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		<title><![CDATA[Facing the Storm - Alle Foren]]></title>
		<link>https://facingthestorm.de/</link>
		<description><![CDATA[Facing the Storm - https://facingthestorm.de]]></description>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 05:08:56 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Gruppenszene: Listen to her howlin' roar]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=852</link>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 19:31:39 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=184">*Séan Canonach</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/64/11/9a/64119a6e77c927865bc5ca595bd71ecf.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">Listen to her howlin' roar<br />
<div style="font-size:18px;">Metal under tension</div>
</div>
<br />
"<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hört mal zu, Leute!</span>", donnerte seine Stimme über die Anwesenden und versuchte sie so zur Ruhe zu bringen. Der Tag war lang, Stunden sind ins Land gezogen, ohne, dass es einen Hinweis gegeben hatte. Bis jetzt. Nachdem sie schon einen ganzen Monat unterwegs waren ohne auch nur irgendein kleines Detail, war das Grund zu hoffen. Auf das große Gold. Oder auf den Ruhm, der unweigerlich folgen würde, wenn sie erfolgreich nach Hause kehrten. Auch wenn dieses 'nach Hause' für sie alle eine unterschiedliche Bedeutung hatte. Jeder hier verfolgte seine eigenen Ziele, erhoffte sich seine ganz eigene Zukunft nach diesem Abenteuer. Für Séan selbst bedeutete es endlich gesehen zu werden. Mehr, als bisher. Mehr, als nur ein Name in einem Lied eines Barden zu sein. Séan wollte seine Zeit überdauern, wollte mehr sein, als nur die Zeitspanne seines kurzen unbedeutenden Lebens. <br />
<br />
"<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wir dürfen jetzt nicht in Aufregung verfallen. Lasst uns einen kühlen Kopf bewahren</span>", bat er die Gruppe und schwang sich auf einen kleinen Baumstumpf, um sich über die Gruppe von Abenteurern zu erheben. Niemand sonst hatte die Position des Anführers übernehmen wollen, also tat er es. Es lag ihm. Er war gut darin, große Reden zu schwingen und die Motivation am abendlichen Lagerfeuer wieder aufzubauen... Doch niemand wusste, ob er auch gut darin sein würde die Gruppe zu führen, wenn es wirklich um etwas ging. <br />
<br />
Während seine eigenen dunklen Augen über die Gruppe glitten, befand sich in seinem Rücken eine Lichtung. Es war dunkel, doch der Mond bot genug Licht, um zu sehen, dass hier etwas geschehen war. Etwas, was nicht von Menschenhand gemacht worden war. Mehrere Bäume kokelten noch leicht, waren teilweise komplett schwarz und abgestorben. Als hätte es hier vor gar nicht allzu langer Zeit gebrannt. Es waren die ersten Hinweise nach so langer Zeit, dass gar nicht in Betracht gezogen wurde, dass auch Menschen ein Feuer legen könnten...<br />
Was er auch nicht bedacht hatte war der Umstand, dass eigentlich gerade <i>nicht</i> er der Anführer dieser kleinen Gruppe war. Aber die Art des Frasers war ihm ohnehin gegen den Strich gegangen und Séan ging einfach davon aus, dass der Mann sich überrumpeln lassen würde. Überhaupt war er ja ohnehin viel erfahrener.<br />
<br />
<br />
<div class="infopost">
<div class="infopostheader">Zusammenfassung</div>
<br />
<div class="infopostcontent">
<br />
- gepostet wird mit Kurzposts, max. 2000 Zeichen, gerne weniger<br />
- am Abend des 13.11.1016 ist die Gruppe auf eine Lichtung mit abgebrannten Bäumen gestoßen<br />
- Séan versucht eine kleine Rede zu halten, es soll jetzt gemeinsam besprochen werden, wie weiter vorgegangen wird<br />
<br />
</div></div>
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/64/11/9a/64119a6e77c927865bc5ca595bd71ecf.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">Listen to her howlin' roar<br />
<div style="font-size:18px;">Metal under tension</div>
</div>
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"<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hört mal zu, Leute!</span>", donnerte seine Stimme über die Anwesenden und versuchte sie so zur Ruhe zu bringen. Der Tag war lang, Stunden sind ins Land gezogen, ohne, dass es einen Hinweis gegeben hatte. Bis jetzt. Nachdem sie schon einen ganzen Monat unterwegs waren ohne auch nur irgendein kleines Detail, war das Grund zu hoffen. Auf das große Gold. Oder auf den Ruhm, der unweigerlich folgen würde, wenn sie erfolgreich nach Hause kehrten. Auch wenn dieses 'nach Hause' für sie alle eine unterschiedliche Bedeutung hatte. Jeder hier verfolgte seine eigenen Ziele, erhoffte sich seine ganz eigene Zukunft nach diesem Abenteuer. Für Séan selbst bedeutete es endlich gesehen zu werden. Mehr, als bisher. Mehr, als nur ein Name in einem Lied eines Barden zu sein. Séan wollte seine Zeit überdauern, wollte mehr sein, als nur die Zeitspanne seines kurzen unbedeutenden Lebens. <br />
<br />
"<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wir dürfen jetzt nicht in Aufregung verfallen. Lasst uns einen kühlen Kopf bewahren</span>", bat er die Gruppe und schwang sich auf einen kleinen Baumstumpf, um sich über die Gruppe von Abenteurern zu erheben. Niemand sonst hatte die Position des Anführers übernehmen wollen, also tat er es. Es lag ihm. Er war gut darin, große Reden zu schwingen und die Motivation am abendlichen Lagerfeuer wieder aufzubauen... Doch niemand wusste, ob er auch gut darin sein würde die Gruppe zu führen, wenn es wirklich um etwas ging. <br />
<br />
Während seine eigenen dunklen Augen über die Gruppe glitten, befand sich in seinem Rücken eine Lichtung. Es war dunkel, doch der Mond bot genug Licht, um zu sehen, dass hier etwas geschehen war. Etwas, was nicht von Menschenhand gemacht worden war. Mehrere Bäume kokelten noch leicht, waren teilweise komplett schwarz und abgestorben. Als hätte es hier vor gar nicht allzu langer Zeit gebrannt. Es waren die ersten Hinweise nach so langer Zeit, dass gar nicht in Betracht gezogen wurde, dass auch Menschen ein Feuer legen könnten...<br />
Was er auch nicht bedacht hatte war der Umstand, dass eigentlich gerade <i>nicht</i> er der Anführer dieser kleinen Gruppe war. Aber die Art des Frasers war ihm ohnehin gegen den Strich gegangen und Séan ging einfach davon aus, dass der Mann sich überrumpeln lassen würde. Überhaupt war er ja ohnehin viel erfahrener.<br />
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<div class="infopost">
<div class="infopostheader">Zusammenfassung</div>
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<div class="infopostcontent">
<br />
- gepostet wird mit Kurzposts, max. 2000 Zeichen, gerne weniger<br />
- am Abend des 13.11.1016 ist die Gruppe auf eine Lichtung mit abgebrannten Bäumen gestoßen<br />
- Séan versucht eine kleine Rede zu halten, es soll jetzt gemeinsam besprochen werden, wie weiter vorgegangen wird<br />
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</div></div>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Familie Mocháin]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=851</link>
			<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 16:36:44 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=182">Rhiannon Mocháin</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=851</guid>
			<description><![CDATA[Bei diesem Gesuch handelt es sich um ein Familien-Gesuch! Klicke auf das Bild des Familienmitglieds, für das du dich interessierst, um nähere Informationen zu erhalten. Melde dich gerne im Thread, falls du Interesse daran hast, jemanden zu übernehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Bei diesem Gesuch handelt es sich um ein Familien-Gesuch! Klicke auf das Bild des Familienmitglieds, für das du dich interessierst, um nähere Informationen zu erhalten. Melde dich gerne im Thread, falls du Interesse daran hast, jemanden zu übernehmen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein schiefgegangener Plan]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=849</link>
			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 20:58:54 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=175">Tariq Al-Fawahir</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=849</guid>
			<description><![CDATA[Die Straßen der Stadt waren zu dieser Stunde ein einziger, atmender Organismus. Stimmen lagen übereinander wie Stoffbahnen, die sich im Wind ineinander verfingen, Gewürze brannten in der Luft und irgendwo konnte man hören, wie Metall auf Metall schlug. Die Stadt selbst schien einen ganz besonderen Puls vorzugeben und Tariqs Herz folgte ihr im selben Takt. Seine Schritte passten sich seinen Herzschlägen an, ruhig und fest, während er an Samirs Seite dahinschritt. Er ging neben ihm, gleichauf, als wären sie einander ebenbürtig. Dabei war doch klar, dass dem nicht so war. In einer korrekten Welt wäre er dem König unter gewesen. Hätte sich von ihm Befehle erteilen lassen und auch jetzt mochte es wirken, als hätte Samir den Befehl gegeben, sich die Stadt anschauen zu wollen. Dabei war es Tariq gewesen, der diesen Gedanken schon vor Wochen im Kopf des jungen Königs verankert und reifen lassen hatte. Nichts blieb dem Zufall überlassen. Sie waren einander nicht ebenbürtig. Es gab ein Machtgefälle.<br />
Und dieses Gefälle wurde gegenwärtig von Tariq dominierte und würde es, wenn es nach ihm ging, auch weiterhin werden.<br />
Es war kaum mehr als eine Nuance, die sie unterschied. Dieser halbe Schritt, den Tariq ihm voraus war. Hier und da blieb er stehen, stellte Dinge oder wichtige Orte vor, mit leiser Stimme und kontrollierten Bewegungen, als müsse er einem Fremden die Stadt zeigen. Wie beiläufig glitt seine Hand dabei über einen Stoffballen, während sein Blick weiterzog, Menschen streifte und sich doch nicht in Erinnerung behielt, wie sie aussahen.<br />
So also sah das aus, dachte er, während sein Blick weiter über Gesichter glitt, ohne eine wirklich festzuhalten. Er erkannte nur Muster und Bewegungen, wie kleine Verschiebungen in der Realität, die er steuern wollte. Sie waren doch alle nur Figuren in seinem Spiel. Und sein König rückte auf dem Schachbrett des Lebens unaufhaltsam weiter. Geführt durch eine feste Hand.<br />
So also sah das aus, dachte er erneut. Das Reich in seiner rohesten Form, nicht gefiltert durch die den Hof umgebenden Mauern, sondern offen, greifbar. Wenn man wusste, wie man sich bewegen musste.<br />
<br />
Tariqs Mundwinkel regte sich kaum sichtbar, während er den Weg veänderte. So beläufig, dass es wie ein natürlicher Fluss in ihren Bewegungen wirkte, ein leichtes Abdriften aus der Hauptstraße heraus, hinein in eine schmalere Gasse, in der der Lärm der Stadt gedämpfter war, dichter. Weniger offen. Hier, in diesem geschlossenen System, dass sich wie sein zu Hause anfühlte, hatte er noch mehr Kontrolle.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Warte»</span>, flüsterte er grinsend und zog seinen Freund noch ein wenig tiefer in den Schatten der Gasse, wo er ihn in einem Kuss fing <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Ich will dich jetzt. Hier. Nur kurz. Und dann gehen wir weiter. Bitte...»</span>, wisperte er gegen seine Lippen, während sich in seinem Nacken eine angenehme Gänsehaut aufbaute. Im Hintergrund, da war er sich sicher, hatten bereits alle ihre Plätze eingenommen. <br />
Hafiz Schläger würden ihre Arbeit gut machen. Sie waren jetzt schon auf ihren Positionen und würden sich ihnen näheren, über die Dächer und von zwei Seiten der Gasse. Sie würden es so aussehen lassen, als wollten sie Samir, den angeblichen Händler, ausrauben. Und Tariq würde die Sache lösen. Mit Worten und der ein oder anderen Handgreiflichkeit.<br />
Alles war minutiös geplant. Alles. Nur der Umstand nicht, dass sie sehr wohl beobachtet wurden. Das es jemanden gab, den Tariq unmöglich hatte mit bedenken können. Und deshalb zog er den Freund und König weiter in einen leerstehenden Hinterhof, wo er ihn bereits in einem Kuss fing, um die Stimmung nicht abbrechen zu lassen. Tat so, als hörte er die sich nähernden Schritte von Hafiz Schlägern nicht. Und die leichteren, die sich von einer anderen Richtung näherten, ein wenig nach hinten versetzt zu den näherkommenden Männern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Straßen der Stadt waren zu dieser Stunde ein einziger, atmender Organismus. Stimmen lagen übereinander wie Stoffbahnen, die sich im Wind ineinander verfingen, Gewürze brannten in der Luft und irgendwo konnte man hören, wie Metall auf Metall schlug. Die Stadt selbst schien einen ganz besonderen Puls vorzugeben und Tariqs Herz folgte ihr im selben Takt. Seine Schritte passten sich seinen Herzschlägen an, ruhig und fest, während er an Samirs Seite dahinschritt. Er ging neben ihm, gleichauf, als wären sie einander ebenbürtig. Dabei war doch klar, dass dem nicht so war. In einer korrekten Welt wäre er dem König unter gewesen. Hätte sich von ihm Befehle erteilen lassen und auch jetzt mochte es wirken, als hätte Samir den Befehl gegeben, sich die Stadt anschauen zu wollen. Dabei war es Tariq gewesen, der diesen Gedanken schon vor Wochen im Kopf des jungen Königs verankert und reifen lassen hatte. Nichts blieb dem Zufall überlassen. Sie waren einander nicht ebenbürtig. Es gab ein Machtgefälle.<br />
Und dieses Gefälle wurde gegenwärtig von Tariq dominierte und würde es, wenn es nach ihm ging, auch weiterhin werden.<br />
Es war kaum mehr als eine Nuance, die sie unterschied. Dieser halbe Schritt, den Tariq ihm voraus war. Hier und da blieb er stehen, stellte Dinge oder wichtige Orte vor, mit leiser Stimme und kontrollierten Bewegungen, als müsse er einem Fremden die Stadt zeigen. Wie beiläufig glitt seine Hand dabei über einen Stoffballen, während sein Blick weiterzog, Menschen streifte und sich doch nicht in Erinnerung behielt, wie sie aussahen.<br />
So also sah das aus, dachte er, während sein Blick weiter über Gesichter glitt, ohne eine wirklich festzuhalten. Er erkannte nur Muster und Bewegungen, wie kleine Verschiebungen in der Realität, die er steuern wollte. Sie waren doch alle nur Figuren in seinem Spiel. Und sein König rückte auf dem Schachbrett des Lebens unaufhaltsam weiter. Geführt durch eine feste Hand.<br />
So also sah das aus, dachte er erneut. Das Reich in seiner rohesten Form, nicht gefiltert durch die den Hof umgebenden Mauern, sondern offen, greifbar. Wenn man wusste, wie man sich bewegen musste.<br />
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Tariqs Mundwinkel regte sich kaum sichtbar, während er den Weg veänderte. So beläufig, dass es wie ein natürlicher Fluss in ihren Bewegungen wirkte, ein leichtes Abdriften aus der Hauptstraße heraus, hinein in eine schmalere Gasse, in der der Lärm der Stadt gedämpfter war, dichter. Weniger offen. Hier, in diesem geschlossenen System, dass sich wie sein zu Hause anfühlte, hatte er noch mehr Kontrolle.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Warte»</span>, flüsterte er grinsend und zog seinen Freund noch ein wenig tiefer in den Schatten der Gasse, wo er ihn in einem Kuss fing <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Ich will dich jetzt. Hier. Nur kurz. Und dann gehen wir weiter. Bitte...»</span>, wisperte er gegen seine Lippen, während sich in seinem Nacken eine angenehme Gänsehaut aufbaute. Im Hintergrund, da war er sich sicher, hatten bereits alle ihre Plätze eingenommen. <br />
Hafiz Schläger würden ihre Arbeit gut machen. Sie waren jetzt schon auf ihren Positionen und würden sich ihnen näheren, über die Dächer und von zwei Seiten der Gasse. Sie würden es so aussehen lassen, als wollten sie Samir, den angeblichen Händler, ausrauben. Und Tariq würde die Sache lösen. Mit Worten und der ein oder anderen Handgreiflichkeit.<br />
Alles war minutiös geplant. Alles. Nur der Umstand nicht, dass sie sehr wohl beobachtet wurden. Das es jemanden gab, den Tariq unmöglich hatte mit bedenken können. Und deshalb zog er den Freund und König weiter in einen leerstehenden Hinterhof, wo er ihn bereits in einem Kuss fing, um die Stimmung nicht abbrechen zu lassen. Tat so, als hörte er die sich nähernden Schritte von Hafiz Schlägern nicht. Und die leichteren, die sich von einer anderen Richtung näherten, ein wenig nach hinten versetzt zu den näherkommenden Männern.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Von Vätern und Söhnen und Worten]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=848</link>
			<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 23:51:10 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=171">Eanruig Fraser</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=848</guid>
			<description><![CDATA[Der Kragen seines Hemdes kratzte Ein Umstand, den es normalerweise zu beheben galt, war es doch etwas, das ihn unweigerlich stören würde. Doch hier und jetzt und mit dem Blick auf das, was noch vor ihm lag, war es etwas, das es unweigerlich zu ignorieren galt. Selbst dann, wenn es als störend empfunden wurde. Er hatte schon viel Schlimmeres überstanden als einen kratzenden Kragen, unabhängig davon, dass allein der Umstand, dass er heute die festliche Kleidung angezogen hatte, etwas war, was zu Missbilligung geführt hatte … Daran hatte auch nicht einmal die Tatsache etwas geändert, dass er laut Maebh <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">sehr gut</span> darin aussah und es ihm einen Kuss eingebracht hatte. Nur ein kleiner Trost, wenn er sich doch schrecklich aufgezogen fühlte … Er war kein Mann der prunkvollen Dinge, dies war er noch nie gewesen und er würde es wohl auch niemals sein … Auch wenn er in seiner Position als Herr der Feste dies nicht vollkommen von der Hand weisen konnte, dass er eine gewisse Wirkung nach außen zu tragen hatte. Unweigerlich und an diesem heutigen Tag noch viel mehr als an den anderen, denn heute galt es, einen Bund zwischen zwei Familien zu schließen … zwischen zwei jungen Menschen, und einer von ihnen war sein Sohn. Sein Sohn, der ihm die ganze Zeit seines Lebens ein Stirnrunzeln der Sorge auf die Stirn getrieben hatte, seitdem er ihn das erste Mal in den Armen gehalten und die Gewissheit ihn erfüllt hatte, dass sein Leben niemals das sein würde, was er selbst für ihn vorgesehen, was er ihm selbst gewünscht hatte, sondern eines voller Prüfungen und voller Hürden. Und mögen seit diesem, jenem Tag auch fünfundzwanzig Jahre vergangen sein. Fünfundzwanzig Winter. Fünfundzwanzig Sommer dahingezogen sein, so war die Sorge geblieben … und sie würde wohl auch immer bleiben, weil immer ein Zweifel bleiben würde … ganz gleich, wie klein und unbedeutend er auch immer sein mochte, er würde bleiben … stetig und immer. <br />
<br />
