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Kultur der Elfen
Kulturelle Besonderheiten
Die Kultur der Elfen ist stark von ihrer Verbindung zur Magie und zur Natur geprägt. Magie wird nicht als Werkzeug verstanden, sondern als Teil des alltäglichen Lebens und der Umgebung. Ein zentrales Element ist außerdem auch der Gesang.
Dieser dient keineswegs ausschließlich künstlerischem Ausdruck, sondern auch zur Unterstützung magischer Prozesse und Rituale. Emotionen spielen dabei eine sehr wichtige Rolle, insbesondere bei gemeinschaftlichen Ritualen.
Traditionen werden, wenn möglich, über lange Zeiträume hinweg bewahrt. Durch ihre ausgeprägte Dokumentation und ihr kollektives Gedächtnis verfügen Elfen über ein klares Bewusstsein für die eigene Geschichte. Fehler wiederholen sich in der Regel kein zweites Mal.

Namensgebung
Die Namensgebung unter Elfen folgt keinen starren Regeln, orientiert sich jedoch häufig an Klang, Bedeutung und Herkunft. Namen werden in der Regel bei Geburt vergeben und behalten über das gesamte Leben hinweg ihre Gültigkeit. Zusätzliche Beinamen können im Laufe des Lebens entstehen und getragen werden, etwa durch besondere Leistungen oder Ereignisse.
Familiennamen existieren, sind jedoch weniger ausschlaggebend für die gesellschaftliche Stellung als individuelle Fähigkeiten und Funktionen innerhalb der Gemeinschaft. Häufig wird auch schlichtweg mit einem “aep Name des Vaters/der Mutter ergänzt, um ein familiäres Zugehörigkeitsgefühl zu erreichen oder zuzuordnen, wohin jemand gehört. Bei Töchtern nutzt man den Namen der Mutter, bei Söhnen den des Vaters.
Anm. für Spielende: irisch, schottisches gälisch, arabisch und alles was nach Herr der Ringe/The Witcher klingt kann als Name gewählt werden

Feste und Feiertage
Der erste Tag eines neuen Monats ist immer ein Feiertag. Diese haben in der elfischen Gesellschaft einen extrem hohen Stellenwert und gelten als Zeit für die Familie und Freunde. Viele Feierlichkeiten stehen im Zusammenhang mit natürlichen Zyklen, insbesondere den Jahreszeiten oder besonderen Himmelsereignissen. Dabei werden häufig Musik, Tanz und gemeinschaftliche Rituale miteinander verbunden. Einige Feste sind eng mit bestimmten Lebensereignissen verknüpft und werden im Kreis der elfischen Gemeinschaft begangen, unabhängig davon, an welchem Ort man sich befindet.

Traditionen und Bräuche
Elfische Bräuche sind klar strukturiert und folgen festen, überlieferten Abläufen. Sie sind eng mit Magie, Gemeinschaft und dem Verständnis von Lebenszyklen verbunden.

Hochzeiten
Sie erfolgen im Rahmen eines ritualisierten Festes zur Sommersonnenwende. Die Partner treten getrennt voneinander an und begeben sich unabhängig voneinander auf den Weg zum Festplatz. Eine der beiden erscheint maskiert und bleibt für die Dauer des Rituals unerkannt. Während eines gemeinsamen Tanzes müssen die Partner einander ohne Worte finden. Gelingt dies, wird die Verbindung durch einen Arkanisten bestätigt und gilt als geschlossen, indem das Paar über ein magisches Feuer springt.
Dem eigentlichen Ritual geht ein Austausch persönlicher Gegenstände voraus. Eine passende Blume wird als Zeichen der Absicht überreicht, während der andere Partner einen persönlichen Besitz zurückgibt. Diese Gegenstände können durch einen Arkanisten schon vor der eigentlichen Eheschließung gesegnet werden und verbleiben bei ihren Besitzern. Die Blume und der Gegenstand werden magisch zerstört, wenn der Partner stirbt.

