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Play with the Fire of your own Heart
25.09.1016 - 16:00
Hafen von King‘s Portal
Trigger: Rassismus, Armut

In need of a Quest?
Aurelia Marsili
Königsland - Admin
Alter 23
Beruf Wirtstochter, Sängerin, Informationshändlerin
Wohnort Castandor, King's Portal
Stand Ledig
User Letha
#1
Play with the Fire of your own Heart.
Burn for the things you love.

Dieser Krieg bedeutete nur Ärger, aber das interessierte die hohen Herren auf ihrem Goldberg recht wenig. Was sollten sie auch auf die Frauen hier unten achten, die den Nachmittag nun endlich hinter sich lassen wollten, aber einfach nicht fertig wurden. Warum? Natürlich wegen dem Krieg, oder wegen der Katastrophe auf den Inseln, oder wegen falsch geplanter Logistik. Das alles machte keinen Unterschied für Aurelia, die heute ihren Vater dabei ersetzte, die Fässer aus den Zwillingsstädten in die Taverne zu transportieren.
Ungeduldig tippte ihr Zeigefinger auf ihren nackten Unterarm, während sie auf ihren Fußballen hin und her wippte, immer wieder über die Schulter des kräftigen Seemannes lugend, der dabei war, die fünf schweren Fässer auf den gemieteten Wagen zu rollen. Ihre Hautfarbe war gesund, gebräunt sogar noch von der kräftigen Augustsonne — etwas, was ihre ganze Familie nicht von sich behaupten konnte. Wie die Seuche ausgerechnet Aurelia nicht erwischt hatte, obwohl sie doch genauso viel engen Kundenkontakt in der Schenke gehabt und aus Heofader weiß wessen Krug getrunken hatte, war sie bis dato von der Seuche verschont geblieben. Ob das ein Segen war? Zweifelhaft, wenn sie sich dafür mit Briefen, Ladungen und dem Schlimmsten von all dem — putzen der Taverne — beschäftigen durfte. Eigentlich sah man sie ständig hier, so oft sogar, dass sie die Hälfte der Tagelöhner grüßten und sie ihnen manchmal ein ganzes, manchmal ein halbes Lächeln zur Antwort schenkte. Oft genug, dass nur Fremde den Blick länger auf ihr ruhen ließen und sie sich einer gewissen Sicherheit von bekannten Gesichtern bewusst war, dass sie auf Unterstützung zählen konnte, sollte doch einer unbehaglich nahe kommen.
Leider machten in letzter Zeit Gerüchte die Runde. Sommerländer, natürlich Sommerländer, drängten sich den Verkäuferinnen hier auf, fragten sie nach ihren Knöcheln und grinsten ihr zahnloses Grinsen. Aurelias Meinung nach klang das Verhalten nach jeder ungehobelten Schiffcrew unabhängig jeglicher Nationalität, aber das sprach doch nur wieder davon, wie sie alle die Nase voll hatten (passend dazu kräuselte Aurelia leicht ihre Nase). Wer hatte schon nach den Krankheiten und dem ganzen Chaos gefragt, welches die Sommerländer wie einen blinden Passagier mit sich gebracht hatten? Niemand wollte diese Unstimmigkeit im Alltag. Sie alle wollten nur ihr Geld, um es anschließend zu sparen oder zu versaufen — das war die Routine der Hauptstadt, wie sie atmete und lebte. Aber Aurelia hatte — wie so viele andere — aufgehört, ihren Blick nach oben zum Bergfried zu richten und auf irgendein Zeichen vom König oder von Heofader selbst zu warten. Da nahm sie ihr Leben lieber selbst in die Hand, und ihren Rockzipfel gleich dazu.
