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		<title><![CDATA[Facing the Storm - Norsteading - Das Winterland]]></title>
		<link>https://facingthestorm.de/</link>
		<description><![CDATA[Facing the Storm - https://facingthestorm.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 12:05:38 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[An die Fürsten Norsteadings]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=533</link>
			<pubDate>Sat, 17 Aug 2024 23:27:56 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=0">Ariald Stelhammer</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<div class="posttemplate2"><div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-family: Georgia;" class="mycode_font"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An meinen treuen Freund Raik Norrholm,<br />
An meinen Schwager und geschätzten Fürsten <dvz_me_placeholder id="0" />,</span></span></span></span></div>
<br />
Mit schwerem Herzen und dennoch unerschütterlicher Entschlossenheit wende ich mich in an euch. Unser geliebtes Norsteading steht vor der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Feinde aus Castandor, unterstützt durch Matariyya, drohen, unsere Grenzen zu überschreiten und unsere Heimat zu bedrohen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Raik</span>, mein treuer Freund aus <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wolfsmark</span>, deine strategische Position an der Grenze macht dich zum ersten Bollwerk gegen den herannahenden Sturm einer möglichen Infanterie und Kavallerie. Deine Krieger sind mutig und unerschrocken, genau wie du selbst. Ich bitte dich, deine Truppen in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen und dich mit meinen Boten in Verbindung zu setzen, um die Koordination unserer Verteidigungsmaßnahmen sicherzustellen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vidar</span>, mein unvergleichlicher Verbündeter, aus <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Magnushaven</span>, Teil meiner geliebten Familie, deine Stadt ist das Tor zum Meer und der Schlüssel zu unserem Handelsnetzwerk. Deine Marine und deine Handelsflotte sind unverzichtbar für die Versorgung unserer Truppen und den Schutz unserer Küsten. Ich bitte dich, deine Schiffe zu mobilisieren und die Küstenverteidigung zu stärken, um jeden Versuch einer feindlichen Landung zu vereiteln. Wir müssen davon ausgehen, dass dem Feind bewusst ist, welche wirtschaftliche Rolle Magnushaven für unser Land spielt.<br />
<br />
Ihr beide kennt mich nicht nur als euren König, sondern auch als euren Freund und Bruder im Geiste. Wir haben viele Winter und Konflikte gemeinsam überstanden. Unser Band ist stark und unzerbrechlich, geschmiedet im Feuer der gemeinsamen Kämpfe und Prüfungen. Ich zähle auf eure Weisheit, euren Mut und eure unerschütterliche Loyalität. Lasst uns gemeinsam stehen und den Feinden zeigen, dass Norsteading niemals in die Knie gehen wird. Der Winter mag hart und gnadenlos sein, aber unser Geist ist härter und unsere Entschlossenheit unbeugsam. <br />
<br />
Bereitet eure Männer vor, stärkt eure Mauern und richtet eure Herzen auf den bevorstehenden Kampf. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass unsere Heimat geschützt und unser Volk sicher ist; dass unsere Frauen und Kinder versorgt sind und unsere Mauern wie undurchdringliche Festungen stehen. Dafür werde ich die Grenzen gesondert sichern und eure Städte aufs Höchste unterstützen lassen. Egal, ob sich Castandor gegen uns oder unsere Brüder aus dem Frühlingsland wendet. Gemeinsam stehen wir als Einheit. <br />
<br />
Für Norsteading, für unsere Freundschaft und für die Zukunft unserer Kinder.<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Mit Hochachtung und unerschütterlichem Vertrauen,<br />
<span style="font-family: Georgia;" class="mycode_font"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">König Ariald von Norsteading</span></span></span></div>
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate2"><div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-family: Georgia;" class="mycode_font"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An meinen treuen Freund Raik Norrholm,<br />
An meinen Schwager und geschätzten Fürsten <dvz_me_placeholder id="0" />,</span></span></span></span></div>
<br />
Mit schwerem Herzen und dennoch unerschütterlicher Entschlossenheit wende ich mich in an euch. Unser geliebtes Norsteading steht vor der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Feinde aus Castandor, unterstützt durch Matariyya, drohen, unsere Grenzen zu überschreiten und unsere Heimat zu bedrohen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Raik</span>, mein treuer Freund aus <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wolfsmark</span>, deine strategische Position an der Grenze macht dich zum ersten Bollwerk gegen den herannahenden Sturm einer möglichen Infanterie und Kavallerie. Deine Krieger sind mutig und unerschrocken, genau wie du selbst. Ich bitte dich, deine Truppen in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen und dich mit meinen Boten in Verbindung zu setzen, um die Koordination unserer Verteidigungsmaßnahmen sicherzustellen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vidar</span>, mein unvergleichlicher Verbündeter, aus <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Magnushaven</span>, Teil meiner geliebten Familie, deine Stadt ist das Tor zum Meer und der Schlüssel zu unserem Handelsnetzwerk. Deine Marine und deine Handelsflotte sind unverzichtbar für die Versorgung unserer Truppen und den Schutz unserer Küsten. Ich bitte dich, deine Schiffe zu mobilisieren und die Küstenverteidigung zu stärken, um jeden Versuch einer feindlichen Landung zu vereiteln. Wir müssen davon ausgehen, dass dem Feind bewusst ist, welche wirtschaftliche Rolle Magnushaven für unser Land spielt.<br />
<br />
Ihr beide kennt mich nicht nur als euren König, sondern auch als euren Freund und Bruder im Geiste. Wir haben viele Winter und Konflikte gemeinsam überstanden. Unser Band ist stark und unzerbrechlich, geschmiedet im Feuer der gemeinsamen Kämpfe und Prüfungen. Ich zähle auf eure Weisheit, euren Mut und eure unerschütterliche Loyalität. Lasst uns gemeinsam stehen und den Feinden zeigen, dass Norsteading niemals in die Knie gehen wird. Der Winter mag hart und gnadenlos sein, aber unser Geist ist härter und unsere Entschlossenheit unbeugsam. <br />
<br />
Bereitet eure Männer vor, stärkt eure Mauern und richtet eure Herzen auf den bevorstehenden Kampf. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass unsere Heimat geschützt und unser Volk sicher ist; dass unsere Frauen und Kinder versorgt sind und unsere Mauern wie undurchdringliche Festungen stehen. Dafür werde ich die Grenzen gesondert sichern und eure Städte aufs Höchste unterstützen lassen. Egal, ob sich Castandor gegen uns oder unsere Brüder aus dem Frühlingsland wendet. Gemeinsam stehen wir als Einheit. <br />
