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		<title><![CDATA[Facing the Storm - Matariyya - Das Sommerland]]></title>
		<link>https://facingthestorm.de/</link>
		<description><![CDATA[Facing the Storm - https://facingthestorm.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 19:11:52 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[The Door between Worlds]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=833</link>
			<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 06:28:13 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=26">Devan Naharis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=833</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/f9/12/c0/f912c0562b61df5d9f8cb857787033f5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;"><div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Change is Scary, but Change is also</div>
Growth<br />
</div>
<br />
Obwohl das Haus sich direkt in die Gasse hinter einem der zahlreichen Basare der Hauptstadt einreihte, störte der Lärm kaum die ruhigen, schattigen Räumlichkeiten, in denen sich die Insassen überwiegend aufhielten. Ein Streit zwischen Mutter und Kind wehte über den Innenhof, der dank des Baldachins in ein rotbraunes Licht getaucht war. Manchmal schien es fast so, als würde Zeit und Momentum hier stehen bleiben; als würde sich dieses eine, einfache Lehmhaus in den Wirren des Lebens nicht bewegen und um die Belange der Welt kümmern. In einem einfallenden Sonnenstrahl durch das ladenlose Fenster schwebte der Staub schwerelos durch die Luft, fast in völligem Stillstand, wenn es keinen Anlass gab, sich zu bewegen. Denn Staub war immer noch Staub, auch wenn die Welt um ihn herum an Chaos zerbrach. Staub würde immer Staub sein, schwerelos, um jeden Wind wirbelnd ungeachtet des Zustandes seines Umfeldes. Eine Konstante, ein Bestandteil ihres Lebens so unbedeutend, dass er nie genug sein würde, um das Gleichgewicht der Welt zu beeinflussen wie die, die den Wind verursachten. Es reichte ihm, zu existieren und sich in den Haaren der Menschen festzusetzen, die unbedingt etwas bewegen wollten.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Ich will dich nicht länger beanspruchen.”</span> Die sanft geschwungenen Lippen der Frau bewegten sich in einem Kontinuum, das die Stille des Hauses nicht durchbrach, sondern mit ihr schwamm. Gedrückt durch die schwere, warme Luft ihres Landes erreichten die Worte ihn langsam, träge, und doch unmissverständlich in ihrer Absicht. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Ruh dich aus. Du hast noch viel Arbeit vor dir, und wir brauchen dich in bester Gesundheit.”</span> Er kannte sie. Er wusste, dass ihre Worte stets so gewählt waren, dass sie sanfte Versprechen trugen und einen Mann einem Tuch hinterherjagen ließen, das sie hinter sich herzog. Heute klang ihre Stimme heiterer, stolz fast, während über den offenen Innenhof ein Marktsprecher die Worte an eine verstummte Bevölkerung richtete. Deswegen wusste er auch, dass Safiyas Augen nie so ruhten, wie ihre Stimme es versprach. Obwohl sie ihm Ruhe versprach, schnitt ihr Glanz unruhig und wild, wagemutig, verzweifelt durch den Raum und wirbelte den Staub auf, der durch einen schmalen Sonnenstrahl zwischen ihnen fiel. Devan kannte niemanden, dessen Münze zwischen Wohlwollen und Rachegelüsten so schmal geschnitten war wie der ihre. Wenn er sich ihr entgegen lehnte, würde sie dann kippen?<br />
Doch sie schenkte ihm nur ein warmes Lächeln und richtete sich neben seiner Liege, die mit Schafwolle gepolstert war, auf, richtete ihr Tuch, das ihr dickes Haar halb verdeckte, und verließ den Raum. Im Türrahmen hielt sie noch einmal inne, die Hand an dem glatt geriebenen Lehm. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Merkwürdig, oder…? Zariyah ist nur wenige Jahre jünger als ich, und doch bin ich so stolz auf sie, als wäre sie meine Tochter.”</span> Safiyya drehte sich zu ihm und in der Schwere ihres Lächelns steckte eine Wärme, die er nie hatte nachvollziehen können; denn sie kam von etwas Tiefem, Inneren, wozu ihm der Zugang verwehrt war. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Du kannst auch stolz auf sie sein. Sie hat dein Leben gerettet.”</span><br />
<br />
Und das war er, vermutlich. In den zwei Tagen, die er mehr in Trance als wach verbracht hatte, irgendwo zwischen tiefem, heilendem Schlaf und den vereinzelten, ausnahmslos einseitigen Gesprächen mit Besuchern, hatte er für sich festgestellt, dass er Dankbarkeit empfand. Die unausgesprochene, blinde Zusammenarbeit zwischen Assassinen, die dasselbe Ziel anvisierten, hatte ihn stärker gemacht, als er eigentlich war. Ohne Batuhan, mit dem er seine Wurzeln teilte, und Zariyah, die seine Lehren verwirklicht hatte, hätte er vermutlich keinen Fuß mehr aus dem Palast gesetzt, geschweige denn ihr Ziel in die Tat umgesetzt. Devan war nicht so verblendet, um sich nicht einzugestehen, dass er alleine Ridvan nicht hätte ermorden können. Es war genauso seine Arbeit wie ihre Arbeit, und dafür war er dankbar. Es war ein Gefühl, das ihn in seinem Zimmer beschäftigte, während er das Fieber in der ersten Nacht bekämpfte und schließlich merkte, wie sein Körper langsam heilte. Ein Gefühl, das sich erst durch Träume zog und dann klarer in Gedanken zu fassen war, wenn er wach und alleine war. Etwas, das nicht verschwand, wenn er im sicheren Schatten seines Zuhauses den aufgebrachten Stimmen auf der Straße lauschte, die über den Machtumschwung spekulierten und den Namen des Königs in den Dreck zogen; auch nicht, als Rabia Neuigkeiten mit ihm teilte, die ihn nachdenklich werden ließen.<br />
<br />
