| Herbstland |
| Eanruig Fraser |
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| Alter |
52 |
| Beruf |
Herr von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verheiratet |
| User |
Emma |
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28-03-2026, 00:51 - Wörter:
Der Kragen seines Hemdes kratzte Ein Umstand, den es normalerweise zu beheben galt, war es doch etwas, das ihn unweigerlich stören würde. Doch hier und jetzt und mit dem Blick auf das, was noch vor ihm lag, war es etwas, das es unweigerlich zu ignorieren galt. Selbst dann, wenn es als störend empfunden wurde. Er hatte schon viel Schlimmeres überstanden als einen kratzenden Kragen, unabhängig davon, dass allein der Umstand, dass er heute die festliche Kleidung angezogen hatte, etwas war, was zu Missbilligung geführt hatte … Daran hatte auch nicht einmal die Tatsache etwas geändert, dass er laut Maebh sehr gut darin aussah und es ihm einen Kuss eingebracht hatte. Nur ein kleiner Trost, wenn er sich doch schrecklich aufgezogen fühlte … Er war kein Mann der prunkvollen Dinge, dies war er noch nie gewesen und er würde es wohl auch niemals sein … Auch wenn er in seiner Position als Herr der Feste dies nicht vollkommen von der Hand weisen konnte, dass er eine gewisse Wirkung nach außen zu tragen hatte. Unweigerlich und an diesem heutigen Tag noch viel mehr als an den anderen, denn heute galt es, einen Bund zwischen zwei Familien zu schließen … zwischen zwei jungen Menschen, und einer von ihnen war sein Sohn. Sein Sohn, der ihm die ganze Zeit seines Lebens ein Stirnrunzeln der Sorge auf die Stirn getrieben hatte, seitdem er ihn das erste Mal in den Armen gehalten und die Gewissheit ihn erfüllt hatte, dass sein Leben niemals das sein würde, was er selbst für ihn vorgesehen, was er ihm selbst gewünscht hatte, sondern eines voller Prüfungen und voller Hürden. Und mögen seit diesem, jenem Tag auch fünfundzwanzig Jahre vergangen sein. Fünfundzwanzig Winter. Fünfundzwanzig Sommer dahingezogen sein, so war die Sorge geblieben … und sie würde wohl auch immer bleiben, weil immer ein Zweifel bleiben würde … ganz gleich, wie klein und unbedeutend er auch immer sein mochte, er würde bleiben … stetig und immer.
Sein Vorhaben, mit seinem Sohn zu sprechen … über das, was bei dem gemeinsamen Abendessen mit Maebh, ihm und Murín geschehen war, über die Worte, die er ausgesprochen hatte, und Worte zu finden, die den Beginn dieser Ehe in ein besseres Licht rücken würden … sei es auch nur ein Versuch, seine Entscheidung dahingehend Cathal darzulegen mit den Worten von Maebh. In diesem Sinn war er auf dem Weg zu Cathal gewesen. Nicht gerechnet hatte er mit dem Anblick von Maebh, die ihm entgegengekommen war, mit wehenden Röcken und einer Falte der Sorge zwischen den Augen. Ihr Gespräch war kurz gewesen, erfreulich und zum anderen ebenso sorgenbereitend Sie und Cathal hatten gesprochen, es war gut verlaufen und der bestätigende Druck ihrer Hand auf seinem Arm, das kleine Lächeln auf ihren Lippen hatte ihn schweigend nicken lassen. Doch die weiteren Worte, dass Murín erkrankt sei … ließen ihn erneut die Stirn in Falten legen. Sie würde nach ihr sehen, ihm berichten … vielleicht ginge es wieder vorbei. Ja, vielleicht.
Vor der Tür des Zimmers seines Sohnes hielt er inne, mehr als einen Herzschlag … mehr als einen Moment, während er auf die dunkle Maserung der Tür blickte und sich das Gespräch mit Maebh ins Gedächtnis rief, diesen Abend vor drei vorangegangenen Tagen. Es hatte etwas in ihm wachgerüttelt, ihm die Augen geöffnet … unweigerlich und vielleicht würde dies helfen … zumindest ein wenig. Er hob die Hand und schlug die Fingerknöchel der rechten Hand gegen das dunkle Holz. Einmal. Zweimal. Er wartete, bis ihm eine Bestätigung vom Inneren durch das Holz der Tür entgegenkam, bevor er die Klinke herunterdrückte und den Raum betrat. Sein Blick richtete sich auf seinen Sohn und sein Anblick in der festlichen Kleidung ließ sein Herz schwer werden. Er hatte schon vom Tag seiner Geburt an gewusst, dass dies irgendwann geschehen würde … aber nichts hatte ihn auf den Anblick vorbereitet und es ließ ihn unweigerlich an Áinfean denken … Der Gedanke schmerzte wie immer, aber bei weitem nicht mehr so sehr wie früher und es ließ ihn die Stimme erheben. „Du siehst du aus", stellte Eanruig fest und ein kleines Lächeln ließ dabei seinen Mundwinkel verziehen, während sein Blick über die Gestalt seines Sohnes schweifte. „Ich … wollte mit dir sprechen … über das, was beim Abendessen geschah, zwischen dir und Murín … aber ich weiß nicht, ob es noch angebracht ist … wenn mir Maebh doch sagte, dass ihr bereits gesprochen habt?" sprach er schließlich aus und verschränkte die Hände hinter dem Rücken, in einer für ihn gewohnten Geste, während sein Blick auf dem Gesicht seines Sohnes ruhte, das fast immer den gleichen verschlossenen Ausdruck trug, den er von dem seinen so gut kannte.