„Wie viel?“ „2 Kupfer“, brummte der Seemann und hielt seine kräftige Hand auf, in der kurz darauf zwei Münzen landeten. Aurelia befestigte den Beutel an ihrem Taillengürtel und stieg über einen kleinen Haufen Pferdeäpfel, prüfte die Riemen des Ochsengeschirrs nochmal und stieg dann selbst auf die Ladefläche. Es war eine Routineuntersuchung, wirklich, aber ihr Vater bestand selbst aus dem Krankenbett darauf, weshalb sie ihre Hand an das erste Fass legte und einmal kräftig rüttelte. Mit dem schwappenden Geräusch zufrieden, schlängelte sie sich an dem Fass vorbei und wiederholte die gleiche Aktion beim zweiten. Irgendwo in dem Prozess blieb sie mit ihrem Kleid an dem Holz hängen, was sie leise fluchen ließ. Es brachte ja doch nichts. Je schneller sie hier fertig war, desto schneller konnte sie — Moment. Noch einmal rüttelte sie an dem dritten Fass, und wieder war ein dumpfes Rumpeln zu hören. Oh nein, nein nein nein nein… Sie wusste schon, was sie erwartete, bevor sie energisch den Deckelstöpsel hob und ein paar dunkler Augen ihr durch den Lichtfall entgegen blickten. „Meinst du nicht ernst jetzt.“ es war halb direkt an den blinden Passagier gerichtet, halb an Heofader selbst, während sich ihre Augenbrauen in einer Mischung aus Qual und Genervtheit zusammenzogen. Im Nu hatte sie den ohnehin nicht fest sitzenden Deckel angehoben, da wurden auf einmal lange Finger sichtbar, die sich durch die Stöpselöffnung wanden und den Deckel wieder auf das Fass zogen. „Denk bloß nicht dass ich dich nicht gesehen habe!“ Aurelias Finger gruben sich in das Holz und zogen stärker — diesmal erschienen zwei dünne Hände, bevor der Deckel wieder zurück auf seinem Platz landete. „Hör auf damit! Komm jetzt raus, du mieser Dieb!!“ Immer lauter wurde ihre Stimme, die Augen ein reiner Sturm aus Braun, während so immer wieder an dem Deckel zog, ihre Füße gegen den Wagenboden stemmte und sich fragte, ob es diese Anstrengung wirklich wert war, die ihr Nerven und graue Haare kostete. Der Wein, der anstelle dieses Parasiten hätte transportiert werden sollen, war vermutlich bereits verkauft oder versoffen von diesem Idioten, der ihr das Leben einfach unnötig schwer machte. Sie hatte andere Dinge zutun. Was interessierte sie die potentielle Armut, die den Fremden in ein Fass getrieben haben könnte, wenn sie selbst ihr eigenes Misere ausbaden musste. Wenn du arm bist, geh doch ins Militär. Damit warben sie doch, oder nicht?
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Sommerland
Ekene Harun
Sommerland
Alter 25
Beruf Leibwächter der Prinzessin, Königsgardist
Wohnort King's Portal
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User Runa
#2
Ekene war dieser Ort hier immer noch vollkommen fremd und auch nicht geheuer. Sicherlich lauerten auch im Sommerland Gefahren an jeder Ecke. Dort wahrscheinlich noch mehr als hier. Trotzdem war es immer ein anderes Gefühl. Ihm waren die Menschen hier nicht sympathisch. Er misstraute ihnen. Heute patrouillierte er durch den Hafen. Er war keine Stadtwache die sich um die Belange der Menschen kümmerte. Um ehrlich zu sein waren sie ihm egal. Die meisten wollten sich auch gar nicht von einem Sommerländer helfen lassen. Morgen müsste er sich wieder darum kümmern dass sein Geld nachhause kam. Manch einer könnte meinen der junge Sommerländer sei in Gedanken versunken, aber das passierte nie. Wieso sollte er auch? Dann war er abgelenkt und nicht auf das Hier und Jetzt fokussiert.

