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Im Auge des Sturms

FACING
THE
STORM

Tritt ein in eine düstere Welt aus Macht, Verrat und alten Schwüren.

Lexikon

Besondere Fähigkeiten

Arkanisten
Arkanisten sind eine kleine, besonders begabte Gruppe innerhalb der elfischen Gesellschaft. Geboren unter bestimmten astronomischen Bedingungen und/oder als Zwillingspaar - was für Elfen ohnehin einer Seltenheit gleichkommt - verfügen sie über eine außergewöhnlich tiefe Verbindung zu den magischen Strömungen der Welt. Zwar besitzen grundsätzlich alle Elfen durch die Lehren der Drachen eine natürliche Verbindung zur Magie, doch Arkanisten nehmen diese deutlich intensiver wahr als andere. Sie erkennen Zusammenhänge innerhalb der Strömungen früher, detaillierter und oftmals umfassender. Bereits im Kindesalter zeigen sich erste Anzeichen dieser Fähigkeit. Viele Arkanisten reagieren früh empfindlich auf Veränderungen ihrer Umgebung oder nehmen Dinge wahr, die anderen verborgen bleiben.
Es muss sich bei diesen Kindern nicht zwangsläufig um tatsächliche Zwillinge handeln. Auch Kinder, die während einer vollständigen Mond- oder Sonnenfinsternis geboren werden, gelten innerhalb der elfischen Gesellschaft als „Zwillinge“ und können die Fähigkeiten eines Arkanisten entwickeln.

Mit entsprechender Ausbildung sind Arkanisten in der Lage, komplexe magische Phänomene zu analysieren, Strömungen zu deuten und Entwicklungen innerhalb bestehender Zusammenhänge zu erkennen. Besonders erfahrene Arkanisten können aus kleinsten Veränderungen Rückschlüsse auf mögliche zukünftige Entwicklungen ziehen.
Dabei handelt es sich jedoch nicht um feste Prophezeiungen oder unumstößliche Wahrheiten. Die Zukunft gilt innerhalb der elfischen Lehre als wandelbar. Entscheidungen, Emotionen und unerwartete Ereignisse beeinflussen bestehende Möglichkeiten fortlaufend. Entsprechend sind auch die Wahrnehmungen eines Arkanisten niemals vollkommen eindeutig. Vieles muss interpretiert werden und nicht jede Deutung erweist sich im Nachhinein als korrekt.
Hinzu kommt, dass starke Veränderungen innerhalb der Strömungen für Arkanisten körperlich und geistig belastend sein können. Besonders plötzliche Ereignisse oder Entwicklungen mit weitreichenden Auswirkungen lösen mitunter schwere Überreizungen aus. Diese äußern sich beispielsweise durch tagelange Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsprobleme oder starke Erschöpfung. Viele Arkanisten ziehen sich nach solchen Ereignissen für einige Zeit vollständig zurück, um ihre Wahrnehmung wieder zu stabilisieren.
Aus diesem Grund gilt innerhalb ihrer Ausbildung ein kontrollierter Umgang mit den eigenen Fähigkeiten als besonders wichtig. Selbstdisziplin, emotionale Kontrolle und die Fähigkeit zur bewussten Abgrenzung besitzen einen hohen Stellenwert. Arkanisten lernen früh, dass Wahrnehmung nicht automatisch Kontrolle bedeutet.

