Spiritualität
Die Nomaden sind ein unglaublich spirituelles Volk. Wer in ihren Karawanen mitzieht, hat vielleicht das Glück, den außergewöhnlichen Nomadengesang am nächtlichen Lagerfeuer mitzubekommen - ein beltiger, kehliger, emotionaler Gesang begleitet von leisen Trommelschlägen.
Sie pflegen viele andersartige Traditionen und halten an einem Glauben fest, der sich nicht mit der neuen oder alten Religion vergleichen lässt. Demnach kennt man sie auch allgemein als abergläubisch und vielleicht ein bisschen merkwürdig, weil sich ihre Brauchtümer doch sehr von denen der anderen Völker unterscheiden.
Ihr Glaube beruht auf dem Ursprung allen Seins, das Wurzeln schlägt, wenn ein Lebewesen geboren wird, seinen Lauf nimmt, während man Entscheidungen trifft, und nicht einmal dann ein Ende nimmt, wenn man seinen letzten Atemzug nimmt. Es ist ein Übergang von Zuständen, von Wachstum und Zerfall, von Transformation und Wechsel. Wer stirbt, der hört nicht einfach auf, zu existieren. Man wandelt lediglich auf einer anderen Ebene, die für den normalen Menschen nicht greifbar ist.
Die Ahnen sind für die Nomadenstämme von enormer Wichtigkeit, denn sie wachen von dieser anderen Ebene über die Lebenden. Gemeinsam tragen sie zu den kollektiven Erinnerungen des Volkes bei, die Wurzeln, welche die einzelnen Stämme untereinander so stark miteinander verbinden. Es existieren diverse Rituale, um den Ahnen Respekt zu zollen, wie man zum Beispiel vor einer Hochzeit den Segen der Vorfahren erbittet. Wer nicht im Sinne der Ahnen handelt - ein Wille, der von Stammesältesten und Schamanen interpretiert wird - muss von Stamm zu Stamm unterschiedlich mit diversen Konsequenzen rechnen, wobei der Gao-Stamm dieses Pflichtbewusstsein besonders ernst nimmt.
Dem einfachen Menschen ist es in der Regel nicht möglich, ohne die Unterstützung eines Schamanen Kontakt mit den Verstorbenen aufzunehmen. Dafür sind die Schamanen ausgebildet. In jedem Stamm die spirituelle Führung übernehmend, sind sie in der Lage, in einem Trancezustand die Ebenen zu wechseln und mit den Geistern zu kommunizieren. Diverse Gesänge, Musikklänge und verbrannte Kräuter erleichtern diesen Übertritt.
Denn Verstorbene tragen nicht nur zum Kollektiv der Stämme bei, sie können auch verantwortlich für das Unglück der Lebenden sein. Seelen, die mit unerfüllten Aufgaben verschieden sind, halten an der Ebene der Lebenden fest und beeinflussen ihr Umfeld mit oftmals negativen Energien. Kommen ihnen nicht die richtigen Abschiedsrituale zu, manifestiert sich ihre negative Energie in einem Schatten, der verloren durch die Welt streift und sich an Menschen festsetzen kann.
Nomaden, denen Unheil widerfährt, laufen Gefahr, solche dunklen Geister anzuziehen, was eine Kettenreaktion an schlimmen Umständen auslösen kann. Für alle folgenden Unheile werden oftmals solche Geister verantwortlich gemacht. Deswegen ist es von äußerster Wichtigkeit, die Reinigungsrituale ernst zu nehmen, die negative Energie bannen und die Geister fernhalten soll - auf jede schwierige Geburt, jeden Schlangenbiss und jeden Gewaltakt wird deswegen ein Schamane herangezogen, oder im Mindesten Schutzamulette verschenkt.
Die Anbetung der Drachen gehört also auch heute noch zu einem zentralen Bestandteil ihrer Kultur. Drachen stehen für Stärke, Robustheit und Disziplin. Wer die Disziplinen des Tavak meistert, darf sich einen Drachenkrieger nennen - nicht, weil sie sich damit rühmen, einen Drachen getötet zu haben, sondern weil sie der Überzeugung sind, damit den Erinnerungen an die Drachen zu dienen.
Sie pflegen viele andersartige Traditionen und halten an einem Glauben fest, der sich nicht mit der neuen oder alten Religion vergleichen lässt. Demnach kennt man sie auch allgemein als abergläubisch und vielleicht ein bisschen merkwürdig, weil sich ihre Brauchtümer doch sehr von denen der anderen Völker unterscheiden.