Bindungsrituale
Sie existieren auch außerhalb von Partnerschaften. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung zwischen Reiter und Pferd. In einem festgelegten Ritual wird die Lebensenergie beider miteinander verknüpft, wodurch eine dauerhafte Bindung entsteht. Diese Verbindung wirkt sich sowohl körperlich als auch emotional aus und gilt als unumkehrbar, sofern sie nicht gezielt gelöst wird.
Darüber hinaus existieren zahlreiche kleinere Rituale, die mit Übergängen im Leben verbunden sind, etwa dem Eintritt ins Erwachsenenalter oder der Aufnahme in bestimmte Aufgabenbereiche. Diese Rituale werden je nach Anlass unterschiedlich ausgestaltet, folgen jedoch stets festen Grundmustern.

Bestattungen
Bestattungen werden feierlich und mit klaren Abläufen durchgeführt. Der Verstorbene wird vorbereitet und in einer Prozession zur Begräbnisstätte begleitet. Die Beisetzung erfolgt in unterirdischen Anlagen, in denen der Körper in einem steinernen Sarkophag gebettet wird. Die Grabstätten werden magisch versiegelt und durch eine Statue gekennzeichnet, die den Verstorbenen abbildet. Die Haltung der Statue gibt Aufschluss über die Todesumstände. Angehörige verbleiben über mehrere Tage vor Ort und begleiten die Phase des Abschieds gemeinschaftlich.
Kinder werden gesondert bestattet. Ihre Gräber befinden sich außerhalb der Städte, da angenommen wird, dass ihre Seelen auf diese Weise leichter wiedergeboren werden können.

Der Gedenktag zum Sonnenwendtanz-Massaker
Seit hunderten Jahren gehen die frisch vermählten Elfen mit ihren Angehörigen an diesem Abend nach den Feierlichkeiten zur Nekropole und bringen den bei dem Massaker gefallenen Elfen kleine Opfer dar. Es handelt sich dabei zumeist um Lebensmittel, selbstgebastelte Geschenke, Briefe oder auch schlichtweg Zeit, die man am Fuße der Gedenk-Statue im stummen Beisammensein verbringt. Manche Elfen erinnern sich auch an gemeinsame Erlebnisse und teilen diese leise mit ihren Angehörigen oder Freunden.
An den Häusern der Elfen, die Angehörige an diesem Tag verloren haben, brennt in diesen Tagen an jeder Tür eine rote Laterne, um den Geistern der Verstorbenen den Weg in die Häuser ihrer ehemaligen Freunde und Familie zu zeigen.
Am Morgen finden sich zudem meistens kleine Geschenke an der Türschwelle, die von Freunden dort platziert wurden, um Anteilnahme auszudrücken. Auch wenn diese Dinge nie von hohem materiellem Wert sind, so haben sie doch einen hohen Stellenwert.

Die Geburt eines Elfenkindes
Da die Niederkunft einer elfischen Frau eine absolute Seltenheit ist, wird jede Geburt gefeiert wie ein hoher Feiertag. Der Familie werden Geschenke zugetragen. Neben Spielsachen erhalten die frischgebackenen Eltern und das Kind Kleidung, Unterstützung, Lebensmittel, Spielsachen und alles, was sie brauchen, um in dieser besonderen Zeit zurechtzukommen.
Eine Mutter erhält jederzeit Unterstützung und unter Elfen ist es völlig normal, dass beide Elternteile für die Erziehung des Nachwuchses zuständig sind. Sie denken in völlig anderen Maßstäben als Menschen.
Elfen, die ein Kind bekommen, sind zunächst einmal grundsätzlich von all ihren Verpflichtungen freigestellt. Allgemein wird in den Tagen nach der Geburt eines Elfenkindes nicht besonders viel passieren: Die Leute sind nämlich mit Feiern beschäftigt.