Sein Vorhaben, mit seinem Sohn zu sprechen … über das, was bei dem gemeinsamen Abendessen mit Maebh, ihm und Murín geschehen war, über die Worte, die er ausgesprochen hatte, und Worte zu finden, die den Beginn dieser Ehe in ein besseres Licht rücken würden … sei es auch nur ein Versuch, seine Entscheidung dahingehend Cathal darzulegen mit den Worten von Maebh. In diesem Sinn war er auf dem Weg zu Cathal gewesen. Nicht gerechnet hatte er mit dem Anblick von Maebh, die ihm entgegengekommen war, mit wehenden Röcken und einer Falte der Sorge zwischen den Augen. Ihr Gespräch war kurz gewesen, erfreulich und zum anderen ebenso sorgenbereitend Sie und Cathal hatten gesprochen, es war gut verlaufen und der bestätigende Druck ihrer Hand auf seinem Arm, das kleine Lächeln auf ihren Lippen hatte ihn schweigend nicken lassen. Doch die weiteren Worte, dass Murín erkrankt sei … ließen ihn erneut die Stirn in Falten legen. Sie würde nach ihr sehen, ihm berichten … vielleicht ginge es wieder vorbei. Ja, vielleicht. <br />
<br />
Vor der Tür des Zimmers seines Sohnes hielt er inne, mehr als einen Herzschlag … mehr als einen Moment, während er auf die dunkle Maserung der Tür blickte und sich das Gespräch mit Maebh ins Gedächtnis rief, diesen Abend vor drei vorangegangenen Tagen. Es hatte etwas in ihm wachgerüttelt, ihm die Augen geöffnet … unweigerlich und vielleicht würde dies helfen … zumindest ein wenig. Er hob die Hand und schlug die Fingerknöchel der rechten Hand gegen das dunkle Holz. Einmal. Zweimal. Er wartete, bis ihm eine Bestätigung vom Inneren durch das Holz der Tür entgegenkam, bevor er die Klinke herunterdrückte und den Raum betrat. Sein Blick richtete sich auf seinen Sohn und sein Anblick in der festlichen Kleidung ließ sein Herz schwer werden. Er hatte schon vom Tag seiner Geburt an gewusst, dass dies irgendwann geschehen würde … aber nichts hatte ihn auf den Anblick vorbereitet und es ließ ihn unweigerlich an Áinfean denken … Der Gedanke schmerzte wie immer, aber bei weitem nicht mehr so sehr wie früher und es ließ ihn die Stimme erheben. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Du siehst du aus"</span>, stellte Eanruig fest und ein kleines Lächeln ließ dabei seinen Mundwinkel verziehen, während sein Blick über die Gestalt seines Sohnes schweifte.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Ich … wollte mit dir sprechen … über das, was beim Abendessen geschah, zwischen dir und Murín … aber ich weiß nicht, ob es noch angebracht ist … wenn mir Maebh doch sagte, dass ihr bereits gesprochen habt?" </span>sprach er schließlich aus und verschränkte die Hände hinter dem Rücken, in einer für ihn gewohnten Geste, während sein Blick auf dem Gesicht seines Sohnes ruhte, das fast immer den gleichen verschlossenen Ausdruck trug, den er von dem seinen so gut kannte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Kragen seines Hemdes kratzte Ein Umstand, den es normalerweise zu beheben galt, war es doch etwas, das ihn unweigerlich stören würde. Doch hier und jetzt und mit dem Blick auf das, was noch vor ihm lag, war es etwas, das es unweigerlich zu ignorieren galt. Selbst dann, wenn es als störend empfunden wurde. Er hatte schon viel Schlimmeres überstanden als einen kratzenden Kragen, unabhängig davon, dass allein der Umstand, dass er heute die festliche Kleidung angezogen hatte, etwas war, was zu Missbilligung geführt hatte … Daran hatte auch nicht einmal die Tatsache etwas geändert, dass er laut Maebh <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">sehr gut</span> darin aussah und es ihm einen Kuss eingebracht hatte. Nur ein kleiner Trost, wenn er sich doch schrecklich aufgezogen fühlte … Er war kein Mann der prunkvollen Dinge, dies war er noch nie gewesen und er würde es wohl auch niemals sein … Auch wenn er in seiner Position als Herr der Feste dies nicht vollkommen von der Hand weisen konnte, dass er eine gewisse Wirkung nach außen zu tragen hatte. Unweigerlich und an diesem heutigen Tag noch viel mehr als an den anderen, denn heute galt es, einen Bund zwischen zwei Familien zu schließen … zwischen zwei jungen Menschen, und einer von ihnen war sein Sohn. Sein Sohn, der ihm die ganze Zeit seines Lebens ein Stirnrunzeln der Sorge auf die Stirn getrieben hatte, seitdem er ihn das erste Mal in den Armen gehalten und die Gewissheit ihn erfüllt hatte, dass sein Leben niemals das sein würde, was er selbst für ihn vorgesehen, was er ihm selbst gewünscht hatte, sondern eines voller Prüfungen und voller Hürden. Und mögen seit diesem, jenem Tag auch fünfundzwanzig Jahre vergangen sein. Fünfundzwanzig Winter. Fünfundzwanzig Sommer dahingezogen sein, so war die Sorge geblieben … und sie würde wohl auch immer bleiben, weil immer ein Zweifel bleiben würde … ganz gleich, wie klein und unbedeutend er auch immer sein mochte, er würde bleiben … stetig und immer. <br />
<br />
Sein Vorhaben, mit seinem Sohn zu sprechen … über das, was bei dem gemeinsamen Abendessen mit Maebh, ihm und Murín geschehen war, über die Worte, die er ausgesprochen hatte, und Worte zu finden, die den Beginn dieser Ehe in ein besseres Licht rücken würden … sei es auch nur ein Versuch, seine Entscheidung dahingehend Cathal darzulegen mit den Worten von Maebh. In diesem Sinn war er auf dem Weg zu Cathal gewesen. Nicht gerechnet hatte er mit dem Anblick von Maebh, die ihm entgegengekommen war, mit wehenden Röcken und einer Falte der Sorge zwischen den Augen. Ihr Gespräch war kurz gewesen, erfreulich und zum anderen ebenso sorgenbereitend Sie und Cathal hatten gesprochen, es war gut verlaufen und der bestätigende Druck ihrer Hand auf seinem Arm, das kleine Lächeln auf ihren Lippen hatte ihn schweigend nicken lassen. Doch die weiteren Worte, dass Murín erkrankt sei … ließen ihn erneut die Stirn in Falten legen. Sie würde nach ihr sehen, ihm berichten … vielleicht ginge es wieder vorbei. Ja, vielleicht. <br />
<br />
Vor der Tür des Zimmers seines Sohnes hielt er inne, mehr als einen Herzschlag … mehr als einen Moment, während er auf die dunkle Maserung der Tür blickte und sich das Gespräch mit Maebh ins Gedächtnis rief, diesen Abend vor drei vorangegangenen Tagen. Es hatte etwas in ihm wachgerüttelt, ihm die Augen geöffnet … unweigerlich und vielleicht würde dies helfen … zumindest ein wenig. Er hob die Hand und schlug die Fingerknöchel der rechten Hand gegen das dunkle Holz. Einmal. Zweimal. Er wartete, bis ihm eine Bestätigung vom Inneren durch das Holz der Tür entgegenkam, bevor er die Klinke herunterdrückte und den Raum betrat. Sein Blick richtete sich auf seinen Sohn und sein Anblick in der festlichen Kleidung ließ sein Herz schwer werden. Er hatte schon vom Tag seiner Geburt an gewusst, dass dies irgendwann geschehen würde … aber nichts hatte ihn auf den Anblick vorbereitet und es ließ ihn unweigerlich an Áinfean denken … Der Gedanke schmerzte wie immer, aber bei weitem nicht mehr so sehr wie früher und es ließ ihn die Stimme erheben. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Du siehst du aus"</span>, stellte Eanruig fest und ein kleines Lächeln ließ dabei seinen Mundwinkel verziehen, während sein Blick über die Gestalt seines Sohnes schweifte.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Ich … wollte mit dir sprechen … über das, was beim Abendessen geschah, zwischen dir und Murín … aber ich weiß nicht, ob es noch angebracht ist … wenn mir Maebh doch sagte, dass ihr bereits gesprochen habt?" </span>sprach er schließlich aus und verschränkte die Hände hinter dem Rücken, in einer für ihn gewohnten Geste, während sein Blick auf dem Gesicht seines Sohnes ruhte, das fast immer den gleichen verschlossenen Ausdruck trug, den er von dem seinen so gut kannte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[tomorrow is another day...]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=847</link>
			<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 19:51:12 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=170">Maebh Fraser</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=847</guid>
			<description><![CDATA[Das Gespräch mit Cathal hatte einiges in Maebh aufgewühlt. Nicht zuletzt ihre ohnehin grundsätzlich bestehenden Zweifel an der eigenen Persönlich- und Widerstandsfähigkeit. Aber vielleicht hatte Cathal auch Recht. Sie war nun seit Jahren hier. Sie hatte ein Kind geboren. Sie lebte mit ihrem Mann zusammen, trug durch die Ehe einen Titel. Man hatte ihr Verantwortung in die Hand gelegt und sie füllte diese aus. Nach bestem Wissen und Gewissen. Gemessen an dem Umstand, dass sie keineswegs so hochgeboren war, wie ihr Ehemann, war das etwas ganz und gar Großartiges. Aber dennoch blieben leise Zweifel.<br />
War sie all dem gewachsen? War sie nicht immer noch das verängstigte kleine Kind, dass sich fürchtete, weil es von zu Hause weg musste? Auch wenn sie freilich lange kein Kind mehr gewesen war, als man sie hier her gebracht hatte. Sie begriff durchaus, dass ihr Vater nur in ihrem Sinne gehandelt hatte. Sie wusste, dass er sie liebte. Und vielleicht... vielleicht schaftte sie es ja auch, dass er sich von diesem unsäglichen Weib lossagte. Und dann blieb er ja vielleicht sogar. Pferde züchten konnte er auch hier. <br />
Doch zunächst einmal war es wichtig, dass sie sich um das kümmerte, was im Hier und Jetzt geschah. Die heute noch anreisenden Gäste waren erst einmal nebensächlich. Wenn sie die Situation richtig einschätzte und sich Muírin krank genug fühlte, um die Zofe zu schicken, bedeutete das, dass Cathal heute vermutlich nicht heiraten würde. Und dann würden sie auch zunächst die Gäste wieder ausladen müssen, damit die junge Frau sich angemessen erholen konnte. Niemand wollte krank den ewigen Bund der Ehe eingehen. Niemand wollte krank auf irgendeiner Feier stehen  und ausgelassen feiern! Selbst wenn die Ehe arrangiert war... es war wichtig, dass Muírin diesen Tag zumindest im Ansatz in schöner Erinnerung behalten konnte.<br />
Als sie um die Ecke bog, hielt ihr die zweite Zofe bereits die Tür auf, damit Maebh eintreten konnte. Und tatsächlich machte die junge Frau im Bett einen ganz und gar erbärmlichen Eindruck. Sie war verschwitzt, das Haar hing ihr in Strähnen übers Gesicht und ihre Hautfarbe hatte Ähnlichkeit mit saurer Milch. Offenbar hatte ihr der Sturm gestern nicht gut getan. Was auch immer sie sich eingefangen hatte, war ausgesprochen anstrengend für ihren Körper.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Guten Morgen, Liebes»</span>, grüßte Maebh leise und schloss hinter sich die Tür. Die Fenster hatte man bereits geöffnet um zu lüften, das Feuer im Kamin wurde gerade wieder angefacht. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Du siehst... schrecklich aus. Es tut mir leid. Ich weiß, du wirst das nicht gerne hören wollen. Wie fühlst du dich?»</span><br />
Prüfend glitt ihr Blick über die jüngere Frau. Sichtlich besorgt. Und ehrlich mitfühlend.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Ich gehe davon aus»</span>, fuhr sie fort und sprach damit den Drachen im Raum an, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«dass du heute nicht dazu in der Lage sein wirst, zu heiraten?»</span><br />
Es schwang keinerlei Vorwurf in ihrer Stimme mit. Sie konnte es verstehen. So hätte sie auch nicht gewollt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Gespräch mit Cathal hatte einiges in Maebh aufgewühlt. Nicht zuletzt ihre ohnehin grundsätzlich bestehenden Zweifel an der eigenen Persönlich- und Widerstandsfähigkeit. Aber vielleicht hatte Cathal auch Recht. Sie war nun seit Jahren hier. Sie hatte ein Kind geboren. Sie lebte mit ihrem Mann zusammen, trug durch die Ehe einen Titel. Man hatte ihr Verantwortung in die Hand gelegt und sie füllte diese aus. Nach bestem Wissen und Gewissen. Gemessen an dem Umstand, dass sie keineswegs so hochgeboren war, wie ihr Ehemann, war das etwas ganz und gar Großartiges. Aber dennoch blieben leise Zweifel.<br />
War sie all dem gewachsen? War sie nicht immer noch das verängstigte kleine Kind, dass sich fürchtete, weil es von zu Hause weg musste? Auch wenn sie freilich lange kein Kind mehr gewesen war, als man sie hier her gebracht hatte. Sie begriff durchaus, dass ihr Vater nur in ihrem Sinne gehandelt hatte. Sie wusste, dass er sie liebte. Und vielleicht... vielleicht schaftte sie es ja auch, dass er sich von diesem unsäglichen Weib lossagte. Und dann blieb er ja vielleicht sogar. Pferde züchten konnte er auch hier. <br />
Doch zunächst einmal war es wichtig, dass sie sich um das kümmerte, was im Hier und Jetzt geschah. Die heute noch anreisenden Gäste waren erst einmal nebensächlich. Wenn sie die Situation richtig einschätzte und sich Muírin krank genug fühlte, um die Zofe zu schicken, bedeutete das, dass Cathal heute vermutlich nicht heiraten würde. Und dann würden sie auch zunächst die Gäste wieder ausladen müssen, damit die junge Frau sich angemessen erholen konnte. Niemand wollte krank den ewigen Bund der Ehe eingehen. Niemand wollte krank auf irgendeiner Feier stehen  und ausgelassen feiern! Selbst wenn die Ehe arrangiert war... es war wichtig, dass Muírin diesen Tag zumindest im Ansatz in schöner Erinnerung behalten konnte.<br />
Als sie um die Ecke bog, hielt ihr die zweite Zofe bereits die Tür auf, damit Maebh eintreten konnte. Und tatsächlich machte die junge Frau im Bett einen ganz und gar erbärmlichen Eindruck. Sie war verschwitzt, das Haar hing ihr in Strähnen übers Gesicht und ihre Hautfarbe hatte Ähnlichkeit mit saurer Milch. Offenbar hatte ihr der Sturm gestern nicht gut getan. Was auch immer sie sich eingefangen hatte, war ausgesprochen anstrengend für ihren Körper.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Guten Morgen, Liebes»</span>, grüßte Maebh leise und schloss hinter sich die Tür. Die Fenster hatte man bereits geöffnet um zu lüften, das Feuer im Kamin wurde gerade wieder angefacht. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Du siehst... schrecklich aus. Es tut mir leid. Ich weiß, du wirst das nicht gerne hören wollen. Wie fühlst du dich?»</span><br />
Prüfend glitt ihr Blick über die jüngere Frau. Sichtlich besorgt. Und ehrlich mitfühlend.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Ich gehe davon aus»</span>, fuhr sie fort und sprach damit den Drachen im Raum an, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«dass du heute nicht dazu in der Lage sein wirst, zu heiraten?»</span><br />
Es schwang keinerlei Vorwurf in ihrer Stimme mit. Sie konnte es verstehen. So hätte sie auch nicht gewollt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[some are lost in the fire]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=846</link>
			<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 10:50:54 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=1">Schriftrollenhüter</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=846</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Alex+Brush&display=swap" rel="stylesheet">
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<div style="background:#ebebeb;color:#000;font-family:'Red Hat Display';display:flex;margin:auto;width:500px;">
<table style="position: relative;width:100%; margin:0; padding: 0px;">
<tr><td colspan="2">
<div style="position:relative;">
<img src="https://i.imgur.com/x1T2CTI.png" height="240px" style="object-fit:cover;width:100%;text-align:center;"><br />
</div>
<div style="position:absolute;top:100px;width:100%;font-family:'Alex Brush'; font-size:42px; text-align:center;">some are lost in the fire</div>
<div style="position:absolute;top:200px;left:42%;border:'2px solid black';border-radius:50%;width:100px;height:100px;">
<img src="https://i.imgur.com/sVy3ZhZ.png" style="object-fit:cover;width:80px; height:80px; border-radius:50%;"><br />
</div>
<div style="padding:10px;padding-top:50px;text-align:justify;font-size:12px;">
<span style="color: black;" class="mycode_color">Die Zeiten haben sich verändert. Das Großkönigsland ist angespannt, musste herbe Verluste einstecken und hat viele Männer verloren. Und eine ganze Stadt. Eastergold Meadow liegt an der Grenze zum Frühlingsland und wurde von Charles Stafford, dem König des Frühlingslandes, am 21. Juli 1016 ndV erobert. Der Versuch es zurückzuerobern hat vieles gekostet. Die Armee von Großkönig Augusto Castellanos war riesig und trotzdem ist es ihr nicht gelungen zu siegen. Niederlagen, Verluste, Schmerz und Trauer mussten die Männer einstecken, als sie am 18.11.1016 ndV wieder vor den Toren ihrer eigenen Stadt standen. Und dort, wo sie niemand sehen konnte, wo sie doch des nachts gebraucht und gesucht wurden, gab es die Frauen im Rücken dieser kämpfenden Männer. Prostituierte. Niemand nannte sie so, aber sie bekamen Gold dafür, dass sie die castandorische Armee begleiten und ihnen zur Seite stehen. Zwischen all dem Schweiß, dem Blut und dem Metall der Rüstungen gibt es ihre Zelten, die des nachts offen stehen. Und dabei sammeln diese jungen Frauen mehr, als nur Striche auf ihrer Liste. Sie sammeln Geheimnisse, Ängste und Träume.</span><br />
</div>
<div style="text-align:center; padding:10px;font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span style="">Gesuche</span><br />
</div>
<table cellspacing="10">
<tr><td colspan="2" style="text-align:center;">
<span style="font-weight: bold;"><span style="color: black;" class="mycode_color">IULIA OCTAVIUS</span></span> <br />
<span style="color: gray;" class="mycode_color">55 Jahre, ledig | ehemalige Bordell-Besitzerin | Herkunft: Land des Königs | <i>Joely Richardson?</span></i><hr>
</td></tr>
<tr><td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll; padding-right:10px;height:200px;font-size:12px"><span style="color: black;" class="mycode_color"><i>FREI - </i> Das Leben hat es selten gut mit dir gemeint. Durch unglückliche Umstände bist du in einem Etablissement gelandet, in dem dein Körper an andere Männer verkauft wurde, dachtest dann jedoch, dass du einen Ausweg gefunden hättest. Ein junger Mann gelobte dir seine Treue, schwor dir seine Liebe und krönte seine Worte mit einem geschenktem Kind unter deinem Herzen. Bis er eines Tages verschwand. Was mit ihm passierte weißt du bis heute nicht. Du bist dir sicher, dass es keine freiwillige Entscheidung von ihm war, doch genauso wenig weißt du, ob er heute überhaupt noch am Leben ist. Deine Suche nach ihm hast du jedoch nie aufgebeben und die Hoffnung, ihn bei der Armee zu finden, ist überwältigend. Es ist schon über zwanzig Jahre her, dass ihr euch ineinander verliebt habt, doch der Gedanke an damals lässt dich durchhalten. In den letzten Jahren hast du dich hochgearbeitet, bist nicht mehr irgendein Mädchen in irgendeinem Bordell, sondern du warst die Besitzerin des einzigen Edelbordells der Stadt. Das Ruby Veil hat lange Jahre dir gehört, die Mädchen unter deiner Fittiche gestanden, doch jetzt, wo sich Alles in deiner Heimat veränderte, entschiedst du dich dazu die Türen zu deinem Etablissement zu schließen. Stattdessen bist du nun in der Armee auf der Suche nach dem Mann, der der Vater deiner Tochter ist. </span><br />
</div>
</td>
<td valign="top" width="50%" height="200px">