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| Herbstland |
| Cathal Fraser |
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| Alter |
25 |
| Beruf |
Prinz von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verlobt |
| User |
Natsch |
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12-04-2026, 16:43 - Wörter:
Cathal hatte noch einen Moment gestanden und der Stille des Raums gelauscht. Das Gespräch mit Maebh hatte etwas in ihm verrückt, als hätten ihre Worte tatsächlich etwas in ihm erreicht. Ein Umstand, den er beinahe fragwürdig fand, wo er sich doch alle Mühe gegeben hatte, sie ab dem Zeitpunkt seiner "Entthronung" dafür verantwortlich zu machen. Dass das nun nicht mehr so ganz funktionierte, ließ ihn innehalten. Er war sicher kein naiver Bursche, der jedem Wort leicht Glauben schenkte, aber Maebh hatte ihm für den Moment keine Möglichkeit geboten, an dem Wahrheitsgehalt ihrer Worte zu zweifeln. Er würde es also beobachten und ihr ebenso eine Chance einräumen, wie er es bei seiner Verlobten tun würde. Uneinsichtigkeit stand ihm letztlich nicht zu Gesicht.
Cathal fuhr sich mit der Hand durch das Gesicht, schüttelte leicht den Kopf und ließ sich auf eben jenen Stuhl wieder sinken, in den Maebh ihn vorhin noch gesetzt hatte. Seine Finger tasteten über das grobe Holz und er konnte den Gedanken und die Frage nicht ganz unterdrücken, was nun mit seiner Verlobten war. Wie es ihr ging und ob die Hochzeit letztlich doch nicht stattfinden sollte. Er erwischte sich bei dem Gedanken, dass es ihn nicht weiter stören würde. Zum einen, weil er dann noch die Gelegenheit bekam, seine Verlobte näher kennenzulernen, zum anderen, weil er diesen ganzen Zirkus sowieso schwachsinnig fand. Auch wenn er nötig war. Das war Cathal ja schon die ganze Zeit bewusst gewesen.
Ein Klopfen riss den jungen Fürstensohn aus seinen Gedanken und einem Reflex folgend, der eigentlich nicht in ihm verankert sein sollte, hob er leicht den Blick in Richtung des Geräuschs. “Komm herein.” , sagte er ruhig, anhand der Art des Klopfens schon erkennend, dass es sich dabei vermutlich um seinen Vater handelte. Der Takt der Schritte, das Geräusch des leisen Atems - alles sprach für seinen Vater.
Cathal erhob sich wieder, ließ seine Schultern kreisen, die Arme locker an seinen Seiten. “Wenn ich das heute noch einmal höre, glaube ich es vielleicht auch.” , erwiderte er auf die Begrüßung von Eanruíg trocken, aber mit einer leisen Spur Humor inne. Maebh hatte sein Aussehen auch schon gelobt. Doch seine Familie würde es vermutlich auch sagen, wenn er aussehen würde wie ein gemeiner Höhlentroll - weshalb er vermutlich das Urteil seiner Verlobten, die unweigerlich den Rest ihres Lebens mit ihm verbringen musste und die eine begnadet ehrliche Zunge zu besessen schien, würde abwarten müssen.
Dass sein Vater mit ihm über sein Verhalten beim Abendessen sprechen wollte, ließ den Fürstensohn innerlich seufzen - aber er würde vermutlich als Vater nicht anders handeln. “Wir haben darüber gesprochen.” , für einen Moment wirkte seine Stimme kühl, fast abweisend. “Aber ich versichere auch dir gerne, dass ich mich noch am selben Abend für mein Verhalten entschuldigt habe.” , er nickte, die Stimme etwas wärmer, wenn auch nicht viel. Er musste an Maebhs Worte denken, dass sein Vater ihn immer nur hatte schützen wollen. Worte, die einen leisen Widerwillen in Cathal auslösten. “Sie im Übrigen auch.” , fuhr er fort und bemerkte etwas genervt, dass sich dabei einer seiner Mundwinkel zu einem halben Lächeln verzog. “War wohl alles etwas… emotional.” , durchaus. Er. Sie. Die Situation. “Weißt du, wie es ihr geht?” , fragte er nun seinen Vater und fuhr mit der Hand über das frisch rasierte Kinn. Hörte er selbst so etwas wie Sorge in seiner Stimme? Vielleicht. Oder eher. Empörender Weise ja.
