Assassinierung der Königsfamilie
Lange genug haben sie in den Schatten gelegen und beobachtet, gelungert, gewartet auf den richtigen Zeitpunkt. Das Königshaus hatte genug Möglichkeiten, die Katastrophen von Natur und Mensch auszubessern, die Wirtschaft anzukurbeln, der Bevölkerung aus ihrem Elend zu helfen, aber stattdessen entsandte Ridvan alle kampffähigen sommerländischen Männer auf das Festland und verdammte die Armen zu einem Leben ohne Hoffnung. Einem Leben in Dunkelheit, wo die Schatten schützend um ihre nackten Füße kriechen und ihnen Ideen ins Ohr flüstern.
Es ist, als würde das Land den Atem anhalten. Während der Mond ein kühles Licht über die Dächer wirft, starren jung und alt auf die Silhouetten der Palastmauern in Erwartung. Wissen. Bis die Glocke des Kirchturms 12 schlägt, sind sie Eins. Gemeinsam warten sie auf das, was das Ende ihres Leidens bedeuten wird - auf die ein oder andere Weise.
Am 31. Tag des zweiten Monats der Saat (Oktober) passieren zwei Dinge. Gebrüllte Befehle und eilige Fußstapfen eilen dem Knistern entgegen, während sich die Gardisten ihre Tücher vor der Nase zuziehen, um sich vor dem Rauch zu schützen. Ein Feuer im Westflügel des Palastes, Heofader sei Dank mit genügend Abstand zu den königlichen Gemächern, hält alle Bewohner und die gesamte Dienerschaft auf Trab. Während die Gardisten daran arbeiten, Wasser aus dem See zu schöpfen und das Feuer zu kontrollieren, erklingt aus den Gärten der Ruf einer Nachtigall. Schatten auf den Dächern setzen sich in Bewegung und die Gardisten vor den Gemächern des Königs greifen auf einmal zu ihren Waffen.



Es ist endlich so weit! Wir begrüßen unseren ersten, politisch motivierten Hauptplot im Sommerland: Die (versuchte) Assassinierung von der Königsfamilie durch die Hand der Amra Alzili.
Dieser Plot findet um Mitternacht des 31. Oktobers in Dharan al-Bahr statt und wird in 2-3 Szenen aufgeteilt, die von eingeladenen Spielercharakteren und ausgestellten NPCs bespielt werden können. Die Szenen basieren auf einem Rundensystem an P&P angelehnt, bei dem mit Würfeln entschieden wird, welche Aktionen erfolgreich sind und wie erfolgreich sie sind. Um ein schnelles Vorankommen zu gewährleisten, möchten wir die Postings gerne auf etwa 100 Wörter/ 750 Zeichen beschränken und jedem Spieler etwa fünf Tage für seinen Zug Zeit geben, sonst wird der Charakter für diese Runde übersprungen oder seine Aktionen von einem anderem Charakter aufgegriffen.
Da der Plot doch sehr spezifisch auf eine Usergruppe zugeschnitten ist, haben wir uns überlegt, NPCs anzubieten, die gerne von jedem Spieler übernommen werden können, der teilnehmen möchte.
Im Folgenden erklären wir einmal, wie wir uns das System vorgestellt haben:
Zu Beginn jeder Szene würfeln die Beteiligten der Szene - mit einem Bonus von +2, wenn z.B. ein Überraschungsangriff geplant ist, plus dem Geschicklichkeitswert des Charakters - einen Initiativewurf (1d20), bei dem die Postingreihenfolge entschieden wird.
Anschließend beginnt das Rundensystem. Eine Runde ist genauso lang, wie jeder beteiligte Charakter, inklusive NPCs, einmal dran gewesen ist. Ein Charakter kann in seiner Runde genau eine Aktion ausführen. Das kann ein Angriff sein, das Benutzen eines Gegenstandes oder sonstige Tätigkeit, die unter eine aktive Aktion fällt. Reaktion auf Angriffe gegen den Charakter, wörtliche Rede und Bewegungen zählen nicht dazu und können frei mit in den Post einbezogen werden (sie sollten aber natürlich Sinn ergeben).
Für einen Angriff wird von dem Angreifer ein D10 geworfen. Der Erfolg eines Angriffes hängt von den Angriffswerten (Stärke oder Geschicklichkeit, je nachdem welche Art von Angriff) das Angreifers und von dem Verteidigungswert des Gegners ab. Wenn die gewürfelte Zahl mit Angriffsbonus höher ist als der Verteidigungswert des Gegners, wird der Gegner getroffen und verliert einen Lebenspunkt. Da wir ein textbasiertes Rollenspiel sind, wollen wir hier aber auch einige Freiheiten lassen - der Angriff kann in bestimmten Situationen auch 0-2 Lebenspunkte abziehen.