<img src="https://i.imgur.com/krJFRbw.jpeg" width="200px" height="100px" style="object-fit:cover;"><br />
</td></tr>
<tr><td colspan="2" style="text-align:center;">
<span style="font-weight:bold;color:#404D4F;"><span style="color: black;" class="mycode_color">NOUR AL-DAHAN</span></i> </span> <br />
<span style="color: gray;" class="mycode_color">24 Jahre, ledig | Prostituierte | Herkunft: Sommerland | <i>Zendaya Coleman?</span></i><br />
<hr>
</td></tr>
<tr>
<td valign="top" height="200px" style="padding-bottom:50px;">
<img src="https://i.imgur.com/GMIsylB.jpeg" width="200px" height="100px" style="object-fit:cover;"><br />
</td>
<td valign="top" height="200px" style="text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll;padding-right:10px;height:200px;font-size:12px"><span style="color: black;" class="mycode_color"><i>RESERVIERT  -</i> Dein exotisches Aussehen verrät deine sommerländischen Wurzeln sofort, obwohl du sie am liebsten abschütteln würdest. Deine Herkunft ist das Mahnmal deiner Familie, deine Schuld, die du auf deinen Schultern trägst, die dich erdrückt wie die sirrende Hitze in deiner Heimat. Du erinnerst dich noch gut an die vielen Stunden, die du auf den Feldern von Yalewdal verbracht hast. Im Dienste der Familie al-Mazhir, die ausgerechnet den neuen König des Sommerlandes hervor gebracht haben. Früher hast du Samir nur aus der Ferne zu Gesicht bekommen, doch dass dieser schlaksige Junge nun ein König sein soll, das kannst du dir nicht erklären. Du warst nie viel in die Politik deines Heimatlandes involviert, denn deine Familie hat ihr ganzes Gold gespart, um einen fahrenden Händler zu bezahlen, dich in ein anderes Land zu bringen. Nur mit den Klamotten, die du am Körper trugst, kamst du vor einigen Monaten in Kings Portal, der Hauptstadt des Großkönigslandes an. Doch noch ehe du dir einen Verdienst suchen konntest, ging Alles plötzlich ganz schnell. Die Armee des Landes wurde mobilisiert und man bot dir viel Gold an, um sie als Dame zu begleiten. Natürlich im Austausch für gewisse Dienste. Aussichtslos wie du warst, hast du zugestimmt und befindest dich nun völlig alleine inmitten einer riesigen Armee eines fremden Landes. Besagte Männer sind jedoch ungewöhnlich angetan von dir und deinem exotischen Aussehen, haben dir sogar schon Avancen gemacht, sie zu heiraten. Doch von einem Abhängigkeitsverhältnis in das Nächste zu rutschen stand eigentlich nicht auf deiner Agenda...</span><br />
</td>
</tr>
<tr><td colspan="2" style="text-align:center;">
<span style="font-weight: bold;"><span style="color: black;" class="mycode_color">SKADI NYKVIST</span></span> <br />
<span style="color: gray;" class="mycode_color">28 Jahre, ledig | Spionin und Auftragsmörderin | Herkunft: Winterland | <i>Anya Chalotra?</span></i><hr>
</td></tr>
<tr><td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll; padding-right:10px;height:200px;font-size:12px"><span style="color: black;" class="mycode_color"><i>FREI- </i> Dein Charisma ist unbestreitbar. Dein Talent die Männer um den Finger zu wickeln einzigartig. Genauso wie dein Talent mit kleinen Messern und exklusiven Giftmischungen besonders großen Schaden anzurichten. Du bist die allseits bekannte Wölfin im Schafspelz und dabei vermutlich noch gefährlicher als andere männliche Wölfe. <br />
Aufgewachsen bist du im kalten Winterland, hattest eine recht ereignislose und normale Kindheit, bis auf die Tatsache, dass du dich schon sehr früh für die Messersammlung deines Vaters interessiert hast. Dieser bedauerte anfänglich noch die Tatsache, dass seine Frau keinen Jungen bekommen hat, war jedoch dadurch umso faszinierter von deinem Talent. Genauso wie Belisarius Caderitor, der dich auf einer seinen vielen Reisen entdeckte. Er bot dir einen Job an, erzählte dir nicht nur von den Abenteuern, die auf dich warteten, sondern gab dir das Versprechen deinen Tötungsdrang auf gute Art und Weise ausleben zu können. So wurdest du seine Spionin und Auftragsmörderin. Und wie könnte man Männer besser erpressen, um die Ecke bringen oder ausquetschen, als wenn sie nackt in dem eigenen Bett lagen? Du bist eine Meisterin der Täuschung und kannst im einen Moment samtweich und handzahm wie eine Hauskatze sein und im nächsten unzähmbar wie ein Löwe. Du schläfst grundsätzlich mit einem scharfen Messer unter dem Kopfkissen und bedauerst es, dass du aufgrund deines Geschlechts nicht an vorderster Front mitkämpfen kannst.  </span><br />
</div>
</td>
<td valign="top" width="50%" height="200px">
<img src="https://i.imgur.com/l1dQvMZ.jpeg" width="200px" height="100px" style="object-fit:cover;"><br />
</td></tr>
</table>
<div style="padding:10px;text-align:justify;font-size:12px;">
<span style="color: black;" class="mycode_color">Bei diesem Canon handelt es sich um ein Forumgesuch. Wir würden uns freuen, wenn ihr den hier vorgeschlagenen Charakteren Leben einhauchen möchtet. Natürlich dürft ihr noch weitere Frauen (und gerne auch Freudenmänner!) der Armee von Castandor hinzufügen! Wir freuen uns immer über Zuwachs. <br />
<br />
Namen, Alter, Geschlechter und Avatare sind nur als Vorschläge zu betrachten, wir behalten uns lediglich das altbekannte Veto-Recht vor. Wir würden uns freuen, wenn ihr unserem Discord-Server ebenfalls einen Besuch abstattet, da wir sehr viel Wert auf das Miteinander legen und man dort einfach sehr viel einfacher quatschen kann <img src="https://facingthestorm.de/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> Wir freuen uns schon auf Euch!</span> <br />
</div>
<hr>
</td>
</tr>
<tr style="text-align:center; padding:10px;padding-bottom:50px;" >
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=185" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Gesuch</a><br />
</td>
<td width="50%" style="padding-bottom:30px;">
<a href="https://facingthestorm.de" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Forum</a><br />
</td>
</tr>
</table>
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Alex+Brush&display=swap" rel="stylesheet">
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<table style="position: relative;width:100%; margin:0; padding: 0px;">
<tr><td colspan="2">
<div style="position:relative;">
<img src="https://i.imgur.com/x1T2CTI.png" height="240px" style="object-fit:cover;width:100%;text-align:center;"><br />
</div>
<div style="position:absolute;top:100px;width:100%;font-family:'Alex Brush'; font-size:42px; text-align:center;">some are lost in the fire</div>
<div style="position:absolute;top:200px;left:42%;border:'2px solid black';border-radius:50%;width:100px;height:100px;">
<img src="https://i.imgur.com/sVy3ZhZ.png" style="object-fit:cover;width:80px; height:80px; border-radius:50%;"><br />
</div>
<div style="padding:10px;padding-top:50px;text-align:justify;font-size:12px;">
<span style="color: black;" class="mycode_color">Die Zeiten haben sich verändert. Das Großkönigsland ist angespannt, musste herbe Verluste einstecken und hat viele Männer verloren. Und eine ganze Stadt. Eastergold Meadow liegt an der Grenze zum Frühlingsland und wurde von Charles Stafford, dem König des Frühlingslandes, am 21. Juli 1016 ndV erobert. Der Versuch es zurückzuerobern hat vieles gekostet. Die Armee von Großkönig Augusto Castellanos war riesig und trotzdem ist es ihr nicht gelungen zu siegen. Niederlagen, Verluste, Schmerz und Trauer mussten die Männer einstecken, als sie am 18.11.1016 ndV wieder vor den Toren ihrer eigenen Stadt standen. Und dort, wo sie niemand sehen konnte, wo sie doch des nachts gebraucht und gesucht wurden, gab es die Frauen im Rücken dieser kämpfenden Männer. Prostituierte. Niemand nannte sie so, aber sie bekamen Gold dafür, dass sie die castandorische Armee begleiten und ihnen zur Seite stehen. Zwischen all dem Schweiß, dem Blut und dem Metall der Rüstungen gibt es ihre Zelten, die des nachts offen stehen. Und dabei sammeln diese jungen Frauen mehr, als nur Striche auf ihrer Liste. Sie sammeln Geheimnisse, Ängste und Träume.</span><br />
</div>
<div style="text-align:center; padding:10px;font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span style="">Gesuche</span><br />
</div>
<table cellspacing="10">
<tr><td colspan="2" style="text-align:center;">
<span style="font-weight: bold;"><span style="color: black;" class="mycode_color">IULIA OCTAVIUS</span></span> <br />
<span style="color: gray;" class="mycode_color">55 Jahre, ledig | ehemalige Bordell-Besitzerin | Herkunft: Land des Königs | <i>Joely Richardson?</span></i><hr>
</td></tr>
<tr><td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll; padding-right:10px;height:200px;font-size:12px"><span style="color: black;" class="mycode_color"><i>FREI - </i> Das Leben hat es selten gut mit dir gemeint. Durch unglückliche Umstände bist du in einem Etablissement gelandet, in dem dein Körper an andere Männer verkauft wurde, dachtest dann jedoch, dass du einen Ausweg gefunden hättest. Ein junger Mann gelobte dir seine Treue, schwor dir seine Liebe und krönte seine Worte mit einem geschenktem Kind unter deinem Herzen. Bis er eines Tages verschwand. Was mit ihm passierte weißt du bis heute nicht. Du bist dir sicher, dass es keine freiwillige Entscheidung von ihm war, doch genauso wenig weißt du, ob er heute überhaupt noch am Leben ist. Deine Suche nach ihm hast du jedoch nie aufgebeben und die Hoffnung, ihn bei der Armee zu finden, ist überwältigend. Es ist schon über zwanzig Jahre her, dass ihr euch ineinander verliebt habt, doch der Gedanke an damals lässt dich durchhalten. In den letzten Jahren hast du dich hochgearbeitet, bist nicht mehr irgendein Mädchen in irgendeinem Bordell, sondern du warst die Besitzerin des einzigen Edelbordells der Stadt. Das Ruby Veil hat lange Jahre dir gehört, die Mädchen unter deiner Fittiche gestanden, doch jetzt, wo sich Alles in deiner Heimat veränderte, entschiedst du dich dazu die Türen zu deinem Etablissement zu schließen. Stattdessen bist du nun in der Armee auf der Suche nach dem Mann, der der Vater deiner Tochter ist. </span><br />
</div>
</td>
<td valign="top" width="50%" height="200px">
<img src="https://i.imgur.com/krJFRbw.jpeg" width="200px" height="100px" style="object-fit:cover;"><br />
</td></tr>
<tr><td colspan="2" style="text-align:center;">
<span style="font-weight:bold;color:#404D4F;"><span style="color: black;" class="mycode_color">NOUR AL-DAHAN</span></i> </span> <br />
<span style="color: gray;" class="mycode_color">24 Jahre, ledig | Prostituierte | Herkunft: Sommerland | <i>Zendaya Coleman?</span></i><br />
<hr>
</td></tr>
<tr>
<td valign="top" height="200px" style="padding-bottom:50px;">
<img src="https://i.imgur.com/GMIsylB.jpeg" width="200px" height="100px" style="object-fit:cover;"><br />
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<td valign="top" height="200px" style="text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll;padding-right:10px;height:200px;font-size:12px"><span style="color: black;" class="mycode_color"><i>RESERVIERT  -</i> Dein exotisches Aussehen verrät deine sommerländischen Wurzeln sofort, obwohl du sie am liebsten abschütteln würdest. Deine Herkunft ist das Mahnmal deiner Familie, deine Schuld, die du auf deinen Schultern trägst, die dich erdrückt wie die sirrende Hitze in deiner Heimat. Du erinnerst dich noch gut an die vielen Stunden, die du auf den Feldern von Yalewdal verbracht hast. Im Dienste der Familie al-Mazhir, die ausgerechnet den neuen König des Sommerlandes hervor gebracht haben. Früher hast du Samir nur aus der Ferne zu Gesicht bekommen, doch dass dieser schlaksige Junge nun ein König sein soll, das kannst du dir nicht erklären. Du warst nie viel in die Politik deines Heimatlandes involviert, denn deine Familie hat ihr ganzes Gold gespart, um einen fahrenden Händler zu bezahlen, dich in ein anderes Land zu bringen. Nur mit den Klamotten, die du am Körper trugst, kamst du vor einigen Monaten in Kings Portal, der Hauptstadt des Großkönigslandes an. Doch noch ehe du dir einen Verdienst suchen konntest, ging Alles plötzlich ganz schnell. Die Armee des Landes wurde mobilisiert und man bot dir viel Gold an, um sie als Dame zu begleiten. Natürlich im Austausch für gewisse Dienste. Aussichtslos wie du warst, hast du zugestimmt und befindest dich nun völlig alleine inmitten einer riesigen Armee eines fremden Landes. Besagte Männer sind jedoch ungewöhnlich angetan von dir und deinem exotischen Aussehen, haben dir sogar schon Avancen gemacht, sie zu heiraten. Doch von einem Abhängigkeitsverhältnis in das Nächste zu rutschen stand eigentlich nicht auf deiner Agenda...</span><br />
</td>
</tr>
<tr><td colspan="2" style="text-align:center;">
<span style="font-weight: bold;"><span style="color: black;" class="mycode_color">SKADI NYKVIST</span></span> <br />
<span style="color: gray;" class="mycode_color">28 Jahre, ledig | Spionin und Auftragsmörderin | Herkunft: Winterland | <i>Anya Chalotra?</span></i><hr>
</td></tr>
<tr><td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll; padding-right:10px;height:200px;font-size:12px"><span style="color: black;" class="mycode_color"><i>FREI- </i> Dein Charisma ist unbestreitbar. Dein Talent die Männer um den Finger zu wickeln einzigartig. Genauso wie dein Talent mit kleinen Messern und exklusiven Giftmischungen besonders großen Schaden anzurichten. Du bist die allseits bekannte Wölfin im Schafspelz und dabei vermutlich noch gefährlicher als andere männliche Wölfe. <br />
Aufgewachsen bist du im kalten Winterland, hattest eine recht ereignislose und normale Kindheit, bis auf die Tatsache, dass du dich schon sehr früh für die Messersammlung deines Vaters interessiert hast. Dieser bedauerte anfänglich noch die Tatsache, dass seine Frau keinen Jungen bekommen hat, war jedoch dadurch umso faszinierter von deinem Talent. Genauso wie Belisarius Caderitor, der dich auf einer seinen vielen Reisen entdeckte. Er bot dir einen Job an, erzählte dir nicht nur von den Abenteuern, die auf dich warteten, sondern gab dir das Versprechen deinen Tötungsdrang auf gute Art und Weise ausleben zu können. So wurdest du seine Spionin und Auftragsmörderin. Und wie könnte man Männer besser erpressen, um die Ecke bringen oder ausquetschen, als wenn sie nackt in dem eigenen Bett lagen? Du bist eine Meisterin der Täuschung und kannst im einen Moment samtweich und handzahm wie eine Hauskatze sein und im nächsten unzähmbar wie ein Löwe. Du schläfst grundsätzlich mit einem scharfen Messer unter dem Kopfkissen und bedauerst es, dass du aufgrund deines Geschlechts nicht an vorderster Front mitkämpfen kannst.  </span><br />
</div>
</td>
<td valign="top" width="50%" height="200px">
<img src="https://i.imgur.com/l1dQvMZ.jpeg" width="200px" height="100px" style="object-fit:cover;"><br />
</td></tr>
</table>
<div style="padding:10px;text-align:justify;font-size:12px;">
<span style="color: black;" class="mycode_color">Bei diesem Canon handelt es sich um ein Forumgesuch. Wir würden uns freuen, wenn ihr den hier vorgeschlagenen Charakteren Leben einhauchen möchtet. Natürlich dürft ihr noch weitere Frauen (und gerne auch Freudenmänner!) der Armee von Castandor hinzufügen! Wir freuen uns immer über Zuwachs. <br />
<br />
Namen, Alter, Geschlechter und Avatare sind nur als Vorschläge zu betrachten, wir behalten uns lediglich das altbekannte Veto-Recht vor. Wir würden uns freuen, wenn ihr unserem Discord-Server ebenfalls einen Besuch abstattet, da wir sehr viel Wert auf das Miteinander legen und man dort einfach sehr viel einfacher quatschen kann <img src="https://facingthestorm.de/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> Wir freuen uns schon auf Euch!</span> <br />
</div>
<hr>
</td>
</tr>
<tr style="text-align:center; padding:10px;padding-bottom:50px;" >
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=185" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Gesuch</a><br />
</td>
<td width="50%" style="padding-bottom:30px;">
<a href="https://facingthestorm.de" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Forum</a><br />
</td>
</tr>
</table>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[down to the river to pray]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=845</link>
			<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 00:30:16 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=170">Maebh Fraser</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=845</guid>
			<description><![CDATA[Es war früh genug, dass alle anderen noch schliefen. Maebh hatte in dieser Nacht nur schwer Ruhe gefunden. Ihr lagen die Geschehnisse schwer auf der Seele. Die Gespräche mit ihrem Mann. Das Gespräch mit ihrer zukünftigen Schwiegertochter. Nicht zuletzt auch der Streit mit Rowan. <br />
Eine Weile hatte die schöne Fürstin neben ihrem schlafenden Ehemann in den warmen Laken gelegen und hatte ihn beobachtet. Im Halbdunkel sah man zwar nur wenig, aber sie erkannte seine Konturen. Sie sah ihm gerne beim Schlafen zu. Er wirkte dann entspannt. Friedlich. Es gab keine Sorgenfalten in seinem Gesicht und sie konnte darin für gewöhnlich eigenen Frieden finden. Doch diesmal war es anders. Sie fanden einander gerade. Sie kamen einander näher und sie entwickelten echte Gefühle. Liebe lag in der Luft. Und Maebh genoss diesen neuen Aufwind. Sie wollte ihn nicht missen. Aber die Schuld wog schwer. Sie hatte ihm nicht von der Affäre erzählt. Und es konnte auch nur schwer von einem Ausrutscher die Rede sein.<br />
Sie war schließlich aufgestanden. Noch vor Sonnenaufgang. Vor dem ersten Hahnenschrei.  Hatte sich angekleidet und war auf leisen Sohlen aus dem Schlafgemach geschlichen, ohne ihren Mann aufzuwecken. Sie fand ohnehin keine Ruhe. Und so war es besser, sie suchte sich eine Beschäftigung.<br />
Einen Blick in das Zimmer ihres Sohnes ließ sie lächelnd ihrer Wege  gehen. Er lag, wie ein kleiner Seestern, tief schlafend in seinem Bettchen. Und träumte vielleicht von heroischen Heldentaten oder davon, wie er auf Céos Rücken die Welt nur noch in bunten Farben wahrnahm, weil er in gestrecktem Galopp einen Weg entlangjagte.<br />
Ihr Weg führte sie durch die noch dunklen Flure der Festung hinunter in Richtung ihres Gartens, in dem auch die uralte Eiche stand, unter der schon sie und Eanruig sich das Ja-Wort gegeben hatten. Heute würden dort Cathal und Muirìn dasselbe tun.<br />
Und tatsächlich war sie nicht alleine. Dort, am Fuß der Eiche, konnte sie die Gestalt der Priesternovizin kennen, nach der sie ohnehin gesucht hatte. Schweigend betrat Maebh ihren Garten und verschränkte die Hände vorm Bauch, als sie auf Yue zuging. Leicht neigte sich ihr Kopf nach vorne.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Guten Morgen»</span>, grüßte sie lächelnd, aber mit einer gewissen Sorge im Blick und blieb neben ihr stehen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Ich habe nach dir gesucht. Ich hoffte, du hast ein paar Augenblicke. Und lauschende Ohren für mich.»<br />