Devan bekam relativ viel Besuch dafür, dass er eigentlich das Krankenbett hüten sollte. Erst war es nur Rabia, die in der ersten Nacht an seinem Bett wachte und ihm den fiebrigen Schweiß von seiner Stirn trocknete, dann hin und wieder ohne Klopfen ins Zimmer trat und mit ihren ruppigen Händen seine Verbände wechselte. Abu war am nächsten Morgen vor der Türschwelle aufgetaucht, hatte Devan, seinem ehemaligen Schüler, einen kräftigen Klapser auf die gesunde Schulter verpasst und seitdem hörte man sein lautes Stampfen regelmäßig vom Treppenhaus oder seine polternde Stimme im Innenhof, während er eine Partie Go gegen Rabia verlor. Neben Safiyya, die als Einzige der Amra Alzili sein Zuhause kannte und ihn am Morgen des zweiten Tages besucht hatte, um ihn über die aktuellen Umstände und Pläne aufzuklären, war es vor allem Ilias, sein Schüler, der immer irgendwelche kleinen Ausreden suchte, um ihn zu besuchen. Mit seinem Stock in der Hand, um das Gewicht von seinem verletzten Bein zu nehmen, hörte Devan ihn schon zwei Stockwerke entfernt, bevor er mit Ziegenmilch und Datteln an die Zimmertür seines Mentors klopfte und ihm als Einziger tatsächliche, echte Worte entlockte. Denn Devan war still geworden. Mit einem Körper, der auf die Heilung fokussiert war, merkte er auch, dass sein Geist sich nicht ganz im Gleichgewicht befand und die Stille brauchte, in die er sich zurückzog. Denn mit einem toten König hatte sich sein Umfeld verschoben; er merkte es in der Haltung der Menschen, die ihm gegenüber traten. In den Stimmen von den Straßen, aufgeregt und unsicher. In der Ungewissheit, die über ihrer aller Köpfe schwebte: War es wirklich so, dass der Tod eines Einzelnen der Grund des Leidens vieler war? Oder hatten sie einen Stein ins Rollen gebracht, der viele unter ihm begraben würde, und wenn ja - waren sie überhaupt noch in der Lage, ihn zu stoppen?<br />
<br />
Es war eine Frage, die er sich auch persönlich stellte, als er sich am frühen Abend des zweiten Tages erhob und mit angespannter Anstrengung einen leichten Mantel mit weiten Ärmeln über seinen nackten Oberkörper warf. Die Verbände waren sauber, fest und doch zog der Schmerz ruckartig durch die Nervenbahnen seines geschwächten Körpers, als er sein Gewicht auf den verletzten Oberschenkel verlagerte. Er bewegte sich langsam durch den dritten Stock an den schmalen Sonnenstrahlen vorbei, die durch die offenen Fenster fielen. Als er die schmale Treppe nach oben nahm und sich an der Wand festhielt, um sein Gleichgewicht nicht zu verlieren, strich ein weiches Fellbündel an seinem Knöchel vorbei und wartete am Ende der Stufen darauf, dass er durch die offene Dachluke trat.<br />
Die untergehende Sonne brannte rot über die Dächer von Dharan al-Bahr und ließ die Luft warm über den staubigen, sandigen Straßen schimmern. Es war ein Wirrwarr aus Stoffen, Sandstein, Lehm und Holz, chaotisch durcheinander gewürfelt hier unten in den bürgerlichen Vierteln, wo man nach dem Erdbeben schnell Dächer über dem Kopf hatte errichten müssen, dass man sich nicht darum kümmerte, wie sie mit den Gebäuden der Nachbarn harmonierten. In gewissem Sinne verkörperte es das Leben, in dem sie alle steckten: Chaotisch, Gegenwarts-getrieben und doch nicht bereit, aufzugeben. Devan hatte keinen derartigen Blick für Ästhetik, aber der Anblick war ihm vertraut genug, dass er sich angekommen fühlte.<br />
Am Rand des flachen Daches waren drei Teppiche quer übereinander gelegt mit Kissen, weniger drapiert als einfach so hingeworfen, wie es gerade eben passte. Daneben lag noch eine Schale mit gerösteten Kernen, halb gegessen, halb vergessen in den letzten Tagen, die ihnen allen viel abverlangt hatten. Maeaza, die getigerte Katze, lief voraus und strich um das Bein der sitzenden Frau, ehe sie der kleinen Schale mit dem Wasser an der Ecke des Daches näherte. <br />
Devan machte sich keine Mühe, leise zu sein, doch die Geschmeidigkeit einer Raubkatze ruhte immer noch in seinen Knochen. Etwas aus dem Gleichgewicht, doch immer noch leichtfüßig ließ er sich neben seine Schülerin auf die Teppiche fallen und kreuzte ein Bein in einem halben Schneidersitz, während er das verletzte Bein ausgestreckt ließ. Er ließ wie immer das Schweigen sprechen und wartete, bis sie ihr Wort an ihn richtete. Ohne Erwartung. Ohne Wertung. Mit dem Wissen, dass sie wusste, dass er über ihr Geheimnis Bescheid wusste, aber noch nicht bereit war, eine Entscheidung zu treffen. Seine Hand glitt in die Schale mit den Kernen und das Knacken durchbrach die Stille, als er zwischen seinen Zähnen Kern von Hülle spaltete.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/f9/12/c0/f912c0562b61df5d9f8cb857787033f5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;"><div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Change is Scary, but Change is also</div>
Growth<br />
</div>
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Obwohl das Haus sich direkt in die Gasse hinter einem der zahlreichen Basare der Hauptstadt einreihte, störte der Lärm kaum die ruhigen, schattigen Räumlichkeiten, in denen sich die Insassen überwiegend aufhielten. Ein Streit zwischen Mutter und Kind wehte über den Innenhof, der dank des Baldachins in ein rotbraunes Licht getaucht war. Manchmal schien es fast so, als würde Zeit und Momentum hier stehen bleiben; als würde sich dieses eine, einfache Lehmhaus in den Wirren des Lebens nicht bewegen und um die Belange der Welt kümmern. In einem einfallenden Sonnenstrahl durch das ladenlose Fenster schwebte der Staub schwerelos durch die Luft, fast in völligem Stillstand, wenn es keinen Anlass gab, sich zu bewegen. Denn Staub war immer noch Staub, auch wenn die Welt um ihn herum an Chaos zerbrach. Staub würde immer Staub sein, schwerelos, um jeden Wind wirbelnd ungeachtet des Zustandes seines Umfeldes. Eine Konstante, ein Bestandteil ihres Lebens so unbedeutend, dass er nie genug sein würde, um das Gleichgewicht der Welt zu beeinflussen wie die, die den Wind verursachten. Es reichte ihm, zu existieren und sich in den Haaren der Menschen festzusetzen, die unbedingt etwas bewegen wollten.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Ich will dich nicht länger beanspruchen.”</span> Die sanft geschwungenen Lippen der Frau bewegten sich in einem Kontinuum, das die Stille des Hauses nicht durchbrach, sondern mit ihr schwamm. Gedrückt durch die schwere, warme Luft ihres Landes erreichten die Worte ihn langsam, träge, und doch unmissverständlich in ihrer Absicht. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Ruh dich aus. Du hast noch viel Arbeit vor dir, und wir brauchen dich in bester Gesundheit.”</span> Er kannte sie. Er wusste, dass ihre Worte stets so gewählt waren, dass sie sanfte Versprechen trugen und einen Mann einem Tuch hinterherjagen ließen, das sie hinter sich herzog. Heute klang ihre Stimme heiterer, stolz fast, während über den offenen Innenhof ein Marktsprecher die Worte an eine verstummte Bevölkerung richtete. Deswegen wusste er auch, dass Safiyas Augen nie so ruhten, wie ihre Stimme es versprach. Obwohl sie ihm Ruhe versprach, schnitt ihr Glanz unruhig und wild, wagemutig, verzweifelt durch den Raum und wirbelte den Staub auf, der durch einen schmalen Sonnenstrahl zwischen ihnen fiel. Devan kannte niemanden, dessen Münze zwischen Wohlwollen und Rachegelüsten so schmal geschnitten war wie der ihre. Wenn er sich ihr entgegen lehnte, würde sie dann kippen?<br />
Doch sie schenkte ihm nur ein warmes Lächeln und richtete sich neben seiner Liege, die mit Schafwolle gepolstert war, auf, richtete ihr Tuch, das ihr dickes Haar halb verdeckte, und verließ den Raum. Im Türrahmen hielt sie noch einmal inne, die Hand an dem glatt geriebenen Lehm. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Merkwürdig, oder…? Zariyah ist nur wenige Jahre jünger als ich, und doch bin ich so stolz auf sie, als wäre sie meine Tochter.”</span> Safiyya drehte sich zu ihm und in der Schwere ihres Lächelns steckte eine Wärme, die er nie hatte nachvollziehen können; denn sie kam von etwas Tiefem, Inneren, wozu ihm der Zugang verwehrt war. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“Du kannst auch stolz auf sie sein. Sie hat dein Leben gerettet.”</span><br />
<br />
Und das war er, vermutlich. In den zwei Tagen, die er mehr in Trance als wach verbracht hatte, irgendwo zwischen tiefem, heilendem Schlaf und den vereinzelten, ausnahmslos einseitigen Gesprächen mit Besuchern, hatte er für sich festgestellt, dass er Dankbarkeit empfand. Die unausgesprochene, blinde Zusammenarbeit zwischen Assassinen, die dasselbe Ziel anvisierten, hatte ihn stärker gemacht, als er eigentlich war. Ohne Batuhan, mit dem er seine Wurzeln teilte, und Zariyah, die seine Lehren verwirklicht hatte, hätte er vermutlich keinen Fuß mehr aus dem Palast gesetzt, geschweige denn ihr Ziel in die Tat umgesetzt. Devan war nicht so verblendet, um sich nicht einzugestehen, dass er alleine Ridvan nicht hätte ermorden können. Es war genauso seine Arbeit wie ihre Arbeit, und dafür war er dankbar. Es war ein Gefühl, das ihn in seinem Zimmer beschäftigte, während er das Fieber in der ersten Nacht bekämpfte und schließlich merkte, wie sein Körper langsam heilte. Ein Gefühl, das sich erst durch Träume zog und dann klarer in Gedanken zu fassen war, wenn er wach und alleine war. Etwas, das nicht verschwand, wenn er im sicheren Schatten seines Zuhauses den aufgebrachten Stimmen auf der Straße lauschte, die über den Machtumschwung spekulierten und den Namen des Königs in den Dreck zogen; auch nicht, als Rabia Neuigkeiten mit ihm teilte, die ihn nachdenklich werden ließen.<br />
<br />
Devan bekam relativ viel Besuch dafür, dass er eigentlich das Krankenbett hüten sollte. Erst war es nur Rabia, die in der ersten Nacht an seinem Bett wachte und ihm den fiebrigen Schweiß von seiner Stirn trocknete, dann hin und wieder ohne Klopfen ins Zimmer trat und mit ihren ruppigen Händen seine Verbände wechselte. Abu war am nächsten Morgen vor der Türschwelle aufgetaucht, hatte Devan, seinem ehemaligen Schüler, einen kräftigen Klapser auf die gesunde Schulter verpasst und seitdem hörte man sein lautes Stampfen regelmäßig vom Treppenhaus oder seine polternde Stimme im Innenhof, während er eine Partie Go gegen Rabia verlor. Neben Safiyya, die als Einzige der Amra Alzili sein Zuhause kannte und ihn am Morgen des zweiten Tages besucht hatte, um ihn über die aktuellen Umstände und Pläne aufzuklären, war es vor allem Ilias, sein Schüler, der immer irgendwelche kleinen Ausreden suchte, um ihn zu besuchen. Mit seinem Stock in der Hand, um das Gewicht von seinem verletzten Bein zu nehmen, hörte Devan ihn schon zwei Stockwerke entfernt, bevor er mit Ziegenmilch und Datteln an die Zimmertür seines Mentors klopfte und ihm als Einziger tatsächliche, echte Worte entlockte. Denn Devan war still geworden. Mit einem Körper, der auf die Heilung fokussiert war, merkte er auch, dass sein Geist sich nicht ganz im Gleichgewicht befand und die Stille brauchte, in die er sich zurückzog. Denn mit einem toten König hatte sich sein Umfeld verschoben; er merkte es in der Haltung der Menschen, die ihm gegenüber traten. In den Stimmen von den Straßen, aufgeregt und unsicher. In der Ungewissheit, die über ihrer aller Köpfe schwebte: War es wirklich so, dass der Tod eines Einzelnen der Grund des Leidens vieler war? Oder hatten sie einen Stein ins Rollen gebracht, der viele unter ihm begraben würde, und wenn ja - waren sie überhaupt noch in der Lage, ihn zu stoppen?<br />
<br />
Es war eine Frage, die er sich auch persönlich stellte, als er sich am frühen Abend des zweiten Tages erhob und mit angespannter Anstrengung einen leichten Mantel mit weiten Ärmeln über seinen nackten Oberkörper warf. Die Verbände waren sauber, fest und doch zog der Schmerz ruckartig durch die Nervenbahnen seines geschwächten Körpers, als er sein Gewicht auf den verletzten Oberschenkel verlagerte. Er bewegte sich langsam durch den dritten Stock an den schmalen Sonnenstrahlen vorbei, die durch die offenen Fenster fielen. Als er die schmale Treppe nach oben nahm und sich an der Wand festhielt, um sein Gleichgewicht nicht zu verlieren, strich ein weiches Fellbündel an seinem Knöchel vorbei und wartete am Ende der Stufen darauf, dass er durch die offene Dachluke trat.<br />