<br />
Für Norsteading, für unsere Freundschaft und für die Zukunft unserer Kinder.<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Mit Hochachtung und unerschütterlichem Vertrauen,<br />
<span style="font-family: Georgia;" class="mycode_font"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">König Ariald von Norsteading</span></span></span></div>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Winter's Embrace]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=510</link>
			<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 22:17:38 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=0">Ariald Stelhammer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=510</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate2">
<div class="posttemplate2headline">Winter's Embrace<br />
<div style="font-family: 'Alex Brush'; font-size:18px;">oder: "Kind, klettere nicht auf Mauern."</div>
</div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">>>Trubel<<</span></span> beschrieb das, was in der Burg gerade ablief wohl am Besten. Wintergard machte sich bereit, die Helden zu empfangen, die in Eastergold Meadow ihr Leben aufs Spiel gesetzt – und gesiegt hatten. Natürlich konnte es Ariald ebenfalls kaum erwarten, stolz in die vermutlich müden und ausgelaugten Augen seines Sohnes zu blicken und ihn mit einem ehrenvollen Nicken zu begrüßen. <i>Trotzdem</i> war ihm diese ganze Aufruhr zu viel. Selbstverständlich gebührte den Männern eine Willkommensfeier, aber Frigga hatte bereits Tage mit den Planungen und Vorbereitungen verbracht und so langsam war es Zeit, dass irgendwann mal wieder Ruhe in seinen heiligen Hallen einkehrte – und das, obwohl die Feierlichkeiten noch nicht einmal angefangen hatten. Ja, manchmal merkte der Stelhammer, dass er alt wurde. <br />
<br />
Und als er dann gefragt wurde, wohin der überdimensionale Kerzenhalter, den er vorher in seinem Leben noch niemals gesehen hatte, hin sollte, war er schnell nach draußen verschwunden, um Luft zu schnappen. Den hatte seine Frau sicher für teuer Geld ausschließlich für diesen Anlass erworben, nur um ihm dann einzureden zu versuchen, dass sie den ja schon immer besessen hatten. Eigentlich sollte ihn das wütend stimmen, doch irgendwie konnte er nur schmunzeln. So sah eben ihre Art der Vorfreude aus und er wusste, wie viel es ihr bedeutete, Leif heute Abend unversehrt in ihre Arme schließen zu können. <br />
<br />
Er machte also einige Schritte auf dem Hof und genoss die Ruhe, die hier draußen <i>noch</i> zu herrschen schien, ehe er seltsame Geräusche vernahm. Arialds Blick glitt nach links in Richtung der Mauer, die das Anwesen, das sie bewohnten, vom Rest der Stadt abgrenzte. Doch war er erblickte waren nicht nur Schneeflocken und die steinerne Mauer, nein, an besagter Mauer, auf halber Höhe hing auch noch ein Schopf, der verdächtig nach dem eines seiner Sprösslinge aussah. Als sein Blick auf ihm lag, schien das kleine Äffchen sich nicht zu bewegen. Stellte es sich etwa tot? Ariald räusperte sich und trat ein paar Schritte näher.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Du… weißt, dass du nicht so unsichtbar wie die Helden in deinen Gute-Nacht-Geschichten bist, Kind?“</span>, fragte er vorsichtig, ehe es auch schon rummste und Swantje postwendend von dem kleinen Stück Mauer-Vorsprung in den Hof plumpste. <br />
<br />
Besonders weit hoch war sie noch nicht gekommen gewesen, aber Ariald war ihr direkt die restlichen Schritte entgegen gelaufen, weil der Sturz gar nicht gut ausgesehen hatte (zumindest für einen Laien, der gleichzeitig auch noch ihr Vater war!). <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Bei Heofader, Kind!“</span> Direkt kniete er sich zu ihr auf den Boden und hob den kleinen Kinderkörper etwas nach oben, um das Mädchen aufrichten zu können. Solche Schrecken brauchte er auf seine alten Tage wirklich nicht mehr! Für das Wohl seines Volkes würde er nicht die Hand ins Feuer legen, sollte Swantje jemals etwas ernstes zustoßen. Er war nicht gut in diesen Dingen und konnte absolut nicht einschätzen, ob das hier gerade nur böse ausgesehen oder ob sie sich tatsächlich verletzt hatte.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Hey…“</span>, flüsterte er leise und untersuchte ihr Gesicht mit seinem eigenen höchst besorgten Gesichtsausdruck.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Kleines, was machst du denn für Sachen? Hast du dir weh getan?“</span><br />
</div></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate2">
<div class="posttemplate2headline">Winter's Embrace<br />
<div style="font-family: 'Alex Brush'; font-size:18px;">oder: "Kind, klettere nicht auf Mauern."</div>
</div>
<br />
<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">>>Trubel<<</span></span> beschrieb das, was in der Burg gerade ablief wohl am Besten. Wintergard machte sich bereit, die Helden zu empfangen, die in Eastergold Meadow ihr Leben aufs Spiel gesetzt – und gesiegt hatten. Natürlich konnte es Ariald ebenfalls kaum erwarten, stolz in die vermutlich müden und ausgelaugten Augen seines Sohnes zu blicken und ihn mit einem ehrenvollen Nicken zu begrüßen. <i>Trotzdem</i> war ihm diese ganze Aufruhr zu viel. Selbstverständlich gebührte den Männern eine Willkommensfeier, aber Frigga hatte bereits Tage mit den Planungen und Vorbereitungen verbracht und so langsam war es Zeit, dass irgendwann mal wieder Ruhe in seinen heiligen Hallen einkehrte – und das, obwohl die Feierlichkeiten noch nicht einmal angefangen hatten. Ja, manchmal merkte der Stelhammer, dass er alt wurde. <br />
<br />
Und als er dann gefragt wurde, wohin der überdimensionale Kerzenhalter, den er vorher in seinem Leben noch niemals gesehen hatte, hin sollte, war er schnell nach draußen verschwunden, um Luft zu schnappen. Den hatte seine Frau sicher für teuer Geld ausschließlich für diesen Anlass erworben, nur um ihm dann einzureden zu versuchen, dass sie den ja schon immer besessen hatten. Eigentlich sollte ihn das wütend stimmen, doch irgendwie konnte er nur schmunzeln. So sah eben ihre Art der Vorfreude aus und er wusste, wie viel es ihr bedeutete, Leif heute Abend unversehrt in ihre Arme schließen zu können. <br />
<br />