Für Spielercharaktere, so wie NPCs gilt die Devise: 3 Lebenspunkte, ein Verteidigungswert von fünf mit 0/+1/+2/+3 Bonus ohne/mit leichter/mittlerer/schwerer Rüstung. Ein Charakter, der leichte Rüstung trägt, hat also einen Verteidigungswert von 6 (Grundwert von 5 + 1).
Erreicht ein Charakter (Spieler und NPC) 0 Lebenspunkte, ist er tot.
Sterben von Charakteren
Dieser Plot beinhaltet Mord und Totschlag, aber wir erwarten natürlich nicht, dass jeder Spieler seine Charaktere einfach so aufs Spiel setzen möchte. Deswegen ist jeder Spielercharakter, wenn nicht ausdrücklich anders festgehalten, vom Tod ausgenommen.
Wir möchten hingegen auch die Spieler belohnen, die das Leben ihres Charakters riskieren, weswegen wir jedem Spielercharakter, der vorher ausdrücklich für den potentiellen Tod freigegeben wurde, einen Bonus geben. Zwischen folgenden Boni kann einmal pro Charakter entschieden werden:
NPC-Charaktere sind von dieser Regel ausgenommen und können sterben, sobald sie 0 Lebenspunkte erreicht haben.
Spielercharaktere, die nicht sterben können, werden besiegt, wenn sie einen Lebenspunkt erreicht haben. Dann müssen sie entweder fliehen oder sich fangen lassen.
Hier halten wir die Charaktere fest, die mit Einverständnis der Spieler sterben können:
@Devan Naharis
@"Hafiz Al-Jazari"
@Zariyah Silk
Sonstiges
Meldet euch gerne unter diesem Thread, wenn ihr einen NPC übernehmen möchtet oder ob euer Charakter sterben kann und dadurch einen Bonus bekommt (@Nadir ben Sahid). Für die NPCs melden wir uns dann privat bei euch, wie ihr den Charakter hier im Forum erstellen könnt.
Wenn ihr Ideen habt, wie euer eigener Charakter in diesen Plot eingebunden werden kann, dann kommt gerne auf uns zu. Die Voraussetzung ist dafür natürlich, dass er entweder von Seiten der Amra Alzili eingesetzt werden kann oder sich im Königspalast der ben Sahid befindet.
Solltet ihr nach dem Plot Lust haben, euren NPC zu einem richtigen Charakter zu machen, könnt ihr das sehr gerne tun. ^-^
Die Postingarea zu dem Plot findet ihr hier. Viel Spaß.
Euer Team,
Letha, Nessi, Corinna und Vivi
Es ist, als würde das Land den Atem anhalten. Während der Mond ein kühles Licht über die Dächer wirft, starren jung und alt auf die Silhouetten der Palastmauern in Erwartung. Wissen. Bis die Glocke des Kirchturms 12 schlägt, sind sie Eins. Gemeinsam warten sie auf das, was das Ende ihres Leidens bedeuten wird - auf die ein oder andere Weise.
Am 31. Tag des zweiten Monats der Saat (Oktober) passieren zwei Dinge. Gebrüllte Befehle und eilige Fußstapfen eilen dem Knistern entgegen, während sich die Gardisten ihre Tücher vor der Nase zuziehen, um sich vor dem Rauch zu schützen. Ein Feuer im Westflügel des Palastes, Heofader sei Dank mit genügend Abstand zu den königlichen Gemächern, hält alle Bewohner und die gesamte Dienerschaft auf Trab. Während die Gardisten daran arbeiten, Wasser aus dem See zu schöpfen und das Feuer zu kontrollieren, erklingt aus den Gärten der Ruf einer Nachtigall. Schatten auf den Dächern setzen sich in Bewegung und die Gardisten vor den Gemächern des Königs greifen auf einmal zu ihren Waffen.



Es ist endlich so weit! Wir begrüßen unseren ersten, politisch motivierten Hauptplot im Sommerland: Die (versuchte) Assassinierung von der Königsfamilie durch die Hand der Amra Alzili.