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| Herbstland |
| Eanruig Fraser |
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| Alter |
52 |
| Beruf |
Herr von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verheiratet |
| User |
Emma |
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12-04-2026, 17:05 - Wörter:
Eanruigs Lippen zuckten unter einem kleinen Lächeln bei den Worten seines Sohnes. „Und wenn ich dir sage, dass es nur der Wahrheit entspricht?“ erkundigte er sich, denn dem war unweigerlich so. Cathal war ein gutaussehender junger Mann, daran änderte auch nicht der Umstand etwas, dass sein Blick von Gold getrübt war, nein, wahrlich nicht. „Du weißt, dass ich dahingehend nur ehrlich bin.“ Lügen waren noch nie etwas gewesen, was Eanruig bevorzugt hatte. Diese waren ihm von jeher zuwider gewesen und würden es auch weiterhin sein. Er war stets ehrlich zu seinen Kindern und denjenigen gewesen, die ihm nahe standen, sowieso auch zu allen anderen. Dies hatte ihm nicht nur Freunde gebracht, auch dies war eine unumstößliche Tatsache. Seine direkten und oftmals ungefilterten Worte waren nicht nur jedermanns Sache, vor allem nicht für diejenigen, die sich durch ihre gespaltenen Zungen mehr Einfluss oder Macht erhofften. Dies war noch nie etwas für den Mann aus Kenmara gewesen, nein, wahrlich nicht.
Auf die Worte seines Sohnes hin nickte Eanruig unweigerlich ,,Anscheinend“ bestätigte er und musste dem jungen Mann unweigerlich recht einräumen denn die Situation, das aufeinandertreffen der jungen Verlobten war so oder so von vielen Dingen geprägt gewesen. Unsicherheit machte solche Dinge mit einem, lies die Klarheit aus dem Verstand weichen und prägte sie durch Emotionen die sich aufstauten und schnell die Oberhand gewinnen konnten. Angst tat dies umhin ebenso mit einem. Es war fiel gewesen für Murín wie auch für Cathal zu mindestens glaubte Eanruig dies… was wirklich in dem Kopf seines Sohnes vorgegangen war blieb ihm ein Rätsel, waren sie doch beide nie große Redner gewesen… ein weiterer Umstand den wohl in den vergangenen Jahren zu dem Punkt geführt hatten an dem sie nun zu sein schienen, ein weiterer Punkt auf einer immer länger zu werdenden Liste. Nachdenklich lies er den Blick von Cathal auf den Boden gleiten und wieder zurück bevor er erneut das Wort ergriff. ,,Maebh war auf dem Weg zu ihr als ich sie traf… als sie mir davon erzählte, sie wird nach ihr sehen und dann… wird man sehen was zu tun sein wird“ ob die Feierlichkeiten des Tages noch stattfinden würden oder aber ob man zu dem Entschluss kommen würde die Hochzeit abzusagen um sicherzustellen das beide Brautleute gesund genug waren um diesen Tag mitzuerleben. Und wahrscheinlich, so glaubte Eanruig würde es den beiden vielleicht auch gut tun sich ein wenig näher, ein wenig besser kennenzulernen bevor der Bund für ein gemeinsames von da an stetiges Leben geschlossen werden würde.
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| Herbstland |
| Cathal Fraser |
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| Alter |
25 |
| Beruf |
Prinz von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verlobt |
| User |
Natsch |
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17-04-2026, 23:54 - Wörter:
Cathal konnte vieles von seinem Vater behaupten, aber eher nicht, dass der Mann ihm ins Gesicht log. Zumindest nicht offenkundig, weshalb der junge Fraser schwach nickte. “Dann muss ich das wohl glauben.” , sagte er ruhig, aber mit einem leisen Anflug von Amüsement in der Stimme. Als Junge hatte er das Gesicht seines Vaters oft mit den Händen erforscht, hatte markanten Züge, die vielleicht hart wirken konnten, schmale Lippen, eine große Nase. “Ich bin froh, dass ich deine Frisur nicht geerbt habe.” , scherzte der Fraser Erbe und verzog leicht die Lippen - vielleicht, weil er noch ein wenig von Maebhs Anwesenheit in dem Raum spürte und die Gemahlin seines Vaters einen leisen Zugang zu dem 24-Jährigen geschaffen hatte.
Da sein Vater ihm Recht gab und nichts weiter zu dem Abendessen sagte, entspannte sich etwas in Cathal. Er hatte wenig Lust noch über diesen Vorfall zu sprechen, auch wenn es natürlich das gute Recht seines Vaters gewesen wäre. Schließlich hatte sich Cathal nicht von seiner besten Seite - sofern er diese denn wirklich besaß und nicht jedermann vorspielte - gezeigt. In gewisser Weise war er dahingehend sogar dankbar - Rechtfertigungen hatten dem Fraser Erben noch nie gelegen. Er hatte die unschöne Eigenschaft inne, seine Gedanken ungefiltert an sein Gegenüber weiterzugeben und vielleicht wäre die Situation dann wieder eskaliert. “Ich hab nicht verstanden, warum du eine Frau aus den Herbstlanden ausgewählt hast.” , erklärte Cathal trotzdem und ließ seine Finger kurz über den Stoff seiner Weste gleiten. “Es ergab für mich keinen Sinn.” , außer vielleicht die Tatsache, dass kein Fürst seine Tochter an der Seite eines blinden Krüppels sehen wollte und sein Vater vielleicht mit Muiríns Vater befreundet war.