Er machte also einige Schritte auf dem Hof und genoss die Ruhe, die hier draußen <i>noch</i> zu herrschen schien, ehe er seltsame Geräusche vernahm. Arialds Blick glitt nach links in Richtung der Mauer, die das Anwesen, das sie bewohnten, vom Rest der Stadt abgrenzte. Doch war er erblickte waren nicht nur Schneeflocken und die steinerne Mauer, nein, an besagter Mauer, auf halber Höhe hing auch noch ein Schopf, der verdächtig nach dem eines seiner Sprösslinge aussah. Als sein Blick auf ihm lag, schien das kleine Äffchen sich nicht zu bewegen. Stellte es sich etwa tot? Ariald räusperte sich und trat ein paar Schritte näher.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Du… weißt, dass du nicht so unsichtbar wie die Helden in deinen Gute-Nacht-Geschichten bist, Kind?“</span>, fragte er vorsichtig, ehe es auch schon rummste und Swantje postwendend von dem kleinen Stück Mauer-Vorsprung in den Hof plumpste. <br />
<br />
Besonders weit hoch war sie noch nicht gekommen gewesen, aber Ariald war ihr direkt die restlichen Schritte entgegen gelaufen, weil der Sturz gar nicht gut ausgesehen hatte (zumindest für einen Laien, der gleichzeitig auch noch ihr Vater war!). <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Bei Heofader, Kind!“</span> Direkt kniete er sich zu ihr auf den Boden und hob den kleinen Kinderkörper etwas nach oben, um das Mädchen aufrichten zu können. Solche Schrecken brauchte er auf seine alten Tage wirklich nicht mehr! Für das Wohl seines Volkes würde er nicht die Hand ins Feuer legen, sollte Swantje jemals etwas ernstes zustoßen. Er war nicht gut in diesen Dingen und konnte absolut nicht einschätzen, ob das hier gerade nur böse ausgesehen oder ob sie sich tatsächlich verletzt hatte.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Hey…“</span>, flüsterte er leise und untersuchte ihr Gesicht mit seinem eigenen höchst besorgten Gesichtsausdruck.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> „Kleines, was machst du denn für Sachen? Hast du dir weh getan?“</span><br />
</div></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[A wild Game of Survival]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=471</link>
			<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 14:27:57 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=0">Ariald Stelhammer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=471</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate2">
<div class="posttemplate2headline">This is a wild game of survival<br />
<div style="font-family: 'Alex Brush'; font-size:18px;">There's no surrender and there's no escape. Are we the hunters or are we the prey?</div>
</div>
<br />
<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/43bf6d94072c266791085c2a7c4de63c/0cf60a3ab0f460be-b0/s540x810/fc71bd0483c2d23c50c8d1dcec97275d30657c3b.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div> Wintergard war seit Tagen in einem Festtagsfieber der Vorbereitung gewesen und hatte am gestrigen Tage die tapfernden Krieger aus den eigenen Reihen gebührend in Empfang genommen. Die gesamte Stadt war auf den Beinen und Straßen gewesen, hatte gejubelt und gefeiert. Die Tore der königlichen Festung hatten einladend offen gestanden, man hatte Musik gespielt und der Alkohol war in solch großen Mengen geflossen, dass Ariald zwischendrin Sorge gehabt hatte, sie würden den gesamten Jahresvorrat versaufen. Natürlich hatte sie die Kunde, dass der Angriff gut ausgeangen war, schon vor einiger Zeit erreicht, aber es war doch etwas anderes gewesen, seinen Sohn in ganzem Stück wieder im Arm zu halten. Der Tag war nicht nur wegen der ausgiebigen Feierlichkeiten anstrengend gewesen sondern auch, weil es Ariald mürbe machte, so viel Stolz und Missmut gleichzeitig in seiner Brust zu spüren. Aber er hatte den Kriegern und allen voran Leif diesen Tag aus tiefstem Herzen gegönnt und deshalb mit schwierigen Gesprächen hinter dem Berg gehalten. Sowieso hatte er sich gern zurückgehalten, hatte sich mit Raik, welcher sich diese Feierlichkeiten natürlich nicht hatte nehmen lassen, um ein Fass des hochwertigsten Mets gekümmert und hatte seine Familienschar dabei beobachtet, wie sie den Sieg ausgelassen gefeiert hatten. Ob diese Feiern in Zukunft der Vergangenheit angehören würden? Ob sie im Monat der Ernte in Ruhe das Eisfeuerfest feiern würden? Wenigstens hatte Ariald dank des Mets geschlafen wie ein Eisbärenbaby und Frigga war bereits unterwegs, als er mit Kopfschmerzen von einem Bediensteten geweckt wurde. Diesen schickte er erstmal weg und befahl ihm, so schnell wie möglich wieder die Vorhänge zu schließen, wenn er nicht wollte, dass es heute zu einer Hinrichtung auf der Festung kam. Blödes Sonnenlicht aber auch. Ja, er vertrug diese Mengen an Alkohol nicht mehr so wie früher und als er dann irgendwann endlich wach und bei sich war, stiegen ihm die Ereignisse des vergangenen Tages -oder der vergangenen Wochen wieder in den Kopf. Er hatte gestern allerlei Geschichten von dem glorreichen Sieg über Eastergold Meadow gehört, die immer wilder geworden waren je weiter der Abend voran geschritten war. Ariald brauchte dringend einen sachlichen Bericht aus erster Hand – und sie mussten über die Zukunft sprechen. Dem König war nicht entgangen, dass der Kronprinz den Sieg über die Frühlingsstadt als ‚ersten Sieg‘ betitelt hatte. Kunde aus Spring’s Court über die weiteren Pläne hatte ihn bisher nicht erreicht, dahingehend war Leif wahrscheinlich auf einem aktuelleren Stand. <br />
<br />
So hatte Ariald an diesem Morgen (oder Mittag?) eine kurze Katzenwäsche vorgenommen und sich in eine bequeme Gewandung geschmissen. Auf dem Weg in sein Arbeitszimmer hatte er eine Magd angewiesen, in einer halben Stunde nach Leif zu schicken und ihm direkt Frühstück an den Schreibtisch zu bringen. In den Gängen wurde bereits fleißig gewerkelt, um allerlei Hinterlassenschaften der gestrigen Feier zu beseiten. Irgendwo ertönte ein angestrengtes <i>“NICHT RENNEN!“</i> aus einer Abzweigung und Ariald bog bewusst in die andere Richtung ab. Er hatte Kopfschmerzen und noch kein Rührei gehabt, da brauchte man ihn gar nicht mit tobenden Kindern behelligen. Tief durchatmend schloss er die Tür seines Arbeitszimmers hinter sich und betrachtete die Karten auf dem Schreibtisch. Dort hatten seine Berater und er vor einigen Tagen die Gegebenheiten der angrenzenden Ländereien studiert. Gemeinsam mit einem Waldläufer hatten sie alternative Routen zu den Hauptverkehrsstraßen eingezeichnet – einfach für „den Fall der Fälle“. Kopfschüttelnd und leise seufzend ging er näher und nahm eine der Karten in die Hände. Was taten sie hier eigentlich? Plante er gerade einen Krieg? Sah er sich wirklich Routen durch das Gebirge östlich von Wolfsmark an, um irgendwann eine Armee dadurch in Richtung Castandor zu führen? Oder von Leif <i>führen zu lassen</i>? <br />
<br />