Dieser Plot findet um Mitternacht des 31. Oktobers in Dharan al-Bahr statt und wird in 2-3 Szenen aufgeteilt, die von eingeladenen Spielercharakteren und ausgestellten NPCs bespielt werden können. Die Szenen basieren auf einem Rundensystem an P&P angelehnt, bei dem mit Würfeln entschieden wird, welche Aktionen erfolgreich sind und wie erfolgreich sie sind. Um ein schnelles Vorankommen zu gewährleisten, möchten wir die Postings gerne auf etwa 100 Wörter/ 750 Zeichen beschränken und jedem Spieler etwa fünf Tage für seinen Zug Zeit geben, sonst wird der Charakter für diese Runde übersprungen oder seine Aktionen von einem anderem Charakter aufgegriffen.
Da der Plot doch sehr spezifisch auf eine Usergruppe zugeschnitten ist, haben wir uns überlegt, NPCs anzubieten, die gerne von jedem Spieler übernommen werden können, der teilnehmen möchte.
Im Folgenden erklären wir einmal, wie wir uns das System vorgestellt haben:
Zu Beginn jeder Szene würfeln die Beteiligten der Szene - mit einem Bonus von +2, wenn z.B. ein Überraschungsangriff geplant ist, plus dem Geschicklichkeitswert des Charakters - einen Initiativewurf (1d20), bei dem die Postingreihenfolge entschieden wird.
Anschließend beginnt das Rundensystem. Eine Runde ist genauso lang, wie jeder beteiligte Charakter, inklusive NPCs, einmal dran gewesen ist. Ein Charakter kann in seiner Runde genau eine Aktion ausführen. Das kann ein Angriff sein, das Benutzen eines Gegenstandes oder sonstige Tätigkeit, die unter eine aktive Aktion fällt. Reaktion auf Angriffe gegen den Charakter, wörtliche Rede und Bewegungen zählen nicht dazu und können frei mit in den Post einbezogen werden (sie sollten aber natürlich Sinn ergeben).
Für einen Angriff wird von dem Angreifer ein D10 geworfen. Der Erfolg eines Angriffes hängt von den Angriffswerten (Stärke oder Geschicklichkeit, je nachdem welche Art von Angriff) das Angreifers und von dem Verteidigungswert des Gegners ab. Wenn die gewürfelte Zahl mit Angriffsbonus höher ist als der Verteidigungswert des Gegners, wird der Gegner getroffen und verliert einen Lebenspunkt. Da wir ein textbasiertes Rollenspiel sind, wollen wir hier aber auch einige Freiheiten lassen - der Angriff kann in bestimmten Situationen auch 0-2 Lebenspunkte abziehen.
Für Spielercharaktere, so wie NPCs gilt die Devise: 3 Lebenspunkte, ein Verteidigungswert von fünf mit 0/+1/+2/+3 Bonus ohne/mit leichter/mittlerer/schwerer Rüstung. Ein Charakter, der leichte Rüstung trägt, hat also einen Verteidigungswert von 6 (Grundwert von 5 + 1).
Erreicht ein Charakter (Spieler und NPC) 0 Lebenspunkte, ist er tot.
Sterben von Charakteren
Dieser Plot beinhaltet Mord und Totschlag, aber wir erwarten natürlich nicht, dass jeder Spieler seine Charaktere einfach so aufs Spiel setzen möchte. Deswegen ist jeder Spielercharakter, wenn nicht ausdrücklich anders festgehalten, vom Tod ausgenommen.
Wir möchten hingegen auch die Spieler belohnen, die das Leben ihres Charakters riskieren, weswegen wir jedem Spielercharakter, der vorher ausdrücklich für den potentiellen Tod freigegeben wurde, einen Bonus geben. Zwischen folgenden Boni kann einmal pro Charakter entschieden werden:
- Angriffsvorteil: Würfel mit deinem Charakter zweimal in jeder Runde und nimm die höhere Zahl, dass du wahrscheinlicher triffst.
- Ausweichvorteil: Dein Gegner muss in jeder Runde zweimal würfeln, wenn er dich angreift, und immer die schlechtere Zahl nehmen, dass ein Treffer gegen dich unwahrscheinlicher ist.
- Doppelter Angriff: Statt einem Lebenspunkt ziehst du stets zwei Lebenspunkte ab.
NPC-Charaktere sind von dieser Regel ausgenommen und können sterben, sobald sie 0 Lebenspunkte erreicht haben.
Spielercharaktere, die nicht sterben können, werden besiegt, wenn sie einen Lebenspunkt erreicht haben. Dann müssen sie entweder fliehen oder sich fangen lassen.
