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Die Tore bleiben verschlossen
Als ihr an diesem Wochenende die vertrauten Mauern erreicht, findet ihr das Haupttor verriegelt. Kein Banner weht über den Zinnen, kein Schreiber ruft Namen von der Liste, und selbst die Wachen sprechen leiser als gewöhnlich. Hinter dem Holz der schweren Flügel hallen Schritte, Werkzeuge schlagen gegen Stein, und irgendwo in der Tiefe der Feste wird etwas Altes gelöst, geprüft und neu zusammengefügt.
An das Tor wurde eine dunkle Tafel genagelt. Die Schrift darauf ist frisch, doch der Regen hat bereits begonnen, die Ränder der Worte zu verwischen:
Fünf Zeichen stehen vor dem Wetterwechsel.
Wer sie richtig liest, kennt den Namen dessen, was naht.
Wenn Dorn und Staub die Tore halten,
und Eid im kalten Stein erwacht,
wenn Raben schwarze Schwingen falten,
dann lauscht, was unter Mauern wacht.
Die Schar der Elfen tritt an Land,
nach langer Zeit aus fernem Raum;
durch Tore glimmt der Städte Band,
und Uralt bebt ihr Siegeltraum.
Im Reich der Glut, im wärmsten Land,
dem Marionettenkönig zur Macht,
ruht eine Krone kalt am Rand,
bis fremde Hand den Morgen macht.
Im Odem schlägt, noch ungeboren,
ein mächtiges Herz im Drachenei;
von Monden lange schon beschworen,
bis Tore glimmen, still und frei.
Bewahrt das gefundene Wort hinter den Zähnen, Reisende; nicht jedes Siegel gehorcht einem voreiligen Mund. Manche Pforten geben erst nach, wenn der Himmel sein letztes Licht verschluckt hat und die Mauern gelernt haben, ihr neues Gewicht zu tragen.
Bis dahin bleibt die Feste unter Riegel und Bann. Lagert vor den Toren, schürt die Feuer klein und habt Geduld mit den Händen, die im Inneren Stein, Holz und altes Räderwerk richten. Ehe das Wochenende vergeht, soll der Weg wieder offenstehen.
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