<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Facing the Storm - Geschichten, Legenden und Visionen]]></title>
		<link>https://facingthestorm.de/</link>
		<description><![CDATA[Facing the Storm - https://facingthestorm.de]]></description>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 10:00:05 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Zha'ruun]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=841</link>
			<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 15:30:39 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=177">Yue Bai</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=841</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/e3/ac/a4/e3aca4ec11cdaa550b76453165abefda.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;">I Fell in Love with a Star<br />
<div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Who shined so bright, yet stayed so far.<br />
I reached for it, but it slipped from view,<br />
Now I'm haunted by a Love I never knew.</div>
</div>
<br />
Lichter pulsierten im Wasser wie das Flackern tausender Lichter, die jemand auf die stille Oberfläche gemalt hatte. Kleine Körper aus Energie, die sich gleichsam um Yues Hände schmiegten, wie sie an ihnen zupften. Es hatte eine merkwürdige Klarheit, das Bild, das sich vor ihren Augen erstreckte und sie einen Moment innehalten ließ; sie mehr <i>fühlen</i> ließ, als zu sehen, die Weite, die sich vor ihr erstreckte und das Ziehen, das damit einher ging. Wieder spürte sie die Hand auf ihrer Schulter, als läge sie immer noch dort, nicht vergangen in Berührung und Klängen, die ihr Volk miteinander verbunden hatte. <br />
Was Gruppen für eine Kraft in sich trugen, hatte sie lange nicht verstanden. Alles Unverständliche, Fantastische hatte sie auf den Ort und seine Spiritualität bezogen, nicht auf die Menschen, die den Ort mit Leben füllten. Denn auch das wundersamste Naturspektakel - eine üppige, grüne Oase umringt von steilen Klippen - war nur das, ein Spektakel, wenn es nicht mit dem Leben ihres Volkes gefüllt wurde. Hier, wo Himmel und Erde aufeinandertrafen und den Lebenden den Übertritt auf die spirituelle Ebene ebneten. Hier, wo sie einander berührten und das Leben feierten, mit Tränen in geschlossenen Augen, während ihr Gesang sie über die Klippen hinaus trug. Es war das Höchste aller Gefühle, diesen Moment stiller Verbundenheit mit ihrem Volk teilen zu können. Ihrer Familie, die sich über ihr Blut hinaus erstreckte - etwas, das sie in ihr Herz einschließen würde, wenn sie ihrer Familie den Rücken kehrte.<br />
<br />
Yues Blick ruhte länger reglos auf dem Wasserkörper, den Nachhall der Gesänge noch in den Ohren, den Geruch der Kräuter noch in der Nasenspitze, die eigene Stimme versiegt wie Sand, der durch Finger rann. Die Sterne, die vorhin noch vom Himmel geregnet hatten, spiegelten sich klar in ihren dunklen Augen wieder und nahmen die Grenzen ihres Sichtfeldes ein. Sie war die letzte, die noch zurückgeblieben war, um sich die weiß-graue Farbe von den Handrücken, Armen und vom Gesicht zu waschen und anschließend die Federn aus dem dicken Haar zu kämmen, alle anderen schon dabei, den Abend nachhallen zu lassen und zu ihren Zelten zurück zu kehren. Entfernt hörte sie Stimmen, Eltern, die sich über die Entwicklung ihrer Söhne austauschten. Freundinnen, die mit der Hand vor dem Mund begeistert über den Ritualkampf des Gao-Stammes flüsterten. Älteste, die einen Räucherstab zwischen flache Hände nahmen und den Ahnen für das fruchtbare Jahr dankten. <br />
<br />
Was sie nicht hörte, waren die Schritte, die näher kamen. Praktische, feste Schritte von Xue, die ihren Griff um den Arm eines jungen Mannes geschraubt hatte und ihn zum Wasser zog - hinter ihr die stolpernden, unsicheren Schritte von Jia, die mehr den Mann anstarrte als wirklich auf ihren Weg zu achten. Auch das Lachen erreichte Yue nur entfernt, als ihre Freundin den Jungen anstupste und ihn sanft die kleine Biegung hinunter in Richtung Wasser stieß. <i>“Muss ich denn immer Schicksal spielen, damit ihr beiden mal den Kopf aus dem Sand steckt. Ihr werdet heiraten, verdammt!”</i> <br />