Die untergehende Sonne brannte rot über die Dächer von Dharan al-Bahr und ließ die Luft warm über den staubigen, sandigen Straßen schimmern. Es war ein Wirrwarr aus Stoffen, Sandstein, Lehm und Holz, chaotisch durcheinander gewürfelt hier unten in den bürgerlichen Vierteln, wo man nach dem Erdbeben schnell Dächer über dem Kopf hatte errichten müssen, dass man sich nicht darum kümmerte, wie sie mit den Gebäuden der Nachbarn harmonierten. In gewissem Sinne verkörperte es das Leben, in dem sie alle steckten: Chaotisch, Gegenwarts-getrieben und doch nicht bereit, aufzugeben. Devan hatte keinen derartigen Blick für Ästhetik, aber der Anblick war ihm vertraut genug, dass er sich angekommen fühlte.<br />
Am Rand des flachen Daches waren drei Teppiche quer übereinander gelegt mit Kissen, weniger drapiert als einfach so hingeworfen, wie es gerade eben passte. Daneben lag noch eine Schale mit gerösteten Kernen, halb gegessen, halb vergessen in den letzten Tagen, die ihnen allen viel abverlangt hatten. Maeaza, die getigerte Katze, lief voraus und strich um das Bein der sitzenden Frau, ehe sie der kleinen Schale mit dem Wasser an der Ecke des Daches näherte. <br />
Devan machte sich keine Mühe, leise zu sein, doch die Geschmeidigkeit einer Raubkatze ruhte immer noch in seinen Knochen. Etwas aus dem Gleichgewicht, doch immer noch leichtfüßig ließ er sich neben seine Schülerin auf die Teppiche fallen und kreuzte ein Bein in einem halben Schneidersitz, während er das verletzte Bein ausgestreckt ließ. Er ließ wie immer das Schweigen sprechen und wartete, bis sie ihr Wort an ihn richtete. Ohne Erwartung. Ohne Wertung. Mit dem Wissen, dass sie wusste, dass er über ihr Geheimnis Bescheid wusste, aber noch nicht bereit war, eine Entscheidung zu treffen. Seine Hand glitt in die Schale mit den Kernen und das Knacken durchbrach die Stille, als er zwischen seinen Zähnen Kern von Hülle spaltete.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The Lion and the Serpent]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=813</link>
			<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 07:30:06 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=110">Keeran Neshat</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=813</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/42/65/63/426563a5da995f3a23859b26432aa63e.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:36px;"><div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Only a Monster can deal with</div>
Another Monster<br />
</div>
<br />
<div class="posttemplate3imageleft" style="max-height:200px;"><img src="https://i.pinimg.com/1200x/42/86/f2/4286f2c5c73de5284ce7d9935a0b9374.jpg" style="max-width:120px; max-height: 400px;object-fit:cover;"></div> Dharan al-Bahr hatte den wunderbaren Status erreicht, in dem niemand der Zukunft mehr gewiss war. Dieses Vakuum, welches von Macht hinterlassen wurde, wenn sie von einer Person abgegeben wurde, spannte sich seit Tagen über die Stadt wie ein Netz und hielt ihren Atem gefangen. Als würden die Lichter in der Dunkelheit warten, die Luft stillstehen in der Erwartungshaltung, dass sich schon etwas bewegen würde - bewegen <i>musste</i> -, bis das Machtgefälle abrutschte in die Hände von Menschen, die das Land in eine bessere Zukunft führen würden. So war es schließlich immer gewesen: Es hatte immer eine Handvoll Menschen gegeben, die über das Leben von Tausenden verfügten. Denn was passierte, wenn ein Volk seinem Anführer beraubt wurde, sah man in den Straßen von Dharan al-Bahr. Hunderte von Gruppierungen, die sich in den dunkelsten Ecken bildeten, um einen Teil des Machtnetzes abzugreifen. Nachbarn, die begannen, Streitigkeit in Selbstjustiz auszuführen, weil die Stadtwache damit beschäftigt war, einen Mörder und die verschwundene Königsfamilie zu finden. Adelige, die ihr Schicksal beim Schopf packen und all die Macht an sich reißen wollten, sich aber die Zähne an den Beratern ausbissen und den Entscheidungsprozess langsam und zäh machten. <br />
Und dann war da der Schatten, der die Stadt in Dunkelheit hüllte. Die Augen, die wachsam von den Dächern auf die Straßen blickten und dafür sorgten, dass Türen geschlossen und Gespräche in den Häusern ausgetragen wurden. Eine Stimme, die sich über all dem Chaos erhob, getragen von vielen Stimmen, die doch keinem gehörten. Das Chaos selbst, gehalten von dem Untergrund, der nur einer Gruppierung gehörte. Eine, die genau dieses Chaos gebraucht hatten, um endlich aus den Schatten zu treten und der Welt zu zeigen, dass die Macht längst ihnen gehörte.<br />
<br />
In der Stille des Abends, weitab von den lebendigen Marktplätzen und starken Gerüchen, thronten die zweistöckigen Villen der reichen Bevölkerung, der Berater und des niedrigen Adels, nicht weit ab des Palastes selbst. Es war das einzige Viertel, das Tag und Nacht bewacht wurde und in dem eine Form der Ordnung aufrechterhalten wurde, um den Schein von einer heilen Welt zu erhalten. <br />
Eine dieser Villen hatte ihr Licht bereits gedimmt, weil die Kinder samt Frau bereits schliefen - nur im ersten Stock brannten Öllampen und reflektierten ihr Licht in den samt grünen, blickdichten Vorhängen. Keeran Neshat hatte es sich in seinem Bürostuhl bequem gemacht. Im Kontrast zum Rest des Hauses, das an der ein oder anderen Ecke allein zum Eindruck schinden in echtem Gold schimmerte, strahlte sein Arbeitszimmer, in dem er seinen Gast begrüßte, eine elegante Schlichtheit aus. Alles Gold fand sich in den fein gearbeiteten Mustern der Vorhänge, und alle Möbel waren einem Zweck vorbehalten - dem Unterschreiben von Papieren, Empfangen von Gästen und Besprechen von Geschäften. Es war die Art von Reichtum, die einen Teil seiner Vergangenheit preisgab; das Blut, den Schweiß und die Schwelen, die er an den Händen verzeichnet hatte, als er all das noch nicht sein Eigen hatte nennen dürfen. Die Schönheit lag in der Schlichtheit, denn jedes Möbelstück war vollkommen und kostete ein stilles Vermögen. Der Schreibtisch bestand aus dunklem Obsidian, importiert von den besten Glasmachern Castandors. Der Federhalter war aus Elfenbein. Die Weingläser so makellos, dass nicht einmal das Licht der Öllampen sich in ihnen brach. Der Wein selbst gereift so lange, wie Keeran in dieser Welt verweilte. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, diesen besonderen Anlass mit seinem <i>Freund</i> mit etwas Besonderem zu feiern.<br />