Eigentlich verlief bis jetzt alles ruhig, aber da bekam er mit wie eine junge Frau scheinbar mit einem Fass zu kämpfen hatte. Für einen Moment blieb er stehen und beobachtete das Geschehen. Sin Blick richtete sich aber immer wieder nach allen Seiten. Hier zu weilen war nie eine gute Idee. So wie es wirkte schien sich irgendetwas oder irgendjemand in den Fässern zu befinden. Schließlich meinte sie etwas davon dass sie ihn gesehen hätte und dass er rauskommen sollte. Sah ganz danach aus als hätte sie nicht die gewünschte Ware erhalten sondern einen blinden Passagier. Wie Ekene es einschätzte war das keine all zu gute Situation für beide Seiten. Er sollte einfach weitergehen und sie mit ihrem Schicksal alleine lassen, aber dann wiederum.......wenn es um einen Sommerländer ging, dann müsste er etwas tun.

Also trat er näher an die junge Frau. Auf leisen Sohlen und ohne ein Geräusch von sich zu geben. Schließlich war es seine Aufgabe auffällig zu sein.
"Kann ich behilflich sein? Worin liegt denn das Problem", sprach er dann auch sogleich die Frau an und musterte die Fässer mit einem Seitenblick. Sie konnte sein Angebot annehmen oder auch ablehnen. Es war ganz ihre Entscheidung. Viel mehr würde man von ihm auch nicht zu hören bekommen. Ganz im Gegenteil. Ekene war kein Mensch der in aller Ausführlichkeit vor sich hin sprach. Außerdem war ihm die Frau fremd und Königsländerin. Nun wartete er auf eine Reaktion. So wie es seine Aufgabe war. Warten bis er weitere Anweisungen bekam. Sein Blick fiel kurz nach hinten. Wenn die Wachen auftauchen sollten, dann würde er sich zurückziehen. Denn auf eine Auseinandersetzung mit diesen hatte er nun wahrlich keine Lust.
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Aurelia Marsili
Königsland - Admin
Alter 23
Beruf Wirtstochter, Sängerin, Informationshändlerin
Wohnort Castandor, King's Portal
Stand Ledig
User Letha
#3
Sowas liebte man doch, wenn man nicht nur um ein ganzes Weinfass betrogen worden war, sondern obendrein auch noch mit diesem herrlichen Wicht kämpfen durfte, dessen dünne Finger sich immer wieder um den Fassdeckel klammerten und ihn zurück zogen. Was sollte das sein, eine Panikreaktion? Warum musste das ausgerechnet Aurelia passieren?? Sie hatte heute noch in der Taverne zu sein, die Krüge zu putzen und ihrer Mutter beim Kochen zur Hand zu gehen, sah sie etwa so aus, als hätte sie Zeit für diese miese Spielerei? Wussten die Sommerländer überhaupt, wie man spielte? Die ganze Situation war so frustrierend, dass Aurelia irgendwann hoffnungslos die Hände in die Luft warf und prompt gegen das Fass trat. “Ich habs satt, hörst du? Das kann dich auch nicht retten.” Wieder ein Rumpeln, aber das konnte letztendlich auch von Aurelias gerissenen Geduldsfaden kommen, als sie sich umdrehte und vom Wagen spri-
“Bei Heofader!”, schrak sie zurück, die Hand auf ihr Herz gelegt und mit großen Augen den Fremden begutachtend, dessen Stimme sie so überrascht hatte. Der Schreck wich allerdings schnell von ihrem Gebärden, so wie ihre Augen wieder eine normale Größe annahmen und sie ihn genauso musterte wie er sie. Und du bist…?, strahlte ihre ganze Körperhaltung aus, etwas von ihm weggelehnt und weder von seinem Aufzug, noch von seinem stoischen Gesichtsausdruck beeindruckt. Um Aurelia zu beeindrucken, musste man schon mehr Geschütze auffahren; vor allem, wenn ihre Meinung zu den Sommerländern - begründeterweise! - zurzeit nicht allzu hoch war.
Es dauerte eine Weile, bis sie antwortete. Sie ließ sich regelrecht die Frage auf der Zunge zergehen und wägte ab, wie ernst er es meinen musste; vielleicht ließ sie sich ihre erhöhte Position auf dem Wagen auch etwas zu Kopf steigen, auch wenn das gar nichts mit ihrer gesellschaftlichen Position zutun hatte. Dann fiel es ihr auf einmal wie Schuppen von den Augen. “Ja.” Es klang beinahe wie eine Erleuchtung, vermutlich hauptsächlich an sie selbst gerichtet. “Dein Landgenosse hat sich entschieden, blinder Passagier zu spielen und jetzt hab ich den Salat. Hab ich mir das ausgesucht? Nein.” Aurelia machte Platz auf dem Wagen, damit der Fremde sich zu ihr gesellen konnte. Anklagend deutete sie auf das Fass, mit dem sie bis eben noch gekämpft hatte. “Da ist er drin, und er will nicht rauskommen. Ich weiß nicht, was ihr da drüben für Kauderwelsch sprecht, aber scheinbar hört er nicht auf mich. Vielleicht kannst du ihm das klarmachen.” Und weil sie noch nicht fertig war, sich zu beschweren und ihrer Frustration Ausdruck zu verleihen, verschränkte sie die nackten Arme vor der Brust und fügte noch dazu: “Und Arbeit hab ich auch nicht für ihn.” Damit das klar war und der Dieb das im Fass auch begreifen würde. Egal was er für Beweggründe hatte, in ein Fass zu klettern, Aurelia wollte nichts damit zutun haben und damit in Ruhe gelassen werden. Am liebsten wär es ihr doch, wenn der Fremde in seiner Rüstung das Fass vom Wagen rollen und es aus ihrem Sichtfeld verschwinden lassen würde.
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Sommerland
Ekene Harun
Sommerland
Alter 25
Beruf Leibwächter der Prinzessin, Königsgardist
Wohnort King's Portal
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User Runa
#4
Ganz offenbar hatte sich die Frau erschreckt als er bei ihr auftauchte. Dann war sie nicht sonderlich geeignet um hier am Hafen ihre Dienste zu erledigen. Schreckhaftigkeit brachte sie hier nämlich nicht weiter und erst Recht nicht wenn sie sich bei jedem kleinen Geräusch erschreckte. Doch er antwortete nichts darauf. Warum auch? Es war ihre Sache und es lohnte sich für ihn auch nicht weiter darüber nachzudenken. Ihr Blick entging ihr nicht und warum dachten diese Königsländer nur immer dass jeder aus dem Sommerland Lust hatte hier zu sein und sich mit ihnen herumzuschlagen?