</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war früh genug, dass alle anderen noch schliefen. Maebh hatte in dieser Nacht nur schwer Ruhe gefunden. Ihr lagen die Geschehnisse schwer auf der Seele. Die Gespräche mit ihrem Mann. Das Gespräch mit ihrer zukünftigen Schwiegertochter. Nicht zuletzt auch der Streit mit Rowan. <br />
Eine Weile hatte die schöne Fürstin neben ihrem schlafenden Ehemann in den warmen Laken gelegen und hatte ihn beobachtet. Im Halbdunkel sah man zwar nur wenig, aber sie erkannte seine Konturen. Sie sah ihm gerne beim Schlafen zu. Er wirkte dann entspannt. Friedlich. Es gab keine Sorgenfalten in seinem Gesicht und sie konnte darin für gewöhnlich eigenen Frieden finden. Doch diesmal war es anders. Sie fanden einander gerade. Sie kamen einander näher und sie entwickelten echte Gefühle. Liebe lag in der Luft. Und Maebh genoss diesen neuen Aufwind. Sie wollte ihn nicht missen. Aber die Schuld wog schwer. Sie hatte ihm nicht von der Affäre erzählt. Und es konnte auch nur schwer von einem Ausrutscher die Rede sein.<br />
Sie war schließlich aufgestanden. Noch vor Sonnenaufgang. Vor dem ersten Hahnenschrei.  Hatte sich angekleidet und war auf leisen Sohlen aus dem Schlafgemach geschlichen, ohne ihren Mann aufzuwecken. Sie fand ohnehin keine Ruhe. Und so war es besser, sie suchte sich eine Beschäftigung.<br />
Einen Blick in das Zimmer ihres Sohnes ließ sie lächelnd ihrer Wege  gehen. Er lag, wie ein kleiner Seestern, tief schlafend in seinem Bettchen. Und träumte vielleicht von heroischen Heldentaten oder davon, wie er auf Céos Rücken die Welt nur noch in bunten Farben wahrnahm, weil er in gestrecktem Galopp einen Weg entlangjagte.<br />
Ihr Weg führte sie durch die noch dunklen Flure der Festung hinunter in Richtung ihres Gartens, in dem auch die uralte Eiche stand, unter der schon sie und Eanruig sich das Ja-Wort gegeben hatten. Heute würden dort Cathal und Muirìn dasselbe tun.<br />
Und tatsächlich war sie nicht alleine. Dort, am Fuß der Eiche, konnte sie die Gestalt der Priesternovizin kennen, nach der sie ohnehin gesucht hatte. Schweigend betrat Maebh ihren Garten und verschränkte die Hände vorm Bauch, als sie auf Yue zuging. Leicht neigte sich ihr Kopf nach vorne.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Guten Morgen»</span>, grüßte sie lächelnd, aber mit einer gewissen Sorge im Blick und blieb neben ihr stehen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">«Ich habe nach dir gesucht. Ich hoffte, du hast ein paar Augenblicke. Und lauschende Ohren für mich.»<br />
</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The Blood, The Flowers, The Fire]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=844</link>
			<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 07:16:35 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=16">Naila Castellanos</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=844</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/79/9a/6d/799a6d34235c1c97c38616ed75e5a329.jpg); bbackground-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;">The golden girl<br />
bathed in the Water<br />
<div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">And the Water turned Gold</div></div>
<br />
Man merkte Naila nicht an, wie nervös sie war. Seit sie einen Fuß aus der Kathedrale gesetzt hatte, die Hand umschlossen von dem Prinzen, mit dem sie fortan einen Namen teilte, lag ein Leuchten in ihrem Gesicht; jung, lebendig, ein wenig <i>aufgeregt</i> vielleicht. Mit einem neuen Nachnamen hatte sie den langen Marsch über die Rosenblätter angetreten und wurde getragen von den Volksrufen zu ihren Seiten, ein Lachen auf ihren Lippen, während Blüten über ihre Köpfe hinweg segelten. Und selbst jetzt, nach all den Zeremonien, dem üppigen Mahl und den nicht abebbenden Glückwünschen war das Glück in ihrem Gesicht nicht verschwunden. Warum auch? <i>Es war ihr Tag. Sie sollte glücklich sein.</i> Alles war darauf ausgerichtet, dass sie als Braut strahlte, den Weg von ihrem alten Leben in ein neues bestritten, in dem sie endlich eine Aufgabe hatte. Prinzessin von Castandor. Zukünftige Mutter von kleinen Prinzen, die sie erfüllen und ihrem Leben eine Daseinsberechtigung geben würden. Wurzeln schlagen in einem fremden Land; es klang so einfach, wenn man es zu Papier dokumentierte und später in Liedern singen würde. Was spielte es da für eine Rolle, wie sich die Prinzessin dabei fühlte, alles, was sie kannte, hinter sich zu lassen?<br />
<br />
Trommelschläge und Flöteninstrumente trugen die lebendige Musik über den gesamten Außenbereich, der mit Flieder, Drillingsblumen und Lilien geschmückt war, mit abertausenden Feuerstellen erhellt, auch wenn die Sonne längst untergegangen war. Warme Septemberluft rauschte an den feiernden Gästen vorbei und trug ein wenig Salz vom Meer mit sich, während im Hintergrund ein Brunnen plätscherte. Es gab handverlesenen Wein, der kein Ende zu finden schien mit Dienern, die ständig für Nachschub sorgten - etwas, das bitter nötig war, denn die castandorischen Gäste wussten alle, wie man trank. Augusto Castellanos persönlich saß auf seinem Platz an der Tafel, zurückgelehnt in seinem Stuhl mit einer Hand auf dem Bauch, die andere den Weinkelch umfasst. Kosma, seine Frau die Königin, stand unweit der Tanzenden und unterhielt sich mit ihrem Bruder. Leandros fand sich unter den Tanzenden, sein Schritt erstaunlich leichtfüßig, obwohl Naila ihn mindestens vier Kelche hatte leeren sehen. Und wie er strahlte. Wie sie alle strahlten. Wie sie sich alle an der Hochzeit erfreuen, als wären alle Sorgen vergessen. Den Himmel zeichneten keine Wolken, keine Vorahnung auf Regen in den kommenden Tagen, nur Sterne, die den Palast erhellten und man könnte meinen, Heofader selbst schaue auf sie herab und gebe ihnen seinen Segen. Was auch immer sie morgen erwartete, es konnte warten.<br />
<br />
Es Naila allerdings nicht los, die Vorstellung, was sie heute noch erwartete. All die Geschichten und Erklärungen, die sie von ihren Gesellschafterinnen und ihrer Mutter aufgenommen hatte, hatten ein abstraktes Bild ergeben, was sie nicht so richtig zu deuten wusste - und das machte ihr Angst. Es ließ sie an ihrem vorgesehenen Platz neben Orpheus sitzen mit einem Lächeln, das nur eine Spur zu dünn war und kurz davor war, zu reißen, bevor es ihre Augen erreichte. Während sie mit vielen bekannten Gesichtern sprach und die Glückwünsche dankbar annahm, rührte sie kaum etwas von den Speisen an. Es war ein Wunder, dass sie immer noch mit Eleganz und Grazie über den Boden schwebte und das Lachen echt über ihre Lippen perlte, als sie ganz im Bilde der castandorischen Tradition ein paar Porzellanteller vor ihren Füßen zerscheppern ließ und die Jubelrufe der Umstehenden sie einlullten in warme, weiche Wolken, bis sich ihr Kopf ganz leicht anfühlte. Mit Orpheus von seinem Cousin beansprucht, der einen Arm um seine Schulter legte und ihn weg von seiner Braut zog, drehte Naila sich lächelnd von dem zerbrochenen Porzellan weg und nahm dankend das feuchte Tuch auf einem Tablett entgegen, um die FIngerspitzen von möglichen losen Splittern zu befreien. Ihr Blick glitt über die Gäste, die sich langsam wieder zu der Musik auf der Tanzfläche einfanden, zu Ranya, die sich mit Euphemia ganz prächtig zu verstehen schien, zu Rajani und Anya, die ihre Röcke rauften und lachend umeinander tanzten. <br />
Zu Samir schließlich, dessen Blick den ihren traf und sie von innen wärmte. Naila wartete, bis er nah genug war und sie ihre Worte an ihn richten konnte, ohne die Stimme angestrengt heben zu müssen.<div class="sommerlandcolor"> “Du weißt gar nicht, wie viel es mir bedeutet, dass du der Einladung folgen konntest.”</div> Es war Ehrlichkeit, die sie trotz des lauten Umfeldes mit einer Sanftheit ausdrückte, die ihren Worten mehr Wert verlieh. Und tatsächlich war sie dankbar um jedes matariyyanische Gesicht, das sie heute hier antraf; um jedes Stück Heimat, das sie mitgenommen hatten in einer Fremde, die sie von nun an ihr Zuhause nannte. Dass die matariyyanische Anwesenheit keine Selbstverständlichkeit war, sah man an den <i>fehlenden</i> Gesichtern, denn weder Vater, Mutter, noch Brüder der Braut ließen sich unter den Gästen finden.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/79/9a/6d/799a6d34235c1c97c38616ed75e5a329.jpg); bbackground-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;">The golden girl<br />
bathed in the Water<br />
<div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">And the Water turned Gold</div></div>
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Man merkte Naila nicht an, wie nervös sie war. Seit sie einen Fuß aus der Kathedrale gesetzt hatte, die Hand umschlossen von dem Prinzen, mit dem sie fortan einen Namen teilte, lag ein Leuchten in ihrem Gesicht; jung, lebendig, ein wenig <i>aufgeregt</i> vielleicht. Mit einem neuen Nachnamen hatte sie den langen Marsch über die Rosenblätter angetreten und wurde getragen von den Volksrufen zu ihren Seiten, ein Lachen auf ihren Lippen, während Blüten über ihre Köpfe hinweg segelten. Und selbst jetzt, nach all den Zeremonien, dem üppigen Mahl und den nicht abebbenden Glückwünschen war das Glück in ihrem Gesicht nicht verschwunden. Warum auch? <i>Es war ihr Tag. Sie sollte glücklich sein.</i> Alles war darauf ausgerichtet, dass sie als Braut strahlte, den Weg von ihrem alten Leben in ein neues bestritten, in dem sie endlich eine Aufgabe hatte. Prinzessin von Castandor. Zukünftige Mutter von kleinen Prinzen, die sie erfüllen und ihrem Leben eine Daseinsberechtigung geben würden. Wurzeln schlagen in einem fremden Land; es klang so einfach, wenn man es zu Papier dokumentierte und später in Liedern singen würde. Was spielte es da für eine Rolle, wie sich die Prinzessin dabei fühlte, alles, was sie kannte, hinter sich zu lassen?<br />
<br />
Trommelschläge und Flöteninstrumente trugen die lebendige Musik über den gesamten Außenbereich, der mit Flieder, Drillingsblumen und Lilien geschmückt war, mit abertausenden Feuerstellen erhellt, auch wenn die Sonne längst untergegangen war. Warme Septemberluft rauschte an den feiernden Gästen vorbei und trug ein wenig Salz vom Meer mit sich, während im Hintergrund ein Brunnen plätscherte. Es gab handverlesenen Wein, der kein Ende zu finden schien mit Dienern, die ständig für Nachschub sorgten - etwas, das bitter nötig war, denn die castandorischen Gäste wussten alle, wie man trank. Augusto Castellanos persönlich saß auf seinem Platz an der Tafel, zurückgelehnt in seinem Stuhl mit einer Hand auf dem Bauch, die andere den Weinkelch umfasst. Kosma, seine Frau die Königin, stand unweit der Tanzenden und unterhielt sich mit ihrem Bruder. Leandros fand sich unter den Tanzenden, sein Schritt erstaunlich leichtfüßig, obwohl Naila ihn mindestens vier Kelche hatte leeren sehen. Und wie er strahlte. Wie sie alle strahlten. Wie sie sich alle an der Hochzeit erfreuen, als wären alle Sorgen vergessen. Den Himmel zeichneten keine Wolken, keine Vorahnung auf Regen in den kommenden Tagen, nur Sterne, die den Palast erhellten und man könnte meinen, Heofader selbst schaue auf sie herab und gebe ihnen seinen Segen. Was auch immer sie morgen erwartete, es konnte warten.<br />
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Es Naila allerdings nicht los, die Vorstellung, was sie heute noch erwartete. All die Geschichten und Erklärungen, die sie von ihren Gesellschafterinnen und ihrer Mutter aufgenommen hatte, hatten ein abstraktes Bild ergeben, was sie nicht so richtig zu deuten wusste - und das machte ihr Angst. Es ließ sie an ihrem vorgesehenen Platz neben Orpheus sitzen mit einem Lächeln, das nur eine Spur zu dünn war und kurz davor war, zu reißen, bevor es ihre Augen erreichte. Während sie mit vielen bekannten Gesichtern sprach und die Glückwünsche dankbar annahm, rührte sie kaum etwas von den Speisen an. Es war ein Wunder, dass sie immer noch mit Eleganz und Grazie über den Boden schwebte und das Lachen echt über ihre Lippen perlte, als sie ganz im Bilde der castandorischen Tradition ein paar Porzellanteller vor ihren Füßen zerscheppern ließ und die Jubelrufe der Umstehenden sie einlullten in warme, weiche Wolken, bis sich ihr Kopf ganz leicht anfühlte. Mit Orpheus von seinem Cousin beansprucht, der einen Arm um seine Schulter legte und ihn weg von seiner Braut zog, drehte Naila sich lächelnd von dem zerbrochenen Porzellan weg und nahm dankend das feuchte Tuch auf einem Tablett entgegen, um die FIngerspitzen von möglichen losen Splittern zu befreien. Ihr Blick glitt über die Gäste, die sich langsam wieder zu der Musik auf der Tanzfläche einfanden, zu Ranya, die sich mit Euphemia ganz prächtig zu verstehen schien, zu Rajani und Anya, die ihre Röcke rauften und lachend umeinander tanzten. <br />
Zu Samir schließlich, dessen Blick den ihren traf und sie von innen wärmte. Naila wartete, bis er nah genug war und sie ihre Worte an ihn richten konnte, ohne die Stimme angestrengt heben zu müssen.<div class="sommerlandcolor"> “Du weißt gar nicht, wie viel es mir bedeutet, dass du der Einladung folgen konntest.”</div> Es war Ehrlichkeit, die sie trotz des lauten Umfeldes mit einer Sanftheit ausdrückte, die ihren Worten mehr Wert verlieh. Und tatsächlich war sie dankbar um jedes matariyyanische Gesicht, das sie heute hier antraf; um jedes Stück Heimat, das sie mitgenommen hatten in einer Fremde, die sie von nun an ihr Zuhause nannte. Dass die matariyyanische Anwesenheit keine Selbstverständlichkeit war, sah man an den <i>fehlenden</i> Gesichtern, denn weder Vater, Mutter, noch Brüder der Braut ließen sich unter den Gästen finden.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zha'ruun]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=841</link>
			<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 15:30:39 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=177">Yue Bai</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=841</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/e3/ac/a4/e3aca4ec11cdaa550b76453165abefda.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;">I Fell in Love with a Star<br />
<div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Who shined so bright, yet stayed so far.<br />
I reached for it, but it slipped from view,<br />
Now I'm haunted by a Love I never knew.</div>
</div>
<br />
Lichter pulsierten im Wasser wie das Flackern tausender Lichter, die jemand auf die stille Oberfläche gemalt hatte. Kleine Körper aus Energie, die sich gleichsam um Yues Hände schmiegten, wie sie an ihnen zupften. Es hatte eine merkwürdige Klarheit, das Bild, das sich vor ihren Augen erstreckte und sie einen Moment innehalten ließ; sie mehr <i>fühlen</i> ließ, als zu sehen, die Weite, die sich vor ihr erstreckte und das Ziehen, das damit einher ging. Wieder spürte sie die Hand auf ihrer Schulter, als läge sie immer noch dort, nicht vergangen in Berührung und Klängen, die ihr Volk miteinander verbunden hatte. <br />
Was Gruppen für eine Kraft in sich trugen, hatte sie lange nicht verstanden. Alles Unverständliche, Fantastische hatte sie auf den Ort und seine Spiritualität bezogen, nicht auf die Menschen, die den Ort mit Leben füllten. Denn auch das wundersamste Naturspektakel - eine üppige, grüne Oase umringt von steilen Klippen - war nur das, ein Spektakel, wenn es nicht mit dem Leben ihres Volkes gefüllt wurde. Hier, wo Himmel und Erde aufeinandertrafen und den Lebenden den Übertritt auf die spirituelle Ebene ebneten. Hier, wo sie einander berührten und das Leben feierten, mit Tränen in geschlossenen Augen, während ihr Gesang sie über die Klippen hinaus trug. Es war das Höchste aller Gefühle, diesen Moment stiller Verbundenheit mit ihrem Volk teilen zu können. Ihrer Familie, die sich über ihr Blut hinaus erstreckte - etwas, das sie in ihr Herz einschließen würde, wenn sie ihrer Familie den Rücken kehrte.<br />
<br />
Yues Blick ruhte länger reglos auf dem Wasserkörper, den Nachhall der Gesänge noch in den Ohren, den Geruch der Kräuter noch in der Nasenspitze, die eigene Stimme versiegt wie Sand, der durch Finger rann. Die Sterne, die vorhin noch vom Himmel geregnet hatten, spiegelten sich klar in ihren dunklen Augen wieder und nahmen die Grenzen ihres Sichtfeldes ein. Sie war die letzte, die noch zurückgeblieben war, um sich die weiß-graue Farbe von den Handrücken, Armen und vom Gesicht zu waschen und anschließend die Federn aus dem dicken Haar zu kämmen, alle anderen schon dabei, den Abend nachhallen zu lassen und zu ihren Zelten zurück zu kehren. Entfernt hörte sie Stimmen, Eltern, die sich über die Entwicklung ihrer Söhne austauschten. Freundinnen, die mit der Hand vor dem Mund begeistert über den Ritualkampf des Gao-Stammes flüsterten. Älteste, die einen Räucherstab zwischen flache Hände nahmen und den Ahnen für das fruchtbare Jahr dankten. <br />
<br />
Was sie nicht hörte, waren die Schritte, die näher kamen. Praktische, feste Schritte von Xue, die ihren Griff um den Arm eines jungen Mannes geschraubt hatte und ihn zum Wasser zog - hinter ihr die stolpernden, unsicheren Schritte von Jia, die mehr den Mann anstarrte als wirklich auf ihren Weg zu achten. Auch das Lachen erreichte Yue nur entfernt, als ihre Freundin den Jungen anstupste und ihn sanft die kleine Biegung hinunter in Richtung Wasser stieß. <i>“Muss ich denn immer Schicksal spielen, damit ihr beiden mal den Kopf aus dem Sand steckt. Ihr werdet heiraten, verdammt!”</i> <br />
Es war abstrus, diese strengen Worte in der hellen Stimme ihrer Freundin zu hören, die alles wie Spaß und Spiel klingen ließ; so abstrus, dass sich Yues Fokus langsam nach innen kehrte und sie die Bewegung im Wasser wieder aufnahm. Sie tauchte ihre Hände etwas tiefer in die Oberfläche und rieb mit dem Daumen über ihre Haut, bis sich die Farbe in aufgeweichten, langen Schlieren löste. Ihren Blick hob sie aber erst, als sie Sihan neben sich erkannte; unverkennbar in der Art, wie sie seine Präsenz spürte. Und als wäre es das Normalste auf der Welt, begegnete sie ihm mit einem Lächeln, das halb in den Sternen hing, aber ganz ihm gehörte.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/e3/ac/a4/e3aca4ec11cdaa550b76453165abefda.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;">I Fell in Love with a Star<br />
<div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Who shined so bright, yet stayed so far.<br />
I reached for it, but it slipped from view,<br />
Now I'm haunted by a Love I never knew.</div>
</div>
<br />
Lichter pulsierten im Wasser wie das Flackern tausender Lichter, die jemand auf die stille Oberfläche gemalt hatte. Kleine Körper aus Energie, die sich gleichsam um Yues Hände schmiegten, wie sie an ihnen zupften. Es hatte eine merkwürdige Klarheit, das Bild, das sich vor ihren Augen erstreckte und sie einen Moment innehalten ließ; sie mehr <i>fühlen</i> ließ, als zu sehen, die Weite, die sich vor ihr erstreckte und das Ziehen, das damit einher ging. Wieder spürte sie die Hand auf ihrer Schulter, als läge sie immer noch dort, nicht vergangen in Berührung und Klängen, die ihr Volk miteinander verbunden hatte. <br />