Das Eanruig nicht wusste was mit seiner Verlobten war, ließ Cathal schwach nicken. “Dann müssen wir wohl warten, was Maebh sagt.” , raunte er und nickte wieder. “Glaubst du die Gäste wären empört, wenn die Hochzeit verschoben werden sollte?” , was Cathal letztlich egal sein würde. Was andere dachten oder worüber sich andere in dieser hochwohlgeborenen Welt empörten, hatte ihn noch nie interessiert. Vielleicht würde es ihn sogar amüsieren.
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| Herbstland |
| Eanruig Fraser |
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| Alter |
52 |
| Beruf |
Herr von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verheiratet |
| User |
Emma |
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18-04-2026, 12:16 - Wörter:
Cathal mochte es vielleicht nicht glauben, aber Eanruig wusste, was er sah, wenn er den jungen Mann anblickte, zu dem sein Sohn geworden war, und dieser war mit einer ansehnlichen Gestalt gesegnet worden und wie dieser sogleich schlussfolgerte, zum Glück nicht mit seiner eigenen schon früh schwindenden Haarpracht. So konnte er nicht umhin, ein leichtes Schnauben auszustoßen, das von einem Anflug an Humor durchdrungen war, während seine Lippen erneut unter einem seichten Lächeln zuckten. „Dahingegen kannst du nur froh sein, glaub mir … Es fiel mir nicht einfach, mir den Kopf bereits mit kaum dreißig Sommern kahl zu scheren, aber … es ist einfacher, als stetig dabei zuzusehen, wie sie schwinden", erklärte er und wahrlich, wie hatte sich Áinfean nicht einst über ihn amüsiert, als er dabei hatte zusehen müssen, wie sein einst dunkles Haar mit jedem weiter verstreichenden neuen Sommer weniger geworden war. Am Ende war es wohl ein aussichtsloses Unterfangen gewesen und der Entschluss war schlussendlich schnell gefasst worden und seitdem war er dabei geblieben. Wobei der heutige Stand kaum noch nennenswert schien, war ihm das Haupthaar doch mittlerweile fast vollständig ausgefallen. Er hoffte, dass auch Aedán davon verschontbleiben würde und dahingegen nach Maebh kommen würde, so wie Cathal einst nach Áinfean geschlagen war.
Eanruig indes war bewusst gewesen, dass Cathal irgendwann diese Frage stellen würde. Die Frage des Warums, und wahrlich, hatte er diese seinem Vater ebenso gestellt, damals, als ihm unterbreitet worden war, dass er zu heiraten hatte und dass eine Verlobung bereits beschlossen worden war. Damals mit Áinfean, einem Mädchen aus dem XX. Für einen Moment schwieg Eanruig, die Hände weiterhin hinter dem Rücken verschränkt haltend, aufrecht dastehend und den Blick fest auf seinen ältesten Sohn gerichtet, bevor er schließlich das Wort ergriff. „Ich teile eine lange Freundschaft mit Muírins Vater. Dies … war einer der Gründe, ein weiterer meine Bemühungen und der, der meine Entscheidung schließlich besiegelte", erklärte er und wusste doch, dass es Cathal nicht vollkommen zufriedenstellen würde, denn am Ende bot diese Hochzeit keinerlei politischen Vorteil für die Familie, weder positiv noch negativ. „Manchmal … da müssen Ehen nicht nur auf politischem Vorteil beruhen, manchmal gibt es auch andere Gründe und ich denke … trotz der Probleme am Anfang wird Muirín unserer Familie guttun." Denn wirklich einfach war es nicht gewesen, eine Braut für seinen Sohn zu finden, denn mit Wissen darum, dass Cathal mit dem goldenen Blick geboren worden war. Es war nicht so, dass Tiarnan der Erste gewesen wäre, den er gefragt hätte, nein, wahrlich nicht. Eanruig hatte Cathal zwar auch dahingehend beschützen wollen, war sich aber stets auch seiner und der damaligen Position seines Sohnes bewusst gewesen und somit hatte er auch Briefe an andere Häuser, andere Adelsfamilien angesetzt, aber diese hatten stets abgelehnt. „Meine Ehe mit Maebh ist auch nicht auf politischen Ränkespielen oder Vorteilen für uns entschieden worden. Sie entstand aufgrund einer Schuld gegenüber ihrem Vater … und wie du weißt, ein Fraser begleicht stets seine Schuld, ganz gleich um welchen Preis, und in diesem Fall … war der Preis eine Ehe", erklärte Eanruig ruhig und mit gefasster Stimme und äußerte dahingegen wohl das erste Mal offen gegenüber seinem Sohn die Gründe dieser Ehe mit der jüngeren dunkelhaarigen Frau, die in ihm unweigerlich so viel mehr erweckte, als er jemals geglaubt hatte zu fühlen.