Es war abstrus, diese strengen Worte in der hellen Stimme ihrer Freundin zu hören, die alles wie Spaß und Spiel klingen ließ; so abstrus, dass sich Yues Fokus langsam nach innen kehrte und sie die Bewegung im Wasser wieder aufnahm. Sie tauchte ihre Hände etwas tiefer in die Oberfläche und rieb mit dem Daumen über ihre Haut, bis sich die Farbe in aufgeweichten, langen Schlieren löste. Ihren Blick hob sie aber erst, als sie Sihan neben sich erkannte; unverkennbar in der Art, wie sie seine Präsenz spürte. Und als wäre es das Normalste auf der Welt, begegnete sie ihm mit einem Lächeln, das halb in den Sternen hing, aber ganz ihm gehörte.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/1200x/e3/ac/a4/e3aca4ec11cdaa550b76453165abefda.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;color:white;font-size:40px;">I Fell in Love with a Star<br />
<div style="font-size:12px;font-family:'cinzel";">Who shined so bright, yet stayed so far.<br />
I reached for it, but it slipped from view,<br />
Now I'm haunted by a Love I never knew.</div>
</div>
<br />
Lichter pulsierten im Wasser wie das Flackern tausender Lichter, die jemand auf die stille Oberfläche gemalt hatte. Kleine Körper aus Energie, die sich gleichsam um Yues Hände schmiegten, wie sie an ihnen zupften. Es hatte eine merkwürdige Klarheit, das Bild, das sich vor ihren Augen erstreckte und sie einen Moment innehalten ließ; sie mehr <i>fühlen</i> ließ, als zu sehen, die Weite, die sich vor ihr erstreckte und das Ziehen, das damit einher ging. Wieder spürte sie die Hand auf ihrer Schulter, als läge sie immer noch dort, nicht vergangen in Berührung und Klängen, die ihr Volk miteinander verbunden hatte. <br />
Was Gruppen für eine Kraft in sich trugen, hatte sie lange nicht verstanden. Alles Unverständliche, Fantastische hatte sie auf den Ort und seine Spiritualität bezogen, nicht auf die Menschen, die den Ort mit Leben füllten. Denn auch das wundersamste Naturspektakel - eine üppige, grüne Oase umringt von steilen Klippen - war nur das, ein Spektakel, wenn es nicht mit dem Leben ihres Volkes gefüllt wurde. Hier, wo Himmel und Erde aufeinandertrafen und den Lebenden den Übertritt auf die spirituelle Ebene ebneten. Hier, wo sie einander berührten und das Leben feierten, mit Tränen in geschlossenen Augen, während ihr Gesang sie über die Klippen hinaus trug. Es war das Höchste aller Gefühle, diesen Moment stiller Verbundenheit mit ihrem Volk teilen zu können. Ihrer Familie, die sich über ihr Blut hinaus erstreckte - etwas, das sie in ihr Herz einschließen würde, wenn sie ihrer Familie den Rücken kehrte.<br />
<br />
Yues Blick ruhte länger reglos auf dem Wasserkörper, den Nachhall der Gesänge noch in den Ohren, den Geruch der Kräuter noch in der Nasenspitze, die eigene Stimme versiegt wie Sand, der durch Finger rann. Die Sterne, die vorhin noch vom Himmel geregnet hatten, spiegelten sich klar in ihren dunklen Augen wieder und nahmen die Grenzen ihres Sichtfeldes ein. Sie war die letzte, die noch zurückgeblieben war, um sich die weiß-graue Farbe von den Handrücken, Armen und vom Gesicht zu waschen und anschließend die Federn aus dem dicken Haar zu kämmen, alle anderen schon dabei, den Abend nachhallen zu lassen und zu ihren Zelten zurück zu kehren. Entfernt hörte sie Stimmen, Eltern, die sich über die Entwicklung ihrer Söhne austauschten. Freundinnen, die mit der Hand vor dem Mund begeistert über den Ritualkampf des Gao-Stammes flüsterten. Älteste, die einen Räucherstab zwischen flache Hände nahmen und den Ahnen für das fruchtbare Jahr dankten. <br />
<br />
Was sie nicht hörte, waren die Schritte, die näher kamen. Praktische, feste Schritte von Xue, die ihren Griff um den Arm eines jungen Mannes geschraubt hatte und ihn zum Wasser zog - hinter ihr die stolpernden, unsicheren Schritte von Jia, die mehr den Mann anstarrte als wirklich auf ihren Weg zu achten. Auch das Lachen erreichte Yue nur entfernt, als ihre Freundin den Jungen anstupste und ihn sanft die kleine Biegung hinunter in Richtung Wasser stieß. <i>“Muss ich denn immer Schicksal spielen, damit ihr beiden mal den Kopf aus dem Sand steckt. Ihr werdet heiraten, verdammt!”</i> <br />