Arialds Frühstück wurde gebracht und abgestellt und dass der König nicht mal aufsah, obwohl es nach Speck, Rührei und frischem Brot duftete, war vielsagend. Stattdessen nahm er das nächste Blatt Pergament in die Hand. Eine feine Skizze der Verteidigungsanlage rund um Bardon Pass. Sie war in die Jahre gekommen, weil seit Jahrzehnten kein Krieg mehr geherrscht hatte, aber dennoch war die Stadt denkbar gut aufgestellt, wenn es um die eigene Verteidigung ging. Hohe Mauern, feste Wehranlagen und der natürliche Schutz des Gebirges. Müde fuhr Ariald sich mit der Hand über das Gesicht und sah auch nicht auf, als sich die Tür erneut öffnete. Er hatte Leif bereits an dessen Schritten erkannt, immerhin hallten diese seit über 20 Jahren durch die Gänge seiner Burg. All diese Themen waren schwierig, aber der König kam nicht darum, zu lächeln, als er aufblickte und ihn sein Ebenbild aus jungen Jahren (also mehr oder weniger!) ansah. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Die erste Nacht Zuhause ist immer wieder etwas Besonderes, was?“</span><br />
<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate2">
<div class="posttemplate2headline">This is a wild game of survival<br />
<div style="font-family: 'Alex Brush'; font-size:18px;">There's no surrender and there's no escape. Are we the hunters or are we the prey?</div>
</div>
<br />
<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/43bf6d94072c266791085c2a7c4de63c/0cf60a3ab0f460be-b0/s540x810/fc71bd0483c2d23c50c8d1dcec97275d30657c3b.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div> Wintergard war seit Tagen in einem Festtagsfieber der Vorbereitung gewesen und hatte am gestrigen Tage die tapfernden Krieger aus den eigenen Reihen gebührend in Empfang genommen. Die gesamte Stadt war auf den Beinen und Straßen gewesen, hatte gejubelt und gefeiert. Die Tore der königlichen Festung hatten einladend offen gestanden, man hatte Musik gespielt und der Alkohol war in solch großen Mengen geflossen, dass Ariald zwischendrin Sorge gehabt hatte, sie würden den gesamten Jahresvorrat versaufen. Natürlich hatte sie die Kunde, dass der Angriff gut ausgeangen war, schon vor einiger Zeit erreicht, aber es war doch etwas anderes gewesen, seinen Sohn in ganzem Stück wieder im Arm zu halten. Der Tag war nicht nur wegen der ausgiebigen Feierlichkeiten anstrengend gewesen sondern auch, weil es Ariald mürbe machte, so viel Stolz und Missmut gleichzeitig in seiner Brust zu spüren. Aber er hatte den Kriegern und allen voran Leif diesen Tag aus tiefstem Herzen gegönnt und deshalb mit schwierigen Gesprächen hinter dem Berg gehalten. Sowieso hatte er sich gern zurückgehalten, hatte sich mit Raik, welcher sich diese Feierlichkeiten natürlich nicht hatte nehmen lassen, um ein Fass des hochwertigsten Mets gekümmert und hatte seine Familienschar dabei beobachtet, wie sie den Sieg ausgelassen gefeiert hatten. Ob diese Feiern in Zukunft der Vergangenheit angehören würden? Ob sie im Monat der Ernte in Ruhe das Eisfeuerfest feiern würden? Wenigstens hatte Ariald dank des Mets geschlafen wie ein Eisbärenbaby und Frigga war bereits unterwegs, als er mit Kopfschmerzen von einem Bediensteten geweckt wurde. Diesen schickte er erstmal weg und befahl ihm, so schnell wie möglich wieder die Vorhänge zu schließen, wenn er nicht wollte, dass es heute zu einer Hinrichtung auf der Festung kam. Blödes Sonnenlicht aber auch. Ja, er vertrug diese Mengen an Alkohol nicht mehr so wie früher und als er dann irgendwann endlich wach und bei sich war, stiegen ihm die Ereignisse des vergangenen Tages -oder der vergangenen Wochen wieder in den Kopf. Er hatte gestern allerlei Geschichten von dem glorreichen Sieg über Eastergold Meadow gehört, die immer wilder geworden waren je weiter der Abend voran geschritten war. Ariald brauchte dringend einen sachlichen Bericht aus erster Hand – und sie mussten über die Zukunft sprechen. Dem König war nicht entgangen, dass der Kronprinz den Sieg über die Frühlingsstadt als ‚ersten Sieg‘ betitelt hatte. Kunde aus Spring’s Court über die weiteren Pläne hatte ihn bisher nicht erreicht, dahingehend war Leif wahrscheinlich auf einem aktuelleren Stand. <br />
<br />
So hatte Ariald an diesem Morgen (oder Mittag?) eine kurze Katzenwäsche vorgenommen und sich in eine bequeme Gewandung geschmissen. Auf dem Weg in sein Arbeitszimmer hatte er eine Magd angewiesen, in einer halben Stunde nach Leif zu schicken und ihm direkt Frühstück an den Schreibtisch zu bringen. In den Gängen wurde bereits fleißig gewerkelt, um allerlei Hinterlassenschaften der gestrigen Feier zu beseiten. Irgendwo ertönte ein angestrengtes <i>“NICHT RENNEN!“</i> aus einer Abzweigung und Ariald bog bewusst in die andere Richtung ab. Er hatte Kopfschmerzen und noch kein Rührei gehabt, da brauchte man ihn gar nicht mit tobenden Kindern behelligen. Tief durchatmend schloss er die Tür seines Arbeitszimmers hinter sich und betrachtete die Karten auf dem Schreibtisch. Dort hatten seine Berater und er vor einigen Tagen die Gegebenheiten der angrenzenden Ländereien studiert. Gemeinsam mit einem Waldläufer hatten sie alternative Routen zu den Hauptverkehrsstraßen eingezeichnet – einfach für „den Fall der Fälle“. Kopfschüttelnd und leise seufzend ging er näher und nahm eine der Karten in die Hände. Was taten sie hier eigentlich? Plante er gerade einen Krieg? Sah er sich wirklich Routen durch das Gebirge östlich von Wolfsmark an, um irgendwann eine Armee dadurch in Richtung Castandor zu führen? Oder von Leif <i>führen zu lassen</i>? <br />
<br />
Arialds Frühstück wurde gebracht und abgestellt und dass der König nicht mal aufsah, obwohl es nach Speck, Rührei und frischem Brot duftete, war vielsagend. Stattdessen nahm er das nächste Blatt Pergament in die Hand. Eine feine Skizze der Verteidigungsanlage rund um Bardon Pass. Sie war in die Jahre gekommen, weil seit Jahrzehnten kein Krieg mehr geherrscht hatte, aber dennoch war die Stadt denkbar gut aufgestellt, wenn es um die eigene Verteidigung ging. Hohe Mauern, feste Wehranlagen und der natürliche Schutz des Gebirges. Müde fuhr Ariald sich mit der Hand über das Gesicht und sah auch nicht auf, als sich die Tür erneut öffnete. Er hatte Leif bereits an dessen Schritten erkannt, immerhin hallten diese seit über 20 Jahren durch die Gänge seiner Burg. All diese Themen waren schwierig, aber der König kam nicht darum, zu lächeln, als er aufblickte und ihn sein Ebenbild aus jungen Jahren (also mehr oder weniger!) ansah. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Die erste Nacht Zuhause ist immer wieder etwas Besonderes, was?“</span><br />
<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Your words up on the wall]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=454</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jul 2024 15:50:59 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=0">Alva Eriksdottir</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=454</guid>