„Sie wird uns berichten … und ganz gleich, was es sein wird, wichtig ist, dass es Muirín gut geht. Der Rest … der wird zu klären sein", stimmte der Ältere der beiden Fraser-Männer seinem Sohn zu, bevor er aber unweigerlich leicht schmunzeln musste. „Und wenn … dann sollen sie es sein. Du weißt, dass mich die Meinung der anderen nie gekümmert hat. Dann sollen sie sich empören und schlechte Worte reden, aber am Ende wird es eine Entscheidung sein, die unumkehrbar ist … und vielleicht wäre es sogar gut …", erklärte er und blickte Cathal an. „Es würde euch beiden mehr Zeit geben, dir und Muirín, euch näher kennenzulernen, bevor ihr einen Bund für ein gemeinsames Leben schließt …" und dieser Bund vielleicht auf Unverständnis, Missfallen und schlimmer noch auf Ablehnung begründet wurde.
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| Herbstland |
| Cathal Fraser |
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| Alter |
25 |
| Beruf |
Prinz von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verlobt |
| User |
Natsch |
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24-04-2026, 12:25 - Wörter:
Als sein Vater von dem Verlust seines Haupthaares sprach, nickte Cathal schwach und das Schnauben seines Vaters ließ die Mundwinkel des jungen Frasers schwach zucken. “Ein schönes Gesicht braucht eben viel Platz.” , holte er seinen Pseudo-Optimismus hervor, ohne eine scharfe Nuance in seine Stimme zu legen. Er merkte, dass es seinen Vater damals anscheinend wirklich beschäftigt hatte. Cathal wusste nicht, ob es ihn getroffen hätte. Optik ist in seiner Welt so nebensächlich wie Unkraut auf einer Viehweide. Eitelkeit ist nichts, was ihn in irgendeiner Form leitet. Arroganz durchaus, aber weniger auf sein Aussehen bezogen, denn auf die Schärfe seines Verstandes. Ja, Cathal hielt sich oft für klüger als die Menschen, die in seinem Umfeld waren und es gab Tage, da machte er auch keinen Hehl daraus. Ob das sympathisch war oder nicht, war ihm dabei ebenso einerlei.
Dass sein Vater auf seine Frage einging, ließ Cathal ein wenig… ruhiger werden. Zufriedenstellend fand der 24-Jährige die Antwort natürlich nicht sonderlich. Eine Freundschaft sollte kein Grund für eine Heirat sein. In Cathals Welt brauchte alles einen tieferen Sinn. Alles andere wäre Zeitverschwendung und führte zu nichts.
Das Muirín ihrer Familie gut tun würde, ließ Cathal zwar eine Augenbraue heben, aber der Kommentar fiel verhältnismäßig milde aus. “Ich bewundere deinen steten Optimismus.” , sagte Cathal mit einem leisen Seufzen in der Stimme, während seine Hand kurz tastend über den kleinen Schrank zu seiner Rechten glitt, um sich zu orientieren. Als sein Vater ihm dann auch noch erklärte, dass Ehen nicht politischer Natur sein müssen, verschränkte Cathal die Arme leicht vor der Brust. “Schulden gehören ebenso zum politischen Machtspiel. Deine Schuld muss groß gewesen sein, wenn sie durch eine Heirat mit einem Fürsten beglichen werden konnte.” , und mit einer zugegeben - für die erste Ehe - recht alten Frau. Aber den Gedanken behielt Cathal für sich, vielleicht weil er höflich sein wollte, vielleicht aber auch, weil er keine Lust auf weitere Konfrontationen an diesem Tag hatte.
“Was hat der Maebhs Vater für dich getan?” , fragte er interessiert und ließ die Arme wieder locker neben seinem Oberkörper hängen. Gefallen waren ein äußerst interessantes Thema. Sie schufen ein Band in Form einer Schuld und dadurch einen gewissen… Zwang. Etwas, was einen ungeheuren Nutzen brachte.
Dass seinem Vater egal war, was die Leute dachten oder aussprachen, war Cathal bewusst. Er glaubte, dass sein Vater nicht unwesentlich Schuld daran trug, dass Cathal es ebenso sah. In seinem Leben haben nicht viele Meinungen gezählt. Seine eigene hatte enormes Gewicht, ebenso wie sein eigener Drang, seinem Vater ständig zu beweisen, dass er mehr war als das, was Cathal glaubte, sein Vater in ihm sah. Auf den Rest hatte der junge Fraser wenig Wert gelegt. “Vielleicht mögen wir uns ja dann am Tag unserer Hochzeit.” , Cathal schnaubte amüsiert und schloss für einen Moment die Augen, ehe ein beinahe spitzbübisches Lächeln auf seinen Lippen auftauchte. “Oder wir hassen uns abgrundtief. So oder so, drum herum kommen wir ja nicht.” , er zuckte leicht mit den Schultern, als hätte diese Hochzeit kein Gewicht für ihn. Hatte sie auch nicht. Sie ärgerte ihn, aber Cathal tat das, was man von ihm verlangte. Weil es eben das war, was ein Fürstensohn tat. Er erwartete keine Albernheiten wie Liebe, Zuneigung oder irgendeine romantisierte Form der Wärme. Selbst diese Hochzeit, so politisch irrelevant sie eben war, hatte einen Zweck. Dass die Blutlinie der Frasers nicht verloren ging. Mehr Sinn sah Cathal in solchen Bündnissen ohnehin nicht. Politik und stumpfe Vermehrung.