Die Reiterweihe
Die Verbindung zwischen Elfen und ihren Pferden ist tief in der Geschichte des Volkes verankert. Ihre Vorfahren lebten als Nomaden und verbrechten einen Großteil ihres Lebens auf dem Rücken ihrer Tiere. Auch wenn die Elfen heute sesshaft geworden sind, hat sich diese enge Bindung erhalten. Dabei ist wichtig, dass ein Pferd seinem Reiter nicht zugewiesen wird. Das Tier entscheidet selbst.
Der Weg zur Bindung beginnt damit, dass der Elf oder die Elfe eine Koppel betritt, auf der sich geeignete Tiere befinden. Das Pferd wählt seinen Reiter eigenständig. Diese Entscheidung wird nicht infrage gestellt.
Auch wenn es Zuchten innerhalb einzelner Familien gibt, folgt die eigentliche Bindung stets diesem Prinzip. Das gewählte Pferd wird zum festen Bestandteil des Lebens seines Reiters.
Sobald sich Reiter und Pferd aufeinander eingespielt haben, folgt die Reiterweihe.

Ablauf der Weihe
Die Reiterweihe beginnt mit einer Prozession aus der Stadt heraus zu einem festgelegten Ritualort, an dem die Elfen sich der Natur und somit ihrer Magie am meisten verbunden fühlen. Sie nennen diesen Ort Túr na Tairsí (Turm der Schwelle).
Für diesen Anlass werden die Pferde zumeist geschmückt. Mähnen werden mit Blumen und Bändern verflochten, andere Reiter bemalen ihre Tiere mit Kreide. Die Reiter selbst - nicht immer Soldaten, oft auch Privatpersonen, tragen festliche Gewänder. Rekruten der Marcra ne Tíre nehmen erstmals in ihrer Ausgehuniform teil.
Den Prozessionsweg aus der Stadt heraus bestreuen die Bewohner mit Blütenblättern und die Bevölkerung säumt die Straßen und begleitet den Festzug bis zu den Toren der Stadt.

Am Turm angekommen beginnt das eigentliche Ritual.
Ein Arkanist öffnet mit einem speziell angefertigten Dolch die linke Handfläche des Reiters und setzt einen leichten Schnitt über der linken Brust des Tieres. Der Reiter legt die blutende Hand auf die Brust seines Pferdes und spricht einen Schwur:
Er verpflichtet sich, seine Lebensenergie mit der des Pferds zu teilen, auf dessen Wohl ebenso zu achten ist, wie auf das eigene und es als Teil seiner selbst anzunehmen. Bestandteil des Schwurs ist zudem die Verpflichtung, das Tier im Falle schwerer Verletzungen oder unheilbarer Krankheit mit dem Dolche zu erlösen und nicht leiden zu lassen.
Während des Rituals schaffen der Arkananist und ein Ceangailteoirí (Verbindender) eine magische Verbindung zwischen Reiter und Pferd. Sichtbar wird diese durch einen schwachen, goldenen Schimmer, der sich um Reiter und Pferd legt.
Nach Abschluss des Schwurs verschließen sich beide Wunden durch die Wirkung der Magie. Zurück bleibt nur eine sehr feine Narbe. Der Dolch wird dem Reiter übergeben und verbleibt in dessen Besitz.

Nachwirkungen und Abschluss
Die Bindung zwischen Reiter und Pferd ist dauerhaft und wirkt sowohl physisch wie psychisch. In den ersten Tagen nach der Weihe ist die Verbindung besonders ausgeprägt. Eine Trennung wird als unangenehm empfunden, weshalb Reiter und Pferd in dieser Zeit meist zusammen bleiben. In manchen Fällen verbleibt ein mehrere Tage anhaltender blassgoldener Schimmer um Reiter und Pferd. Dies zeichnet eine besonders starke Bindung aus.

Auf die Reiterweihe folgen Festklichkeiten direkt am Ritualort. Erst nach mehreren Tagen kehren die Reiter gemeinsam in die Hauptstadt und die umliegenden Siedlungen zurück. Die Weihe markiert einen wichtigen Lebensabschnitt im Leben eines Elfen, bei Zivilisten wird sie als Übergang zur Volljährigkeit gewertet.