Innerhalb der elfischen Gesellschaft genießen Arkanisten großes Ansehen. Sie gelten als wichtige Berater und werden insbesondere bei magischen, politischen oder gesellschaftlichen Entwicklungen hinzugezogen. Trotz ihres hohen Status gelten sie jedoch nicht als unfehlbar. Gerade deshalb wird von ihnen ein besonders verantwortungsvoller Umgang mit ihren Fähigkeiten erwartet. In politischen und militärischen Fragen besitzt ihr Wort erhebliches Gewicht. Unabhängig von Rang oder Position kann ein Arkanist einen Befehl infrage stellen oder aussetzen, sofern er schwerwiegende Konsequenzen innerhalb der Strömungen erkennt. Diese Verantwortung wird allerdings nur selten leichtfertig genutzt.
Die aktuell amtierende Königin Helena bildet insofern eine Besonderheit, da sie selbst Arkanistin ist.
In den letzten tausend Jahren wurden lediglich vier bekannte Arkanisten geboren.
Ein Zwillingspaar kam während einer Mondfinsternis zur Welt – ein Mädchen als Tochter des Königshauses, ein Junge als Sohn eines Generals. Beide Kinder zeigten bereits früh außergewöhnlich ausgeprägte Fähigkeiten.
Ein weiteres Zwillingspaar wurde während einer Sonnenfinsternis in eine königstreue Familie hineingeboren. Auch sie entwickelten bereits im Kindesalter die typischen Merkmale eines Arkanisten und verfügen bis heute über eine ungewöhnlich enge Verbindung zueinander.

Kurze Fakten
  • Arkanisten gehören zu den seltensten Elfen überhaupt
  • In den letzten tausend Jahren wurden lediglich vier bekannte Arkanisten geboren
  • Sie werden entweder als Zwillinge geboren oder während einer Sonnen- bzw. Mondfinsternis
  • Arkanisten besitzen eine außergewöhnlich intensive Wahrnehmung magischer Strömungen
  • Sie erkennen Zusammenhänge oft deutlich früher als andere Elfen
  • Ihre Wahrnehmungen sind keine festen Prophezeiungen, sondern mögliche Entwicklungen
  • Emotionale Belastung kann ihre Wahrnehmung beeinflussen
  • Starke Veränderungen innerhalb der Strömungen verursachen häufig schwere körperliche Überreizung
  • Typische Folgen sind Schlaflosigkeit, Migräne, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme
  • Viele Arkanisten benötigen nach Visionen Ruhe und Isolation
  • Arkanisten gelten als hoch angesehen und übernehmen meist beratende Funktionen
  • Sie besitzen das Recht, Befehle auszusetzen, wenn sie schwerwiegende Folgen erkennen
  • Von Arkanisten wird ein besonders verantwortungsvoller Umgang mit ihren Fähigkeiten erwartet
  • Die aktuell amtierende Königin Helena ist selbst Arkanistin
  • Ciaràn, der himmlische Zwilling der Königin, gehört ebenfalls zu den bekannten Arkanisten
  • Arkanisten sind nicht automatisch mächtigere Kämpfer oder stärkere Magiewirkende
  • Ihre Stärke liegt vor allem in Analyse, Wahrnehmung und Verständnis komplexer Zusammenhänge
  • Viele Arkanisten entwickeln bereits im Kindesalter ungewöhnliche Verhaltensweisen oder Wahrnehmungen
  • Der Missbrauch arkanistischer Fähigkeiten gilt innerhalb der elfischen Gesellschaft als schwerer Vertrauensbruch