Hier halten wir die Charaktere fest, die mit Einverständnis der Spieler sterben können:
@Devan Naharis
@"Hafiz Al-Jazari"
@Zariyah Silk
Sonstiges
Meldet euch gerne unter diesem Thread, wenn ihr einen NPC übernehmen möchtet oder ob euer Charakter sterben kann und dadurch einen Bonus bekommt (@Nadir ben Sahid). Für die NPCs melden wir uns dann privat bei euch, wie ihr den Charakter hier im Forum erstellen könnt.
Wenn ihr Ideen habt, wie euer eigener Charakter in diesen Plot eingebunden werden kann, dann kommt gerne auf uns zu. Die Voraussetzung ist dafür natürlich, dass er entweder von Seiten der Amra Alzili eingesetzt werden kann oder sich im Königspalast der ben Sahid befindet.
Solltet ihr nach dem Plot Lust haben, euren NPC zu einem richtigen Charakter zu machen, könnt ihr das sehr gerne tun. ^-^
Die Postingarea zu dem Plot findet ihr hier. Viel Spaß.

Euer Team,
Letha, Nessi, Corinna und Vivi
Szene 1
Assassinierung von Ridvan ben Sahid
- Wann: Beginn 31.10. 23h
- Wo: Kasernen der Gardisten, anschließend Ridvans Gemächer
- Teilnehmer: Devan Naharis, sieben gesuchte NPCs (inklusive Ridvan ben Sahid), Zariyah Silk (stößt drei Runden später dazu)
- Link der Szene: Klick Mich
Plan der Amra Alzili
Devan Naharis und Sameed El Hajj überwältigen gegen 23h die Wachablösung (Dareios Kyyros und Sadi el-Majid) und nehmen, wenn geglückt, den Platz vor Ridvans Gemächern ein. Dort warten sie auf ein Zeichen gegen Mitternacht, um in Aktion zu treten und in die Gemächer von Ridvan einzudringen.
Verbündete des Königshauses
Verbündete der Amra
Szene 2
Entführung von Yasirah ben Sahid
(+ Assassinierung von Fayyad ben Sahid)
(+ Assassinierung von Fayyad ben Sahid)
- Wann: 31.10. Mitternacht
- Wo: Yasirahs Gemächer
- Teilnehmer: Yasirah ben Sahid, Hafiz Al-Jazari , fünf gesuchte NPCs (+ evtl. Teilnehmer aus Szene 3)
- Link der Szene: KLICK MICH
Plan der Amra Alzili
Drei Schläger - Hafiz, Jamel und Duma - dringen gegen Mitternacht durch die Fluchttunnel in den Palast ein und überwältigen die Gardisten vor Yasirahs Gemächern mit dem Ziel, Yasirah in Gewahrsam zu nehmen. Sobald einer von ihnen Yasirah an der Klinge hat, heißt es Rückzug.
Leider hat niemand damit gerechnet, dass auch Fayyad in den Gemächern aufzufinden ist, was den Plan ins Wanken bringt.
Die drei Schläger tragen Gardistenkleidung, was aber nur oberflächlich zu Verwirrung führen dürfte. Sie hoffen hier auf Ablenkung durch ein Feuer, das in einem anderen Flügel gelegt wurde.
Verbündete des Königshauses
Verbündete der Amra
Szene 3
Plan B?
- Wann: 31.10. Mitternacht
- Wo: Fayyads Gemächer, die leer sind
- Teilnehmer: Zariyah Silk, zwei gesuchte NPCs, evtl. Nadir ben Sahid, der sich in der Nähe aufhält
Plan der Amra Alzili
Gemeinsam mit Zariyah, der Assassinenschülerin von Devan, gelangt Rashid (Amra Abyadh) über die Mauer auf die Dächer des Palastes. Ein Feuer, das von der Sklavin Tamia in einem benachbarten Flügel gelegt wird, soll zur Ablenkung der Gardisten und des Prinzen Nadir dienen, der in der Nähe mit seiner Familie nächtigt. In dem Chaos soll es Zariyah und Rashid gegen Mitternacht möglich sein, durch die Fenster, die Tamia zuvor offen gelassen hat, in das Gemach von Fayyad einzudringen und ihn umzubringen.
Leider hat niemand damit gerechnet, dass sich Fayyad zum Zeitpunkt des Attentats bei seiner Mutter befindet, was den Plan auf den Kopf stellt.
-> Es ist nun den Spielern überlassen, ob ihr eine eigene Szene ausspielen möchtet (die nicht auf dem Rundensystem basieren muss), oder ob ihr euch der zweiten Szenen anschließen möchtet. In zweitem Fall können Zariyah und die NPCs sich mit einer Verspätung von drei Runden anschließen, Nadir mit einer Verspätung von vier Runden.
