08-05-2026, 09:13
Samir tat gut daran nicht zu wissen, was in Tariqs Kopf vorging. Was seine wahren Beweggründe waren, die Gefühlslage – oder eher die fehlende Gefühlslage - die seinen Geliebten antrieb. Unbewusst trug er so seine Unwissenheit wie eine Rüstung um sein Herz, während er seinen Körper offen für den Älteren darlegte und ihn frei darüber verfügen ließ. Die Überzeugung, dass er all dies hier verdiente, war tief in ihm verankerte und er sehnte die Bestrafung genauso sehr herbei, wie er sie fürchtete. Nein, Samir war kein Narr, der Situationen wie diese heraufbeschwor, um willentlich den Zorn Tariqs auf sich zu ziehen, aber er hätte sich selbst einen Lügner schelten müssen, wenn er leugnete, dass die Behandlung, die ihm eben zuteilwurde, nicht etwas mit ihm machte. Der Grat zwischen Lust und Schmerz, Erregung und Angst, war ein schmaler, auf dem er wie ein Seiltänzer wandelte, nicht wissend, ob der freie Fall in einem schmerzhaften Aufprall oder einem Fangnetz höchster Euphorie enden würde.
Die Zunge des jungen Al-Mazhir fühlte sich an, als wäre sie in einen Sandsturm geraten. Dennoch schluckte er erneut bei Tariqs Worten. Die Erinnerung an diesen Fehltritt war ihm noch gut im Gedächtnis geblieben, auch wenn Details davon im Nebel lagen. Seine Mutter hatte ihn damals vor dem Zorn seines Vaters geschützt, hatte die Aktion als jugendlichen Leichtsinn abgetan, während das Familienoberhaupt seinen Sohn von oben herab abschätzig betrachtet und mit einem enttäuschten Kopfschütteln in seiner Misere hatte sitzen lassen. Die Kopfschmerzen und die Übelkeit, die noch einen langen Tag nach dem Vorfall angehalten hatten, waren Samir weniger Lehre gewesen als diese Behandlung. Darum hatte er sich auch zusammengerissen und selbst in Gesellschaft den Alkohol nur noch so genossen, dass die Grenzen der Verträglichkeit bei weitem noch nicht erreicht gewesen waren. Schon alleine aus diesem Grund hatte er sich nicht sonderlich etwas dabei gedacht, als er das Glas Wein zur Beruhigung seiner Nerven zu sich genommen hatte. Tariq machte ihm nun aber sehr deutlich, dass er eben immer zu denken hatte. Möglichkeiten, Gefahren und Konsequenzen abzuwägen. Obwohl… Unwillkürlich drängten seine Hüften sich mit einem Keuchen erneut den Berührungen des Al-Fawahir entgegen. Ein Keuchen, dass in ein Wimmern überging, als ihm der so willkommene Druck wieder entzogen wurde. Bei den Worten die folgten war er kaum fähig zu antworten, rang mit sich, um einen klaren Satz bilden zu können, Buchstaben in seinem Kopf sinnvoll aneinander zu reihen. Die Aussicht auf die Bestrafung, die auf ihn warten sollte, wenn er sich widersetzte, schien dabei seine Erregung nur noch zu steigern. Eine absurde Reaktion seines Körpers, hätte er auch nur einen Moment rational darüber nachgedacht. Aber Rationalität war wie weggewischt, wenn er sich in den Armen des Älteren befand, dessen Händen ausgeliefert. Ein Fremdwort, dass ihm nicht einmal in den Sinn gekommen wäre, wenn er sich noch so angestrengt hätte.
Seine Arme zitterten, als er leise den Kopf senkte, sich auf die seltsam spröde Unterlippe biss. “Ich…“ Seine Stimme kam nur erstickt aus seinem Mund, kaum mehr als ein Wispern, während sich alle seine Nervenenden auf jene Bereiche konzentrierten, an denen er Tariqs warmen Atemhauch und die rau anmutende Haut auf seiner spürte. “Ich habe verstanden.“ Wie hätte es auch anders sein sollen? Zwar war Verständnis etwas, das gerade sehr stark mit dem pulsierenden Druck in seinen Lenden konkurrierte, aber er konzentrierte sich dennoch auf die Worte, die an ihn gerichtet wurden. Zwang sich, diesen Fokus zu behalten, auch wenn er sich am liebsten in Ekstase verloren hätte. Einzig und allein der klare Schnitt, den das abrupte Stoppen in den Bewegungen Tariqs hervorrief, ließ ihn noch den Kopf behalten. “Ich … werde mich daran halten…“ Beinahe schon schmerzhaft schnellten seine Zähne aufeinander, ließen nur einen zischenden Laut zu, als er die Lippen seines Geliebten auf seiner trotz des kühlen Nachthauches erhitzten Haut spürte. Ehrfürchtig lehnte er den Kopf etwas zurück, ihn dabei aber nicht ganz in den Nacken legend, um dem Älteren besseren Zugang zu bieten. “Bitte…“ Samirs Rücken schmiegte sich dichter an Tariq, sein Gesäß unwillkürlich der Erregung Tariqs entgegendrängend, die deutlich für ihn vernehmbar war. Alles in ihm war auf jede noch so kleine Reaktion seines Geliebten gepolt, fast schon wie die Fäden eines Teppichs verwoben in seinem Bewusstsein. “Ich bin dein. Ich gehöre nur dir.“ Seine Hände ballten sich zu Fäusten, innerliche Qual die ihn zerriss, weil er Tariq nicht berühren konnte. Nicht berühren durfte.