Schwächen der Arkanisten
  • Arkanisten besitzen keine vollständige Kontrolle über ihre Wahrnehmungen oder Visionen
  • Sie erkennen Möglichkeiten und Zusammenhänge, jedoch keine unumstößlichen Wahrheiten
  • Zukünftige Entwicklungen können sich jederzeit durch Entscheidungen oder unerwartete Ereignisse verändern
  • Emotionale Belastung beeinflusst ihre Wahrnehmung teilweise erheblich
  • Besonders enge persönliche Bindungen erschweren häufig eine objektive Deutung
  • Starke Veränderungen innerhalb der Strömungen können schwere körperliche Überreizungen auslösen
  • Viele Arkanisten leiden unter tagelangen Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder starker Erschöpfung
  • Besonders intensive Visionen können Konzentrationsprobleme oder zeitweise Desorientierung verursachen
  • Arkanisten benötigen häufig Rückzug und Ruhephasen, um ihre Wahrnehmung zu stabilisieren
  • Eine dauerhafte Reizüberflutung kann zu emotionaler Überforderung führen
  • Zu viele gleichzeitig aktive Strömungen oder magische Ereignisse erschweren eine klare Interpretation
  • Arkanisten neigen dazu, Zusammenhänge zu erkennen, die für andere nicht nachvollziehbar sind, was soziale Isolation begünstigen kann
  • Sie dürfen viele Wahrnehmungen oder mögliche Entwicklungen nicht offen aussprechen, um keine gefährlichen Veränderungen auszulösen
  • Fehlinterpretationen sind trotz großer Erfahrung möglich
  • Arkanisten gelten innerhalb der elfischen Gesellschaft nicht als unfehlbar
  • Ihre Fähigkeiten machen sie nicht automatisch zu stärkeren Kämpfern oder mächtigeren Magiewirkenden
  • Die Ausbildung eines Arkanisten gilt als langwierig und psychisch belastend
  • Junge Arkanisten haben häufig Schwierigkeiten, ihre Wahrnehmungen von gewöhnlichen Eindrücken zu unterscheiden
  • Besonders plötzliche Veränderungen innerhalb der Zukunftsmöglichkeiten können körperliche Schmerzen auslösen
  • Viele Arkanisten entwickeln im Laufe ihres Lebens eine ausgeprägte Vorsicht im Umgang mit ihren eigenen Fähigkeiten

Die Blindheit der Arkanisten
Trotz ihrer außergewöhnlichen Wahrnehmung besitzen Arkanisten eine zentrale Einschränkung: Sie können einander nur schwer oder teilweise gar nicht innerhalb der Strömungen erkennen. Unter Elfen wird dieses Phänomen häufig als „Blindheit“ bezeichnet.Die Wahrnehmung eines Arkanisten basiert darauf, Zusammenhänge, Veränderungen und Resonanzen innerhalb der magischen Strömungen zu deuten. Treffen jedoch mehrere Arkanisten aufeinander, überlagern sich diese Wahrnehmungen gegenseitig. Möglichkeiten verändern sich zu schnell, Reaktionen beeinflussen einander unmittelbar und viele Entwicklungen verlieren ihre sonst erkennbare Klarheit.
Besonders starke Arkanisten erzeugen innerhalb der Strömungen gewissermaßen „blinde Flecken“, in denen Vorhersagen nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr möglich sind. Aus diesem Grund gelten Begegnungen oder Konflikte zwischen mehreren Arkanisten als ausgesprochen schwer vorhersehbar. Selbst erfahrene Strömungsleser vermeiden es häufig, eindeutige Aussagen über andere Arkanisten zu treffen. Innerhalb der elfischen Gesellschaft existiert deshalb die Auffassung, dass kein Arkanist jemals vollständig über einen anderen urteilen sollte.
Viele Gelehrte gehen heute davon aus, dass genau diese Blindheit entscheidend dazu beitrug, dass Vahirs wahre Absichten über lange Zeit verborgen blieben. Auch Helena und Ciarán berichten wiederholt davon, einander zwar emotional und innerhalb der Strömungen wahrnehmen zu können, jedoch niemals vollständig klar.
Gerade unter Zwillingen äußert sich diese Verbindung häufig eher als Gefühl, Resonanz oder plötzliche Wahrnehmung – nicht als konkrete Vision.