Es war abstrus, diese strengen Worte in der hellen Stimme ihrer Freundin zu hören, die alles wie Spaß und Spiel klingen ließ; so abstrus, dass sich Yues Fokus langsam nach innen kehrte und sie die Bewegung im Wasser wieder aufnahm. Sie tauchte ihre Hände etwas tiefer in die Oberfläche und rieb mit dem Daumen über ihre Haut, bis sich die Farbe in aufgeweichten, langen Schlieren löste. Ihren Blick hob sie aber erst, als sie Sihan neben sich erkannte; unverkennbar in der Art, wie sie seine Präsenz spürte. Und als wäre es das Normalste auf der Welt, begegnete sie ihm mit einem Lächeln, das halb in den Sternen hing, aber ganz ihm gehörte.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[On a hot summer night, would you offer your throat to the wolf with the red roses?]]></title>
			<link>https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=832</link>
			<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 12:21:03 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://facingthestorm.de/member.php?action=profile&uid=88">Rajani Parikh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://facingthestorm.de/showthread.php?tid=832</guid>
			<description><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/43/b0/96/43b0962b24b6c2f054f54e9f075f44e5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">On a hot summer night,<br />
<div style="font-size:18px;">would you offer your throat to the wolf with the red roses?</div>
</div>
<br />
Unbeirrbar brannte die Sonne vom Himmel, während die durstigen Pferde zum Stillstand kamen und sich knarzend die Tür der Kutsche öffnete. Heraus kam Dinesh Parikh und sein vermutlich schönster Diamant: seine Tochter Rajani. Gehüllt in einen tief lilafarbenen Schleier und vielem Goldschmuck, der bei jedem ihrer Schritte klimperte, stieg sie elegant wie eine Katze aus der Kutsche heraus, die für die Tage ihre Obhut gewesen war. Es war ein geräumiges Holzmodell, das mit verzierten Buntglasscheiben und den schönsten Ornamenten ausgestattet war - doch es blieb trotzdem eine Kutsche. Die junge Brünette war heilfroh nun endlich das Ziel erreicht zu haben und freute sich über einen einwöchigen Aufenthalt in Yalewdal. Es war das erste Mal, dass sie diesen Ort hier besuchte und auch, wenn es hier genauso heiß und trocken wie in Dharan al-Bhar war, gab es sicher ein paar kulturelle oder sozioökonomische Unterschiede. Wenngleich Rajani keinen so besonders hellen Geist besaß, um feine Nuancen unterscheiden zu können. Die Gesellschafterin war eher einfach gestrickt und verstand sich mehr auf die zwischenmenschliche Interaktion, statt auf fachlich fundierte Diskussionen. Dafür musste man sich eher mit Naila, ihrer Prinzessin, unterhalten. Doch auch, wenn sie es zwar kurz in Erwägung gezogen hatte, war sie in der Hauptstadt verblieben. Ehrlicherweise wusste Rajani gar nicht so ganz genau, was sie tagtäglich für Aufgaben zu bewältigen hatte, aber sie war sich sicher, dass sie von größter Relevanz waren. Denn wieso sonst sollte man eine Reise mit seiner besten Freundin ausschlagen? Doch nicht etwa nur, weil man eine Prinzessin war? Oder?<br />
<br />
Mit einem kurzen Kopfschütteln konzentrierte sie sich wieder auf ihre Ankunft im Palast und begrüßte alle Anwesenden mit einem eleganten Knicks. Ihr Vater richtete das Wort an das andere Familienoberhaupt und die Parikh blieb neben ihm stehen, ein wundervoll anzusehendes Deko-Objekt an seinem Arm. Zwar war sie seine Tochter und nicht seine Frau, doch immerhin noch unverheiratet und bildhübsch. Dass sie nicht so viel im Kopf hatte, wie andere in ihrer Familie und im Palast, machte dabei keinen Unterschied. Frauen waren nicht zum Reden geboren, sondern zum Ansehen. Und darin war Rajani eine Augenweide. Die junge Frau hatte wallendes dunkelbraunes Haar, dass ihr in großen Wellen über die Schultern fiel und so einen Großteil der sonst vermutlich nackten Haut verdeckte. Außerdem mandelförmige braune Augen, die von dunklen Wimpern umrahmt und von dem Khol auf ihrer Wasserlinie noch mehr zur Geltung gebracht wurden. <br />
<br />
Nachdem sie nur wenig Zeit später ihre Gemächer bezogen hatten, traf eine Einladung zum Abendessen bei ihr ein. Ein letzte Blick in den Spiegel, ein letztes Mal das Tupfen einer würzigen Ölmischung auf ihr Handgelenk, um besonders exotisch zu duften und sie hatte ihre Gemächer wieder verlassen und ging gemeinsam mit ihrem Vater in den großen Speisesaal. Man hatte der jungen Gesellschafterin versprochen, dass sich der Sohn der Familie heute um sie kümmern und ihr den Palast und seinen Außenbereich zeigen würde. Naila hätte jetzt ganz sicher den Namen und seine Geschichte parat gehabt, Rajani hingegen hing in ihren eigenen Tagträumen fest und überlegte, ob besagter Sohn wohl hübsch anzusehen war. <br />