Was Gruppen für eine Kraft in sich trugen, hatte sie lange nicht verstanden. Alles Unverständliche, Fantastische hatte sie auf den Ort und seine Spiritualität bezogen, nicht auf die Menschen, die den Ort mit Leben füllten. Denn auch das wundersamste Naturspektakel - eine üppige, grüne Oase umringt von steilen Klippen - war nur das, ein Spektakel, wenn es nicht mit dem Leben ihres Volkes gefüllt wurde. Hier, wo Himmel und Erde aufeinandertrafen und den Lebenden den Übertritt auf die spirituelle Ebene ebneten. Hier, wo sie einander berührten und das Leben feierten, mit Tränen in geschlossenen Augen, während ihr Gesang sie über die Klippen hinaus trug. Es war das Höchste aller Gefühle, diesen Moment stiller Verbundenheit mit ihrem Volk teilen zu können. Ihrer Familie, die sich über ihr Blut hinaus erstreckte - etwas, das sie in ihr Herz einschließen würde, wenn sie ihrer Familie den Rücken kehrte.<br />
<br />
Yues Blick ruhte länger reglos auf dem Wasserkörper, den Nachhall der Gesänge noch in den Ohren, den Geruch der Kräuter noch in der Nasenspitze, die eigene Stimme versiegt wie Sand, der durch Finger rann. Die Sterne, die vorhin noch vom Himmel geregnet hatten, spiegelten sich klar in ihren dunklen Augen wieder und nahmen die Grenzen ihres Sichtfeldes ein. Sie war die letzte, die noch zurückgeblieben war, um sich die weiß-graue Farbe von den Handrücken, Armen und vom Gesicht zu waschen und anschließend die Federn aus dem dicken Haar zu kämmen, alle anderen schon dabei, den Abend nachhallen zu lassen und zu ihren Zelten zurück zu kehren. Entfernt hörte sie Stimmen, Eltern, die sich über die Entwicklung ihrer Söhne austauschten. Freundinnen, die mit der Hand vor dem Mund begeistert über den Ritualkampf des Gao-Stammes flüsterten. Älteste, die einen Räucherstab zwischen flache Hände nahmen und den Ahnen für das fruchtbare Jahr dankten. <br />
<br />
Was sie nicht hörte, waren die Schritte, die näher kamen. Praktische, feste Schritte von Xue, die ihren Griff um den Arm eines jungen Mannes geschraubt hatte und ihn zum Wasser zog - hinter ihr die stolpernden, unsicheren Schritte von Jia, die mehr den Mann anstarrte als wirklich auf ihren Weg zu achten. Auch das Lachen erreichte Yue nur entfernt, als ihre Freundin den Jungen anstupste und ihn sanft die kleine Biegung hinunter in Richtung Wasser stieß. <i>“Muss ich denn immer Schicksal spielen, damit ihr beiden mal den Kopf aus dem Sand steckt. Ihr werdet heiraten, verdammt!”</i> <br />
Es war abstrus, diese strengen Worte in der hellen Stimme ihrer Freundin zu hören, die alles wie Spaß und Spiel klingen ließ; so abstrus, dass sich Yues Fokus langsam nach innen kehrte und sie die Bewegung im Wasser wieder aufnahm. Sie tauchte ihre Hände etwas tiefer in die Oberfläche und rieb mit dem Daumen über ihre Haut, bis sich die Farbe in aufgeweichten, langen Schlieren löste. Ihren Blick hob sie aber erst, als sie Sihan neben sich erkannte; unverkennbar in der Art, wie sie seine Präsenz spürte. Und als wäre es das Normalste auf der Welt, begegnete sie ihm mit einem Lächeln, das halb in den Sternen hing, aber ganz ihm gehörte.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Familie Gao]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=839</link>
			<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 21:23:35 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=180">Sihan Gao</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=839</guid>
			<description><![CDATA[Bei diesem Gesuch handelt es sich um ein Familien-Gesuch! Klicke auf das Bild des Familienmitglieds, für das du dich interessierst, um nähere Informationen zu erhalten. Melde dich gerne im Thread, falls du Interesse daran hast, jemanden zu übernehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Bei diesem Gesuch handelt es sich um ein Familien-Gesuch! Klicke auf das Bild des Familienmitglieds, für das du dich interessierst, um nähere Informationen zu erhalten. Melde dich gerne im Thread, falls du Interesse daran hast, jemanden zu übernehmen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Two souls, bound by fate.]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=838</link>
			<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 23:48:04 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=127">Caeus Valerius</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=838</guid>
			<description><![CDATA[Tief im Herz der endlosen matariyyschen Wüste existiert ein Nomadenstamm, dessen Traditionen die Jahrhunderte überdauert hat. Ihr Leben ist streng, diszipliniert und im Einklang mit der gnadenlosen Heimat geformt, die sie umgibt. Kaum ein Außenstehender hat je ihre Wege betreten, und noch seltener ist jemand in die Geheimnisse ihrer Kultur eingeweiht worden. Bescheidenheit, Loyalität und Demut sind die Säulen ihres Daseins, doch ebenso meisterhaft beherrschen sie die Kriegskunst – den Tanz mit dem Katana. Diese seltene Waffe, geformt aus den kostbarsten Metallen der Wüste, wird vom Vater an den Sohn weitergegeben, ein Symbol von Pflicht, Ehre und der unerschütterlichen Verbindung zwischen Krieger und Heimat. Wer das Katana führt, trägt nicht nur eine Klinge, sondern das Gewicht von Generationen, die Stille der Dünen und den Geist des Stammes selbst in seinen Händen.<br />
<br />
Der <div class="sommerlandcolor">Gao-Clan</div> lebt nach dem Kodex des Tavak – nicht bloß Regeln, sondern die pulsierende Kraft, die jeden Krieger formt. Selbstbeherrschung, Gehorsam gegenüber den Älteren und Respekt vor allem Leben sind nicht nur Lehren, sie sind das Blut des Stammes selbst. Über allem steht der Clan, und Loyalität ist heilig und unantastbar. Es heißt: <div class="sommerlandcolor">„Tavak führt den Jungen zum Krieger.“</div> Doch wer den Kodex wirklich ehrt, spürt ihn in jedem Atemzug der Wüste, im heißen Sand unter den Füßen, im rhythmischen Klang der Klingen, die seit Generationen von Vater zu Sohn weitergegeben werden. Tavak ist kein Wort – es ist der Geist, der den Gao-Clan leben, kämpfen und überdauern lässt.<br />
<br />
Der Gao-Clan ist tief mit der Mystik Arcandas verbunden. Woher ihre Ahnen das Wissen über diesen Kontinent bezogen, kann Sihan nicht sagen. Doch eines war ihnen seit jeher klar: die Drachen sind heilige Gottheiten. Die großen Bestien der Lüfte wurden verehrt, ihre majestätische Gestalt inspirierte alles Handeln der Krieger, von den Ritualen bis hin zur Schmiedekunst.<br />
So tragen die Krieger des Gao-Clans auf ihren Reisen geschnitzte Halbmasken, geschmückt mit Reißzähnen und kunstvollen Verzierungen, dazu einfache, schwere Gewänder und einen Kasa, den traditionellen Strohhut, der Schatten in der gnadenlosen Sonne spendet.<br />
Ihre traditionelle Kampfrüstung hingegen ist ein Kunstwerk, das gleichermaßen Schutz und Ehrfurcht vermittelt. Der Kürass aus gehärtetem Leder wird kunstvoll so gestaltet, dass er die schuppenartige Struktur eines Drachen imitiert – ein Motiv, das sich auf Arm- und Beinschienen sowie den Rock erstreckt, der die Oberschenkel schützt. Am auffälligsten aber ist der Helm: aus Metallplatten gefertigt, geformt wie der Schädel eines Drachen oder Dämons, furchteinflößend und ehrwürdig zugleich. Wer diese Rüstung trägt, sieht nicht nur wie ein Krieger aus – er wird zum lebendigen Abbild der Drachen, verehrt und gefürchtet zugleich. Mittlerweile wird sie fast ausschließlich zu zeremoniellen Zwecken getragen.<br />
<br />
<div class="sommerlandcolor">Sihan Gao</div> wuchs zwischen Disziplin, Pflichten und unaufhörlicher Ausbildung auf. Von dem Moment an, in dem er laufen konnte, war sein Platz im Gefüge des Gao-Clans klar bestimmt. Als Sohn des Stammesführers wuchs er unter den wachsamen Blicken der Ältesten auf, stets umgeben von Erwartungen, die schwerer wogen als der Sand der Wüste selbst. Seine Kindheit war kein Spiel, sondern eine Abfolge aus Lehre, Prüfung und stiller Beobachtung.<br />
Seine Eltern waren nicht lieblos, doch Zuneigung zeigte sich selten in Worten. Stattdessen formten sie ihn durch Beständigkeit, durch Wiederholung, durch das unbeirrbare Festhalten am Tavak. Wie Wasser, das über Jahre hinweg einen Stein im Fluss glättet, schufen sie aus ihm einen Geist, der lernte zu ertragen, bevor er lernte zu verlangen. Schon früh wurde Sihan gelehrt, sich selbst zurückzustellen. Seine Wünsche hatten hinter den Bedürfnissen des Clans zu warten, seine Gefühle hinter der Pflicht zu schweigen. Er lernte, still zu stehen, während andere Kinder spielten. Er lernte, zuzuhören, wenn die Ältesten sprachen. Und er lernte, den Blick nicht abzuwenden, wenn Verantwortung vollstreckt wurde.<br />
So wurde Sihan vor allem eines: hart. Diszipliniert. Unverrückbar. Ein Junge, der Tavak nicht nur kannte, sondern lebte – lange bevor er verstand, was es bedeutete, ein Mensch zu sein. Und genau deshalb war es umso bemerkenswerter, dass ausgerechnet er es war, der eines Tages innehielt, als er dem Mädchen begegnete, das seine Frau werden sollte. Denn in ihrer Sanftheit, in diesem ruhigen Blick, für den ihm die Worte fehlten, begann die Mauer zu bröckeln, die durch Jahre der Erziehung unantastbar hätte sein sollen. Die Strenge seiner Züge, meist vom Pflichtbewusstsein verhärtet, wurde weicher. Vielleicht war es der erste Moment, in dem Tavak ihm nicht nur Disziplin, sondern auch Maß lehrte.<br />
<br />
Als Sihan sein achtzehntes Lebensjahr erreichte, verschwand das Mädchen, das als Einzige je Zugang zu ihm gehabt hatte. Ohne Abschied, ohne Erklärung. Und sie nahm das Kostbarste mit sich, das er je hätte geben können: sein Herz.<br />
Als Sihan von ihrem Verschwinden erfuhr, regte sich in ihm zunächst nur eines – Wut. Wut darüber, dass sie gegangen war. Oder verschwunden. Der Unterschied spielte keine Rolle. Wut darüber, dass sie sich ihm entzogen hatte und mit ihr das Gefühl, das er nur in ihrer Nähe gekannt hatte. Es war keine stille, kontrollierte Wut, wie Tavak sie lehrte. Es war eine rohe, ungezügelte Glut, die tief in ihm brannte. Nicht, weil er sie verloren hatte – sondern weil sie die Einzige gewesen war, die ihm gezeigt hatte, dass er mehr sein konnte als Pflicht, mehr als Disziplin, mehr als der zukünftige Anführer des Gao-Clans.<br />
Ihr Fortgehen hinterließ keine Leere, sondern ein Vakuum, das ihn zwang, sich selbst neu zu betrachten. Und in dieser Wut lag etwas Gefährliches: das erste Gefühl, das er nicht einordnen, nicht beherrschen und nicht sofort dem Tavak unterwerfen konnte.<br />
<br />
Auf die Wut folgte Sorge. Sihan hatte die Welt jenseits des Clans auf Reisen mit seinem Vater gesehen. Er kannte den Wert eines Menschen in fremden Reihen – und wusste, wie leicht dieser übersehen oder missachtet werden konnte. Der Gedanke, dass andere ihr Wesen nicht erkennen, nicht achten mochten, nagte an ihm.<br />
Doch Sorge hatte in seiner Welt keinen Platz. Tavak ließ keinen Raum für Zweifel oder Furcht. Sein Vater wusste das. Er wusste auch, dass sich eine andere Frau für Sihan finden ließe.<br />
<br />
Zehn Jahre lang suchte sein Vater nach einer geeigneten Frau für Sihan. Doch eine nach der anderen wurde von Krankheit oder Hunger dahingerafft, noch bevor sich ihr Schicksal mit dem seinen verbinden konnte. Es war, als lege eine höhere Macht ihre Hand über diese Entscheidungen, als wolle sie den Gao-Clan vor einer Wahrheit bewahren, die niemand auszusprechen wagte.<br />
Sihan jedoch verstand es, diese Zeichen zu deuten – und ebenso, sie seinen traditionsgebundenen Eltern zu vermitteln. Er sprach von Vorhersehung, von der Bestimmung der Liebenden, einem alten Mythos des Clans, der beinahe in Vergessenheit geraten war. Es hieß, dass manche Seelen nicht gewählt, sondern erkannt würden. Dass selbst Tavak sich beugen müsse, wenn das Schicksal seinen Lauf nahm.<br />
<br />
<div class="sommerlandcolor">Der Mythos der Liebenden</div>
<br />
Noch bevor Tavak in Worte gefasst wurde, so heißt es, kannten die Ahnen des Gao-Clans eine andere Wahrheit. Sie sprachen von den Gebundenen Seelen, jenen Liebenden, deren Wege nicht durch Wahl, sondern durch Vorhersehung miteinander verflochten waren. Man glaubte, dass diese Seelen einander über Zeit und Entfernung hinweg erkannten, selbst wenn Welten, Kriege oder der Tod zwischen ihnen standen.<br />
<br />
Der Mythos erzählt von einem Krieger und einer Heilerin aus längst vergangenen Tagen, geboren in unterschiedlichen Sippen, bestimmt für verschiedene Pfade. Jeder von ihnen lebte diszipliniert und dem Clan verpflichtet. Und doch trug jeder im Inneren eine Unruhe, ein leises Ziehen, das keine Übung und kein Gebet zu stillen vermochte. Erst als ihre Wege sich kreuzten, verstummte dieses Ziehen – als hätte die Wüste selbst den Atem angehalten.<br />
<br />
Die Ältesten jener Zeit warnten: Die Gebundenen Seelen seien ein Geschenk, aber auch eine Prüfung. Denn wer sie trennte, rief Unheil herbei. Krankheit, Hunger und Verlust galten als Zeichen dafür, dass sich der Lauf des Schicksals gegen den Willen der Menschen stellte. Tavak, so heißt es, sei stark – doch nicht unfehlbar. Er forme den Krieger, aber er könne nicht brechen, was die Vorhersehung gebunden habe.<br />
Aus Furcht vor dieser Wahrheit geriet der Mythos in Vergessenheit. Nur wenige Älteste sprachen darüber, und mit jeder Generation wurde er weiter an den Rand gedrängt, bis er nur noch als leises Flüstern am Rand der Feuerstellen existierte. Sihan aber kannte diese Geschichte. Und er wusste, dass manche Verluste keine Strafe waren, sondern eine Mahnung.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Dann such jene Seele, die an die deine gebunden ist“</span>, resignierte sein Vater eines Abends im Schein des Lagerfeuers, mitten im Herzen ihres Lagers. Sein Gesicht war gealtert, von Wind und Verantwortung gezeichnet, doch die Strenge war nicht aus ihm gewichen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Und bring sie zurück, damit unser Leben wieder seinen gewohnten Lauf nimmt“</span>, fuhr er fort. Sein Blick flackerte dabei nur einen Augenblick zu jener Ältesten, die noch immer an dem Mythos festhielt.<br />
Sihan nickte. Er wusste nicht, was er dabei empfand. War es Erleichterung? Gewissheit? Oder etwas, das dem Triumph nahekam? Gefühle, die ihm eigentlich untersagt waren – und doch konnte er sie nicht von sich weisen. <br />
Selbst nach zehn Jahren erinnerte er sich noch an den Ausdruck in ihren Augen. An die Stille, die ihre Nähe ihm schenkte. Und an das brennende Verlangen, endlich zu erfahren, warum sie gegangen war. Oder wer sie ihm genommen hatte.<br />
<br />
Tavak hatte ihn gelehrt, den eigenen Willen zu beherrschen. Wünsche waren Schwäche. Verlangen ein Störgeräusch, das den Geist trübte und die Hand unsicher machte. So hatte Sihan es gelernt, so hatte er es gelebt – über Jahre, über Prüfungen hinweg, bis Tavak kein Kodex mehr war, sondern Instinkt. Und doch regte sich nun etwas in ihm, das sich nicht einordnen ließ.<br />
Sein Aufbruch folgte der Pflicht. Er suchte die Gebundene Seele, weil sein Vater es verlangte, weil der Clan es brauchte, weil Tavak es zuließ. Das redete er sich ein. Doch unter dieser Schicht aus Disziplin lag ein Wunsch, still und beharrlich, wie Wasser unter der Erde. Ein Wunsch, der ihren Namen trug, obwohl er ihn zehn Jahre nicht ausgesprochen hatte. Er fragte sich, ob Tavak ihn führte – oder ob er Tavak benutzte, um sich selbst zu erlauben, zu hoffen.<br />
In den Nächten, wenn das Feuer niederbrannte und die Wüste still wurde, dachte er an sie. An ihre Abwesenheit, die schwerer wog als jede Rüstung. Tavak verlangte Klarheit, doch sein Geist fand keine Ruhe. Er war nicht zerrissen, nicht schwach – aber etwas in ihm war verrückt. Vielleicht, so dachte Sihan, war Tavak nie dazu bestimmt gewesen, Wünsche zu vernichten. Vielleicht sollte er sie zügeln. Oder prüfen. Und vielleicht war dies seine Prüfung: zu erkennen, ob ein Krieger auch dann Tavak folgt, wenn der Weg nicht vom Kodex, sondern vom Herzen gewiesen wird.<br />
<br />
----------<br />
<br />
Also erstmal schön, dass ihr bis hier unten durchgehalten habt. Das hat sich irgendwie ein bisschen sehr verselbstständigt beim schreiben :'D Der Charakter muss vermutlich auch noch in das Arcandas System besser eingebettet werden, aber ich habe jetzt erst einmal alles so runtergeschrieben wie ich mir das einfach vorgestellt habe. <br />
<br />
Was für mich noch unklar ist: <ul class="mycode_list"><li>Wie wurde während des Einzugs der Männer für den Krieg mit dem Clan verfahren?<br />
</li>
<li>Ist euch das zu viel Mythos in einem Clan? Bzw die müssen ja auch nicht wirklich der Wahrheit entsprechen, das die zukünftigen Frauen (und das werden sicher keine 100 gewesen sein) die für Sihan in Frage kamen gestorben sind, kann ja an den allgemeinen Gegebenheiten in Matariyya liegen, was ihm dann natürlich sehr gelegen kam xD<br />
</li>
</ul>
<br />
Seine Ingame-Reise würde dann natürlich auch im Sommerland beginnen, ich glaube es wird für ihn relativ schwer werden eine Frau zu finden, die vor fast 10 Jahren verschwunden ist. Aber vielleicht begegnet ihm ja auch Mal ein reisender Mensch aus dem Herbstland der da zufällig eine Priesterin kennt? Ich könnte mir auch vorstellen, dass - wenn er von der Drachenjagt erfährt - er in das Herbstland reist, aber wohl eher, um die Jagd zu sabotieren, weil die Wesen für seinen Clan heilig sind. <br />
<br />
Ansonsten... ja. <br />
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Aktuelle Avatarvorstellung: Manny Jacinto <br />
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Vielleicht bekommen wir den ja hier verbaut <img src="https://facingthestorm.de/images/smilies/biggrin.png" alt="Big Grin" title="Big Grin" class="smilie smilie_4" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Tief im Herz der endlosen matariyyschen Wüste existiert ein Nomadenstamm, dessen Traditionen die Jahrhunderte überdauert hat. Ihr Leben ist streng, diszipliniert und im Einklang mit der gnadenlosen Heimat geformt, die sie umgibt. Kaum ein Außenstehender hat je ihre Wege betreten, und noch seltener ist jemand in die Geheimnisse ihrer Kultur eingeweiht worden. Bescheidenheit, Loyalität und Demut sind die Säulen ihres Daseins, doch ebenso meisterhaft beherrschen sie die Kriegskunst – den Tanz mit dem Katana. Diese seltene Waffe, geformt aus den kostbarsten Metallen der Wüste, wird vom Vater an den Sohn weitergegeben, ein Symbol von Pflicht, Ehre und der unerschütterlichen Verbindung zwischen Krieger und Heimat. Wer das Katana führt, trägt nicht nur eine Klinge, sondern das Gewicht von Generationen, die Stille der Dünen und den Geist des Stammes selbst in seinen Händen.<br />
<br />