Um seine Frage zu beantworten ließ sie sich sehr viel Zeit und die verbrachte Ekene damit die Umgebung zu mustern und an Ort und Stelle zu stehen. Darauf wartend dass irgendetwas passierte. Was sollte er auch anderes tun. Es bestand doch ein Problem und nun erzählte die Frau etwas von blinden Passagieren in ihren Fässern. Ob sie sich das ausgesucht hatte? Hatten sich die Sommerländer herausgesucht hier zu sein? Hatten sie es sich herausgesucht in Fässern zu flüchten? Hatten sie es sich herausgesucht ein solches Königshaus zu haben. Nein. Hörte man ihn deswegen herumjammern? Nein. Diese Einstellung nervte ihn. Als sie ihm Platz machte, stieg er auf den Wagen und musterte das Fass einmal ausgiebig.

Noch immer hatte er sich nicht geäußert und legte eine Hand an den Deckel, ehe er diesen anhob. Gegenwehr war vorhanden und er sah den Sommerländer in dem Fass an, der den Deckel wieder zuschlug.
"Ich kümmere mich darum", war alles was er zu ihren Worten sagte. Sie regte sich auf. Es war ihr Problem. Trotzdem konnte er das lösen ohne größere Konflikte. Wieder öffnete er den Decke und wiedr versuchte die Person darin ihn zu schließen, doch Ekene legte seinen Arm zwischen Fass und Deckel, sodass das Fass nicht vollständig geschlossen werden konnte.
"Genug davon. Komm raus. Du kannst froh sein dass ich dich finde und nicht diese königsländischen Männer."

Ekene wartete auf die Reaktion und störte sich nicht um die Frau die scheinbar immer noch darauf wartete dass der Sommerländer das Fass verließ. Ganz locker und entspannt wartete er. Wenn er etwas konnt dann war es das. Dieses Spiel könnten sie Stunden weiterspielen, aber irgendwann könnten Wachen auftauchen oder andere Gestalten und dann würde es ungemütlich für den Typen werden. Das würde es doch für alle Sommerländer im Königsland oder?
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In need of a Quest?
Aurelia Marsili
Königsland - Admin
Alter 23
Beruf Wirtstochter, Sängerin, Informationshändlerin
Wohnort Castandor, King's Portal
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User Letha
#5
Was auch immer den Sommerländer dazu bewegte, sich in dem Fass einzuschließen, obwohl er schon längst aufgeflogen war, Aurelia verstand ihn auf eine ganz merkwürdige Art und Weise. Nicht, weil sie etwa genau das Gleiche getan hätte - verflucht, nichts hätte sie in ein Weinfass bekommen, nur um auf nem Schiff ordentlich durchgeschüttelt zu werden und am Ende Wochen zu brauchen, bis sie den Wein aus ihren Haaren bekam -, aber sie konnte sich doch vorstellen, wie schrecklich es sein musste, in einem fremden Land auf sich allein gestellt zu sein. Hätte Aurelia zu Hause keine kranke Familie und einen Berg an Aufgaben, die auf sie warteten, hätte sie vermutlich auch mehr Verständnis für einen blinden Passagier gehabt; zumindest so lange, bis dieser sich mit zwei ihrer Kupferstücke was zu essen kaufte und dann für immer aus ihrem Leben verschwand. Aber so, selbst auf sich alleine gestellt und den Kopf voll Stress und einer laaaangen Liste, kräuselte sie nur unzufrieden ihre Nase und wünschte den Sommerländer zu Heofaders haarigen Füßen direkt in die Hölle.