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| Herbstland |
| Eanruig Fraser |
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| Alter |
52 |
| Beruf |
Herr von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verheiratet |
| User |
Emma |
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24-04-2026, 17:23 - Wörter:
Manchmal da fragte sich Eanruig, ob er ein offener, ein… ja, zugänglicher junger Mann geworden wäre, wäre er selbst nicht so verschlossen, so offenkundig reserviert in seinen Gefühlen gewesen … hätte er sich anders verhalten, als er es getan hatte in all den Jahren, in denen Cathal zu einem Mann herangewachsen war. Diese Gedanken waren neu, erst wenige Wochen alt, und gewannen doch langsam aber sicher an Kraft, vor allem durch die Gespräche mit Maebh. Er spürte, dass auch er sich ändern konnte … zu gänglicher, offener werden konnte und damit vielleicht auch ein wenig… mehr. Mehr als das, was er zuvor gewesen war, für sie als Ehemann und für seine Kinder als Vater, selbst wenn drei von ihnen bereits mit mehr als einem Fuß in einem eigenen Leben standen. Er hatte Fehler gemacht und vielleicht … vielleicht wären sie vermeidbar gewesen. Aber all das waren Gedanken, die einer unterschwelligen Schuld zugrunde lagen, und er wusste, er würde darüber mit Maebh reden … irgendwann zumindest. Bis dahin würde er versuchen, das, was sie ihm gesagt hatte, das, was sie ausgesprochen hatte, erst vor wenigen Tagen versuchsweise umzusetzen … in dem Versuch, mehr auf seine Kinder zuzugehen, anstatt nur eine schweigende, eine beständige Präsenz im Hintergrund zu sein, so wie all die Jahre zuvor. Cathal war der Anfang und damit einher der größte Baustein … so viel war sicher ja wahrlich.
Für einen kleinen Augenblick zuckten Eanruigs Lippen unter einem schmalen, aber ebenso amüsanten Lächeln bei den Worten seines Sohnes, die von einem Seufzen begleitet waren. Aber ja … Er hatte ebenso recht damit, wenn es auch nicht von Anfang an so gewesen war. Es war Maebhs Schuld, wenn man so wollte. Sie hatte Dinge bei ihm in Gang gesetzt, die ihn selbst noch immer verwirrten und die ihn doch die Welt, zumindest Stück für Stück, anders sehen ließen, und dies spiegelte seine Meinungen und Aussagen wider, zumindest in bestimmten Dingen. Dies war so eine Sache.
Für einen Moment schwieg Eanruig, sein Blick richtete sich auf die Fenster, dorthin, wo das Blau des Himmels sich abzeichnete und irgendwo weiter die Klippen zu sehen sein würden, das schäumende Meer darunter. „Er rettete mir das Leben“, antwortete er schließlich und seine Stimme war von einer deutlichen Ernsthaftigkeit geprägt. „Wir waren noch Jungen … gerade zehn Sommer alt… wir sprangen von den Klippen von Kenmara. Mein Vater, dein Großvater, hatte es mir verboten, aber ich… Ich tat es trotzdem und es ging auch eine sehr lange Zeit gut, bis … es nicht mehr so war. Ich rutschte aus, stürzte und schlug mir den Kopf auf, ich fiel bewusstlos in die Wellen. Wäre Celleach nicht gewesen, wäre ich ertrunken. Daraus resultiert die Schuld.“ eine zurückbleibende Narbe und die damit einhergehende Ehe mit Maebh. Eine erfüllte Lebensschuld, die so oder wahrlich auch anders hätte aussehen können, aber am Ende hatte sich Celleach für eine Heirat entschieden und Eanruig hatte eingewilligt, weil ein Fraser stets und immer seine Schuld beglich.
,,Ich weiß, dass es wohl nicht mehr viel nützt … und ich weiß ebenso, dass du dir nicht viel aus Dingen wie Glück machst, dass du stets das tust, was von dir verlangt wird, aber trotzdem … Ich hätte deinen Rat einholen sollen, deine Meinung anhören sollen, als es darum ging, dir eine Frau zu suchen, und … es tut mir leid“, schloss er schließlich seine Worte, und wahrlich, er würde sich die Schuld daran geben, würde sein Sohn nicht glücklich werden, würde er am Ende seiner Tage verbittert und allein sein, seine Frau und die Mutter vielleicht auch seine Kinder hassen, denn Eanruig hatte es selbst erlebt, das erdrückende Gefühl der Pflicht, das einherging mit dem Wissen, dass die Linie der Frasers unweigerlich und um jeden Preis bestehen musste. Er hatte es gespürt, als er Maebh geheiratet hatte, trotz seiner bereits drei bestehenden Kinder. Er hatte es gespürt, als er den Entschluss gefasst hatte, Cathal von seinem Erbe zu entbinden, weil er am Ende aller Tage nur das Beste für seine Familie wollte, für das Haus Fraser, für das, wofür sie standen. Die Sturmspitze von Kenmara. Unweigerlich.