<br />
<div class="posttemplate3imageright"><img src="https://64.media.tumblr.com/4235430bb29216ff8feb1a94e23bd0a7/9ddb176826273fac-5f/s540x810/6501117e396c2a1a8e92efeebfd8eeced5873030.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div> Keeran lebte in dem Chaos. Er war die Ruhe, während um ihn herum der Sturm tobte, die Spinne, die sich auf dem Netz der Macht bewegte, als wäre es sein Zuhause. Während Ilyas, sein alter Freund, stoisch die Ordnung wiederherstellen wollte, konnte er nicht umhin, sich noch eine Stunde herbei zu wünschen, in der er von seinem Arbeitszimmer mit einem Glas Wein in der Hand beobachten konnte, wie die Stadt sich unter dem Chaos bog und die Insassen wie Mäuse versuchten, einen Weg durch die Schlupflöcher zu finden. Wenn es nach ihm ginge, dann würde er die kleinen anarchischen Gruppen machen lassen, nur um zu gucken, wie weit sie kamen, bis sie ins Netz der Amra Alzili rannten. Er würde den kleinen Prinzen laufen lassen, nur um ihn in zehn Jahren scheitern zu sehen, wenn er weiß vor Wut schäumte, blind vor Rachegelüsten, blind für sein Volk, das ihn nicht mehr als Thronfolger akzeptieren würde. Doch selbst mit dem, was er hatte, war Keeran zufrieden. Es reichte ihm - vorerst. Beflügelt von seinem neuerlichen Aufstieg in den Kreis der königlichen Berater dank seines Gegenübers hatte sich ein kleines Lächeln in sein Gesicht geschlichen. Erweicht durch den Wein waren seine Muskeln entspannt, sein Kopf trunken von dem Gefühl des Erfolgs, während er Tariq zuprostete, der den Sessel auf der anderen Seite seines Schreibtisches beansprucht hatte. <div class="sommerlandcolor">“Auf Samir, und auf die Zukunft, die er uns eröffnet.”</div> Seine Stimme war dünn wie immer, von Rauch getragen, hatte etwas Vergängliches, doch seine hellblauen Augen ruhten wachsam auf seinem Gegenüber, während er sein Glas an seine Lippen hob. Er beobachtete. Samir war so gut wie gewählt, nachdem einer der Berater, der gegen ihn gestimmt hatte, heute nicht zur Sitzung erschienen war. Sie hatten also allen Grund zum Feiern, oder nicht?<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/42/65/63/426563a5da995f3a23859b26432aa63e.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:36px;"><div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Only a Monster can deal with</div>
Another Monster<br />
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<div class="posttemplate3imageleft" style="max-height:200px;"><img src="https://i.pinimg.com/1200x/42/86/f2/4286f2c5c73de5284ce7d9935a0b9374.jpg" style="max-width:120px; max-height: 400px;object-fit:cover;"></div> Dharan al-Bahr hatte den wunderbaren Status erreicht, in dem niemand der Zukunft mehr gewiss war. Dieses Vakuum, welches von Macht hinterlassen wurde, wenn sie von einer Person abgegeben wurde, spannte sich seit Tagen über die Stadt wie ein Netz und hielt ihren Atem gefangen. Als würden die Lichter in der Dunkelheit warten, die Luft stillstehen in der Erwartungshaltung, dass sich schon etwas bewegen würde - bewegen <i>musste</i> -, bis das Machtgefälle abrutschte in die Hände von Menschen, die das Land in eine bessere Zukunft führen würden. So war es schließlich immer gewesen: Es hatte immer eine Handvoll Menschen gegeben, die über das Leben von Tausenden verfügten. Denn was passierte, wenn ein Volk seinem Anführer beraubt wurde, sah man in den Straßen von Dharan al-Bahr. Hunderte von Gruppierungen, die sich in den dunkelsten Ecken bildeten, um einen Teil des Machtnetzes abzugreifen. Nachbarn, die begannen, Streitigkeit in Selbstjustiz auszuführen, weil die Stadtwache damit beschäftigt war, einen Mörder und die verschwundene Königsfamilie zu finden. Adelige, die ihr Schicksal beim Schopf packen und all die Macht an sich reißen wollten, sich aber die Zähne an den Beratern ausbissen und den Entscheidungsprozess langsam und zäh machten. <br />
Und dann war da der Schatten, der die Stadt in Dunkelheit hüllte. Die Augen, die wachsam von den Dächern auf die Straßen blickten und dafür sorgten, dass Türen geschlossen und Gespräche in den Häusern ausgetragen wurden. Eine Stimme, die sich über all dem Chaos erhob, getragen von vielen Stimmen, die doch keinem gehörten. Das Chaos selbst, gehalten von dem Untergrund, der nur einer Gruppierung gehörte. Eine, die genau dieses Chaos gebraucht hatten, um endlich aus den Schatten zu treten und der Welt zu zeigen, dass die Macht längst ihnen gehörte.<br />
<br />
In der Stille des Abends, weitab von den lebendigen Marktplätzen und starken Gerüchen, thronten die zweistöckigen Villen der reichen Bevölkerung, der Berater und des niedrigen Adels, nicht weit ab des Palastes selbst. Es war das einzige Viertel, das Tag und Nacht bewacht wurde und in dem eine Form der Ordnung aufrechterhalten wurde, um den Schein von einer heilen Welt zu erhalten. <br />
Eine dieser Villen hatte ihr Licht bereits gedimmt, weil die Kinder samt Frau bereits schliefen - nur im ersten Stock brannten Öllampen und reflektierten ihr Licht in den samt grünen, blickdichten Vorhängen. Keeran Neshat hatte es sich in seinem Bürostuhl bequem gemacht. Im Kontrast zum Rest des Hauses, das an der ein oder anderen Ecke allein zum Eindruck schinden in echtem Gold schimmerte, strahlte sein Arbeitszimmer, in dem er seinen Gast begrüßte, eine elegante Schlichtheit aus. Alles Gold fand sich in den fein gearbeiteten Mustern der Vorhänge, und alle Möbel waren einem Zweck vorbehalten - dem Unterschreiben von Papieren, Empfangen von Gästen und Besprechen von Geschäften. Es war die Art von Reichtum, die einen Teil seiner Vergangenheit preisgab; das Blut, den Schweiß und die Schwelen, die er an den Händen verzeichnet hatte, als er all das noch nicht sein Eigen hatte nennen dürfen. Die Schönheit lag in der Schlichtheit, denn jedes Möbelstück war vollkommen und kostete ein stilles Vermögen. Der Schreibtisch bestand aus dunklem Obsidian, importiert von den besten Glasmachern Castandors. Der Federhalter war aus Elfenbein. Die Weingläser so makellos, dass nicht einmal das Licht der Öllampen sich in ihnen brach. Der Wein selbst gereift so lange, wie Keeran in dieser Welt verweilte. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, diesen besonderen Anlass mit seinem <i>Freund</i> mit etwas Besonderem zu feiern.<br />