Dass er zuerst auch nicht auf seinen Landsgenossen horchte, ließ sie nur genervt eine gelöste Locke aus ihrem Gesicht pusten. Dann aber geschah doch tatsächlich ein Wunder, das sie eigentlich fast schon abgeschrieben hatte; die dünnen Finger des Sommerländers lösten sich von dem Deckel und gaben dem Druck nach, den der Soldat ausübte. “Ich komm”, meldete sich eine dünne Stimme aus dem Bauch des Fasses, dick mit dem typischen Dialekt, der irgendwo in den tiefen Inselregionen seinen Ursprung gefunden haben musste - soweit Aurelia wusste, hatte die Bevölkerung in Abu Kabir sich so gut durchgemischt, dass man dort fast genauso sprach wie hier in der Hauptstadt. Der Kopf, der nun aus dem Fass lugte, sah auch genau so aus, wie sie sich die Inselmänner vorstellte, wie hieß noch gleich die Stadt? Yalewdal. Die Haut von einer deutlich heißeren Sonne gegerbt, als sie hier in Castandor jemals scheinen würde, das Haar kraus und zerfressen von Sand, die Hände rau von harter Arbeit. Das Gesicht selbst war hohl, unterernährt, genauso wie der restliche Körper, aber die Augen starrten wach und aufmerksam, nachdem sie sich an das Licht gewöhnt hatten. Fast… Misstrauisch. Nicht gegen Aurelia, die sich nunmehr im Hintergrund aufhielt. Gegen den Soldaten. “Bitte, ich wusste nur nicht wo-... Ich wusste nicht wohin.” Trotz der deutlichen Schwäche, herbeigeführt durch tagelanges Hungern und einer Reise in einem zu kleinen Fass für einen großen Körper, war die Stimme des Sommerländers doch klar. Das Leinenhemd hing an seinem Körper herunter, ein paar Nummern zu groß, aber Aurelia erkannte die starken Schultern, die es ausfüllten - oder einmal ausgefüllt hatten. “Bitte schickt mich nicht ins Lager. Überall hin, aber nicht dorthin.”
Ah, fiel es Aurelia lautlos von den Lippen. Nunja, mutig, so eine Bitte an einen Soldaten der sommerländischen Armee zu richten, der damit beauftragt war, solche Blindgänger ins Lager zu begleiten. Für sie war es gar keine Abwägung wert. wie das hier ausgehen würde. Als würde der blinde Passagier ihre Unzufriedenheit bemerken, richtete sich sein Blick auch endlich auf sie, kurz stockend (was sie bereits gewohnt war, sie wusste schließlich, wie sie auf jemanden wirkte, der tagelang keine Frau mehr gesehen hatte), doch dann mit einer unangenehmen Intensität, die an Ehrlichkeit kaum zu übertreffen war. Damit hatte sie nicht gerechnet und ehrlich gesagt wusste sie auch nicht, wie sie damit umgehen sollte, außer einen winzigen Schritt nach hinten zu treten und das Mitgefühl runter zu schlucken, dass hier echt nichts verloren hatte. “Ich schwöre bei Heofader, dass ich Eure Ware nicht angefasst habe, Mylady”, legte er sich eine Hand übers Herz. Die falsche Anrede ging leider runter wie Butter, weshalb ihre Stimme auch nicht mehr den Schneid von vorher hatte. “Ist mir schon klar, aber das macht den Verlust auch nicht wett.” In stummer Anschuldigung reckte sie ihr Kinn nach vorne und der Sommerländer senkte seinen Blick betreten nach unten auf den Fassrand. “Ich weiß… Es tut mir leid. Ich wollte euch wirklich keine Umstände bereiten.”
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Sommerland
Ekene Harun
Sommerland
Alter 25
Beruf Leibwächter der Prinzessin, Königsgardist
Wohnort King's Portal
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User Runa
#6
Ekene hatte absolut keine Lust auf dieses Theater aber er wollte behilflich sein. Also würde er sich jetzt auch darum kümmern. Sein Landesgenosse präsentierte sich auf eine ganz furchtbare Art und Weise. Hier in Castandor mochte man sie generell kaum und solche Aktionen machten es nicht besser. Auch wenn dem Sommerländer vollkommen gleich war wie andere Leute auf ihn reagierten. Anfangs wollte der andere nicht aus dem Fass kommen, aber dann schaffte Ekene doch ihn zu 'überzeugen' wenn man es denn so nennen wollte. Der Dialekt war schwer zu deuten. Könnte alles Mögliche sein. Vielleicht Abu Kabir? Darauf wetten würde er nicht, aber er wartete darauf dass sich etwas tat. Was dann auch der Fall war. Besser so. Ekene musterte den blinden Passagier ausführlich als jener aus dem Fass stieg. Es tat schon fast weh ihn so zu sehen, aber im Vergleich zu Anderen befand sich sein Gegenüber noch in einem guten Zustand.