Schamanismus
Die Nomaden folgen keinem herkömmlichen Glauben an einen Gott oder eine Göttin. Wenn überhaupt, dann definieren sie das „Göttliche“, was sie nicht begreifen können, nicht als eine feste Gestalt, die über ihr Leben bestimmt.Ihr Glaube beruht auf dem Ursprung allen Seins, das Wurzeln schlägt, wenn ein Lebewesen geboren wird, seinen Lauf nimmt, während man Entscheidungen trifft, und nicht einmal dann ein Ende nimmt, wenn man seinen letzten Atemzug nimmt. Es ist ein Übergang von Zuständen, von Wachstum und Zerfall, von Transformation und Wechsel. Wer stirbt, der hört nicht einfach auf, zu existieren. Man wandelt lediglich auf einer anderen Ebene, die für den normalen Menschen nicht greifbar ist.
Die Ahnen sind für die Nomadenstämme von enormer Wichtigkeit, denn sie wachen von dieser anderen Ebene über die Lebenden. Gemeinsam tragen sie zu den kollektiven Erinnerungen des Volkes bei, die Wurzeln, welche die einzelnen Stämme untereinander so stark miteinander verbinden. Es existieren diverse Rituale, um den Ahnen Respekt zu zollen, wie man zum Beispiel vor einer Hochzeit den Segen der Vorfahren erbittet. Wer nicht im Sinne der Ahnen handelt - ein Wille, der von Stammesältesten und Schamanen interpretiert wird - muss von Stamm zu Stamm unterschiedlich mit diversen Konsequenzen rechnen, wobei der Gao-Stamm dieses Pflichtbewusstsein besonders ernst nimmt.
Dem einfachen Menschen ist es in der Regel nicht möglich, ohne die Unterstützung eines Schamanen Kontakt mit den Verstorbenen aufzunehmen. Dafür sind die Schamanen ausgebildet. In jedem Stamm die spirituelle Führung übernehmend, sind sie in der Lage, in einem Trancezustand die Ebenen zu wechseln und mit den Geistern zu kommunizieren. Diverse Gesänge, Musikklänge und verbrannte Kräuter erleichtern diesen Übertritt.
Denn Verstorbene tragen nicht nur zum Kollektiv der Stämme bei, sie können auch verantwortlich für das Unglück der Lebenden sein. Seelen, die mit unerfüllten Aufgaben verschieden sind, halten an der Ebene der Lebenden fest und beeinflussen ihr Umfeld mit oftmals negativen Energien. Kommen ihnen nicht die richtigen Abschiedsrituale zu, manifestiert sich ihre negative Energie in einem Schatten, der verloren durch die Welt streift und sich an Menschen festsetzen kann.
Nomaden, denen Unheil widerfährt, laufen Gefahr, solche dunklen Geister anzuziehen, was eine Kettenreaktion an schlimmen Umständen auslösen kann. Für alle folgenden Unheile werden oftmals solche Geister verantwortlich gemacht. Deswegen ist es von äußerster Wichtigkeit, die Reinigungsrituale ernst zu nehmen, die negative Energie bannen und die Geister fernhalten soll - auf jede schwierige Geburt, jeden Schlangenbiss und jeden Gewaltakt wird deswegen ein Schamane herangezogen, oder im Mindesten Schutzamulette verschenkt.
Drachen
Auch wenn ihr Glaube sich sehr auf den Menschen und dessen Kollektiv zentriert, auf der Macht von Vergangenem und dessen Auswirkung auf die Zukunft, erkennen sie die Kraft der Natur als spirituellen Fokalpunkt an. Ihre Überlieferungen besagen außerdem, dass die Drachen damals der Ursprung dieser Naturgewalten waren. Mit dem Verschwinden der Drachen haben sich ihrer Überzeugung nach auch die natürlichen Ströme der Welt verändert, sodass sich Wetterphänomene und Klimata bildeten.Die Anbetung der Drachen gehört also auch heute noch zu einem zentralen Bestandteil ihrer Kultur. Drachen stehen für Stärke, Robustheit und Disziplin. Wer die Disziplinen des Tavak meistert, darf sich einen Drachenkrieger nennen - nicht, weil sie sich damit rühmen, einen Drachen getötet zu haben, sondern weil sie der Überzeugung sind, damit den Erinnerungen an die Drachen zu dienen.