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<div class="posttemplate3imageright"><img src="https://64.media.tumblr.com/4235430bb29216ff8feb1a94e23bd0a7/9ddb176826273fac-5f/s540x810/6501117e396c2a1a8e92efeebfd8eeced5873030.gif" style="max-width:200px; max-height:120px; object-fit:cover;"></div> Keeran lebte in dem Chaos. Er war die Ruhe, während um ihn herum der Sturm tobte, die Spinne, die sich auf dem Netz der Macht bewegte, als wäre es sein Zuhause. Während Ilyas, sein alter Freund, stoisch die Ordnung wiederherstellen wollte, konnte er nicht umhin, sich noch eine Stunde herbei zu wünschen, in der er von seinem Arbeitszimmer mit einem Glas Wein in der Hand beobachten konnte, wie die Stadt sich unter dem Chaos bog und die Insassen wie Mäuse versuchten, einen Weg durch die Schlupflöcher zu finden. Wenn es nach ihm ginge, dann würde er die kleinen anarchischen Gruppen machen lassen, nur um zu gucken, wie weit sie kamen, bis sie ins Netz der Amra Alzili rannten. Er würde den kleinen Prinzen laufen lassen, nur um ihn in zehn Jahren scheitern zu sehen, wenn er weiß vor Wut schäumte, blind vor Rachegelüsten, blind für sein Volk, das ihn nicht mehr als Thronfolger akzeptieren würde. Doch selbst mit dem, was er hatte, war Keeran zufrieden. Es reichte ihm - vorerst. Beflügelt von seinem neuerlichen Aufstieg in den Kreis der königlichen Berater dank seines Gegenübers hatte sich ein kleines Lächeln in sein Gesicht geschlichen. Erweicht durch den Wein waren seine Muskeln entspannt, sein Kopf trunken von dem Gefühl des Erfolgs, während er Tariq zuprostete, der den Sessel auf der anderen Seite seines Schreibtisches beansprucht hatte. <div class="sommerlandcolor">“Auf Samir, und auf die Zukunft, die er uns eröffnet.”</div> Seine Stimme war dünn wie immer, von Rauch getragen, hatte etwas Vergängliches, doch seine hellblauen Augen ruhten wachsam auf seinem Gegenüber, während er sein Glas an seine Lippen hob. Er beobachtete. Samir war so gut wie gewählt, nachdem einer der Berater, der gegen ihn gestimmt hatte, heute nicht zur Sitzung erschienen war. Sie hatten also allen Grund zum Feiern, oder nicht?<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The Maid and the Killer]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=804</link>
			<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 05:35:03 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=26">Devan Naharis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=804</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/43/8d/f4/438df45bd3ce2aef4b1592352324c4d1.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:36px;"><div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Terrible Things happen to those who</div>
Keep Digging in the Past.<br />
</div>
<br />
Amira sollte nicht hier sein.<br />
Außerhalb des Palastes, zu der Klippe der aufgehenden Sonne, hatten sich Adel und Bürger versammelt, um das Ritual des ersten Krönungstages zu erleben - hunderte Augenpaare wurden Zeugen davon, wie vier Elemente sich in einem Mann vereinigten, der kniend am Abgrund wartete, bis die ersten Sonnenstrahlen sein Haupt erleuchteten. Auch Ilyas war anwesend. Sie hätte an seiner Seite stehen müssen.<br />
Obwohl die Sonne kaum den Himmel mit ihrem Licht nährte, pulsierte der Palast bereits, als wäre er vor Stunden bereits aufgestanden. Vielleicht hatte er auch nie geschlafen - immer vibrierten aufmerksam platzierte Schritte von Gardisten durch den Stein, auf dem sie Wache hielten. Vereinzelt huschte ein Sklave durch die leeren Gänge, bis sie sich addierten, mehrten, in den rot gefärbten Gewändern, die sie dem Königshaus zugehörig machten. Denn für sie hatte sich nicht viel geändert. Diejenigen, die in der Investigation zum Mord des Königs nicht als mitschuldig bestraft worden waren, diejenigen, die im Schatten der Nacht nicht aus ihren Kammern verschwunden waren, taten weiterhin ihre Arbeit und würden sie tun, bis die Zeit es ihnen verbot. Wie ein Ameisennest wusste jeder im Palast seine Pflichten und führte sie aus, ohne Fragen zu stellen - vielleicht auch aus Angst aus den Folgen, was passierte, wenn man Fragen stellte. Wie Ameisen also erfüllten sie den Palast mit Leben und mieden Orte, die sie, wenn man den Geschichten der alten Sklaven Glauben schenkte, aus der Ordnung reißen würden. Der Palast lebte, während der Flügel der Königsgemächer unberührt im letzten Mondschein lag wie ein verfluchter Arm, dem man sich nicht mehr zugehörig fühlen wollte; aus Angst, dass der Fluch sich ausbreiten würde, wenn man einen falschen Schritt tat.<br />
<br />
Doch Amira schien der Spuk nicht aufzuhalten. In einem bemerkenswerten, doch naiven Versuch, nicht aufzufallen, hatte sie sich in einen Umhang gehüllt und war von Schatten zu Schatten getanzt, einen Bogen um alle Gardisten und Sklaven machend, deren Laufmuster sie zu kennen schien. Geschickt, ja, aber dass sie kein Maskenträger war, erkannte jemand mit geübtem Auge aus zwanzig Metern Entfernung. Erfahrene Maskenträger versuchten nicht, sich durch das Geflecht eines engen Systems zu winden, um ungesehen zu bleiben. Sie wurden bewusst gesehen und wahrgenommen als das, was sie waren. Sie durchbrachen das System nicht, sie schwammen mit ihm und wechselten ihre Verkleidung, wenn der Strom eine andere Richtung vorgab. Sklaven waren nicht immer Sklaven, Freunde nicht immer Freunde, Gardisten nicht immer Gardisten. Devan - Vasim - schälte sich von seinem Posten und setzte ihrem Schatten nach.<br />