Verbündete der Amra
TRIGGERWARNUNG: Graphische Gewalt, Blut, Beschreibung von Tod
Assassinierung der Königsfamilie - Ergebnisse
Die Würfel sind gefallen, und der Palast hält den Atem an.
Osroes Kamali wischte sich den Schweiß von der Stirn und besah seine Arbeit mit einem Kopfnicken. Vor ihm lagen die verkohlten Überreste des königlichen Arbeitszimmers, die Regale zum Bersten gefüllt mit irgendwelchen Sternenkarten und Schnickschnack, den der König für wichtig gehalten hatte. Verdammter Papyrus, der so leicht brennt, wenn er einmal einer offenen Flamme ausgesetzt war - mit grimmigem Blick nahm sich der Hauptmann der Garde vor, den Schuldigen zu finden, der entweder zu dumm gewesen war, den Vorschriften zu folgen, oder sie schlicht absichtlich missachtet hatte. In solchen Tagen durfte sich niemand im Palast einen Fehlschlag erlauben und Osroes würde persönlich dafür sorgen, dass der Verantwortliche seine gerechte Strafe erfuhr… pro Verbrennung seiner Garde eine Verbrennung an dem Schuldigen.
“Gute Arbeit”, brummte er in die Runde und wies seine Männer an, wieder zurück an ihre Plätze zu gehen. Gerade, als er die Gardisten entlassen wollte, die er aus ihren Betten geholt hatte, bewegten sich eilige Schritte auf ihn zu. Osroes drehte sich um und starrte den Mann nieder, dem eine beunruhigende Leichenblässe über die Nase lief. “Herr, wir-...” “Du solltest auf deinem Posten sein.” “Der König ist tot, Herr.”
Noch bevor der Morgen durch den Horizont brach, hatte der Palast vergessen, wie man atmet. Folgende Menschen haben ihr Leben gelassen:
Von Yasirah und Malek fehlte jede Spur, und ängstliche Stimmen behaupteten, dass die Wüste sie endgültig verschluckt hatte.
Selten zeigte Osroes in der Öffentlichkeit seine Wut, weshalb sie ihr ganz eigenes Loch gegraben hatte und nun in heißen Tropfen die dunkelsten Schatten des Hauptmannes füllte. Er hatte sich das Weinen und Flehen der Leibmägde nicht angehört, sondern nur Sklaven nach ihnen geschickt, die sich ihnen annahmen, bevor sie sich einem Gehör in privaten Räumlichkeiten unterziehen würden. Die beiden Gestalten, die gefesselt vor ihm knieten, hingegen…
Verachtung war kein Ausdruck für den Hass, den er diesen Ratten entgegen brachte. Ratten, die nicht nur dafür gesorgt hatten, dass die gesamte Garde ihr Gesicht verlor und ihren Schwur gebrochen hatten, sondern die schlimmsten von ihrer Sorte, die den dunkelsten Schatten in seiner Seele wachkitzelten und ihn provozierten, vor den Augen seiner Mannschaft seine brutale Ader platzen zu lassen. Er hatte seine Ehre verloren, seinen Schwur gebrochen, wenn er sie doch nur einen winzigen Anteil von seiner inneren Rage spüren lassen konnte...
Die Sklavin zu seinen Füßen hatte ihm bereits entgegen gespuckt, dass sie für den Brand verantwortlich war und am liebsten den ganzen Palast in Flammen gesetzt hätte. In ihren Augen brannte das Feuer, das Osroes nur zu gierig aufsaugte und ihr später zehnfach zurückgeben würde. “Bringt sie ins Verlies und gebt Batis Bescheid.” Dann wandte er sich dem zweiten Gefangenen zu.
“Runter mit der Kleidung.” Die Gardisten zögerten. “RUNTER DAMIT!” Einer trat nach vorne und trennte den Stoff der Gardistenuniform sauber mit seinem Speer durch. Dunkle Muskeln kamen zum Vorschein, gestählt und vernarbt, aber nicht so hart wie die Augen, die über den ganzen demütigenden Prozess hinweg auf dem Hauptmann lagen. Als der Mann splitterfasernackt war, regnete die erste Faust auf ihn nieder. Dann die nächste. Und die nächste.