			<description><![CDATA[Die Taverne war erwartungsgemäß gut gefüllt. Es war laut, muffig und der Geruch von Schweiß, Met und Dreck lag in der Luft. Auch wenn Alva sicher auf zwei jener Dinge gut und gerne hätte verzichten können, hatte es doch etwas heimisches. Es war der vertraute Geruch ihrer Stadt und Alva liebte es in dem vollbesetzten Schankraum zu sitzen und zu beobachten wie Arbeiter mit Seeleuten prosteten und für den Moment einmal nicht wichtig war, woher man kam oder wohin man zu gehen gedachte. Jetzt und hier wurde getrunken und gelacht. In einer Ecke spielten einige Männer Würfelspiele und an einem anderen Tisch verhandelten einige Männer fleißig über irgendwelche Geschäfte. <br />
<br />
Alva saß am Thresen. Neben dem Besitzer und dessen Frau arbeitete hier auch deren Tochter Ylvie, mit der sich die Rothaarige so eben über eben jenen Thresen hinweg unterhielt. Es war nicht leicht das Wort der Anderen zu verstehen, war es doch gewohnt laut und man musste ebenfalls die Stimme erheben, um sich über die Anderen hinweg behaupten zu können. <br />
<br />
Die Tür ging beständig auf und zu. Manche traten ein und andere wagten sich in die Dunkelheit hinaus. Man schenkte den Neuankömmlingen gemeinhin wenig Beachtung. Zumindest bis sich die Tür ein weiteres Mal öffnete und es kaum mehr als einen Augenblick brauchte, da ein Raunen durch den Raum ging und es abrupt dermaßen stiller wurde, dass sogar Alva sich gezwungen sah ihre Unterhaltung zu unterbrechen. Nicht zuletzt, da ihre Freundin sie unhöflicherweise dazu anhielt inne zu halten. Es gab nicht wirklich viele Menschen in Magnushaven, die eine solche Reaktion hervorzurufen wussten. Es brauchte also weder die Aufregung in den Augen des Wirtes, als das leise Flüstern der Anwesenden, um Alva zu verraten, wer dort so eben die Taverne betreten hatte. <br />
<br />
Vermutlich war Alva auch die einzige, die die Dreistigkeit besaß den Fürsten nicht auch nur eines einzigen Blickes zu würdigen. Der Rücken blieb ihm zugewandt und sie nahm einen großen Schluck aus ihrem Becher - etwas wofür sie einen weiteren strafenden Blick ihrer Freundin erhielt. Sie nickte ihr auffordernd entgegen. <i>“Was?”</i> schien ihr Blick zu sagen, doch besaß Alva genug Anstand zumindest nichts zu sagen. Sollte der Adelige sich doch einen der sicher nur zu bereitwillig bereit gestellten Plätze suchen und dafür sorgen, dass das normale Treiben weitergehen konnte. <br />
<br />
Was auch immer er sagte oder tat, die Stimmung lockerte sich einige Augenblicke später wieder und man wandte sich wieder seinen eigenen Angelegenheiten zu. Alva beschloss die Anwesenheit des Fürsten zumindest so lange zu ignorieren bis sie ihren Met ausgetrunken hatte. Doch dieser Plan wurde vereitelt, als plötzlich eine große Gestalt direkt neben ihr an den Thresen trat. Ein Seitenblick auf die Kleidung verriet bereits, dass Vidar Magnusson die Dreistigkeit besessen hatte ihr auch noch den letzten Funken Ruhe zu nehmen. Alva spürte das bekannte Gefühl von Verärgerung in ihrem Inneren aufkeimen, welches noch stärker wurde, als ihre Freundin demütig die Augen niederschlug. “Was können wir für Euch tun, Euer Gnaden?”, tönte ihre Freundin und so viel Mühe sie sich auch gab, das verächtliche Schnauben, was ihr daraufhin über die Lippen kam konnte sie ebenso wenig verhindern wie das Rollen mit den Augen, selbst wenn sie den Besitzern der Taverne zuliebe zumindest versuchte beides hinter ihrem Metkrug zu verstecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Taverne war erwartungsgemäß gut gefüllt. Es war laut, muffig und der Geruch von Schweiß, Met und Dreck lag in der Luft. Auch wenn Alva sicher auf zwei jener Dinge gut und gerne hätte verzichten können, hatte es doch etwas heimisches. Es war der vertraute Geruch ihrer Stadt und Alva liebte es in dem vollbesetzten Schankraum zu sitzen und zu beobachten wie Arbeiter mit Seeleuten prosteten und für den Moment einmal nicht wichtig war, woher man kam oder wohin man zu gehen gedachte. Jetzt und hier wurde getrunken und gelacht. In einer Ecke spielten einige Männer Würfelspiele und an einem anderen Tisch verhandelten einige Männer fleißig über irgendwelche Geschäfte. <br />
<br />
Alva saß am Thresen. Neben dem Besitzer und dessen Frau arbeitete hier auch deren Tochter Ylvie, mit der sich die Rothaarige so eben über eben jenen Thresen hinweg unterhielt. Es war nicht leicht das Wort der Anderen zu verstehen, war es doch gewohnt laut und man musste ebenfalls die Stimme erheben, um sich über die Anderen hinweg behaupten zu können. <br />
<br />
Die Tür ging beständig auf und zu. Manche traten ein und andere wagten sich in die Dunkelheit hinaus. Man schenkte den Neuankömmlingen gemeinhin wenig Beachtung. Zumindest bis sich die Tür ein weiteres Mal öffnete und es kaum mehr als einen Augenblick brauchte, da ein Raunen durch den Raum ging und es abrupt dermaßen stiller wurde, dass sogar Alva sich gezwungen sah ihre Unterhaltung zu unterbrechen. Nicht zuletzt, da ihre Freundin sie unhöflicherweise dazu anhielt inne zu halten. Es gab nicht wirklich viele Menschen in Magnushaven, die eine solche Reaktion hervorzurufen wussten. Es brauchte also weder die Aufregung in den Augen des Wirtes, als das leise Flüstern der Anwesenden, um Alva zu verraten, wer dort so eben die Taverne betreten hatte. <br />
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Vermutlich war Alva auch die einzige, die die Dreistigkeit besaß den Fürsten nicht auch nur eines einzigen Blickes zu würdigen. Der Rücken blieb ihm zugewandt und sie nahm einen großen Schluck aus ihrem Becher - etwas wofür sie einen weiteren strafenden Blick ihrer Freundin erhielt. Sie nickte ihr auffordernd entgegen. <i>“Was?”</i> schien ihr Blick zu sagen, doch besaß Alva genug Anstand zumindest nichts zu sagen. Sollte der Adelige sich doch einen der sicher nur zu bereitwillig bereit gestellten Plätze suchen und dafür sorgen, dass das normale Treiben weitergehen konnte. <br />
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Was auch immer er sagte oder tat, die Stimmung lockerte sich einige Augenblicke später wieder und man wandte sich wieder seinen eigenen Angelegenheiten zu. Alva beschloss die Anwesenheit des Fürsten zumindest so lange zu ignorieren bis sie ihren Met ausgetrunken hatte. Doch dieser Plan wurde vereitelt, als plötzlich eine große Gestalt direkt neben ihr an den Thresen trat. Ein Seitenblick auf die Kleidung verriet bereits, dass Vidar Magnusson die Dreistigkeit besessen hatte ihr auch noch den letzten Funken Ruhe zu nehmen. Alva spürte das bekannte Gefühl von Verärgerung in ihrem Inneren aufkeimen, welches noch stärker wurde, als ihre Freundin demütig die Augen niederschlug. “Was können wir für Euch tun, Euer Gnaden?”, tönte ihre Freundin und so viel Mühe sie sich auch gab, das verächtliche Schnauben, was ihr daraufhin über die Lippen kam konnte sie ebenso wenig verhindern wie das Rollen mit den Augen, selbst wenn sie den Besitzern der Taverne zuliebe zumindest versuchte beides hinter ihrem Metkrug zu verstecken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Homecoming]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=310</link>