<br />
<div class="sommerlandcolor">“Amira!”</div>, rief er durch den leeren Gang, der zu den Gemächern der Königin führte, nicht weit ab der Königsgemächer, doch näher an dem verlassenen Gemach des toten Kronprinzen, Fayyad ben Sahid. Als hätte er gerade erst aus Zufall von seinem Posten im Garten aus ihren Schatten erkannt, streckte er seine freie Hand in die Luft, die nicht seinen Speer hielt. Ihn musste sie bei all ihren Kalkulierungen wohl übersehen haben, wie er vom Schatten in den Lichtkegel der Fackel trat, die den Eingang zum Garten erleuchtete. Sein Gesicht, jugendlich und lebenswillig trotz der Umstände, erhellte sich, als sich die schmale Gestalt wirklich als die Gesellschafterin entpuppte, die er gerufen hatte - ein Verdacht, den er wohl gemutmaßt hatte, bis er wirklich vor ihr stand. Vasim schob sein Tuch von seiner Nase unter sein Kinn, obwohl es Gardisten eigentlich verboten war, ihre Aufmachung zu verändern. <div class="sommerlandcolor">“Ich wusste doch, dass ich die Leichtfüßigkeit von irgendwo kenne. Du hier?”</div> Statt sie darauf anzusprechen, dass sie sich in diesem Teil des Palasts nicht aufhalten sollte - und sie davon sicher bereits in Kenntnis gesetzt worden war - schien er nur froh zu sein, sie zu sehen. <br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/43/8d/f4/438df45bd3ce2aef4b1592352324c4d1.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:36px;"><div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Terrible Things happen to those who</div>
Keep Digging in the Past.<br />
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Amira sollte nicht hier sein.<br />
Außerhalb des Palastes, zu der Klippe der aufgehenden Sonne, hatten sich Adel und Bürger versammelt, um das Ritual des ersten Krönungstages zu erleben - hunderte Augenpaare wurden Zeugen davon, wie vier Elemente sich in einem Mann vereinigten, der kniend am Abgrund wartete, bis die ersten Sonnenstrahlen sein Haupt erleuchteten. Auch Ilyas war anwesend. Sie hätte an seiner Seite stehen müssen.<br />
Obwohl die Sonne kaum den Himmel mit ihrem Licht nährte, pulsierte der Palast bereits, als wäre er vor Stunden bereits aufgestanden. Vielleicht hatte er auch nie geschlafen - immer vibrierten aufmerksam platzierte Schritte von Gardisten durch den Stein, auf dem sie Wache hielten. Vereinzelt huschte ein Sklave durch die leeren Gänge, bis sie sich addierten, mehrten, in den rot gefärbten Gewändern, die sie dem Königshaus zugehörig machten. Denn für sie hatte sich nicht viel geändert. Diejenigen, die in der Investigation zum Mord des Königs nicht als mitschuldig bestraft worden waren, diejenigen, die im Schatten der Nacht nicht aus ihren Kammern verschwunden waren, taten weiterhin ihre Arbeit und würden sie tun, bis die Zeit es ihnen verbot. Wie ein Ameisennest wusste jeder im Palast seine Pflichten und führte sie aus, ohne Fragen zu stellen - vielleicht auch aus Angst aus den Folgen, was passierte, wenn man Fragen stellte. Wie Ameisen also erfüllten sie den Palast mit Leben und mieden Orte, die sie, wenn man den Geschichten der alten Sklaven Glauben schenkte, aus der Ordnung reißen würden. Der Palast lebte, während der Flügel der Königsgemächer unberührt im letzten Mondschein lag wie ein verfluchter Arm, dem man sich nicht mehr zugehörig fühlen wollte; aus Angst, dass der Fluch sich ausbreiten würde, wenn man einen falschen Schritt tat.<br />
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Doch Amira schien der Spuk nicht aufzuhalten. In einem bemerkenswerten, doch naiven Versuch, nicht aufzufallen, hatte sie sich in einen Umhang gehüllt und war von Schatten zu Schatten getanzt, einen Bogen um alle Gardisten und Sklaven machend, deren Laufmuster sie zu kennen schien. Geschickt, ja, aber dass sie kein Maskenträger war, erkannte jemand mit geübtem Auge aus zwanzig Metern Entfernung. Erfahrene Maskenträger versuchten nicht, sich durch das Geflecht eines engen Systems zu winden, um ungesehen zu bleiben. Sie wurden bewusst gesehen und wahrgenommen als das, was sie waren. Sie durchbrachen das System nicht, sie schwammen mit ihm und wechselten ihre Verkleidung, wenn der Strom eine andere Richtung vorgab. Sklaven waren nicht immer Sklaven, Freunde nicht immer Freunde, Gardisten nicht immer Gardisten. Devan - Vasim - schälte sich von seinem Posten und setzte ihrem Schatten nach.<br />
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<div class="sommerlandcolor">“Amira!”</div>, rief er durch den leeren Gang, der zu den Gemächern der Königin führte, nicht weit ab der Königsgemächer, doch näher an dem verlassenen Gemach des toten Kronprinzen, Fayyad ben Sahid. Als hätte er gerade erst aus Zufall von seinem Posten im Garten aus ihren Schatten erkannt, streckte er seine freie Hand in die Luft, die nicht seinen Speer hielt. Ihn musste sie bei all ihren Kalkulierungen wohl übersehen haben, wie er vom Schatten in den Lichtkegel der Fackel trat, die den Eingang zum Garten erleuchtete. Sein Gesicht, jugendlich und lebenswillig trotz der Umstände, erhellte sich, als sich die schmale Gestalt wirklich als die Gesellschafterin entpuppte, die er gerufen hatte - ein Verdacht, den er wohl gemutmaßt hatte, bis er wirklich vor ihr stand. Vasim schob sein Tuch von seiner Nase unter sein Kinn, obwohl es Gardisten eigentlich verboten war, ihre Aufmachung zu verändern. <div class="sommerlandcolor">“Ich wusste doch, dass ich die Leichtfüßigkeit von irgendwo kenne. Du hier?”</div> Statt sie darauf anzusprechen, dass sie sich in diesem Teil des Palasts nicht aufhalten sollte - und sie davon sicher bereits in Kenntnis gesetzt worden war - schien er nur froh zu sein, sie zu sehen. <br />
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			<title><![CDATA[nothing dragging us through the thorns]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=771</link>
			<pubDate>Tue, 01 Jul 2025 11:17:54 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=0">Vanja Neshat</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=771</guid>