Der <div class="sommerlandcolor">Gao-Clan</div> lebt nach dem Kodex des Tavak – nicht bloß Regeln, sondern die pulsierende Kraft, die jeden Krieger formt. Selbstbeherrschung, Gehorsam gegenüber den Älteren und Respekt vor allem Leben sind nicht nur Lehren, sie sind das Blut des Stammes selbst. Über allem steht der Clan, und Loyalität ist heilig und unantastbar. Es heißt: <div class="sommerlandcolor">„Tavak führt den Jungen zum Krieger.“</div> Doch wer den Kodex wirklich ehrt, spürt ihn in jedem Atemzug der Wüste, im heißen Sand unter den Füßen, im rhythmischen Klang der Klingen, die seit Generationen von Vater zu Sohn weitergegeben werden. Tavak ist kein Wort – es ist der Geist, der den Gao-Clan leben, kämpfen und überdauern lässt.<br />
<br />
Der Gao-Clan ist tief mit der Mystik Arcandas verbunden. Woher ihre Ahnen das Wissen über diesen Kontinent bezogen, kann Sihan nicht sagen. Doch eines war ihnen seit jeher klar: die Drachen sind heilige Gottheiten. Die großen Bestien der Lüfte wurden verehrt, ihre majestätische Gestalt inspirierte alles Handeln der Krieger, von den Ritualen bis hin zur Schmiedekunst.<br />
So tragen die Krieger des Gao-Clans auf ihren Reisen geschnitzte Halbmasken, geschmückt mit Reißzähnen und kunstvollen Verzierungen, dazu einfache, schwere Gewänder und einen Kasa, den traditionellen Strohhut, der Schatten in der gnadenlosen Sonne spendet.<br />
Ihre traditionelle Kampfrüstung hingegen ist ein Kunstwerk, das gleichermaßen Schutz und Ehrfurcht vermittelt. Der Kürass aus gehärtetem Leder wird kunstvoll so gestaltet, dass er die schuppenartige Struktur eines Drachen imitiert – ein Motiv, das sich auf Arm- und Beinschienen sowie den Rock erstreckt, der die Oberschenkel schützt. Am auffälligsten aber ist der Helm: aus Metallplatten gefertigt, geformt wie der Schädel eines Drachen oder Dämons, furchteinflößend und ehrwürdig zugleich. Wer diese Rüstung trägt, sieht nicht nur wie ein Krieger aus – er wird zum lebendigen Abbild der Drachen, verehrt und gefürchtet zugleich. Mittlerweile wird sie fast ausschließlich zu zeremoniellen Zwecken getragen.<br />
<br />
<div class="sommerlandcolor">Sihan Gao</div> wuchs zwischen Disziplin, Pflichten und unaufhörlicher Ausbildung auf. Von dem Moment an, in dem er laufen konnte, war sein Platz im Gefüge des Gao-Clans klar bestimmt. Als Sohn des Stammesführers wuchs er unter den wachsamen Blicken der Ältesten auf, stets umgeben von Erwartungen, die schwerer wogen als der Sand der Wüste selbst. Seine Kindheit war kein Spiel, sondern eine Abfolge aus Lehre, Prüfung und stiller Beobachtung.<br />
Seine Eltern waren nicht lieblos, doch Zuneigung zeigte sich selten in Worten. Stattdessen formten sie ihn durch Beständigkeit, durch Wiederholung, durch das unbeirrbare Festhalten am Tavak. Wie Wasser, das über Jahre hinweg einen Stein im Fluss glättet, schufen sie aus ihm einen Geist, der lernte zu ertragen, bevor er lernte zu verlangen. Schon früh wurde Sihan gelehrt, sich selbst zurückzustellen. Seine Wünsche hatten hinter den Bedürfnissen des Clans zu warten, seine Gefühle hinter der Pflicht zu schweigen. Er lernte, still zu stehen, während andere Kinder spielten. Er lernte, zuzuhören, wenn die Ältesten sprachen. Und er lernte, den Blick nicht abzuwenden, wenn Verantwortung vollstreckt wurde.<br />
So wurde Sihan vor allem eines: hart. Diszipliniert. Unverrückbar. Ein Junge, der Tavak nicht nur kannte, sondern lebte – lange bevor er verstand, was es bedeutete, ein Mensch zu sein. Und genau deshalb war es umso bemerkenswerter, dass ausgerechnet er es war, der eines Tages innehielt, als er dem Mädchen begegnete, das seine Frau werden sollte. Denn in ihrer Sanftheit, in diesem ruhigen Blick, für den ihm die Worte fehlten, begann die Mauer zu bröckeln, die durch Jahre der Erziehung unantastbar hätte sein sollen. Die Strenge seiner Züge, meist vom Pflichtbewusstsein verhärtet, wurde weicher. Vielleicht war es der erste Moment, in dem Tavak ihm nicht nur Disziplin, sondern auch Maß lehrte.<br />
<br />
Als Sihan sein achtzehntes Lebensjahr erreichte, verschwand das Mädchen, das als Einzige je Zugang zu ihm gehabt hatte. Ohne Abschied, ohne Erklärung. Und sie nahm das Kostbarste mit sich, das er je hätte geben können: sein Herz.<br />
Als Sihan von ihrem Verschwinden erfuhr, regte sich in ihm zunächst nur eines – Wut. Wut darüber, dass sie gegangen war. Oder verschwunden. Der Unterschied spielte keine Rolle. Wut darüber, dass sie sich ihm entzogen hatte und mit ihr das Gefühl, das er nur in ihrer Nähe gekannt hatte. Es war keine stille, kontrollierte Wut, wie Tavak sie lehrte. Es war eine rohe, ungezügelte Glut, die tief in ihm brannte. Nicht, weil er sie verloren hatte – sondern weil sie die Einzige gewesen war, die ihm gezeigt hatte, dass er mehr sein konnte als Pflicht, mehr als Disziplin, mehr als der zukünftige Anführer des Gao-Clans.<br />
Ihr Fortgehen hinterließ keine Leere, sondern ein Vakuum, das ihn zwang, sich selbst neu zu betrachten. Und in dieser Wut lag etwas Gefährliches: das erste Gefühl, das er nicht einordnen, nicht beherrschen und nicht sofort dem Tavak unterwerfen konnte.<br />
<br />
Auf die Wut folgte Sorge. Sihan hatte die Welt jenseits des Clans auf Reisen mit seinem Vater gesehen. Er kannte den Wert eines Menschen in fremden Reihen – und wusste, wie leicht dieser übersehen oder missachtet werden konnte. Der Gedanke, dass andere ihr Wesen nicht erkennen, nicht achten mochten, nagte an ihm.<br />
Doch Sorge hatte in seiner Welt keinen Platz. Tavak ließ keinen Raum für Zweifel oder Furcht. Sein Vater wusste das. Er wusste auch, dass sich eine andere Frau für Sihan finden ließe.<br />
<br />
Zehn Jahre lang suchte sein Vater nach einer geeigneten Frau für Sihan. Doch eine nach der anderen wurde von Krankheit oder Hunger dahingerafft, noch bevor sich ihr Schicksal mit dem seinen verbinden konnte. Es war, als lege eine höhere Macht ihre Hand über diese Entscheidungen, als wolle sie den Gao-Clan vor einer Wahrheit bewahren, die niemand auszusprechen wagte.<br />
Sihan jedoch verstand es, diese Zeichen zu deuten – und ebenso, sie seinen traditionsgebundenen Eltern zu vermitteln. Er sprach von Vorhersehung, von der Bestimmung der Liebenden, einem alten Mythos des Clans, der beinahe in Vergessenheit geraten war. Es hieß, dass manche Seelen nicht gewählt, sondern erkannt würden. Dass selbst Tavak sich beugen müsse, wenn das Schicksal seinen Lauf nahm.<br />
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Noch bevor Tavak in Worte gefasst wurde, so heißt es, kannten die Ahnen des Gao-Clans eine andere Wahrheit. Sie sprachen von den Gebundenen Seelen, jenen Liebenden, deren Wege nicht durch Wahl, sondern durch Vorhersehung miteinander verflochten waren. Man glaubte, dass diese Seelen einander über Zeit und Entfernung hinweg erkannten, selbst wenn Welten, Kriege oder der Tod zwischen ihnen standen.<br />
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Der Mythos erzählt von einem Krieger und einer Heilerin aus längst vergangenen Tagen, geboren in unterschiedlichen Sippen, bestimmt für verschiedene Pfade. Jeder von ihnen lebte diszipliniert und dem Clan verpflichtet. Und doch trug jeder im Inneren eine Unruhe, ein leises Ziehen, das keine Übung und kein Gebet zu stillen vermochte. Erst als ihre Wege sich kreuzten, verstummte dieses Ziehen – als hätte die Wüste selbst den Atem angehalten.<br />
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Die Ältesten jener Zeit warnten: Die Gebundenen Seelen seien ein Geschenk, aber auch eine Prüfung. Denn wer sie trennte, rief Unheil herbei. Krankheit, Hunger und Verlust galten als Zeichen dafür, dass sich der Lauf des Schicksals gegen den Willen der Menschen stellte. Tavak, so heißt es, sei stark – doch nicht unfehlbar. Er forme den Krieger, aber er könne nicht brechen, was die Vorhersehung gebunden habe.<br />
Aus Furcht vor dieser Wahrheit geriet der Mythos in Vergessenheit. Nur wenige Älteste sprachen darüber, und mit jeder Generation wurde er weiter an den Rand gedrängt, bis er nur noch als leises Flüstern am Rand der Feuerstellen existierte. Sihan aber kannte diese Geschichte. Und er wusste, dass manche Verluste keine Strafe waren, sondern eine Mahnung.<br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Dann such jene Seele, die an die deine gebunden ist“</span>, resignierte sein Vater eines Abends im Schein des Lagerfeuers, mitten im Herzen ihres Lagers. Sein Gesicht war gealtert, von Wind und Verantwortung gezeichnet, doch die Strenge war nicht aus ihm gewichen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Und bring sie zurück, damit unser Leben wieder seinen gewohnten Lauf nimmt“</span>, fuhr er fort. Sein Blick flackerte dabei nur einen Augenblick zu jener Ältesten, die noch immer an dem Mythos festhielt.<br />
Sihan nickte. Er wusste nicht, was er dabei empfand. War es Erleichterung? Gewissheit? Oder etwas, das dem Triumph nahekam? Gefühle, die ihm eigentlich untersagt waren – und doch konnte er sie nicht von sich weisen. <br />
Selbst nach zehn Jahren erinnerte er sich noch an den Ausdruck in ihren Augen. An die Stille, die ihre Nähe ihm schenkte. Und an das brennende Verlangen, endlich zu erfahren, warum sie gegangen war. Oder wer sie ihm genommen hatte.<br />
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Tavak hatte ihn gelehrt, den eigenen Willen zu beherrschen. Wünsche waren Schwäche. Verlangen ein Störgeräusch, das den Geist trübte und die Hand unsicher machte. So hatte Sihan es gelernt, so hatte er es gelebt – über Jahre, über Prüfungen hinweg, bis Tavak kein Kodex mehr war, sondern Instinkt. Und doch regte sich nun etwas in ihm, das sich nicht einordnen ließ.<br />
Sein Aufbruch folgte der Pflicht. Er suchte die Gebundene Seele, weil sein Vater es verlangte, weil der Clan es brauchte, weil Tavak es zuließ. Das redete er sich ein. Doch unter dieser Schicht aus Disziplin lag ein Wunsch, still und beharrlich, wie Wasser unter der Erde. Ein Wunsch, der ihren Namen trug, obwohl er ihn zehn Jahre nicht ausgesprochen hatte. Er fragte sich, ob Tavak ihn führte – oder ob er Tavak benutzte, um sich selbst zu erlauben, zu hoffen.<br />
In den Nächten, wenn das Feuer niederbrannte und die Wüste still wurde, dachte er an sie. An ihre Abwesenheit, die schwerer wog als jede Rüstung. Tavak verlangte Klarheit, doch sein Geist fand keine Ruhe. Er war nicht zerrissen, nicht schwach – aber etwas in ihm war verrückt. Vielleicht, so dachte Sihan, war Tavak nie dazu bestimmt gewesen, Wünsche zu vernichten. Vielleicht sollte er sie zügeln. Oder prüfen. Und vielleicht war dies seine Prüfung: zu erkennen, ob ein Krieger auch dann Tavak folgt, wenn der Weg nicht vom Kodex, sondern vom Herzen gewiesen wird.<br />
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Also erstmal schön, dass ihr bis hier unten durchgehalten habt. Das hat sich irgendwie ein bisschen sehr verselbstständigt beim schreiben :'D Der Charakter muss vermutlich auch noch in das Arcandas System besser eingebettet werden, aber ich habe jetzt erst einmal alles so runtergeschrieben wie ich mir das einfach vorgestellt habe. <br />
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Was für mich noch unklar ist: <ul class="mycode_list"><li>Wie wurde während des Einzugs der Männer für den Krieg mit dem Clan verfahren?<br />
</li>
<li>Ist euch das zu viel Mythos in einem Clan? Bzw die müssen ja auch nicht wirklich der Wahrheit entsprechen, das die zukünftigen Frauen (und das werden sicher keine 100 gewesen sein) die für Sihan in Frage kamen gestorben sind, kann ja an den allgemeinen Gegebenheiten in Matariyya liegen, was ihm dann natürlich sehr gelegen kam xD<br />
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Seine Ingame-Reise würde dann natürlich auch im Sommerland beginnen, ich glaube es wird für ihn relativ schwer werden eine Frau zu finden, die vor fast 10 Jahren verschwunden ist. Aber vielleicht begegnet ihm ja auch Mal ein reisender Mensch aus dem Herbstland der da zufällig eine Priesterin kennt? Ich könnte mir auch vorstellen, dass - wenn er von der Drachenjagt erfährt - er in das Herbstland reist, aber wohl eher, um die Jagd zu sabotieren, weil die Wesen für seinen Clan heilig sind. <br />
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Ansonsten... ja. <br />
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Aktuelle Avatarvorstellung: Manny Jacinto <br />
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Vielleicht bekommen wir den ja hier verbaut <img src="https://facingthestorm.de/images/smilies/biggrin.png" alt="Big Grin" title="Big Grin" class="smilie smilie_4" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[We will always carry our chains.]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=837</link>
			<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 19:03:48 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=156">Cathal Fraser</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=837</guid>
			<description><![CDATA[Cathal hatte seine Bediensteten fortgeschickt, nachdem der dritte von ihnen an seinem Gewand gezupft und imaginäre Falten geglättet hatte, die selbst der blinde Fürstensohn von Kenmara nicht zu erspüren vermochte. Seine Nerven lagen blank, seine Laune hatte ihren tiefsten Punkt erreicht – und es lag nicht unmittelbar an seiner zukünftigen Gemahlin. Vielmehr war es der schlichte Umstand, dass diese Hochzeit nicht seinem Willen entsprang.<br />
Er sollte sich einem Schicksal beugen, das er nie für sich vorgesehen hatte. Denn man verheiratete ihn nicht nur – mit einer Frau aus dem Herbstland, einer Verbindung, der er keinen Sinn abgewinnen konnte –, sondern raubte ihm auf lange Sicht auch den Status, den er sich über Jahre hinweg mühsam erkämpft hatte. Er wollte nicht wie ein Kind klingen, wollte sich nicht in Flüchen über die Ungerechtigkeit verlieren, und doch empfand er es genau so. Ungerecht. Ein bitteres Gefühl, das ihn nun vollends überkam. Wo er sonst kühle Distanz und unbeugsame Ablehnung zur Schau tragen konnte, wurde die Trauung an diesem Tag zur Krönung all dessen, was er als den Abschied von seinem eigentlichen Schicksal betrachtete – und das nur, weil er blind war. Weil sein Körper eine Fehlfunktion hatte. Weil er <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">schwach</span> war. <br />
<br />
Seine rechte Hand fuhr sich über die Stirn – eine fahrige Geste, über die er sich sogleich ärgerte, da sie verriet, wie ihm die Souveränität entglitt. Unruhig schritt er in seinem Gemach auf und ab, als ließe sich auf diese Weise noch ein Ausweg aus seiner Lage finden. Er wusste, dass er alt genug war; dass es stets nur eine Frage der Zeit gewesen war, bis sein Vater diese Entscheidung treffen würde. Und ja – es lag eine gewisse Logik darin. Cathal konnte sie erkennen, so sehr es ihn auch nervte. Doch… Cathal schluckte und schüttelte den Kopf. Albern. Er war albern. Ohne Zweifel. Es war seine Pflicht, und er würde ihr nachkommen – eine weitere Prüfung, die er bestehen musste, so wie er es immer getan hatte.<br />
<br />
Ein leises Klopfen an der Tür ließ ihn in der Bewegung innehalten und riss ihn aus seinen Gedanken. Sein Kopf fuhr in die Richtung des Geräuschs – ein Reflex, den die Natur ihm offenbar doch gelassen hatte, obwohl seine Augen nichts sahen. Cathal rechnete mit Moira, einem letzten, hitzigen Austausch über diese unerträgliche Situation. Ein angespanntes <div class="herbstlandcolor">„Komm herein“</div> entwich seinen Lippen, während er vergeblich versuchte, die Schultern zu lockern. Niemand aus seiner Familie sollte ihn so angespannt sehen, erst recht nicht seine Schwester, die ohnehin genug Sorgen trug.<br />
Denn sie wusste es. Sie würde die Nächste sein. Und damit würde sie Kenmara den Rücken kehren – selbstverständlich würde sie zu ihrem zukünftigen Gemahl ziehen, nicht umgekehrt. Und in diesem unausweichlichen Schritt würde sie ihn verlieren. Denn so sehr es den Anschein haben mochte, dass er von ihr abhängig war, war es in Wahrheit sie, die von ihm abhängig war. Von seiner Nähe, seinem Rat, seiner stillen Stärke. Ohne ihn würde ein Teil von ihr verloren sein, so unverzichtbar, so unersetzlich, wie ein Schatten, der der Sonne folgt. Es war keine Arroganz, die ihm diese Gewissheit gab, sondern die Art, wie sie mit ihm sprach, und die Art, wie sie von seiner Aufmerksamkeit zehrte – so wie sie einst voneinander gezehrt hatten. Doch Cathal wusste ebenso, dass er sie, wenn es seine Pflicht war, eines Tages woanders hinverheiraten würde. Dass sie niemals dafür bestimmt waren, ein Leben lang Seite an Seite zu stehen oder Kenmara für sich allein zu beanspruchen. Dem Schicksal konnte man nicht den Rücken kehren. Er nicht dem seinen, und sie nicht dem ihren.<br />
<br />
Als sich die Tür öffnete, spürte Cathal sofort, dass es nicht Moira war, die ihn aufsuchte. Automatisch legte sich eine steinerne Maske über seine Züge – doch es war keine Ablehnung. Nur Distanz. Ein Schutzwall, vielleicht, um den jahrelangen Schmerz in seiner Brust einzuschließen, ihn gefangen zu halten wie ein wildes Tier, das nicht für das Licht des Tages geboren war und sich nur der Dunkelheit anvertraute. <div class="herbstlandcolor">„Was kann ich für Euch tun?“</div> Seine Stimme klang mechanisch, beinahe fremd in den eigenen Ohren, während er sich abwandte und ein paar Schritte zurücktrat – ein instinktiver Rückzug, der ihn innerlich aufwühlte, weil er sich so vor sich selbst verriet. Er streckte die Hand aus, tastete das kalte, raue Gemäuer der Burg ab, suchte Halt in der Härte des Steins, als könnte er sich daran klammern, um den Sturm in seiner Brust zu bändigen. Erst dann wandte er sich wieder der Tür zu, als müsse er genau bestimmen, in welchem Winkel er stand, um nicht überrascht zu werden – nicht von der Welt, nicht von seinem Schicksal, und schon gar nicht von sich selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Cathal hatte seine Bediensteten fortgeschickt, nachdem der dritte von ihnen an seinem Gewand gezupft und imaginäre Falten geglättet hatte, die selbst der blinde Fürstensohn von Kenmara nicht zu erspüren vermochte. Seine Nerven lagen blank, seine Laune hatte ihren tiefsten Punkt erreicht – und es lag nicht unmittelbar an seiner zukünftigen Gemahlin. Vielmehr war es der schlichte Umstand, dass diese Hochzeit nicht seinem Willen entsprang.<br />
Er sollte sich einem Schicksal beugen, das er nie für sich vorgesehen hatte. Denn man verheiratete ihn nicht nur – mit einer Frau aus dem Herbstland, einer Verbindung, der er keinen Sinn abgewinnen konnte –, sondern raubte ihm auf lange Sicht auch den Status, den er sich über Jahre hinweg mühsam erkämpft hatte. Er wollte nicht wie ein Kind klingen, wollte sich nicht in Flüchen über die Ungerechtigkeit verlieren, und doch empfand er es genau so. Ungerecht. Ein bitteres Gefühl, das ihn nun vollends überkam. Wo er sonst kühle Distanz und unbeugsame Ablehnung zur Schau tragen konnte, wurde die Trauung an diesem Tag zur Krönung all dessen, was er als den Abschied von seinem eigentlichen Schicksal betrachtete – und das nur, weil er blind war. Weil sein Körper eine Fehlfunktion hatte. Weil er <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">schwach</span> war. <br />
