr die Chance geben zu erkennen wie das Leben außerhalb dieser Wände ist. Sie wird wiederkommen. Da bin ich mir sicher. Wenn sie es wirklich tun sollte, dann kommt sie zurück zu uns. Sie kennt unsere Seite. Sie liebt und beschützt ihre Bruder. Vielleicht sollte ich nochmal mit ihr sprechen, aber ich weiß nicht ob es das schlimmer machen würde." Ein Lächeln huschte über seine Lippen und er verweilte in seiner Position. "Wir sind Eltern. Wir wollen alles menschenmögliche tun um unsere Kinder zu beschützen. Dabei machen wir auch Fehler. Ich gleichermaßen wie du. Vielleicht sollten wir ihnen beide etwas entgegenkommen. Es ist gut möglich dass sie uns auch entgegenkommen werden. Wenn sie merken dass wir nicht zwanghaft versuchen sie für unsere Sache zu gewinnen. Mir fällt das auch nicht leicht." Natürlich wäre es ihm auch das liebste alle seine Kinder hier zu haben. Doch das war leider nicht so einfach und manchmal war er auch zu sehr darauf aus. Verlangte manchmal vielleicht wirklich zu viel, aber daran konnte man arbeiten. Immerhin musste hier niemand allein damit sein. RE: The stars control people's fate, the great mother controls the stars. - Alys Flachnàn - 05-08-2024 Alen legte tröstend eine Hand auf ihre und am liebsten hätte sie sich an seinen Körper angelehnt und ein wenig Schutz und Ruhe gefunden. Doch es war noch nicht so weit. Es gab noch immer bedeutsame Dinge zu besprechen. ”Die Herrin vom Berg müsste von Ceridwens Heiligtum hinabsteigen und mit dem König sprechen, ihn sensibilisieren und auf die drohenden Gefahren aufmerksam machen…”, überlegte die Hohepriesterin, was wirklich fast schon naiv war. Liam Greymark war ein gestandener König, der sein Land seit vielen Jahren schon in ruhigen Fahrwassern sicher manövrierte. Unterstützt wurde er dabei natürlich von einer weisen und umsichtigen Frau, die für ihn die Fühler ausstreckte und hervorragende außenpolitische Bande pflegte - so zumindest war der Ruf der herbstländischen Königin hier im Hain. Alys war klar, dass sie mit ihren wenigen Worten vermutlich nichts Neues zur Diskussion beigetragen hatte. Und dass Liam Greymark wahrscheinlich sehr genau wusste, wie er diese Dinge handhaben musste. ”Es wäre nur schrecklich zu sehen, wenn es von innen heraus zu einer Situation käme, die ihn zwingen könnte, sich in die eine oder andere Richtung zu positionieren und einzugreifen.” Dies durfte nicht geschehen. Alen erwog, einige Besuche abzustatten und mit den Menschen zu sprechen. Alys nickte dies ab, drehte ihre Hand unter der ihres Gefährten und strich mit zwei Fingern behutsam über seine Handinnenfläche. ”Ich bin mir sicher, dass das helfen wird…” Den umsichtigen Rat eines Druiden konnte niemand abschlagen. Oftmals war es sogar einfacher, wenn ein Druide sich an einen Fürsten oder König wendete. Auch wenn es hierzulande vollkommen normal war, dass die alte Religion matriarchalisch geführt wurde, bevorzugte manch hochwohlgeborener Mann es dann doch, mit einem vermeintlich gleichgestellten - also einem Mann - zu sprechen. Alys betrübte diese Entwicklung, denn die Vergangenheit von Farynn hatte gezeigt, dass auch Hohepriesterinnen und Priesterinnen kluge Ratgeber sein konnten. Dann berichtete Alen über die Schneiderkünste seiner einstmaligen Partnerin. Es war für Alys überhaupt nicht merkwürdig, mit Alen über diese Frau zu sprechen, bei der er gelegen und die ihm ein Kind geboren hatte. Gleichsam war auch er immer wieder mit denjenigen konfrontiert, mit denen Alys früher verbunden gewesen war. Andere Druiden, die ebenfalls entweder im Hain lebten oder diesen immer wieder besuchten - ein ganz und gar gängiges Modell hierzulande. So fühlte Alys auch nicht den Keim von Eifersucht in sich heranwachsen. Auch nicht bei dem Gedanken, dass diese Frau hier her kommen würde. Sie vertraute Alen mehr als sich selbst. Und selbst wenn er sich eines Tages gegen sie entscheiden würde, dann war dies zwar schmerzlich, aber die Entscheidung eines Gleichgestellten, die man hinnehmen musste. ”Denkst Du, sie würde Verdacht schöpfen, wenn eine Hohepriesterin sie auffordert, in die Hauptstadt oder gar hier her zu kommen um dort einige Dinge in Auftrag zu geben? Es werden immer wieder Gewänder für die Hohepriesterinnen und auch für neue Priesterinnen benötigt…” Aufträge konnten ständig erweitert werden. Neue Anpassungen… Alys fühlte sich auf jeden Fall in der Lage, jemanden absichtlich und bewusst weiter hinhalten … nur, damit derjenige blieb, wo er war. Andererseits… auf Dauer war ihr das zumindest bei Glynis nicht sehr gut gelungen. Dann jedoch kamen sie auf Alys’ Kinder und die damit einhergehenden Sorgen zu sprechen. Sie hielt sich in ihren Ausführungen nicht zurück, wenngleich die Angelegenheiten sie sichtbar quälten. Sofort bot Alen auch seine Unterstützung bezüglich Gareth an. ”Es wäre sicherlich gut, wenn Du - sobald er hier ist - das Gespräch mit ihm suchen würdest. Ich würde mir wünschen, dass Gareth sich den Druiden anschließt und hier im Hain seinen Dienst tut. So habe ich ihn wenigstens in meiner Nähe. Und vielleicht würde das auch helfen, Glynis wieder zu besänftigen…”, überlegte sie unruhig. Nachdem Alen für ein paar lösende Augenblicke ihre Schultern massiert hatte, ging er neben ihr in die Knie und blickte zu ihr auf. Während er sprach, blickte sie zwischen seinen Augen hin und her, hatte dabei Mühe, ihn aussprechen zu lassen. ”Ich glaube nicht, dass sie zurückkommen würde, wenn ich sie in diesem Zorn ziehen lasse. Sie wird sich auf direktem Weg auf die Suche nach ihrem Bruder machen und… sie könnte auf dem Weg durchs Gebirge umkommen. Oder Gareth sprechen, bevor ich die Gelegenheit dazu hatte. Sie könnte ihn darum bitten, mit ihr fort zu gehen und ich verliere beide auf einmal!”, erwiderte sie vollkommen aufgebracht und ehrlicherweise auch voller Angst. ”Es muss gelingen, dass ich zuerst mit Gareth spreche und ihn hier her bringe. Dann kann er unvoreingenommen eine Entscheidung treffen…” Alys wusste, dass dies eine Illusion war, dass Glynis ihn auch dann beeinflussen konnte. Doch ihre Angst, beide gleichzeitig zu verlieren, war so groß, dass sie kaum auf das eingehen konnte, was Alen verhöhnend und konstruktiv an sie herantrug. Sie musste standhaft und stark bleiben und wollte auch jetzt ihren Willen durchsetzen. |