			<description><![CDATA[Eine aufwendige Flechtfrisur zierte den Kopf der jungen Frau, während die hellen Stoffe um ihren Körper geweht wurden. Ein goldfarbene Gürtel hielt den beigefarbenen Stoff an Ort und Stelle, wobei Vanja Neshat nicht besonders bekannt dafür war sehr zugeknöpft zu sein. Ganz im Gegenteil. Doch wenn es keinen spezifischen Plan gab, der einen anderen Mann beinhaltete, war es ihr nicht weiter wichtig viel Haut zu zeigen. Und die Überlegungen für heute schlossen zwar jemand anderen mit ein, aber niemanden, mit dem sie das Bett teilen wollte. Ein Treffen zwischen ihr und einer anderen Frau wurde vor wenigen Tagen vereinbart. Ein einzelner Brief, den Vanja an einen ihrer Sklaven weitergegeben hat, um Zariyah Silk zu treffen. Gar nicht darauf ausgelegt, eine Absage zu erhalten. Ein Termin am heutigen Mittag stand in geschwungener Schrift darauf. Außerdem der gewählte Ort: der Marktplatz von Dharan al-Bhar. Um sie herum das geschäftige Treiben der Marktbesitzer, die alle ihre Waren verkaufen wollten. Stoffe aus feinster Herstellung, Seide, Schmuck, Gewürze und frisches Obst. Dazwischen das hungernde Volk des Sommerlandes. Abgemagert. Krank. Verzweifelt. Und zwischendurch ein bisschen hoffend. Hoffend darauf, dass es jetzt besser wird. <br />
<br />
Langsam, wie ein Raubtier, das seine Beute umkreist, tritt die weißhaarige Frau auf den Marktplatz. In einiger Entfernung hinter ihr zwei Männer, die beinahe unbeteiligt Löcher in die Luft starrten, wenn man nicht genau hinsah. Wenn man es besser wusste, konnte man erkennen, dass sie die Gegend genau beobachteten und nach Gefahren für Vanja Ausschau hielten. Auch wenn ihr Mann sicher keine einjährige Staatstrauer ausrufen würde, wenn ihr etwas geschah, so war ihm trotzdem auf verquere Art und Weise an ihrer Sicherheit gelegen. Also bekam Vanja stets zwei Wachmänner zur Seite gestellt, die genau für solche Ausflüge da waren. Wie sie hießen wusste sie nicht und ehrlicherweise war es ihr auch herzlich egal, aber einen Deut Dankbarkeit empfand sie trotzdem manchmal. Nicht immer und in der Regel auch nicht spürbar, aber es zählte doch, was in ihrem Inneren geschah, oder nicht? Immerhin wurden sie ausreichend dafür entlohnt diesem Tätigkeitsfeld nachzugehen. Eine Familie konnten sie damit locker versorgen, was interessierte sie es also, ob Vanja ihre Namen kannte oder nicht. <br />
<br />
Wartend, beinahe taxierend, ließ sie ihren Blick über die Menschen auf dem Marktplatz schweifen. Sie hatte keine Ahnung, nach was genau sie Ausschau hielt, doch sie war sich sicher, dass sie es wusste, wenn sie es sah. Eine junge Frau war ihr Ziel. Oder viel mehr das Treffen mit ihr und dem, was sie hoffentlich anbieten konnte. Ungeduldig fuhr sie sich durch die Haare, wich hier und da einem eilenden Menschen aus und verteilte bitterböse Blicke, wenn sie trotzdem jemand streifte. Aufpassen sollten diese Würmer!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine aufwendige Flechtfrisur zierte den Kopf der jungen Frau, während die hellen Stoffe um ihren Körper geweht wurden. Ein goldfarbene Gürtel hielt den beigefarbenen Stoff an Ort und Stelle, wobei Vanja Neshat nicht besonders bekannt dafür war sehr zugeknöpft zu sein. Ganz im Gegenteil. Doch wenn es keinen spezifischen Plan gab, der einen anderen Mann beinhaltete, war es ihr nicht weiter wichtig viel Haut zu zeigen. Und die Überlegungen für heute schlossen zwar jemand anderen mit ein, aber niemanden, mit dem sie das Bett teilen wollte. Ein Treffen zwischen ihr und einer anderen Frau wurde vor wenigen Tagen vereinbart. Ein einzelner Brief, den Vanja an einen ihrer Sklaven weitergegeben hat, um Zariyah Silk zu treffen. Gar nicht darauf ausgelegt, eine Absage zu erhalten. Ein Termin am heutigen Mittag stand in geschwungener Schrift darauf. Außerdem der gewählte Ort: der Marktplatz von Dharan al-Bhar. Um sie herum das geschäftige Treiben der Marktbesitzer, die alle ihre Waren verkaufen wollten. Stoffe aus feinster Herstellung, Seide, Schmuck, Gewürze und frisches Obst. Dazwischen das hungernde Volk des Sommerlandes. Abgemagert. Krank. Verzweifelt. Und zwischendurch ein bisschen hoffend. Hoffend darauf, dass es jetzt besser wird. <br />
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Langsam, wie ein Raubtier, das seine Beute umkreist, tritt die weißhaarige Frau auf den Marktplatz. In einiger Entfernung hinter ihr zwei Männer, die beinahe unbeteiligt Löcher in die Luft starrten, wenn man nicht genau hinsah. Wenn man es besser wusste, konnte man erkennen, dass sie die Gegend genau beobachteten und nach Gefahren für Vanja Ausschau hielten. Auch wenn ihr Mann sicher keine einjährige Staatstrauer ausrufen würde, wenn ihr etwas geschah, so war ihm trotzdem auf verquere Art und Weise an ihrer Sicherheit gelegen. Also bekam Vanja stets zwei Wachmänner zur Seite gestellt, die genau für solche Ausflüge da waren. Wie sie hießen wusste sie nicht und ehrlicherweise war es ihr auch herzlich egal, aber einen Deut Dankbarkeit empfand sie trotzdem manchmal. Nicht immer und in der Regel auch nicht spürbar, aber es zählte doch, was in ihrem Inneren geschah, oder nicht? Immerhin wurden sie ausreichend dafür entlohnt diesem Tätigkeitsfeld nachzugehen. Eine Familie konnten sie damit locker versorgen, was interessierte sie es also, ob Vanja ihre Namen kannte oder nicht. <br />
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Wartend, beinahe taxierend, ließ sie ihren Blick über die Menschen auf dem Marktplatz schweifen. Sie hatte keine Ahnung, nach was genau sie Ausschau hielt, doch sie war sich sicher, dass sie es wusste, wenn sie es sah. Eine junge Frau war ihr Ziel. Oder viel mehr das Treffen mit ihr und dem, was sie hoffentlich anbieten konnte. Ungeduldig fuhr sie sich durch die Haare, wich hier und da einem eilenden Menschen aus und verteilte bitterböse Blicke, wenn sie trotzdem jemand streifte. Aufpassen sollten diese Würmer!]]></content:encoded>
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