22-04-2024, 18:19 - Wörter:
Aus der Nummer würde Muirín so schnell wohl nicht mehr heraus kommen. Offenbar hatte es sich die Priesterin in den Kopf gesetzt sie auf gar keinen Fall gehen zu lassen - so als müsste sie sich höchstpersönlich darum kümmern, dass die junge Frau wieder auf den rechten Weg gebracht wurde. Alleine bei dem Gedanken kam ihr die Galle hoch. Dieser ganze religiöse Firlefanz hatte die Rothaarige noch nie sonderlich interessiert. Außerdem kam sie nicht umhin einen bitteren Beigeschmack auf der Zunge zu schmecken, wenn sie sich die Ältere so besah. Sie hatte ihren Sohn weggegeben, als er noch ein kleiner Junge war. Sie hatte Glück, dass die Familie Henaghen ihn so liebevoll aufgenommen hatte, doch es war nicht das erste Mal, dass sich die Frage in ihre Gedanken schlich, was sie wohl gemacht hätte, wenn die Fürstenfamilie nicht so... freundlich gewesen wäre. Gareth hatte einfach nur Glück gehabt, stellte sie für sich fest und klopfte sich gedanklich selbst ein wenig auf die Schulter, immerhin hatte sie auch gewissermaßen ihren Anteil daran gehabt. Sie war zwar nie besonders liebevoll zu ihm gewesen, aber immerhin auch nicht unfreundlich. Nicht so, wie sie mittlerweile gegenüber ihrem ältesten Bruder war. Dieser schaffte es nämlich schon sie nur mit dem anstrengenden Geräusch seines Atems aus der Haut fahren zu lassen. Ruaidhri und sie waren im Moment nicht so gut aufeinander zu sprechen...
Beiläufig nahm sie wahr, dass die Priesterin abermals den Mund aufgemacht hatte und unterdrückte ein Seufzen. Sie würde sich wohl weiterhin von ihrer besten Seite zeigen müssen, wenn sie das Haus nicht einfach verlassen konnte. Dabei hatte sie heute eigentlich andere Dinge vorgehabt... Was genau hätte sie dann spontan entschieden. So, wie sie es jeden Tag machte.
"Mein Bruder hat leider immer noch keine geeignete Braut gefunden. Wenn ihr mich fragt, dann ist er aber auch ziemlich wählerisch, was seine Zukünftige betrifft", plauderte sie vor sich hin und setzte eine vermeintlich betroffene Miene auf, als man sie auf das Schicksal der ersten Braut ansprach. Ja, ganz schlimm. Muirín war sich bis heute nicht sicher, ob ihr Bruder da nicht selbst seine Finger im Spiel gehabt hatte. Zuzutrauen wäre es ihm auf jeden Fall. Wenn er nicht das bekommt, was er sich in den Kopf gesetzt hatte, verhielt er sich wie ein trotziges kleines Kind.
Wow, diese Frau konnte ganz schön viele Fragen stellen, auf die die Prinzessin eigentlich gar nicht antworten wollte. Thordis war zwar hochoffiziell ihre Stiefmutter, wurde gedanklich aber selten als solche benannt. Sie war halt einfach da. So jung und perfekt. Wieder kam ihr die Galle hoch. Glücklicherweise wurden sie von den Geräuschen von draußen unterbrochen, die offenbar die Rückkehr der Jagdgesellschaft ankündigten, denn kurze Zeit später stapfte Gareth in das Teezimmer. Und er könnte kaum falscher aussehen. Muirín versuchte ein Grinsen zu unterdrücken. Insgeheim hoffte sie, dass die Priesterin ein wenig schockiert über das Auftreten ihres Sohnes sein würde. Wie der blonde junge Mann seine Mutter nun allerdings begrüßte, ließ ihr das Lachen im Hals stecken bleiben. Wie konnte er so liebevoll zu ihr sein, obwohl sie ihn verlassen hat? Einfach weggegeben und nur selten zurückgeblickt. Lediglich das Zucken einer rötlichen Augenbraue verriet ihr Missfallen an dieser Situation.
Sie selbst bekam von Gareth nur ein Nicken. Dabei hätte er sich durchaus ein wenig mehr Mühe geben können auch seine Stiefschwester zu begrüßen, wie sie fand. "Wie schön, dass Ihr wieder zurück seid", entgegnete sie gespielt freudestrahlend und stand auf. Vielleicht wäre das nun der Moment, wo sie sich gleich aus dem Staub machen konnte? "Habt ihr etwas schießen können?", fragte sie freundlich interessiert und legte ihre Hand auf seinen Arm.
Beiläufig nahm sie wahr, dass die Priesterin abermals den Mund aufgemacht hatte und unterdrückte ein Seufzen. Sie würde sich wohl weiterhin von ihrer besten Seite zeigen müssen, wenn sie das Haus nicht einfach verlassen konnte. Dabei hatte sie heute eigentlich andere Dinge vorgehabt... Was genau hätte sie dann spontan entschieden. So, wie sie es jeden Tag machte.
"Mein Bruder hat leider immer noch keine geeignete Braut gefunden. Wenn ihr mich fragt, dann ist er aber auch ziemlich wählerisch, was seine Zukünftige betrifft", plauderte sie vor sich hin und setzte eine vermeintlich betroffene Miene auf, als man sie auf das Schicksal der ersten Braut ansprach. Ja, ganz schlimm. Muirín war sich bis heute nicht sicher, ob ihr Bruder da nicht selbst seine Finger im Spiel gehabt hatte. Zuzutrauen wäre es ihm auf jeden Fall. Wenn er nicht das bekommt, was er sich in den Kopf gesetzt hatte, verhielt er sich wie ein trotziges kleines Kind.
Wow, diese Frau konnte ganz schön viele Fragen stellen, auf die die Prinzessin eigentlich gar nicht antworten wollte. Thordis war zwar hochoffiziell ihre Stiefmutter, wurde gedanklich aber selten als solche benannt. Sie war halt einfach da. So jung und perfekt. Wieder kam ihr die Galle hoch. Glücklicherweise wurden sie von den Geräuschen von draußen unterbrochen, die offenbar die Rückkehr der Jagdgesellschaft ankündigten, denn kurze Zeit später stapfte Gareth in das Teezimmer. Und er könnte kaum falscher aussehen. Muirín versuchte ein Grinsen zu unterdrücken. Insgeheim hoffte sie, dass die Priesterin ein wenig schockiert über das Auftreten ihres Sohnes sein würde. Wie der blonde junge Mann seine Mutter nun allerdings begrüßte, ließ ihr das Lachen im Hals stecken bleiben. Wie konnte er so liebevoll zu ihr sein, obwohl sie ihn verlassen hat? Einfach weggegeben und nur selten zurückgeblickt. Lediglich das Zucken einer rötlichen Augenbraue verriet ihr Missfallen an dieser Situation.
Sie selbst bekam von Gareth nur ein Nicken. Dabei hätte er sich durchaus ein wenig mehr Mühe geben können auch seine Stiefschwester zu begrüßen, wie sie fand. "Wie schön, dass Ihr wieder zurück seid", entgegnete sie gespielt freudestrahlend und stand auf. Vielleicht wäre das nun der Moment, wo sie sich gleich aus dem Staub machen konnte? "Habt ihr etwas schießen können?", fragte sie freundlich interessiert und legte ihre Hand auf seinen Arm.