Die Argumentation des Fremden sorgte dafür dass er von Ekene noch ausführlicher gemustert wurde. Er konnte es ja verstehen. Es gab so viel Leid und Elend dass man am liebsten manchmal flüchten wollte, aber das war für ihn nie in Frage gekommen. Denn wenn man wegrannte, konnte sich nichts ändern.
"Du verkriechst dich wie ein Feigling vor denjenigen die du fürchtet. Das macht es nicht besser. Nur wenn man kämpft kann es besser werden. Du musst dafür kämpfen um dein Leben aufzubessern."
Das war es auch was Ekene die ganze Zeit wollte. Endlich kämpfen. Sich endlich beweisen zu können, abr er saß ja immer noch hier und bewachte die gnädige Prinzessin. Würde er damit nicht gutes Geld verdienen, hätte er sich diesem Job schon längts entsagt. Was tat man nicht alles für das Überleben? Nun wurde er angefleht den Fremden nicht ins Lager zu schicken. Alles nur nicht das? Sollte Ekene Mitleid haben?

Er war ein sommerländischer Soldat. Er sollte nicht auf so etwas eingehen aber......der andere Mann war ein Leidens- und Landesgenoss. Einer dieser Menschen für die Ekene kämpfte. Für ein besseres Leben. Der Fremd beteuerte nun dass er keine Umstände machen wollte.
"Das hast du aber und dieser Verlust muss entschädigt werden", fing er an und wandte sich dann an die Frau.
"Wie viel Verlust macht ihr dadurch? Ich bin mir sicher dass der Palast dafür aufkommen wird", äußerte er dann aber seine Stimme klang absolut nicht davon überzeugt und das war er auch nicht. Falsche Hoffnungen sollte sich hier niemand machen. Ekene packte den Fremden unter dem Arm.
"Er wird mit mir kommen. Habt ihr Wünsche wie mit ihm verfahren werden soll?"
fragen konnte man sie ja. Was Ekene schlussendlich tat wenn er aus dem Blickfeld der Frau verschwunden war, das war etwas vollkommen anderes. Mit einem Blick deutete er dem anderen Sommerländer den Mund zu halten. Zumindest wenn ihm sein Leben lieb war.
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Aurelia Marsili
Königsland - Admin
Alter 23
Beruf Wirtstochter, Sängerin, Informationshändlerin
Wohnort Castandor, King's Portal
Stand Ledig
User Letha
#7
Dieses Leiden dort drüben, da auf den Inseln, das musste irgendwie verbinden, und doch war es irgendwie merkwürdig, dem Schauspiel zuzusehen. Die Gesellschaftsschichten waren offensichtlich Welten voneinander entfernt - zumindest sah der Fassdieb so aus, als hätte er seit zwei Jahren den gleichen Lumpen getragen -, doch hatte die Art, wie der Soldat mit ihm sprach, etwas… Verständnisvolles? Aurelia konnte es nur schwer in Worte fassen. Sie besah sich die Szene und hatte das Gefühl, hinter den harten Worten steckte eine Wärme, die man nur für jemanden aufbringen konnte, dem man helfen wollte. Nicht, dass sie großartig wusste, wie Nächstenliebe aussah in einer Großstadt, wo jeder sich selbst der Nächste war, aber… na ja, was sollte es sie schon kümmern. Hier ging es um ihren Verlust, ein Umstand, der nichts mit dem Sommerland und deren Problemen zutun haben sollte, und so unfair das Leben dort drüben vielleicht war, so unfair war es auch, den Ertrag der Familientaverne da mit reinzuziehen.
Aurelia schnaufte auf die Aussage, dass der Palast dafür aufkommen würde. “Funktioniert das bei euch auf den Inseln so, ja? Der Palast schert sich doch nen Dreck über ein verschwundenes Fass.” Der Soldat war wohl auch noch nicht lange in King’s Portal, was? Wenn überhaupt, dann kümmerte sich die Verwaltung des Hafens um Rückerstattung und Entschädigungsaufkommen - wenn man denn die nötigen Dokumente und Beweise vorlegen konnte. Dafür musste sie mit dem Schiffsauslader sprechen, seine Lagerbestätigung einholen, den Verlust ausrechnen, zum Hafenverwalter rennen, eventuell vor Gericht gehen,... Dass ihr Kopf dabei jetzt schon rauchte, war nicht weiter verwunderlich. “Keine Ahnung, so ein Fass bringt uns normalerweise durch eine Woche in schlechten Zeiten, drei Tage in guten Zeiten. Zwei Silber Verlust für den Einkaufspreis.” Dem Sommerländer sprangen fast die Augen aus den Höhlen, wobei Aurelia auffordernd ihr Kinn reckte. “So viel hast du nicht bei dir, hm?” Unzufrieden ihre Oberlippe verziehend, blickte sie über ihre Schulter, als würde sie jemanden unter den Arbeitern suchen. “Ist nicht so, als könntest du den Verlust bei uns aufarbeiten. Führt wohl nichts dran vorbei, mit dem Hafenverwalter zu reden.” Wie sie es hasste, sich mit dem Kerl auseinanderzusetzen. Dieser 40-jährige Witwer war einer ihrer Tavernen-Stammgäste, und einer der lautesten noch dazu. Es hatte schon einige Situationen gegeben, wo sie ihm die Hand von ihrem Po geschlagen hatte, aber er lernte einfach nicht. Wenigstens ließ er während seiner Arbeit die Finger von ihr - und gute Informationen lieferte er leider auch.