Die Zunge des jungen Al-Mazhir fühlte sich an, als wäre sie in einen Sandsturm geraten. Dennoch schluckte er erneut bei Tariqs Worten. Die Erinnerung an diesen Fehltritt war ihm noch gut im Gedächtnis geblieben, auch wenn Details davon im Nebel lagen. Seine Mutter hatte ihn damals vor dem Zorn seines Vaters geschützt, hatte die Aktion als jugendlichen Leichtsinn abgetan, während das Familienoberhaupt seinen Sohn von oben herab abschätzig betrachtet und mit einem enttäuschten Kopfschütteln in seiner Misere hatte sitzen lassen. Die Kopfschmerzen und die Übelkeit, die noch einen langen Tag nach dem Vorfall angehalten hatten, waren Samir weniger Lehre gewesen als diese Behandlung. Darum hatte er sich auch zusammengerissen und selbst in Gesellschaft den Alkohol nur noch so genossen, dass die Grenzen der Verträglichkeit bei weitem noch nicht erreicht gewesen waren. Schon alleine aus diesem Grund hatte er sich nicht sonderlich etwas dabei gedacht, als er das Glas Wein zur Beruhigung seiner Nerven zu sich genommen hatte. Tariq machte ihm nun aber sehr deutlich, dass er eben immer zu denken hatte. Möglichkeiten, Gefahren und Konsequenzen abzuwägen. Obwohl… Unwillkürlich drängten seine Hüften sich mit einem Keuchen erneut den Berührungen des Al-Fawahir entgegen. Ein Keuchen, dass in ein Wimmern überging, als ihm der so willkommene Druck wieder entzogen wurde. Bei den Worten die folgten war er kaum fähig zu antworten, rang mit sich, um einen klaren Satz bilden zu können, Buchstaben in seinem Kopf sinnvoll aneinander zu reihen. Die Aussicht auf die Bestrafung, die auf ihn warten sollte, wenn er sich widersetzte, schien dabei seine Erregung nur noch zu steigern. Eine absurde Reaktion seines Körpers, hätte er auch nur einen Moment rational darüber nachgedacht. Aber Rationalität war wie weggewischt, wenn er sich in den Armen des Älteren befand, dessen Händen ausgeliefert. Ein Fremdwort, dass ihm nicht einmal in den Sinn gekommen wäre, wenn er sich noch so angestrengt hätte.
Seine Arme zitterten, als er leise den Kopf senkte, sich auf die seltsam spröde Unterlippe biss. “Ich…“ Seine Stimme kam nur erstickt aus seinem Mund, kaum mehr als ein Wispern, während sich alle seine Nervenenden auf jene Bereiche konzentrierten, an denen er Tariqs warmen Atemhauch und die rau anmutende Haut auf seiner spürte. “Ich habe verstanden.“ Wie hätte es auch anders sein sollen? Zwar war Verständnis etwas, das gerade sehr stark mit dem pulsierenden Druck in seinen Lenden konkurrierte, aber er konzentrierte sich dennoch auf die Worte, die an ihn gerichtet wurden. Zwang sich, diesen Fokus zu behalten, auch wenn er sich am liebsten in Ekstase verloren hätte. Einzig und allein der klare Schnitt, den das abrupte Stoppen in den Bewegungen Tariqs hervorrief, ließ ihn noch den Kopf behalten. “Ich … werde mich daran halten…“ Beinahe schon schmerzhaft schnellten seine Zähne aufeinander, ließen nur einen zischenden Laut zu, als er die Lippen seines Geliebten auf seiner trotz des kühlen Nachthauches erhitzten Haut spürte. Ehrfürchtig lehnte er den Kopf etwas zurück, ihn dabei aber nicht ganz in den Nacken legend, um dem Älteren besseren Zugang zu bieten. “Bitte…“ Samirs Rücken schmiegte sich dichter an Tariq, sein Gesäß unwillkürlich der Erregung Tariqs entgegendrängend, die deutlich für ihn vernehmbar war. Alles in ihm war auf jede noch so kleine Reaktion seines Geliebten gepolt, fast schon wie die Fäden eines Teppichs verwoben in seinem Bewusstsein. “Ich bin dein. Ich gehöre nur dir.“ Seine Hände ballten sich zu Fäusten, innerliche Qual die ihn zerriss, weil er Tariq nicht berühren konnte. Nicht berühren durfte.