Aber wie Cathal hatte auch er sich einst gefügt. Er kann sich noch immer an sie erinnern, an das Mädchen aus den Winterlanden, das ihn sich taumelnd vor Glück hatte fühlen lassen, berauscht und gar alles schaffend. Damals hatte er sich frei gefühlt und auch wenn er stets gewusst hatte, dass sie miteinander keine Zukunft gehabt hatten, so hatte er sich damals in manchen Nächten dieser Illusion hingegeben, wenn er sie in seinen Armen gehalten hatte. Ihm war eine gewisse Zeit vergönnt gewesen, bis auch sein Vater ihn zurückgerufen und ihm eine Verlobung unterbreitet hatte, die ebenso wie Eanruigs eigene Entscheidung im Falle von Cathal unumstößlich gewesen war. Wahrlich, er hätte es besser machen können, aber am Ende aller Tage hatte er es genau gehandhabt, weil es Tradition war, und Traditionen funktionierten, vor allem wenn man in solchen Positionen war wie Cathal als Sohn eines Fürsten.
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| Herbstland |
| Cathal Fraser |
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| Alter |
25 |
| Beruf |
Prinz von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verlobt |
| User |
Natsch |
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10-05-2026, 08:55 - Wörter:
Eine Schuld aus Kindertagen. Aber Cathal verstand den Sinn seines Vaters dahinter und nickte. In seiner eigenen Welt war es wohl das Mindestmaß, dass ein Freund – sofern man sich überhaupt so betitelte – einem anderen half. Nicht, weil er eine Gegenleistung erwartete, sondern weil ein Band zwischen ihnen bestand.
Davon einmal abgesehen hätte Cathal den Jungen wohl gehängt, wäre er seinem Sohn nicht zu Hilfe geeilt. Denn selbst wenn sie keine Freunde gewesen wären, wäre Eanruig noch immer der zukünftige Fürst gewesen. Ihn in den Wellen Kenmaras verrecken zu lassen, wäre einem Verrat gleichgekommen. Das Wort Schuld wurde dem also in seinen Augen nicht ganz gerecht, aber er akzeptierte die Logik seines Vaters. Wenn er dadurch glaubte, eine Schuld beglichen zu haben, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, so war er immerhin seinem Seelenfrieden ein Stück näher, nicht?
Cathal schreckte nicht vor seiner eigenen kalten Logik zurück. Aber er stieß sich auch nicht an der seines Vaters. Er hatte in den letzten Jahren gemerkt, dass sie nicht immer einer Meinung waren - recht häufig sogar.
“Nein, es nützt jetzt nicht mehr viel.” , bestätigte er Eanruigs Worte bezüglich der Damenwahl seines Vaters und zuckte leicht mit den Schultern. Sein Vater wusste das, hatte es schließlich ausgesprochen und Cathal wusste ebenso, dass eine Bestätigung seinerseits nicht mehr von Nöten gewesen wäre. Dennoch erfüllte es ihn mit einer leisen… Genugtuung. Schließlich gab Eanruig damit wenigstens einen Fehler zu. “Aber Traditionen waren schon immer Teil dieser Welt. Wer wären wir, wenn wir sie ändern würden.” , ein leises Schnauben schnitt durch die Ruhe des Raums. Er sagte nicht, dass er die Entschuldigung seines Vaters annahm - denn im Grunde tat er das auch nicht. Er war es schlicht gewohnt, seine Pflicht zu erfüllen und darüber hinaus.
Mehr als die Entschuldigung bedeutete Cathal die Einsicht seines Vaters. “Sei’s drum.” , sagte er also und ließ sich auf den Stuhl fallen, auf den Maebh ihn zuvor schon ‘abgesetzt’ hatte. “Vielleicht handhabst du es dann bei Aedán anders.” , logischer. Weniger von irgendwelchen Gefallen und Schulden getrieben, sondern von politischem Interesse. “Glück, ist dabei eine relative Sache. Jeder definiert sein Glück selbst.” , Cathal brauchte keine Frau in seinem Leben, um Glück zu empfinden. Er verstand den Wunsch der Menschen, den Fortbestand zu sichern und ihr persönliches Glück darüber zu definieren. Doch so einfach war Cathal nicht gestrickt. Während der Erhalt der Linie für ihn eher mit einer Pflicht gleichzusetzen war, für die er seine Frau nicht einmal mögen musste, war Glück etwas völlig anderes. Für ihn war es ein schneller Ritt am Strand Kenmaras, ein Sieg über einen seiner guten Freunde im Kampf, oder ein verschwendeter Tag an dem Klippenvorsprung der Burg, während irgendein Greis ihn von den neusten Dingen berichtete, die in Arcandas passierten. Und vielleicht sprach er auch nur so, weil er wusste, wie vergänglich Liebe war. Vergänglich und austauschbar.