Was sollte eine castandorische Tavernentochter auch wissen, wie ein sommerländischer Soldat mit Dieben aus seinem Land verfahren sollte. Aurelia hatte langsam die Nase voll, sie hatte ja auch nicht gefragt, alleine für diesen Mist verantwortlich zu sein. Dumme Krankheit und dumme Matariyyaner, die doch alle für das Chaos verantwortlich waren, pf. Dem Druck in ihrem Inneren durch ein Seufzen Luft machend (war besser, als ihre Laune lautstark rauszulassen), wandte sie sich wieder an den Soldaten, der sie auffordernd ansah. “Mir ist egal, was Ihr mit ihm macht. Was auch immer angemessen bei euch ist”, antwortete sie ohne Schuldgefühle. Ob arm oder reich, jeder auf der Welt war nunmal verantwortlich für seine eigenen Aktionen. Der Dieb - verzweifelt oder nicht - war sich dem genauso bewusst und musste jetzt genauso mit den Folgen leben, wie sie selbst. “Aber jetzt musst du noch mitkommen und Eudokimos die Situation erklären. Ist das Mindeste, was du tun kannst.” Vielleicht bekam sie ja doch was erstattet. Der Sommerländer schien zumindest bereit genug, sein Fehlverhalten zu erklären, jetzt, wo er sowieso aufgeflogen und auf seinen Landsmann angewiesen war. Mit einem Nicken kletterte er endlich aus dem Fass und folgte der Armbewegung von Aurelia vom Wagen runter, allerdings nicht ohne dem anderen noch einmal einen Blick zuzuwerfen. Der Wirtstochter selbst war es scheinbar völlig egal, ob der Soldat ihnen beiden folgte, während sie sich auf dem Weg zu dem kleinen Haus machten, das direkt am Hafen neben den großen Schiffen fast wie ein weiterer Holzkasten wirkte, anstatt als eigenes Gebäude zu fungieren. Wenn der Dieb von der Befragung entlassen wurde, konnte er mit seiner Bestrafung fortfahren, oder was auch immer er mit seinem Genossen vorhatte.
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Sommerland
Ekene Harun
Sommerland
Alter 25
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User Runa
#8
Oh wenn sie wüsste wie die Zustände in seinem Land wirklich wären dann würde sie sich diese Aussage sparen. Ekene sah die Frau missmutig an. Als ob der Palast sich um irgendetwas anderes scherte als um sein eigenes Wohlergehen. Das Volk war ihnen schon immer egal. Das ganze Land litt Hunger und Not. Sofern sie natürlich zur niedrigsten Schicht gehörten. Castandor hatte doch überhaupt gar keine Ahnung was richtiges Leid war. Gar keine Ahnung. Also ließ er es unkommentiert.