Gemeinsam mit ihrem Vater betrat sie also den Speisesaal, wo Rajid Al-Mazhir und sein Sohn sie schon erwarteten.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="posttemplate1">
<div class="posttemplate1header" style="background: url(https://i.pinimg.com/736x/43/b0/96/43b0962b24b6c2f054f54e9f075f44e5.jpg); background-size:100%;background-position:50% 50%;">On a hot summer night,<br />
<div style="font-size:18px;">would you offer your throat to the wolf with the red roses?</div>
</div>
<br />
Unbeirrbar brannte die Sonne vom Himmel, während die durstigen Pferde zum Stillstand kamen und sich knarzend die Tür der Kutsche öffnete. Heraus kam Dinesh Parikh und sein vermutlich schönster Diamant: seine Tochter Rajani. Gehüllt in einen tief lilafarbenen Schleier und vielem Goldschmuck, der bei jedem ihrer Schritte klimperte, stieg sie elegant wie eine Katze aus der Kutsche heraus, die für die Tage ihre Obhut gewesen war. Es war ein geräumiges Holzmodell, das mit verzierten Buntglasscheiben und den schönsten Ornamenten ausgestattet war - doch es blieb trotzdem eine Kutsche. Die junge Brünette war heilfroh nun endlich das Ziel erreicht zu haben und freute sich über einen einwöchigen Aufenthalt in Yalewdal. Es war das erste Mal, dass sie diesen Ort hier besuchte und auch, wenn es hier genauso heiß und trocken wie in Dharan al-Bhar war, gab es sicher ein paar kulturelle oder sozioökonomische Unterschiede. Wenngleich Rajani keinen so besonders hellen Geist besaß, um feine Nuancen unterscheiden zu können. Die Gesellschafterin war eher einfach gestrickt und verstand sich mehr auf die zwischenmenschliche Interaktion, statt auf fachlich fundierte Diskussionen. Dafür musste man sich eher mit Naila, ihrer Prinzessin, unterhalten. Doch auch, wenn sie es zwar kurz in Erwägung gezogen hatte, war sie in der Hauptstadt verblieben. Ehrlicherweise wusste Rajani gar nicht so ganz genau, was sie tagtäglich für Aufgaben zu bewältigen hatte, aber sie war sich sicher, dass sie von größter Relevanz waren. Denn wieso sonst sollte man eine Reise mit seiner besten Freundin ausschlagen? Doch nicht etwa nur, weil man eine Prinzessin war? Oder?<br />
<br />
Mit einem kurzen Kopfschütteln konzentrierte sie sich wieder auf ihre Ankunft im Palast und begrüßte alle Anwesenden mit einem eleganten Knicks. Ihr Vater richtete das Wort an das andere Familienoberhaupt und die Parikh blieb neben ihm stehen, ein wundervoll anzusehendes Deko-Objekt an seinem Arm. Zwar war sie seine Tochter und nicht seine Frau, doch immerhin noch unverheiratet und bildhübsch. Dass sie nicht so viel im Kopf hatte, wie andere in ihrer Familie und im Palast, machte dabei keinen Unterschied. Frauen waren nicht zum Reden geboren, sondern zum Ansehen. Und darin war Rajani eine Augenweide. Die junge Frau hatte wallendes dunkelbraunes Haar, dass ihr in großen Wellen über die Schultern fiel und so einen Großteil der sonst vermutlich nackten Haut verdeckte. Außerdem mandelförmige braune Augen, die von dunklen Wimpern umrahmt und von dem Khol auf ihrer Wasserlinie noch mehr zur Geltung gebracht wurden. <br />
<br />
Nachdem sie nur wenig Zeit später ihre Gemächer bezogen hatten, traf eine Einladung zum Abendessen bei ihr ein. Ein letzte Blick in den Spiegel, ein letztes Mal das Tupfen einer würzigen Ölmischung auf ihr Handgelenk, um besonders exotisch zu duften und sie hatte ihre Gemächer wieder verlassen und ging gemeinsam mit ihrem Vater in den großen Speisesaal. Man hatte der jungen Gesellschafterin versprochen, dass sich der Sohn der Familie heute um sie kümmern und ihr den Palast und seinen Außenbereich zeigen würde. Naila hätte jetzt ganz sicher den Namen und seine Geschichte parat gehabt, Rajani hingegen hing in ihren eigenen Tagträumen fest und überlegte, ob besagter Sohn wohl hübsch anzusehen war. <br />
Gemeinsam mit ihrem Vater betrat sie also den Speisesaal, wo Rajid Al-Mazhir und sein Sohn sie schon erwarteten.<br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>