Osroes wusste, dass der Mann nicht redete; wer ihn beauftragt hatte, wo die Königin und der Prinz waren, welche untreuen Ratten im Palast ihm geholfen hatten. Deswegen ließ er seiner Wut freien Lauf, bis der andere sich nicht mehr regte, und ließ ihn erst dann ins Verließ bringen. Dem Hauptmann stand der Schweiß auf der Stirn, den er mit dem losen Stoff seines Turbans abtupfte und sich dann an die hinterbliebenen zwei Gardisten wandte. “Mir ist egal, ob ihr den Palast schon abgesucht habt, dreht jeden Stein noch einmal um. Solange wir nicht wissen, was mit der Königin und dem Prinzen passiert ist, geht keiner von uns schlafen.” Dass die zwei Gefangenen keine große Hilfe waren, würde sich ändern. Sklaven konnten, genau wie ihr unerschütterlicher Kampfgeist, gebrochen werden.
Im Schatten der Wüste war es ruhig. Zu lange ruhig und die Schatten tanzten unruhig, wanderten von einem Fleck zum anderen, bis endlich Bewegung in den Sand kam. Ein Seufzen entkam Safiyya, fast mit einem Schluchzen zu vergleichen, als sie die kräftige Gestalt von Hafiz ins Mondlicht treten sah, weitab von den erleuchteten Palastwänden. Hinter ihm rauschte Rashid aus dem Tunnel, noch rastloser und unruhiger als sonst. Safiyyas Lippen verengten sich zu einem dünnen Strich, als ihr Blick auf die zierliche Gestalt in den Händen des Schlägers fiel. “Eure Hoheit…” Ihre Worte troffen vor Hass, sie musste nur in das Gesicht der Königin gucken und-... Wie gern sie sich in dem Hass verlieren würde. Aber die Präsenz der anderen ließ sie an der Kontrolle festhalten, solange sie alle noch nicht in Sicherheit waren. Sie bemerkte mit einem Stich im Herzen, dass Hafiz mit weniger Männern zurückgekehrt war, und ihre Hände ließen sich von dem Schmerz leiten, als sie der Königin mit Nachdruck einen dreckigen Sack über das Haupt stülpte.
In Dharan al-Bahr war jeder Laut verstummt. In der Ferne schrie ein Baby nach seiner Mutter, schnell mit einem Wispern und der Brust zum Schweigen gebracht. Geflüsterte Gerüchte hatten sich durch die Straßen getragen und die Wissenden um den Schlaf gebracht. Sie alle hielten den Atem an und sandten stumme Gebete an Heofader, unsicher, was der nächste Morgen bringen würde.
In dieser Stille krächzte eine einsame Tür und drei Gestalten traten hinaus auf die Gasse. Neugierige Schatten beobachteten sie, eine Nachricht, die sich von einem Haus zum anderen trug und die Kämpfer in ihren Reihen Willkommen hieß.
Obwohl Rabia vor Jahren dem Glauben abgeschworen hatte, fand sie sich heute Nacht unter den Gläubigen wieder, wach und rastlos im Kerzenschein auf dem Sandstein, während sie ein Gebet nach dem anderen an den Himmel schickte. Rabia war nicht abergläubisch genug, um an Zeichen zu glauben, aber als sie ihre beiden Schützlinge im Innenhof stehen sah, wusste sie, dass die Wüste ihr geantwortet hatte.
Es ist soweit, wir können unseren ersten politischen Plot erfolgreich abschließen!
DANKE an all die User, die mitgemacht haben und die Geschehnisse im Sommerland mitverfolgt haben. Ohne euch hätten wir das niemals zustande bekommen.
Für die Teilnahme dürfte jeder von euch einen Award bekommen haben. Schaut gerne nochmal nach und gebt uns Bescheid, sollten wir jemanden übersehen haben.
Wir schließen den Plot im Laufe der Woche und ihr könnt euch gerne überlegen, ob ihr die Npc’s (die noch leben hust) behalten möchtet, vielleicht sogar als waschechte Charaktere ausformulieren möchtet oder doch lieber wieder abgeben möchtet.
Mit dem nächsten Zeitsprung erwartet uns eine ganze Menge Umstellung im Sommerland, auf die ihr hoffentlich genauso gespannt seid wie wir.
Auf dass die Zukunft der anderen Länder uns genauso zittern lässt.
Osroes Kamali wischte sich den Schweiß von der Stirn und besah seine Arbeit mit einem Kopfnicken. Vor ihm lagen die verkohlten Überreste des königlichen Arbeitszimmers, die Regale zum Bersten gefüllt mit irgendwelchen Sternenkarten und Schnickschnack, den der König für wichtig gehalten hatte. Verdammter Papyrus, der so leicht brennt, wenn er einmal einer offenen Flamme ausgesetzt war - mit grimmigem Blick nahm sich der Hauptmann der Garde vor, den Schuldigen zu finden, der entweder zu dumm gewesen war, den Vorschriften zu folgen, oder sie schlicht absichtlich missachtet hatte. In solchen Tagen durfte sich niemand im Palast einen Fehlschlag erlauben und Osroes würde persönlich dafür sorgen, dass der Verantwortliche seine gerechte Strafe erfuhr… pro Verbrennung seiner Garde eine Verbrennung an dem Schuldigen.