Sreabhaí (Die, die die Strömung lesen)
Strömungsleser sind Elfen, die über eine besonders ausgeprägte Wahrnehmung für magische Strömungen verfügen. Während alle Elfen Magie nutzen können, sind sie in der Lage, feinste Veränderungen innerhalb der Umgebung zu erkennen und einzuordnen. Sie nehmen Ungleichgewichte frühzeitig wahr und können nachvollziehen, wie sich Energie in einem bestimmten Bereich bewegt hat. Dadurch sind sie in der Lage, vergangene magische Einflüsse zu analysieren und Rückschlüsse auf deren Ursprung zu ziehen.
Strömungsleser werden insbesondere dann eingesetzt, wenn ungewöhnliche Phänomene auftreten oder die Stabilität eines Gebietes überprüft werden muss.

Typische Tätigkeitsbereiche:
  • Analyse magischer Phänomene
  • Überwachung von Ritualorten
  • Begleitung von Expeditionen
  • Beratung bei Instabilitäten oder Störungen

Ceangailteoirí (Die Verbindenden)
Verbindende sind auf das Verknüpfen von Energie spezialisiert. Sie schaffen stabile Verbindungen zwischen Lebewesen, Orten oder bestehenden magischen Strukturen.
Solche Verbindungen sind dauerhaft angelegt und wirken sich sowohl auf körperlicher als auch auf magischer Ebene aus. Ein bekanntes Beispiel ist die Bindung zwischen Reiter und Pferd, bei der die Lebensenergie beider miteinander verknüpft wird.
Die Herstellung einer solchen Verbindung erfordert präzise Kontrolle und eine stabile Ausführung. Fehler können dazu führen, dass die Verbindung instabil wird oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

Typische Tätigkeitsbereiche:
  • Durchführung von Bindungsritualen
  • Stabilisierung komplexer magischer Strukturen
  • Unterstützung bei größeren Ritualen
  • Ausbildung im Umgang mit magischen Verbindungen

Scáthaithe (Die Verhüllenden)
Verhüllende sind in der Lage, Wahrnehmung gezielt zu beeinflussen und Strukturen der direkten Sichtbarkeit zu entziehen. Sie nutzen die vorhandenen Strömungen, um Bereiche, Objekte oder ganze Orte zu verschleiern. Diese Form der Magie basiert auf der Umlenkung von Aufmerksamkeit und Energie. Das Ziel ist nicht das Verschwinden eines Objekts, sondern dessen bewusste Ausblendung aus der Wahrnehmung anderer.
Langfristige Schleier erfordern eine kontinuierliche Stabilisierung. Je größer der Bereich ist, desto mehr Energie muss aufgebracht werden, um den Effekt aufrechtzuerhalten.

Typische Tätigkeitsbereiche:
  • Errichtung und Aufrechterhaltung von Schutz- und Tarnmechanismen
  • Sicherung sensibler Orte oder Strukturen
  • Unterstützung bei strategischen Maßnahmen
  • Kontrolle und Überwachung bestehender Schleier
  • Verhüllung der Tore in Arcandas

Beathaí (Die, die Leben erhalten)
Heiler sind auf die gezielte Umverteilung von Energie innerhalb eines Körpers spezialisiert. Sie greifen in bestehende Prozesse ein, um Verletzungen zu stabilisieren und Heilung zu ermöglichen. Kleinere Eingriffe können durch die Nutzung der unmittelbaren Umgebung erfolgen. Bei schwereren Verletzungen ist zusätzliche Energie erforderlich, die aktiv entzogen werden muss. Diese kann vom Anwender selbst oder aus anderen Quellen stammen.
Die Folgen dieser Entnahme sind unmittelbar. Energie, die zur Heilung genutzt wird, fehlt an anderer Stelle. Dies kann zu körperlicher Schwächung, Erschöpfung oder Schäden an der gewählten Quelle führen. Heilung ist daher kein verlustfreier Vorgang und erfordert eine genaue Abwägung zwischen Nutzen und Konsequenzen.

Typische Tätigkeitsbereiche:
  • Versorgung von Verletzten
  • Begleitung militärischer Einheiten
  • Arbeit in Heilhäusern oder Versorgungsstellen
  • Unterstützung bei schweren oder komplexen Eingriffen