“Hast du eigentlich schon über eine Verbindung für Muirín und Niamh nachgedacht?” , beide waren langsam alt genug und wenn sie schon bei Hochzeiten waren an diesem Tag, konnte die seiner Schwestern ja auch gar nicht mehr weit sein.
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| Herbstland |
| Eanruig Fraser |
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| Alter |
52 |
| Beruf |
Herr von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verheiratet |
| User |
Emma |
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11-05-2026, 01:53 - Wörter:
Eanruig war sich der Tatsache bewusst, dass seine und die Ansichten seines ältesten Sohnes in den vergangenen Jahren, seitdem Cathal stetig älter geworden war und somit sein Blick auf die Welt fester, so waren auch seine Meinungen in so vielen Dingen von den seinen eigenen abgewichen. Cathal sah die Welt oftmals um so vieles nüchterner als Eanruig selbst und manches Mal da fragte sich der Fürst von Kenmara, ob dies einer stillen Resignation glich, weil er dem Jungen zwar alle Möglichkeiten geboten hatte, sich hervorzutun und seine Stärken zu schärfen, aber in all dem doch stetig und immer die Sorge mitgetragen worden war. Die Angst um das, was kommen würde, um die Zukunft, die vor Cathal lag und die ohne das sehende Licht in den Augen unweigerlich und stetig einen Weg hervorgetan hatte, der steinig und unweigerlich beschwerlich wäre. Waren es doch, wie er selbst unweigerlich zugab, die Traditionen, die sie banden und die auch Eanruig banden, die ihn dazu gebracht hatten, eine Frau für Cathal zu wählen, wie auch sein eigener Vater es damals getan hatte vor so vielen Jahren. Selbst seine zweite Ehefrau war mitnichten freiwillig gewählt, war diese Wahl doch aufgrund einer Schuld begründet, und wenn diese auch mit der Schließung der Ehe beglichen worden war, so war es doch unweigerlich eine Schuld gewesen. Aber wer wusste schon, ob diese nicht auch eine Möglichkeit darbot. Unweigerlich dachte er an die zurückliegenden Gespräche zurück, die er und Maebh geteilt hatten, und er musste zugeben, dass ihre Worte ihn berührt hatten. Und wer wusste schon, ob sie am Ende nicht diejenige wäre, die sie alle, Eanruig wie Cathal selbst und auch die Kinder, nicht mehr einen würden, als dass sie es jemals zuvor gewesen waren. Ehrensache sicherlich nicht, nein, wahrlich nicht.
Für einen Moment schwieg er, sinnierte stillschweigend über die Worte von Cathal und dachte unweigerlich ebenso an das Gespräch mit Maebh zurück. Sie waren durch Traditionen gebunden, durch ihre Einhaltung, und Männer wie auch Frauen, wie sie es waren, die ihren Stand inne hatten, würden niemals der Freiwilligkeit angehören, sich den zukünftigen Ehegatten auszusuchen Diese Entscheidungen lagen außerhalb ihres Handelns, wurden sie doch zumeist durch Allianzen geprägt oder durch das Einhalten eben dieser Traditionen, die so alt waren, dass sich niemand mehr daran erinnern konnte, dass es jemals anders gewesen sein könnte, und wahrlich … das würde es wohl auch nie.
Hinsichtlich Aedán schwieg er. Ließ die Antwort in Stille verklingen, denn dafür war es jetzt noch viel zu früh. Der Junge war noch ein Kleinkind und an Heirat war bei weitem noch nicht zu denken, denn die potenziellen Kandidaten waren entweder noch nicht geboren oder aber die politischen Situationen in den anderen Ländern zu ungewiss, um bereits den Blick schweifen zu lassen, zumindest vorerst. „Wohl war", schloss er dann aber auf die Äußerung hinsichtlich Glück, und auch wenn es wohl der Wunsch jedes Vaters, jedes Elternteils war, dass das eigene Kind Glück erfuhr, so war es in vielen Thematiken in der Welt, der sie angehörten, und ihrem Stand geschuldet, dass dies bei weitem nicht auf die Ehe zurückzuführen war. Doch dann richtete sich sein Blick erneut auf Cathal, der sich nun in den Stuhl hatte fallen lassen, und seine Frage entlockte Eanruig unweigerlich ein kleines, eigenes Schnauben. „Allein der Gedanke beschert mir Kopfschmerzen", antwortete er. „Niahm wird bei weitem nicht das Problem sein, aber Moira …" Seine Worte begleiteten ein Seufzen und sie wussten wohl beide, dass diese Entscheidung, ganz gleich wie und wann sie getroffen werden würde, unweigerlich den Zorn Moiras bringen würde, selbst wenn Eanruig dahingegen die Entscheidung treffen würde, seine Tochter mehr einzubeziehen, als dass er es bei seinem ältesten Sohn getan hatte. Unweigerlich.
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