“Gute Arbeit”, brummte er in die Runde und wies seine Männer an, wieder zurück an ihre Plätze zu gehen. Gerade, als er die Gardisten entlassen wollte, die er aus ihren Betten geholt hatte, bewegten sich eilige Schritte auf ihn zu. Osroes drehte sich um und starrte den Mann nieder, dem eine beunruhigende Leichenblässe über die Nase lief. “Herr, wir-...” “Du solltest auf deinem Posten sein.” “Der König ist tot, Herr.”
Noch bevor der Morgen durch den Horizont brach, hatte der Palast vergessen, wie man atmet. Folgende Menschen haben ihr Leben gelassen:
- Ridvan ben Sahid wurde von einem entsetzten Gardisten am Fuß seines Balkons gefunden, die Augen aufgerissen und gerötet, als hätte er in den letzten Atemzügen bitterlich um sein Leben geweint.
- Fayyad ben Sahid lag leblos in dem Gemach seiner Mutter, seine dunklen Locken klebrig von seinem eigenen Blut.
- Georgios Nicolallis und Stephanos Andreadotis hielten auch tot noch ihr Schwert in der Hand, bis zur letzten Sekunde dem Schwur der castandorischen Silbergarde Treue nachkommend.
- Zwei Männer in Gardistenkleidung wurden im Gemach des Königs und der Königin gefunden, allerdings als Fremde identifiziert, die an dem Plan beteiligt gewesen sein mussten.
- Drei tapfere Gardisten haben ihr Leben in dem Versuch gelassen, das Leben der Königsfamilie zu schützen. Farrokh fand man vor der Tür zu Yasirahs Gemächern, Dareios und Sadi fand man erst zwei Stunden später in den Umkleiden der Gardisten, fast vollständig ausgeblutet in einem Waffenschrank, mit Augen, die mit Verrat gefüllt waren. Man hatte nicht nur sie verraten, sondern auch das ganze Land.
Von Yasirah und Malek fehlte jede Spur, und ängstliche Stimmen behaupteten, dass die Wüste sie endgültig verschluckt hatte.
Selten zeigte Osroes in der Öffentlichkeit seine Wut, weshalb sie ihr ganz eigenes Loch gegraben hatte und nun in heißen Tropfen die dunkelsten Schatten des Hauptmannes füllte. Er hatte sich das Weinen und Flehen der Leibmägde nicht angehört, sondern nur Sklaven nach ihnen geschickt, die sich ihnen annahmen, bevor sie sich einem Gehör in privaten Räumlichkeiten unterziehen würden. Die beiden Gestalten, die gefesselt vor ihm knieten, hingegen…
Verachtung war kein Ausdruck für den Hass, den er diesen Ratten entgegen brachte. Ratten, die nicht nur dafür gesorgt hatten, dass die gesamte Garde ihr Gesicht verlor und ihren Schwur gebrochen hatten, sondern die schlimmsten von ihrer Sorte, die den dunkelsten Schatten in seiner Seele wachkitzelten und ihn provozierten, vor den Augen seiner Mannschaft seine brutale Ader platzen zu lassen. Er hatte seine Ehre verloren, seinen Schwur gebrochen, wenn er sie doch nur einen winzigen Anteil von seiner inneren Rage spüren lassen konnte...
Die Sklavin zu seinen Füßen hatte ihm bereits entgegen gespuckt, dass sie für den Brand verantwortlich war und am liebsten den ganzen Palast in Flammen gesetzt hätte. In ihren Augen brannte das Feuer, das Osroes nur zu gierig aufsaugte und ihr später zehnfach zurückgeben würde. “Bringt sie ins Verlies und gebt Batis Bescheid.” Dann wandte er sich dem zweiten Gefangenen zu.
“Runter mit der Kleidung.” Die Gardisten zögerten. “RUNTER DAMIT!” Einer trat nach vorne und trennte den Stoff der Gardistenuniform sauber mit seinem Speer durch. Dunkle Muskeln kamen zum Vorschein, gestählt und vernarbt, aber nicht so hart wie die Augen, die über den ganzen demütigenden Prozess hinweg auf dem Hauptmann lagen. Als der Mann splitterfasernackt war, regnete die erste Faust auf ihn nieder. Dann die nächste. Und die nächste.