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Seine rechte Hand fuhr sich über die Stirn – eine fahrige Geste, über die er sich sogleich ärgerte, da sie verriet, wie ihm die Souveränität entglitt. Unruhig schritt er in seinem Gemach auf und ab, als ließe sich auf diese Weise noch ein Ausweg aus seiner Lage finden. Er wusste, dass er alt genug war; dass es stets nur eine Frage der Zeit gewesen war, bis sein Vater diese Entscheidung treffen würde. Und ja – es lag eine gewisse Logik darin. Cathal konnte sie erkennen, so sehr es ihn auch nervte. Doch… Cathal schluckte und schüttelte den Kopf. Albern. Er war albern. Ohne Zweifel. Es war seine Pflicht, und er würde ihr nachkommen – eine weitere Prüfung, die er bestehen musste, so wie er es immer getan hatte.<br />
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Ein leises Klopfen an der Tür ließ ihn in der Bewegung innehalten und riss ihn aus seinen Gedanken. Sein Kopf fuhr in die Richtung des Geräuschs – ein Reflex, den die Natur ihm offenbar doch gelassen hatte, obwohl seine Augen nichts sahen. Cathal rechnete mit Moira, einem letzten, hitzigen Austausch über diese unerträgliche Situation. Ein angespanntes <div class="herbstlandcolor">„Komm herein“</div> entwich seinen Lippen, während er vergeblich versuchte, die Schultern zu lockern. Niemand aus seiner Familie sollte ihn so angespannt sehen, erst recht nicht seine Schwester, die ohnehin genug Sorgen trug.<br />
Denn sie wusste es. Sie würde die Nächste sein. Und damit würde sie Kenmara den Rücken kehren – selbstverständlich würde sie zu ihrem zukünftigen Gemahl ziehen, nicht umgekehrt. Und in diesem unausweichlichen Schritt würde sie ihn verlieren. Denn so sehr es den Anschein haben mochte, dass er von ihr abhängig war, war es in Wahrheit sie, die von ihm abhängig war. Von seiner Nähe, seinem Rat, seiner stillen Stärke. Ohne ihn würde ein Teil von ihr verloren sein, so unverzichtbar, so unersetzlich, wie ein Schatten, der der Sonne folgt. Es war keine Arroganz, die ihm diese Gewissheit gab, sondern die Art, wie sie mit ihm sprach, und die Art, wie sie von seiner Aufmerksamkeit zehrte – so wie sie einst voneinander gezehrt hatten. Doch Cathal wusste ebenso, dass er sie, wenn es seine Pflicht war, eines Tages woanders hinverheiraten würde. Dass sie niemals dafür bestimmt waren, ein Leben lang Seite an Seite zu stehen oder Kenmara für sich allein zu beanspruchen. Dem Schicksal konnte man nicht den Rücken kehren. Er nicht dem seinen, und sie nicht dem ihren.<br />
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Als sich die Tür öffnete, spürte Cathal sofort, dass es nicht Moira war, die ihn aufsuchte. Automatisch legte sich eine steinerne Maske über seine Züge – doch es war keine Ablehnung. Nur Distanz. Ein Schutzwall, vielleicht, um den jahrelangen Schmerz in seiner Brust einzuschließen, ihn gefangen zu halten wie ein wildes Tier, das nicht für das Licht des Tages geboren war und sich nur der Dunkelheit anvertraute. <div class="herbstlandcolor">„Was kann ich für Euch tun?“</div> Seine Stimme klang mechanisch, beinahe fremd in den eigenen Ohren, während er sich abwandte und ein paar Schritte zurücktrat – ein instinktiver Rückzug, der ihn innerlich aufwühlte, weil er sich so vor sich selbst verriet. Er streckte die Hand aus, tastete das kalte, raue Gemäuer der Burg ab, suchte Halt in der Härte des Steins, als könnte er sich daran klammern, um den Sturm in seiner Brust zu bändigen. Erst dann wandte er sich wieder der Tür zu, als müsse er genau bestimmen, in welchem Winkel er stand, um nicht überrascht zu werden – nicht von der Welt, nicht von seinem Schicksal, und schon gar nicht von sich selbst.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Don't ruin your beautiful soul]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=836</link>
			<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 18:19:24 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=88">Rajani Parikh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=836</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Alex+Brush&display=swap" rel="stylesheet">
<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Red+Hat+Display:ital,wght@0,300;0,400;1,400&display=swap" rel="stylesheet">
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<table style="position: relative;width:100%; margin:0; padding: 0px;">
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<div style="position:absolute;top:100px;width:100%;font-family:'Alex Brush'; font-size:42px; text-align:center;color:#efefef;"><span style="color: white;" class="mycode_color">Don't ruin your beautiful soul</span></div>
<div style="position:absolute;top:200px;left:42%;border:'2px solid black';border-radius:50%;width:100px;height:100px;">
<img src="https://i.imgur.com/qH6n6KF.png" style="object-fit:cover;width:80px; height:80px; border-radius:50%;"><br />
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<div style="padding:10px;padding-top:50px;text-align:justify;font-size:12px;">
<span style="color: gray;" class="mycode_color">Das Leben im Sommerland ist undankbar, heiß und von Hunger und Angst geprägt. Außer man hat das Glück in eine der wenigen adligen Familien hineingeboren zu werden. Die Parikhs sind nicht direkt adlig, haben jedoch das große Gold mit ihren Handelsgeschäften gemacht. Seide, Tücher, Gewürze, manchmal auch Tiere. Hauptsache, es ließ sie in der Gunst der Königsfamilie steigen. Mittlerweile ist auch das Familienoberhaupt kein wirklicher Händler mehr, das Feld haben sie Anderen überlassen, doch die Gunst der ben Sahids ist geblieben. Die Königsfamilie Matariyyas ist eng mit den Parikh verbandelt, sodass sie sich kaum Sorgen um ihre Zukunft machen müssen - anders, als ein Großteil der armen Bevölkerung.</span> <br />
</div>
<div style="text-align:center; padding:10px;font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span style="">Gesucht</span><br />
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<table cellspacing="10">
<tr>
<td valign="top" width="50%" height="300px" style="padding-bottom:50px;">
<img src="https://i.imgur.com/yCh7SVR.png" width="100%" height="300px" style="object-fit:cover;"><br />
</td>
<td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll;padding-right:10px;height:300px;font-size:12px"><span style="font-weight:bold;color:#404D4F;">NIKARA PARIKH</span><br />
19 Jahre | Gesellschafterin | Ledig <i>Malavika Mohanan?</i><br />
<hr>
<span style="color: gray;" class="mycode_color"><i>FREI -</i>Nikara Parikh hat große Träume und leider nur wenig Möglichkeiten. Sie ist bildschön, intelligent (viel zu sehr, wenn man ihren Vater fragt), charmant und hat eine bezaubernde Lache, doch leider ist sie als Frau im Sommerland an eine Gesellschaft gebunden, die es ihr nicht wirklich einfach macht. Sie soll heiraten, Kinder bekommen und ein schönes Zierwerk am Arm ihres Mannes sein. Vielleicht einer der Männer der großen Elefantenzucht der Königsfamilie? Oder doch ein entfernter Verwandter der ben Sahids, der nicht mal in zehn Leben Anspruch auf irgendeinen Thron hätte? Die Möglichkeiten sind endlos und das ist genau das Einzige, was noch zwischen Nikara und der Hochzeit steht. Dass ihr Vater sich noch nicht für einen Gatten entscheiden konnte. Seit sie klein ist, hegt sie den Wunsch ihr Heimatland zu verlassen. Sie möchte ihre Flügel ausbreiten und fliegen lernen, die Welt erkunden, Freundschaften schließen und auf die Nase fallen. Sie ist ein Wildfang, möchte sich nicht unterordnen, kann nichts mit dem niederen Wert der Frauen im Sommerland anfangen und wünscht sich einen Mann, mit dem sie auf Augenhöhe diskutieren kann. Eigentlich wäre Nikara selbst die perfekte Gesellschafterin für Naila gewesen, wäre sie nicht noch so jung. Mit ihren frischen 19 Jahren hat sie es leider nicht in die Gruppe derer geschafft, die ins Großkönigsland gereist sind. Sie ist jedoch der festen Überzeugung, dass sie es auch aus eigener Kraft schaffen wird. Sie ist durchsetzungsstark, stur und dabei noch ungewöhnlich gerissen. Sie spart jede Goldmünze, die sie entbehren kann, nur um sich den eigenen Traum zu verwirklichen: das Sommerland zu verlassen. Und das am besten noch, bevor ihr Vater sie verheiratet. Dass die ben Sahids mittlerweile nicht mehr an der Macht sind und ihr Stand in der Gesellschaft dadurch sowieos gerade unsicher ist, ist nur noch mehr ein Grund, Matariyya hinter sich zu lassen. Der neue Regent kommt Nikara irgendwie komisch vor. Sie kann nicht den Finger drauf legen und sagen, was es ist, aber sie hat ein ganz unangenehmes Gefühl, wenn sie Samir Al-Mazhir sieht. </span><br />
</div>
</td>
</tr>
<tr><td colspan="3" style="text-align:center; font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span>Suchend</span><br />
</td></tr>
<tr><td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll; padding-right:10px;height:300px;font-size:12px"><span style="font-weight:bold;color:#404D4F;">RAJANI PARIKH</span><br />
23 Jahre, ledig | Gesellschafterin | aktuell in Castandor bei Naila Castellanos, geb. ben Sahid<i>Deepika Padukone</i><br />
<hr>
<span style="color: gray;" class="mycode_color">Seien wir mal ehrlich: die 23-jährige Sommerländerin ist nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte, trägt ihr Herz aber definitiv am rechten Fleck. Dabei liegt es nicht einmal daran, dass sie keine Bildung erhalten hätte, ganz im Gegenteil, immerhin ist sie im Palast der Königsfamilie aufgewachsen, aber irgendwie war es noch nie so ihr Ding sich ruhig hinzusetzen und zuzuhören. Geschweige denn, zu lernen. Sie ist  tollpatschig, alles andere als elegant, eine Frohnatur, wie sie im Buche steht, absolut unaufmerksam und innerhalb von Sekunden gelangweilt, aber irgendwie sehr talentiert was die Aufmerksamkeit von jungen Herren angeht. Und damit ist sie nicht nur das komplette Gegenteil von ihrer Prinzessin Naila, sondern auch von ihrer kleinen Schwester Nikara. Insgeheim war sie schon immer ein bisschen neidisch auf den aufgeweckten Geist ihrer Schwester, musste jedoch schon früh feststellen, dass sie da nicht mithalten konnte. Die Tatsache, dass das Leben im Sommerland gerade so unstet und unsicher ist, wird auch Rajani nicht kalt lassen. Unbeantwortete Briefe an ihre Schwester lassen die Sorge ins Unermessliche steigern. Dass diese gerade dabei ist ihr ganzes Leben in Taschen zu packen, um bald das Land zu verlassen, davon ahnt sich nichts. Würde sie irgendwie die Nase da dran kriegen, dass ihre Schwester in Aufbruchstimmung ist oder ihr Vater ganz bald eine Hochzeit plant, würde sie Alles dafür tun, um Nikara nach Castandor zu holen, doch der Kontakt nach Matariyya ist gerade stark eingeschränkt. Die letzten paar Tage haben politisch plötzlich Alles umgedreht und Rajani weiß noch gar nicht, wie schlimm es wirklich ist...</span><br />
</div>
</td>
<td valign="top" width="50%" height="200px">
<img src="https://i.imgur.com/0SZO9Sh.png" width="100%" height="300px" style="object-fit:cover;"><br />
</td></tr>
</table>
<div style="padding:10px;text-align:justify;font-size:12px;color:#404D4F;">
Anschlussmöglichkeiten und Plot- und Entwicklungsmöglichkeiten hat Nikara mehr als genug. Im aktuellen Plot wurde der König des Sommerlandes bei einem Attentat ermordet und statt seiner regiert nun Samir Al-Mazhir, ein junger Mann, der insgeheim von den Amra Alzili - unserer Untergrundorganisation - gesteuert wird. In Matariyya ist also gerade EINIGES los. Nikara hat die Möglichkeit dort zu bleiben und hätte hier auch einiges an Anschluss: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Yasirah ben Sahid</span>, die gefallene Königin, ist aktuell in Gefangenschaft, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tariq al-Fawahir</span> (der Strippenzieher im Hintergrund) und <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Samir al-Mazhir</span> (der offizielle Regent) versuchen quasi die Herrschaft über das Sommerland an sich zu reißen und der Rest versucht zu überleben. <br />
Sollte Nikara das Land verlassen wollen, kann sie sich quasi fast aussuchen, wo sie hinreisen möchte und kann dann dort eben Anschluss finden. Sie ist ein eigenständiger Charakter, hat aber natürlich im Sommerland ihre Wurzeln und wird daher in jedem anderen Land auffallen wie ein bunter Hund. Natürlich können wir auch im gemeinsamen brainstormen über eine Hochzeit reden, die sie eigentlich gar nicht möchte. Unserer Kreativität und unserer Lust, unsere eigenen Charaktere ein bisschen zu quälen, sind quasi keine Grenzen gesetzt. <img src="https://facingthestorm.de/images/smilies/owls/hearts.png" alt="Hearts" title="Hearts" class="smilie smilie_34" /><br />
<br />
Ich greife sehr gerne bei der Charakterplanung unter die Arme und stehe danach sowohl mit Rajani, als auch mit Yasirah als Postpartnerin zu Verfügung. Und ich bin mir ganz sicher, dass das bei allen anderen ebenfalls der Fall ist <3 <br />
<br />
</div>
<hr>
</td>
</tr>
<tr style="text-align:center; padding:10px;padding-bottom:50px;" >
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=836" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Gesuch</a><br />
</td>
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Forum</a><br />
</td>
</tr>
</table>
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Alex+Brush&display=swap" rel="stylesheet">
<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Red+Hat+Display:ital,wght@0,300;0,400;1,400&display=swap" rel="stylesheet">
<div style="background:#ebebeb;color:#000;font-family:'Red Hat Display';display:flex;margin:auto;width:500px;">
<table style="position: relative;width:100%; margin:0; padding: 0px;">
<tr><td colspan="2">
<div style="position:relative;">
<img src="https://i.imgur.com/eLxrNFW.png" height="240px" style="object-fit:cover;width:100%;"><br />
</div>
<div style="position:absolute;top:100px;width:100%;font-family:'Alex Brush'; font-size:42px; text-align:center;color:#efefef;"><span style="color: white;" class="mycode_color">Don't ruin your beautiful soul</span></div>
<div style="position:absolute;top:200px;left:42%;border:'2px solid black';border-radius:50%;width:100px;height:100px;">
<img src="https://i.imgur.com/qH6n6KF.png" style="object-fit:cover;width:80px; height:80px; border-radius:50%;"><br />
</div>
<div style="padding:10px;padding-top:50px;text-align:justify;font-size:12px;">
<span style="color: gray;" class="mycode_color">Das Leben im Sommerland ist undankbar, heiß und von Hunger und Angst geprägt. Außer man hat das Glück in eine der wenigen adligen Familien hineingeboren zu werden. Die Parikhs sind nicht direkt adlig, haben jedoch das große Gold mit ihren Handelsgeschäften gemacht. Seide, Tücher, Gewürze, manchmal auch Tiere. Hauptsache, es ließ sie in der Gunst der Königsfamilie steigen. Mittlerweile ist auch das Familienoberhaupt kein wirklicher Händler mehr, das Feld haben sie Anderen überlassen, doch die Gunst der ben Sahids ist geblieben. Die Königsfamilie Matariyyas ist eng mit den Parikh verbandelt, sodass sie sich kaum Sorgen um ihre Zukunft machen müssen - anders, als ein Großteil der armen Bevölkerung.</span> <br />
</div>
<div style="text-align:center; padding:10px;font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span style="">Gesucht</span><br />
</div>
<table cellspacing="10">
<tr>
<td valign="top" width="50%" height="300px" style="padding-bottom:50px;">
<img src="https://i.imgur.com/yCh7SVR.png" width="100%" height="300px" style="object-fit:cover;"><br />
</td>
<td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll;padding-right:10px;height:300px;font-size:12px"><span style="font-weight:bold;color:#404D4F;">NIKARA PARIKH</span><br />
19 Jahre | Gesellschafterin | Ledig <i>Malavika Mohanan?</i><br />
<hr>
<span style="color: gray;" class="mycode_color"><i>FREI -</i>Nikara Parikh hat große Träume und leider nur wenig Möglichkeiten. Sie ist bildschön, intelligent (viel zu sehr, wenn man ihren Vater fragt), charmant und hat eine bezaubernde Lache, doch leider ist sie als Frau im Sommerland an eine Gesellschaft gebunden, die es ihr nicht wirklich einfach macht. Sie soll heiraten, Kinder bekommen und ein schönes Zierwerk am Arm ihres Mannes sein. Vielleicht einer der Männer der großen Elefantenzucht der Königsfamilie? Oder doch ein entfernter Verwandter der ben Sahids, der nicht mal in zehn Leben Anspruch auf irgendeinen Thron hätte? Die Möglichkeiten sind endlos und das ist genau das Einzige, was noch zwischen Nikara und der Hochzeit steht. Dass ihr Vater sich noch nicht für einen Gatten entscheiden konnte. Seit sie klein ist, hegt sie den Wunsch ihr Heimatland zu verlassen. Sie möchte ihre Flügel ausbreiten und fliegen lernen, die Welt erkunden, Freundschaften schließen und auf die Nase fallen. Sie ist ein Wildfang, möchte sich nicht unterordnen, kann nichts mit dem niederen Wert der Frauen im Sommerland anfangen und wünscht sich einen Mann, mit dem sie auf Augenhöhe diskutieren kann. Eigentlich wäre Nikara selbst die perfekte Gesellschafterin für Naila gewesen, wäre sie nicht noch so jung. Mit ihren frischen 19 Jahren hat sie es leider nicht in die Gruppe derer geschafft, die ins Großkönigsland gereist sind. Sie ist jedoch der festen Überzeugung, dass sie es auch aus eigener Kraft schaffen wird. Sie ist durchsetzungsstark, stur und dabei noch ungewöhnlich gerissen. Sie spart jede Goldmünze, die sie entbehren kann, nur um sich den eigenen Traum zu verwirklichen: das Sommerland zu verlassen. Und das am besten noch, bevor ihr Vater sie verheiratet. Dass die ben Sahids mittlerweile nicht mehr an der Macht sind und ihr Stand in der Gesellschaft dadurch sowieos gerade unsicher ist, ist nur noch mehr ein Grund, Matariyya hinter sich zu lassen. Der neue Regent kommt Nikara irgendwie komisch vor. Sie kann nicht den Finger drauf legen und sagen, was es ist, aber sie hat ein ganz unangenehmes Gefühl, wenn sie Samir Al-Mazhir sieht. </span><br />
</div>
</td>
</tr>
<tr><td colspan="3" style="text-align:center; font-weight:bold;font-size:36px; font-family: 'Alex Brush' ">
<span>Suchend</span><br />
</td></tr>
<tr><td valign="top" height="200px" style="width:50%;text-align:justify;padding-bottom:50px;">
<div style="overflow-y: scroll; padding-right:10px;height:300px;font-size:12px"><span style="font-weight:bold;color:#404D4F;">RAJANI PARIKH</span><br />
23 Jahre, ledig | Gesellschafterin | aktuell in Castandor bei Naila Castellanos, geb. ben Sahid<i>Deepika Padukone</i><br />
<hr>