			<pubDate>Sat, 04 May 2024 07:55:34 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=17">Leif Stelhammer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=310</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/564x/e8/95/6a/e8956a69932355d481fcc1fe905d0318.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:black;">Homecoming<br />
<div style="font-size:18px;color:black;">To the wolves' den</div>
</div>
<br />
<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/f7cc61a77e2d8ac097212d4338d2dab5/tumblr_inline_nqrxybhI8q1qlt39u_250.gifv" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div> Wenn Winterländer eines wussten, dann, wie man gebürtig ihre Krieger Willkommen hieß. Es war eine Untertreibung, zu behaupten, dass nicht jeder Bauer, jede Frau, jedes Kind und jeder Hund aus den Häusern gekrochen kam, um sich dem Zug an Männern anzuschließen. Rufe hallten aus jeder Gasse und wurden lauter, je mehr sich der Trott der Burg näherte, ein jeder Krieger – ob zu Fuß oder auf dem Pferd – von der Menge getragen und das Kinn gen Himmel gereckt, wo Girlanden von Dach zu Dach spannten. Es war ein beflügelndes Gefühl, wenn ein Mädchen eine gelbe Blume zwischen die Gurte der Pferdetragetasche steckte und Leif konnte ohne Scham behaupten, dass er sich an diese Art von zuhause ankommen gerne gewöhnte. Den Rücken gerade durchgestreckt, den Bart erst am Morgen gestutzt und sich in den Brustpanzer und in die Schulterplatten seiner Rüstung gezwängt, war das stolze, wölfische Lachen schon seit Minuten nicht mehr aus seinem Gesicht wegzudenken. So fühlte es sich also <i>wirklich</i> an, zu siegen. Es war ein guter Vorgeschmack auf das, was in Zukunft noch auf sie warten würde, wenn sie richtige Siege mit nach Hause brachten. Aber was machte das schon für einen Unterschied? Die Frauen und Männer freuten sich, ihre Krieger gesund und munter wieder bei sich zu haben, und die Kinder freuten sich über neue Geschichten, die irgendwann als Vorbilder dienen würden, an denen sie selbst ihre Kräfte maßen. Am Abend würden sie alle draußen zusammensitzen und bei Feuer und Bier miteinander feiern, jung und alt, Frau und Mann, vielleicht würde sogar Leif sich runter auf den Marktplatz begeben und mit den Bürgern zusammen anstoßen. Je näher sie der Heimat gekommen waren, desto weniger Groll hegte der Kronprinz gegenüber der Schlacht, die man seiner Meinung nach kaum als Sieg betiteln konnte. Denn das Winterland rief ihn und hier war er zu Hause. Das nächste Mal würde er halt mit einem größeren Sieg heimkehren.<br />
Die Tore zur Feste waren weit geöffnet und die ganze winterländische Hauptstadt strömte über die Brücke, Leif an der Spitze mit seinen Hauptmännern und Herzensbrüdern, gefolgt von Aleenas Kutsche. Im Hof stand die ganze Dienerschaft, ein bunter und sehr viel grobschlächtigerer Haufen als die geordnete Sippe der Frühlingsländer, und ihnen allen Voraus wartete seine Familie. Minus Reinka, die in Wolfsmark geduldig auf die Ankunft ihres Ehemannes wartete, aber das tat Leifs Freude keinen Abbruch. Mit einem breiten Grinsen von Ohr zu Ohr hielt er seinen Schimmel an und hievte sich trotz Rüstung und muskulärer Masse mit einer Leichtigkeit vom Sattel, die nur jemandem innewohnte, der Tag für Tag damit verbrachte, seinen Körper zu stählen. Die Rüstung schepperte gegeneinander und die Gurte, die seine Zweihandaxt auf dem Rücken hielten, rieben gegen das Reitleder, als er den Matsch unter sich zwang, den kraftvollen, schweren Schritten zu weichen, nur um sich in der Mitte des Hofes umzudrehen und seine Worte gegen alle hier Anwesenden zu richten. <font color="#CAC9FD">„Söhne und Töchter von Norsteading, ihr habt Eure Krieger wieder!“</font> Dem dröhnenden Bass seiner Stimme folgte ein Grölen, das ihn selbst überschattete. Es war ein unglaubliches Gefühl, sich von der Menge zu tragen, und Leif reckte seine Faust in die Luft. <font color="#CAC9FD">„Lasst uns unseren ersten Sieg gebürtig FEIERN!“</font> Seiner Faust folgten eine unbestimmte Anzahl anderer Fäuste, Männer jaulten, Frauen jubelten, Krieger klopften sich gegen den Brustpanzer und stampften mit den Füßen. Leif lachte aus voller Inbrunst. Es tat gut, wieder zu Hause zu sein. <br />
Seine gewaltigen, beflügelten Schritte führten ihn schnell in die Kreise seiner Familie. Hier kümmerte man sich nicht um Etikette; schon gar nicht Freda, die ihren Sohn fest in die Arme schloss und sich nur schwer von ihm lösen wollte. Ariald forderte Leif mit seinem Blick heraus, weil ihm nicht entgangen war, dass Leif von einem <i>ersten</i> Sieg gesprochen hatte, und die Augen seines Sohnes sprühten Funken zurück, ehe eine Pranke auf seiner Schulter landete. <font color="#CAC9FD">„Wir sind stolz auf dich, Sohn. Willkommen zu Hause.“</font> Leifs Lachen verlor einen Herzschlag lang dessen Schärfe, während seine Brust sich mit Wärme füllte und er nickte seinem Vater zu, respektvoll und ebenbürtig. Wie lange dieser Moment anhielt, ließ sich nichtmal an einer Hand abzählen, denn schon tat der Kronprinz genau das, was der König bei ihm getan hatte, und klopfte mit seiner gewaltigen Pranke auf die Schulter seines jüngeren Bruders Jorin. Das wölfische Zähneblecken war zurück, auch als er seine Schwägerin weitaus rücksichtsvoller in den Arm nahm, dann Freja, und dann Luitwin über den Kopf wuschelte. Während man auch Aleena wieder in der Familie Willkommen hieß, war Leif schon beim letzten Geschwisterkind angekommen und es schien fast so, als hätte er sich die ganzen Wochen seine Freude aufgespart, nur um sie jetzt aus regelrecht jeder Pore auszustrahlen und seine Familie herauszufordern, es ihm gleichzutun. Swantje hatte gar keine andere Wahl, Leif entschied sich einfach, ihr Fliegengewicht unter den Achseln hochzuheben und sie kurzerhand hochzuheben. Nur beiläufig achtete er darauf, dass er sie nicht an die Seite drückte, wo die Klinge der Axt hinter seiner Schulter hervorragte, während er sich mit ihr auf dem Arm drehte und Aleena Platz machte, von Lindgard begrüßt zu werden.<font color="#CAC9FD"> „Sag mal, ein Jahr älter und du bist trotzdem nicht gewachsen, hm? Soll ich das nächste Mal länger wegbleiben, damit du mehr Zeit hast?“</font>, neckte er sie und dachte erst gar nicht daran, sie runterzulassen. Dieses Los zog man eben als Jüngste und Kleinste in einer Familie aus Kriegern und Dreiviertelstarken. <font color="#CAC9FD">„Alles Gute nachträglich, Swantje.“</font> Warum sah sie <i>ihr</i> eigentlich so verdammt ähnlich, hm?<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/564x/e8/95/6a/e8956a69932355d481fcc1fe905d0318.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:black;">Homecoming<br />