Osroes wusste, dass der Mann nicht redete; wer ihn beauftragt hatte, wo die Königin und der Prinz waren, welche untreuen Ratten im Palast ihm geholfen hatten. Deswegen ließ er seiner Wut freien Lauf, bis der andere sich nicht mehr regte, und ließ ihn erst dann ins Verließ bringen. Dem Hauptmann stand der Schweiß auf der Stirn, den er mit dem losen Stoff seines Turbans abtupfte und sich dann an die hinterbliebenen zwei Gardisten wandte. “Mir ist egal, ob ihr den Palast schon abgesucht habt, dreht jeden Stein noch einmal um. Solange wir nicht wissen, was mit der Königin und dem Prinzen passiert ist, geht keiner von uns schlafen.” Dass die zwei Gefangenen keine große Hilfe waren, würde sich ändern. Sklaven konnten, genau wie ihr unerschütterlicher Kampfgeist, gebrochen werden.
Im Schatten der Wüste war es ruhig. Zu lange ruhig und die Schatten tanzten unruhig, wanderten von einem Fleck zum anderen, bis endlich Bewegung in den Sand kam. Ein Seufzen entkam Safiyya, fast mit einem Schluchzen zu vergleichen, als sie die kräftige Gestalt von Hafiz ins Mondlicht treten sah, weitab von den erleuchteten Palastwänden. Hinter ihm rauschte Rashid aus dem Tunnel, noch rastloser und unruhiger als sonst. Safiyyas Lippen verengten sich zu einem dünnen Strich, als ihr Blick auf die zierliche Gestalt in den Händen des Schlägers fiel. “Eure Hoheit…” Ihre Worte troffen vor Hass, sie musste nur in das Gesicht der Königin gucken und-... Wie gern sie sich in dem Hass verlieren würde. Aber die Präsenz der anderen ließ sie an der Kontrolle festhalten, solange sie alle noch nicht in Sicherheit waren. Sie bemerkte mit einem Stich im Herzen, dass Hafiz mit weniger Männern zurückgekehrt war, und ihre Hände ließen sich von dem Schmerz leiten, als sie der Königin mit Nachdruck einen dreckigen Sack über das Haupt stülpte.
In Dharan al-Bahr war jeder Laut verstummt. In der Ferne schrie ein Baby nach seiner Mutter, schnell mit einem Wispern und der Brust zum Schweigen gebracht. Geflüsterte Gerüchte hatten sich durch die Straßen getragen und die Wissenden um den Schlaf gebracht. Sie alle hielten den Atem an und sandten stumme Gebete an Heofader, unsicher, was der nächste Morgen bringen würde.
In dieser Stille krächzte eine einsame Tür und drei Gestalten traten hinaus auf die Gasse. Neugierige Schatten beobachteten sie, eine Nachricht, die sich von einem Haus zum anderen trug und die Kämpfer in ihren Reihen Willkommen hieß.
Obwohl Rabia vor Jahren dem Glauben abgeschworen hatte, fand sie sich heute Nacht unter den Gläubigen wieder, wach und rastlos im Kerzenschein auf dem Sandstein, während sie ein Gebet nach dem anderen an den Himmel schickte. Rabia war nicht abergläubisch genug, um an Zeichen zu glauben, aber als sie ihre beiden Schützlinge im Innenhof stehen sah, wusste sie, dass die Wüste ihr geantwortet hatte.
Es ist soweit, wir können unseren ersten politischen Plot erfolgreich abschließen!

DANKE an all die User, die mitgemacht haben und die Geschehnisse im Sommerland mitverfolgt haben. Ohne euch hätten wir das niemals zustande bekommen.

Für die Teilnahme dürfte jeder von euch einen Award bekommen haben. Schaut gerne nochmal nach und gebt uns Bescheid, sollten wir jemanden übersehen haben.
Wir schließen den Plot im Laufe der Woche und ihr könnt euch gerne überlegen, ob ihr die Npc’s (die noch leben hust) behalten möchtet, vielleicht sogar als waschechte Charaktere ausformulieren möchtet oder doch lieber wieder abgeben möchtet.
Mit dem nächsten Zeitsprung erwartet uns eine ganze Menge Umstellung im Sommerland, auf die ihr hoffentlich genauso gespannt seid wie wir.
Auf dass die Zukunft der anderen Länder uns genauso zittern lässt.