<span style="color: gray;" class="mycode_color">Seien wir mal ehrlich: die 23-jährige Sommerländerin ist nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte, trägt ihr Herz aber definitiv am rechten Fleck. Dabei liegt es nicht einmal daran, dass sie keine Bildung erhalten hätte, ganz im Gegenteil, immerhin ist sie im Palast der Königsfamilie aufgewachsen, aber irgendwie war es noch nie so ihr Ding sich ruhig hinzusetzen und zuzuhören. Geschweige denn, zu lernen. Sie ist  tollpatschig, alles andere als elegant, eine Frohnatur, wie sie im Buche steht, absolut unaufmerksam und innerhalb von Sekunden gelangweilt, aber irgendwie sehr talentiert was die Aufmerksamkeit von jungen Herren angeht. Und damit ist sie nicht nur das komplette Gegenteil von ihrer Prinzessin Naila, sondern auch von ihrer kleinen Schwester Nikara. Insgeheim war sie schon immer ein bisschen neidisch auf den aufgeweckten Geist ihrer Schwester, musste jedoch schon früh feststellen, dass sie da nicht mithalten konnte. Die Tatsache, dass das Leben im Sommerland gerade so unstet und unsicher ist, wird auch Rajani nicht kalt lassen. Unbeantwortete Briefe an ihre Schwester lassen die Sorge ins Unermessliche steigern. Dass diese gerade dabei ist ihr ganzes Leben in Taschen zu packen, um bald das Land zu verlassen, davon ahnt sich nichts. Würde sie irgendwie die Nase da dran kriegen, dass ihre Schwester in Aufbruchstimmung ist oder ihr Vater ganz bald eine Hochzeit plant, würde sie Alles dafür tun, um Nikara nach Castandor zu holen, doch der Kontakt nach Matariyya ist gerade stark eingeschränkt. Die letzten paar Tage haben politisch plötzlich Alles umgedreht und Rajani weiß noch gar nicht, wie schlimm es wirklich ist...</span><br />
</div>
</td>
<td valign="top" width="50%" height="200px">
<img src="https://i.imgur.com/0SZO9Sh.png" width="100%" height="300px" style="object-fit:cover;"><br />
</td></tr>
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<div style="padding:10px;text-align:justify;font-size:12px;color:#404D4F;">
Anschlussmöglichkeiten und Plot- und Entwicklungsmöglichkeiten hat Nikara mehr als genug. Im aktuellen Plot wurde der König des Sommerlandes bei einem Attentat ermordet und statt seiner regiert nun Samir Al-Mazhir, ein junger Mann, der insgeheim von den Amra Alzili - unserer Untergrundorganisation - gesteuert wird. In Matariyya ist also gerade EINIGES los. Nikara hat die Möglichkeit dort zu bleiben und hätte hier auch einiges an Anschluss: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Yasirah ben Sahid</span>, die gefallene Königin, ist aktuell in Gefangenschaft, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tariq al-Fawahir</span> (der Strippenzieher im Hintergrund) und <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Samir al-Mazhir</span> (der offizielle Regent) versuchen quasi die Herrschaft über das Sommerland an sich zu reißen und der Rest versucht zu überleben. <br />
Sollte Nikara das Land verlassen wollen, kann sie sich quasi fast aussuchen, wo sie hinreisen möchte und kann dann dort eben Anschluss finden. Sie ist ein eigenständiger Charakter, hat aber natürlich im Sommerland ihre Wurzeln und wird daher in jedem anderen Land auffallen wie ein bunter Hund. Natürlich können wir auch im gemeinsamen brainstormen über eine Hochzeit reden, die sie eigentlich gar nicht möchte. Unserer Kreativität und unserer Lust, unsere eigenen Charaktere ein bisschen zu quälen, sind quasi keine Grenzen gesetzt. <img src="https://facingthestorm.de/images/smilies/owls/hearts.png" alt="Hearts" title="Hearts" class="smilie smilie_34" /><br />
<br />
Ich greife sehr gerne bei der Charakterplanung unter die Arme und stehe danach sowohl mit Rajani, als auch mit Yasirah als Postpartnerin zu Verfügung. Und ich bin mir ganz sicher, dass das bei allen anderen ebenfalls der Fall ist <3 <br />
<br />
</div>
<hr>
</td>
</tr>
<tr style="text-align:center; padding:10px;padding-bottom:50px;" >
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=836" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Gesuch</a><br />
</td>
<td width="50%" style="padding-bottom:30px">
<a href="https://facingthestorm.de" style="color:#808080;text-decoration:none;">Zum Forum</a><br />
</td>
</tr>
</table>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Blacklist]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=835</link>
			<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 11:50:53 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=1">Schriftrollenhüter</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=835</guid>
			<description><![CDATA[<div class="infopost">
<div class="infopostheader">Blacklist Februar 2026</div>
<br />
<div class="infopostcontent"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">keinen Post in den letzten vier Wochen</span><br />
<br />
- <s>Ailean Cranstoun (letzter Post: 09.11.2025)</s><br />
- <s>Charles Stafford (letzter Post: 01.11.2025)</s><br />
- <s>Ekene Harun (letzter Post: 02.11.2025)</s><br />
- <s>Jorin Stelhammer (letzter Post: 19.10.2025)</s><br />
- <s>Lindgard Stelhammer (letzter Post: 09.11.2025)</s><br />
- <s>Moira Fraser (letzter Post: 08.11.2025)</s><br />
- <s>Nadir ben Sahid (letzter Post: 02.12.2025)</s><br />
- <s>Reinka Norrholm (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
- <s>Swantje Stelhammer (letzter Post: 04.11.2025)</s><br />
- <s>Tyra Winters (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
- <s>Zariyah Silk (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">fehlende Bewerbung</span><br />
<br />
- Kjell Nyberg (Registrierung am: 30.11.2025)<br />
<br />
Ihr habt von heute an sieben Tage Zeit Euch beim Team zu melden und um Streichung zu bitten. Sollte euer Charakter mit einem * versehen sein, braucht es zuerst einen Post, um gestrichen zu werden. Für weitere Infos findet ihr <a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=2" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">hier</a> unsere Aktivitätsregeln.<br />
<br />
Gegeben unter unsrem Siegel und der Gunst aller Götter,<br />
<br />
Euer Team,<br />
Letha, Cat und Nessi <br />
</div></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="infopost">
<div class="infopostheader">Blacklist Februar 2026</div>
<br />
<div class="infopostcontent"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">keinen Post in den letzten vier Wochen</span><br />
<br />
- <s>Ailean Cranstoun (letzter Post: 09.11.2025)</s><br />
- <s>Charles Stafford (letzter Post: 01.11.2025)</s><br />
- <s>Ekene Harun (letzter Post: 02.11.2025)</s><br />
- <s>Jorin Stelhammer (letzter Post: 19.10.2025)</s><br />
- <s>Lindgard Stelhammer (letzter Post: 09.11.2025)</s><br />
- <s>Moira Fraser (letzter Post: 08.11.2025)</s><br />
- <s>Nadir ben Sahid (letzter Post: 02.12.2025)</s><br />
- <s>Reinka Norrholm (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
- <s>Swantje Stelhammer (letzter Post: 04.11.2025)</s><br />
- <s>Tyra Winters (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
- <s>Zariyah Silk (letzter Post: 08.10.2025)</s><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">fehlende Bewerbung</span><br />
<br />
- Kjell Nyberg (Registrierung am: 30.11.2025)<br />
<br />
Ihr habt von heute an sieben Tage Zeit Euch beim Team zu melden und um Streichung zu bitten. Sollte euer Charakter mit einem * versehen sein, braucht es zuerst einen Post, um gestrichen zu werden. Für weitere Infos findet ihr <a href="https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=2" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">hier</a> unsere Aktivitätsregeln.<br />
<br />
Gegeben unter unsrem Siegel und der Gunst aller Götter,<br />
<br />
Euer Team,<br />
Letha, Cat und Nessi <br />
</div></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Protect what You Love]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=834</link>
			<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 09:14:03 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=17">Leif Stelhammer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=834</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/42/37/86/423786c4125081a753c096f77321fce8.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;font-size:40px;"><div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';">Then we Fight</div>
Together<br />
</div>
<br />
<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/9ad9a082eaf25a9bc1883fdd8bf2f7d7/6bcc7130b384b80c-12/s400x600/9c932fd3f3042519ecfda3beb5dd485da987004f.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div>In einem Heerlager musste man sich zwangsläufig damit anfreunden, dass es so etwas wie Privatsphäre einfach nicht gab. Da konnte das aufgestellte Zelt noch so groß und geräumig sein, man hörte trotzdem jeden Stiefel, jedes Räuspern, Spucken und Fluchen, weil der Matsch, den das Unwetter um Spring’s Court hinterlassen hatte, das eigene Schuhwerk durchnässte. Geschweige denn Worte. Worte, fand Leif schnell heraus, breiteten sich im Lager rascher aus als ein Waldbrand. Jeder wusste, dass Fiske lauter schnarchte als ein Bär brüllte. Dass Ingmar damit geprahlt hatte, die Frau von Yanulf in seine Felle geholt zu haben, hatte ihm noch am gleichen Tag ein paar lose Zähne beschert. Es tat nicht unbedingt gut dazu bei, dass sie die letzten Tage vor Spring’s Court festgesessen hatten und jedes Pferd unruhig mit den Hufen scharrte, weil sie die Spannung in der Luft spürten. Sie alle waren unausgeglichen. Gereizt, hatten ihre Weiber nicht bei sich. Aufgeregt, weil sie sich mittlerweile Tag um Tag näher an den Brandherd bewegten, und damit näher an den Punkt, der Glorie oder Niederlage bedeuten konnte. Jene mit Geheimnissen waren besser beraten, zu schweigen.<br />
Gut, dass Leif eh noch nie ein Mann mit einem großen Mitteilungsbedürfnis gewesen war; auch wenn er sich heute ein wenig wünschte, dass es anders wäre.<br />
Dann würde er nämlich nicht jeden Abend über einem leeren Pergament grübeln, was hinter dem Namen seiner Frau folgen könnte.<br />
<br />
<i>Aleena, </i><br />
<br />
Mit einem Schnaufen strich er die Zeile darunter durch, zerknüllte das Papier und warf es achtlos auf die Feldliege, die hinter ihm mit leichten Fellen belegt war. Die Fackeln beleuchteten den Tisch, der in der Mitte des Zeltes platziert war, voll mit einer Karte und Holzfiguren, die an strategischen Punkten platziert waren. So lief es die letzten Tage immer ab: Kaum, dass sie ihr Lager aufschlugen, kamen Leif und seine Strategen hier zusammen und brüteten die Abendstunden über den Plänen, die sich vermutlich eh nicht in die Tat umsetzen ließen. Im Gegensatz zu anderen, kühleren Köpfen empfand er überhaupt keine Freude daran, sich Antworten auf fünfhundert Szenarien zu überlegen und die Truppen dementsprechend zu verschieben; das war Veiths Steckenpferd. Er wusste aber auch, dass es notwendig war und saß deswegen jeden Abend hier, ließ sich über Kriegsintelligenz aufklären, wägte Entscheidungen ab, ließ sich beraten von älteren, weiseren Kriegern und tat sein Bestes, Gewicht in ihre Meinungen zu legen. Sitzungen wie solche dauerten oft bis spät in die Nacht, dass, wenn er aus dem Zelt trat, die meisten Lagerfeuer schon gelöscht waren und er seinen Rücken durchstrecken musste bei all dem Ducken über Karten unter niedrigen Zeltdächern. Manchmal fand er seine Jungs, Halger, Kjell und Veith zusammen an einem der letzten Lagerfeuer. Manchmal streifte er allein durch das ruhig gewordene Lager. Heute tat er erst gar keinen Schritt vor sein Zelt, weil er sich fest vorgenommen hatte, kein Auge zuzutun, bevor er nicht den halben Brief fertig hatte. Lief auch richtig, <i>richtig</i> gut, so wie der improvisierte Hocker gefährlich ins Straucheln geriet, als Leif energisch aufstand und die offen gelassene Zeltwand zur Seite riss.<br />
<br />
Bevor er vor dem Zelt seines kleinen Bruders stand, hatte er eigentlich kein Ziel gehabt. Frische Luft, vielleicht. Einen klaren Kopf, damit er es doch nochmal mit dem Schreiben versuchen konnte oder vielleicht endlich ein wenig mehr Schlaf finden konnte als drei Stundenkerzen. Als er dann aber durch die Zeltbeleuchtung Bewegung sah, entschied er sich spontan um und nahm die Eingangsplane in die Hand. <div class="winterlandcolor">“Jorin, ich bins”</div>, kündigte er sich an und wartete auf eine Reaktion, ehe er sich unter dem Tuch hindurch duckte und ins warme Zelt trat. Leif sah sich nur kurz um; im Endeffekt war jedes Zelt doch irgendwie gleich ausgestattet. Eine Latrine mit Fellen, ein Nachttopf und eine Schale mit Waschwasser, für den Adel eine Truhe mit Wechselkleidung und ein einfaches Holzset aus Hocker und Tisch, auf dem ein aufgeschnittener Apfel lag. Eine Halterung für die Rüstung, die Jorin tragen würde, wenn sie nah genug am castandorischen Heer waren, und Platz für seine Axt. Wie in Leifs Zelt selbst musste er sich nicht ducken, wenn er in der Mitte des Zeltes stehen blieb, was er zuerst auch tat. Dann nahm er aber doch den Hocker, drückte ihn in die weiche Erde und setzte sich. Ohne zu fragen, bediente er sich an einer der Apfelspalten. <br />
Es dauerte nicht lange, bis er sich nach vorne beugte und einfach das aussprach, was ihn beschäftigte. Vor seinem kleinen Bruder kannte er ohnehin keinen Filter; keinen, der Jorin oder Leif nicht in ernsthafte Schwierigkeiten bringen würde, zumindest. <div class="winterlandcolor">“Schreibst du Lindgard? Regelmäßig, mein ich?”</div>, fragte er, während er die Apfelspalte zwischen seinen Fingern wog.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/42/37/86/423786c4125081a753c096f77321fce8.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;font-size:40px;"><div style="font-size:14px;font-family:'Cinzel';">Then we Fight</div>
Together<br />
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<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/9ad9a082eaf25a9bc1883fdd8bf2f7d7/6bcc7130b384b80c-12/s400x600/9c932fd3f3042519ecfda3beb5dd485da987004f.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div>In einem Heerlager musste man sich zwangsläufig damit anfreunden, dass es so etwas wie Privatsphäre einfach nicht gab. Da konnte das aufgestellte Zelt noch so groß und geräumig sein, man hörte trotzdem jeden Stiefel, jedes Räuspern, Spucken und Fluchen, weil der Matsch, den das Unwetter um Spring’s Court hinterlassen hatte, das eigene Schuhwerk durchnässte. Geschweige denn Worte. Worte, fand Leif schnell heraus, breiteten sich im Lager rascher aus als ein Waldbrand. Jeder wusste, dass Fiske lauter schnarchte als ein Bär brüllte. Dass Ingmar damit geprahlt hatte, die Frau von Yanulf in seine Felle geholt zu haben, hatte ihm noch am gleichen Tag ein paar lose Zähne beschert. Es tat nicht unbedingt gut dazu bei, dass sie die letzten Tage vor Spring’s Court festgesessen hatten und jedes Pferd unruhig mit den Hufen scharrte, weil sie die Spannung in der Luft spürten. Sie alle waren unausgeglichen. Gereizt, hatten ihre Weiber nicht bei sich. Aufgeregt, weil sie sich mittlerweile Tag um Tag näher an den Brandherd bewegten, und damit näher an den Punkt, der Glorie oder Niederlage bedeuten konnte. Jene mit Geheimnissen waren besser beraten, zu schweigen.<br />
Gut, dass Leif eh noch nie ein Mann mit einem großen Mitteilungsbedürfnis gewesen war; auch wenn er sich heute ein wenig wünschte, dass es anders wäre.<br />
Dann würde er nämlich nicht jeden Abend über einem leeren Pergament grübeln, was hinter dem Namen seiner Frau folgen könnte.<br />
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<i>Aleena, </i><br />
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Mit einem Schnaufen strich er die Zeile darunter durch, zerknüllte das Papier und warf es achtlos auf die Feldliege, die hinter ihm mit leichten Fellen belegt war. Die Fackeln beleuchteten den Tisch, der in der Mitte des Zeltes platziert war, voll mit einer Karte und Holzfiguren, die an strategischen Punkten platziert waren. So lief es die letzten Tage immer ab: Kaum, dass sie ihr Lager aufschlugen, kamen Leif und seine Strategen hier zusammen und brüteten die Abendstunden über den Plänen, die sich vermutlich eh nicht in die Tat umsetzen ließen. Im Gegensatz zu anderen, kühleren Köpfen empfand er überhaupt keine Freude daran, sich Antworten auf fünfhundert Szenarien zu überlegen und die Truppen dementsprechend zu verschieben; das war Veiths Steckenpferd. Er wusste aber auch, dass es notwendig war und saß deswegen jeden Abend hier, ließ sich über Kriegsintelligenz aufklären, wägte Entscheidungen ab, ließ sich beraten von älteren, weiseren Kriegern und tat sein Bestes, Gewicht in ihre Meinungen zu legen. Sitzungen wie solche dauerten oft bis spät in die Nacht, dass, wenn er aus dem Zelt trat, die meisten Lagerfeuer schon gelöscht waren und er seinen Rücken durchstrecken musste bei all dem Ducken über Karten unter niedrigen Zeltdächern. Manchmal fand er seine Jungs, Halger, Kjell und Veith zusammen an einem der letzten Lagerfeuer. Manchmal streifte er allein durch das ruhig gewordene Lager. Heute tat er erst gar keinen Schritt vor sein Zelt, weil er sich fest vorgenommen hatte, kein Auge zuzutun, bevor er nicht den halben Brief fertig hatte. Lief auch richtig, <i>richtig</i> gut, so wie der improvisierte Hocker gefährlich ins Straucheln geriet, als Leif energisch aufstand und die offen gelassene Zeltwand zur Seite riss.<br />
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Bevor er vor dem Zelt seines kleinen Bruders stand, hatte er eigentlich kein Ziel gehabt. Frische Luft, vielleicht. Einen klaren Kopf, damit er es doch nochmal mit dem Schreiben versuchen konnte oder vielleicht endlich ein wenig mehr Schlaf finden konnte als drei Stundenkerzen. Als er dann aber durch die Zeltbeleuchtung Bewegung sah, entschied er sich spontan um und nahm die Eingangsplane in die Hand. <div class="winterlandcolor">“Jorin, ich bins”</div>, kündigte er sich an und wartete auf eine Reaktion, ehe er sich unter dem Tuch hindurch duckte und ins warme Zelt trat. Leif sah sich nur kurz um; im Endeffekt war jedes Zelt doch irgendwie gleich ausgestattet. Eine Latrine mit Fellen, ein Nachttopf und eine Schale mit Waschwasser, für den Adel eine Truhe mit Wechselkleidung und ein einfaches Holzset aus Hocker und Tisch, auf dem ein aufgeschnittener Apfel lag. Eine Halterung für die Rüstung, die Jorin tragen würde, wenn sie nah genug am castandorischen Heer waren, und Platz für seine Axt. Wie in Leifs Zelt selbst musste er sich nicht ducken, wenn er in der Mitte des Zeltes stehen blieb, was er zuerst auch tat. Dann nahm er aber doch den Hocker, drückte ihn in die weiche Erde und setzte sich. Ohne zu fragen, bediente er sich an einer der Apfelspalten. <br />
Es dauerte nicht lange, bis er sich nach vorne beugte und einfach das aussprach, was ihn beschäftigte. Vor seinem kleinen Bruder kannte er ohnehin keinen Filter; keinen, der Jorin oder Leif nicht in ernsthafte Schwierigkeiten bringen würde, zumindest. <div class="winterlandcolor">“Schreibst du Lindgard? Regelmäßig, mein ich?”</div>, fragte er, während er die Apfelspalte zwischen seinen Fingern wog.<br />
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