<div style="font-size:18px;color:black;">To the wolves' den</div>
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<div class="posttemplate3imageleft"><img src="https://64.media.tumblr.com/f7cc61a77e2d8ac097212d4338d2dab5/tumblr_inline_nqrxybhI8q1qlt39u_250.gifv" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div> Wenn Winterländer eines wussten, dann, wie man gebürtig ihre Krieger Willkommen hieß. Es war eine Untertreibung, zu behaupten, dass nicht jeder Bauer, jede Frau, jedes Kind und jeder Hund aus den Häusern gekrochen kam, um sich dem Zug an Männern anzuschließen. Rufe hallten aus jeder Gasse und wurden lauter, je mehr sich der Trott der Burg näherte, ein jeder Krieger – ob zu Fuß oder auf dem Pferd – von der Menge getragen und das Kinn gen Himmel gereckt, wo Girlanden von Dach zu Dach spannten. Es war ein beflügelndes Gefühl, wenn ein Mädchen eine gelbe Blume zwischen die Gurte der Pferdetragetasche steckte und Leif konnte ohne Scham behaupten, dass er sich an diese Art von zuhause ankommen gerne gewöhnte. Den Rücken gerade durchgestreckt, den Bart erst am Morgen gestutzt und sich in den Brustpanzer und in die Schulterplatten seiner Rüstung gezwängt, war das stolze, wölfische Lachen schon seit Minuten nicht mehr aus seinem Gesicht wegzudenken. So fühlte es sich also <i>wirklich</i> an, zu siegen. Es war ein guter Vorgeschmack auf das, was in Zukunft noch auf sie warten würde, wenn sie richtige Siege mit nach Hause brachten. Aber was machte das schon für einen Unterschied? Die Frauen und Männer freuten sich, ihre Krieger gesund und munter wieder bei sich zu haben, und die Kinder freuten sich über neue Geschichten, die irgendwann als Vorbilder dienen würden, an denen sie selbst ihre Kräfte maßen. Am Abend würden sie alle draußen zusammensitzen und bei Feuer und Bier miteinander feiern, jung und alt, Frau und Mann, vielleicht würde sogar Leif sich runter auf den Marktplatz begeben und mit den Bürgern zusammen anstoßen. Je näher sie der Heimat gekommen waren, desto weniger Groll hegte der Kronprinz gegenüber der Schlacht, die man seiner Meinung nach kaum als Sieg betiteln konnte. Denn das Winterland rief ihn und hier war er zu Hause. Das nächste Mal würde er halt mit einem größeren Sieg heimkehren.<br />
Die Tore zur Feste waren weit geöffnet und die ganze winterländische Hauptstadt strömte über die Brücke, Leif an der Spitze mit seinen Hauptmännern und Herzensbrüdern, gefolgt von Aleenas Kutsche. Im Hof stand die ganze Dienerschaft, ein bunter und sehr viel grobschlächtigerer Haufen als die geordnete Sippe der Frühlingsländer, und ihnen allen Voraus wartete seine Familie. Minus Reinka, die in Wolfsmark geduldig auf die Ankunft ihres Ehemannes wartete, aber das tat Leifs Freude keinen Abbruch. Mit einem breiten Grinsen von Ohr zu Ohr hielt er seinen Schimmel an und hievte sich trotz Rüstung und muskulärer Masse mit einer Leichtigkeit vom Sattel, die nur jemandem innewohnte, der Tag für Tag damit verbrachte, seinen Körper zu stählen. Die Rüstung schepperte gegeneinander und die Gurte, die seine Zweihandaxt auf dem Rücken hielten, rieben gegen das Reitleder, als er den Matsch unter sich zwang, den kraftvollen, schweren Schritten zu weichen, nur um sich in der Mitte des Hofes umzudrehen und seine Worte gegen alle hier Anwesenden zu richten. <font color="#CAC9FD">„Söhne und Töchter von Norsteading, ihr habt Eure Krieger wieder!“</font> Dem dröhnenden Bass seiner Stimme folgte ein Grölen, das ihn selbst überschattete. Es war ein unglaubliches Gefühl, sich von der Menge zu tragen, und Leif reckte seine Faust in die Luft. <font color="#CAC9FD">„Lasst uns unseren ersten Sieg gebürtig FEIERN!“</font> Seiner Faust folgten eine unbestimmte Anzahl anderer Fäuste, Männer jaulten, Frauen jubelten, Krieger klopften sich gegen den Brustpanzer und stampften mit den Füßen. Leif lachte aus voller Inbrunst. Es tat gut, wieder zu Hause zu sein. <br />
Seine gewaltigen, beflügelten Schritte führten ihn schnell in die Kreise seiner Familie. Hier kümmerte man sich nicht um Etikette; schon gar nicht Freda, die ihren Sohn fest in die Arme schloss und sich nur schwer von ihm lösen wollte. Ariald forderte Leif mit seinem Blick heraus, weil ihm nicht entgangen war, dass Leif von einem <i>ersten</i> Sieg gesprochen hatte, und die Augen seines Sohnes sprühten Funken zurück, ehe eine Pranke auf seiner Schulter landete. <font color="#CAC9FD">„Wir sind stolz auf dich, Sohn. Willkommen zu Hause.“</font> Leifs Lachen verlor einen Herzschlag lang dessen Schärfe, während seine Brust sich mit Wärme füllte und er nickte seinem Vater zu, respektvoll und ebenbürtig. Wie lange dieser Moment anhielt, ließ sich nichtmal an einer Hand abzählen, denn schon tat der Kronprinz genau das, was der König bei ihm getan hatte, und klopfte mit seiner gewaltigen Pranke auf die Schulter seines jüngeren Bruders Jorin. Das wölfische Zähneblecken war zurück, auch als er seine Schwägerin weitaus rücksichtsvoller in den Arm nahm, dann Freja, und dann Luitwin über den Kopf wuschelte. Während man auch Aleena wieder in der Familie Willkommen hieß, war Leif schon beim letzten Geschwisterkind angekommen und es schien fast so, als hätte er sich die ganzen Wochen seine Freude aufgespart, nur um sie jetzt aus regelrecht jeder Pore auszustrahlen und seine Familie herauszufordern, es ihm gleichzutun. Swantje hatte gar keine andere Wahl, Leif entschied sich einfach, ihr Fliegengewicht unter den Achseln hochzuheben und sie kurzerhand hochzuheben. Nur beiläufig achtete er darauf, dass er sie nicht an die Seite drückte, wo die Klinge der Axt hinter seiner Schulter hervorragte, während er sich mit ihr auf dem Arm drehte und Aleena Platz machte, von Lindgard begrüßt zu werden.<font color="#CAC9FD"> „Sag mal, ein Jahr älter und du bist trotzdem nicht gewachsen, hm? Soll ich das nächste Mal länger wegbleiben, damit du mehr Zeit hast?“</font>, neckte er sie und dachte erst gar nicht daran, sie runterzulassen. Dieses Los zog man eben als Jüngste und Kleinste in einer Familie aus Kriegern und Dreiviertelstarken. <font color="#CAC9FD">„Alles Gute nachträglich, Swantje.“</font> Warum sah sie <i>ihr</i> eigentlich so verdammt ähnlich, hm?<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[homeward bound, valor crowned]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=148</link>