Nun wollte er wissen wie hoch der Verlust war den sein Landsmann verursacht hatte. Zwei Silber Verlust? Darüber regte sie sich auf? Ekene kannte schlimmere Zustände. Von zwei Silber konnten manche nur träumen und natürlich hatte der andere Sommerländer das Geld nicht. Wie auch? Wenn jemand schon so verzweifelt war als blinder Passagier aus dem eigenen Land zu flüchten, besaß er gar nichts. Erst Recht kein Silber.
"Er nicht, aber ich kann für den Verlust aufkommen wenn es hilft dass man besser über die Runden kommt."
Natürlich war es damit nicht getan und er würde sich um den Sommerländer kümmern, aber sie hatte scheinbar einige Wege auf sich um den Verlust zu melden.
"Zumindest falls ihr das Geld eines Matariyyaners annehmt", äußerte er dann und sah wieder zu dem Anderen.

Mit dem zwei Silber Verlust könnte er klarkommen. Musste er. Seine Familie auch. Ihm war klar dass der Sommerland das nicht einfach so leisten konnte. Hätte er früher auch nicht gekonnt. Auch wenn er der Meinung war dass jener shcon genug gestraft mit der Flucht war, aber seine Meinung zählte nicht. Ihr war es egal was er tat. Was angemessen bei ihm war? Oh das hatte er gar nicht zu entscheiden. Auch wenn er immer zu Seinesgleichen halten würde. Immer zum Sommerland. Nicht zum sommerländischen Königshaus, aber zu seinem Land. Zu seinen Leuten. Nun wurde der Andere mitgenommen zu irgendjemandem und Ekene sah ihnen kurz misstrauisch nach, ehe er den Beiden mit ein wenig Abstand folgte. Nachdachte und dabei kritisch die Umgebung musterte. Seine Aufgabe war noch nicht vorbei. Also konnte er sich von ihnen noch nicht abwenden. Noch nicht.
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Aurelia Marsili
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User Letha
#9
Schon komisch, diese Sommerländer. Da hielten sie irgendwie zueinander, aber auch nur widerwillig, und irgendwie wehte von dem Soldaten ein ganz merkwürdiger Wind, mit dem Aurelia nicht wirklich etwas anfangen konnte. Er war ihr zu ernst, zu distanziert, mit einem Hauch von Abneigung, die sie ihrer Meinung nach nicht verdient hatte. Hey, sie mussten alle zuerst an ihre eigenen Familien denken; wenn Aurelia anfing, für jeden dahergelaufenen Dieb Mitleid zu empfinden, dann würde sie ihr Familiengeschäft mit eigenen Händen in den Ruin ziehen. “Geld ist Geld, oder nicht?”, zuckte sie also die Schultern, während ihr Blick abschätzend auf dem Soldaten verweilte, als würde sie überlegen, ob er bluffte oder nicht. Im Zweifelsfall würde sich das gleich herausstellen, wenn sie mit dem blinden Passagier fertig war.
“Warte hier, bis ich wieder zurück bin.” Ein Seufzen unterdrückend (nur, weil sie gegenüber eines Soldaten nicht ganz unhöflich sein wollte, obwohl der inneren Aurelia danach zumute war, sich theatralisch auf den Boden zu werfen), deutete sie dem Fassdieb an, hinter ihr her zu watscheln.

Es dauerte keine fünfzehn Minuten, bis sie alleine wieder aus der Kammer erschien, die Laune nur einen Deut schlechter, weil sie sich mit Eudokimus und seinem unlustigen Humor hatte herumschlagen müssen. So stellte sie sich einen Geschäftsmorgen nicht vor; vermutlich fragten sich ihre Eltern schon, wo sie blieb und ob sie auf dem Weg nicht doch von einem Piraten aufgegabelt wurde. Schön wärs, hm? Stattdessen hatte Aurelia noch dieses Problem zu regeln, weshalb sie nun ihre Hand ausstreckte. “Dein Geselle wartet drinnen auf dich. Du musst noch unterschreiben, dass du für ihn bürgst, aber gib mir vorher das Geld.” Fordernd deutete sie eine Handgeste an, die Eile bedeutete. Sicher würde sie nicht nochmal mitkommen. Mit ihrem halben Geduldsfaden wartete sie, bis das Gewicht der Münzen in ihren Händen lag, dann ließ sich sogar ein kleines Lächeln auf ihren Mundwinkeln blicken. “Danke. Dein Landsmann weiß die Geste sicher auch zu schätzen.” Schweres, braunes Haar fiel ihr über den Rücken, als sie sich umdrehte und den bezahlten Tagelöhner anwies, den Karren zur Taverne zu schieben.


Ende

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