			<pubDate>Tue, 27 Feb 2024 20:29:18 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=0">Erik Norrholm</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=148</guid>
			<description><![CDATA[Natürlich war dem Tross aus Spring's Court, der zugegebenermaßen nur eine handvoll Männer umfasste, schon vor wenigen Tagen ein Bote vorausgeritten, der die Ankunft der Helden aus der Schlacht um Eastergold Meadow ankündigte und für den Abend des 15. Tages im dritten Monat der Sonne beschied. Somit hatte Familie Norrholm und die anderen Angehörigen der Krieger Zeit genug gehabt, um sich auf den großen Moment vorzubereiten. <br />
<br />
Und heute war der große Tag gekommen: Nach Einbruch der Nacht konnte man in ganz Wolfsmark schallende, näherkommende Hörner vernehmen, die von der Ankunft der <i>Helden</i> kündeten. Überall wurden die Fackeln entzündet und die Banner des winterländischen Wolfs gehisst und aus den Fenstern gehängt; die Männer von Wolfsmark versammelten sich in der Mitte der Stadt, bereit, ihren heimkehrenden Kameraden, Söhnen und Brüdern die gebührende Ehre zu erweisen. <br />
<br />
Als Erik von Weitem <i>seine Stadt</i> erblickte, wurde ihm richtig warm ums Herz. Sein Tross hatte schon vor einer halben Ewigkeit angefangen, die Kriegshörner zu blasen, doch jetzt konnte er die Antwort aus Wolfsmark vernehmen. Sie trommelten und stießen ebenfalls in ihre Hörner. Das Leuchten der Fackeln weckte größten Stolz in seiner Brust.<br />
<b>"BRÜDER IM KAMPFE!!! SÖHNE VON WOLFSMARK!!!"</b>, rief er über seine Schulter in Richtung seines Gefolges. <b>"Wir kehren heim von den Abenteuern an der Seite unserer Brüder in Walleydor! Wir haben Schulter an Schulter mit ihnen gekämpft und eine Stadt eingenommen! Der Großkönig, der alte Hosenschisser, rennt mit noch hochroterem Kopf herum, als sonst schon. Der alte Säufer ärgert sich vielleicht tot. <br />
UND AUCH WIR WOLLEN HEUTE SAUFEN!"</b>, gröhlte er und riss die Faust in die Luft, woraufhin die anderen ebenfalls ihre Fäuste in die Luft reckten und laut jubelten. <br />
Wenn man von einem ausgehen durfte, dann davon, dass Wolfsmark sich darauf vorbereitet hatte, ein rauschendes Fest zu feiern. Und bei solchen wurde normalerweise nicht mit Alkohol gegeizt. <br />
Erik blickte verdrossen wieder geradeaus und grinste zufrieden vor sich hin. Er konnte es kaum erwarten, von Reinka den ersten Becher heißen Würzweins angereicht zu bekommen. Gefolgt von einem fetttriefenden Stück Fleisch, bittesehr. <br />
<br />
Hocherhobenen Hauptes ritt er im Schritt nach Wolfsmark ein und ließ sich und seinen Kameraden feiern und bejubeln. Kurz nachdem sie das Stadttor hinter sich gelassen hatten, ließ Erik sich von seinem Pferd gleiten, denn er wollte seiner Familie genau so begegnen, wie alle anderen Krieger. Zu Fuß, mit den anderen auf Augenhöhe. Er war einer von ihnen und fühlte sich in diesem Moment nicht als Prinz oder zukünftiger Fürst - er fühlte sich einfach nur wie ein Mann, der von einem Krieg (wenn auch nur einem kurzen) heimkehrte. Ihn dürstete nach Ruhm, genauso wie damals, als er aus der Einöde heimgekommen war. <br />
Gemeinsam erreichten alle Krieger die Stadtmitte, wo ein Bankett errichtet war. Und Erik wartete nur darauf, dass Reinka ihm entgegenlaufen und in die Arme fallen würde. So wie die anderen Frauen es hoffentlich auch für ihre Männer taten - ganz ungeduldig und die Rede des Fürsten nicht abwarten könnend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Natürlich war dem Tross aus Spring's Court, der zugegebenermaßen nur eine handvoll Männer umfasste, schon vor wenigen Tagen ein Bote vorausgeritten, der die Ankunft der Helden aus der Schlacht um Eastergold Meadow ankündigte und für den Abend des 15. Tages im dritten Monat der Sonne beschied. Somit hatte Familie Norrholm und die anderen Angehörigen der Krieger Zeit genug gehabt, um sich auf den großen Moment vorzubereiten. <br />
<br />
Und heute war der große Tag gekommen: Nach Einbruch der Nacht konnte man in ganz Wolfsmark schallende, näherkommende Hörner vernehmen, die von der Ankunft der <i>Helden</i> kündeten. Überall wurden die Fackeln entzündet und die Banner des winterländischen Wolfs gehisst und aus den Fenstern gehängt; die Männer von Wolfsmark versammelten sich in der Mitte der Stadt, bereit, ihren heimkehrenden Kameraden, Söhnen und Brüdern die gebührende Ehre zu erweisen. <br />
<br />
Als Erik von Weitem <i>seine Stadt</i> erblickte, wurde ihm richtig warm ums Herz. Sein Tross hatte schon vor einer halben Ewigkeit angefangen, die Kriegshörner zu blasen, doch jetzt konnte er die Antwort aus Wolfsmark vernehmen. Sie trommelten und stießen ebenfalls in ihre Hörner. Das Leuchten der Fackeln weckte größten Stolz in seiner Brust.<br />
<b>"BRÜDER IM KAMPFE!!! SÖHNE VON WOLFSMARK!!!"</b>, rief er über seine Schulter in Richtung seines Gefolges. <b>"Wir kehren heim von den Abenteuern an der Seite unserer Brüder in Walleydor! Wir haben Schulter an Schulter mit ihnen gekämpft und eine Stadt eingenommen! Der Großkönig, der alte Hosenschisser, rennt mit noch hochroterem Kopf herum, als sonst schon. Der alte Säufer ärgert sich vielleicht tot. <br />
UND AUCH WIR WOLLEN HEUTE SAUFEN!"</b>, gröhlte er und riss die Faust in die Luft, woraufhin die anderen ebenfalls ihre Fäuste in die Luft reckten und laut jubelten. <br />
Wenn man von einem ausgehen durfte, dann davon, dass Wolfsmark sich darauf vorbereitet hatte, ein rauschendes Fest zu feiern. Und bei solchen wurde normalerweise nicht mit Alkohol gegeizt. <br />
Erik blickte verdrossen wieder geradeaus und grinste zufrieden vor sich hin. Er konnte es kaum erwarten, von Reinka den ersten Becher heißen Würzweins angereicht zu bekommen. Gefolgt von einem fetttriefenden Stück Fleisch, bittesehr. <br />
<br />
Hocherhobenen Hauptes ritt er im Schritt nach Wolfsmark ein und ließ sich und seinen Kameraden feiern und bejubeln. Kurz nachdem sie das Stadttor hinter sich gelassen hatten, ließ Erik sich von seinem Pferd gleiten, denn er wollte seiner Familie genau so begegnen, wie alle anderen Krieger. Zu Fuß, mit den anderen auf Augenhöhe. Er war einer von ihnen und fühlte sich in diesem Moment nicht als Prinz oder zukünftiger Fürst - er fühlte sich einfach nur wie ein Mann, der von einem Krieg (wenn auch nur einem kurzen) heimkehrte. Ihn dürstete nach Ruhm, genauso wie damals, als er aus der Einöde heimgekommen war. <br />
Gemeinsam erreichten alle Krieger die Stadtmitte, wo ein Bankett errichtet war. Und Erik wartete nur darauf, dass Reinka ihm entgegenlaufen und in die Arme fallen würde. So wie die anderen Frauen es hoffentlich auch für ihre Männer taten - ganz ungeduldig und die Rede des Fürsten nicht abwarten könnend.]]></content:encoded>
		</item>
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