04-02-2024, 08:54 - Wörter:
Dharan al-Bahr
Dharan al-Bahr
Die Hauptstadt von Matariyya
Dharan al-Bahr, die Hauptstadt des Sommerlandes, ist gleichzeitiger Sitz des Königshauses - der Familie ben Sahid. In Dharan al-Bahr leben auf engem Raum enorme Massen von Menschen - denn der Großteil der Bevölkerung ist ziemlich arm und kann sich kein freistehendes Haus oder gar eine Villa leisten. Die meisten Menschen leben deshalb zusammengepfercht in Arbeiterkaten oder in irgendwelchen Abstellkammern der wenigen Häuser reicher Bewohner. Viele begeben sich auch freiwillig in ein Sklavenverhältnis, damit ein Dach über dem Kopf und regelmäßige Mahlzeiten gesichert sind.
Die Zustände in Dharan al-Bahr sind beinahe schon katastrophal - was an der zögerlichen bis ausbleibenden Politik von König Ridvan ben Sahid liegt, der schon seit Jahren nichts gegen diese Entwicklungen getan hat. Die Stadt lebt einzig und allein vom Handel mit Waren, die in anderen Städten produziert werden und von exorbitanten Steuereinnahmen der anderen beiden Städte. Der Kreis an wohlhabenden Menschen ist extrem klein.
Ein Großteil der Infrastruktur von Dharan al-Bahr besteht aus Lehm und Sand, alles ist sandfarben und bemustert - manchmal sogar mit bunten Farben bestrichen.
Die Häuser sind recht hoch, die Gassen sehr schmal, die Märkte vollkommen überfüllt und hinter jeder Ecke lauert ein Dieb. Kriminelle haben es in Dharan al-Bahr sehr leicht, denn die meisten Menschen können sich nicht mal Gläser in ihren Fenstern leisten. Und da solche witterungsbedingt auch nicht unbedingt erforderlich sind, verzichtet man eben ganz. Auch wenn man genauso gut seine Haustür nachts offen stehen lassen könnte. Das Abwassersystem ist vollkommen überlastet und frisches Wasser meistens Mangelware. Darum sind auch die hygienischen Zustände eher mäßig und Krankheiten verbreiten sich gerne wie ein Lauffeuer.
Die etwas schönere Gegend - also das Palastviertel - von Dharan al-Bahr besticht mit wunderschönen Villen mit hohen, gebogenen Fenstern, Tempelanlagen, grün gesäumten und mit groben Steinen gepflasterten Straßen. Überall flattern dünne und teure Stoffe im Wind und die Frauen sind mit erlesensten, golddurchwirkten Tüchern geschmückt und mit wohlriechenden Düften parfümiert.
Der Weg in die Hauptstadt von Matariyya gilt als äußerst beschwerlich und die Stadt damit als uneinnehmbar. Der lange Weg durch die Wüste ist die einzige Alternative für jeden Reisenden - einen Hafen gibt es hier nicht. Täglich brechen mehrere Karawanen auf um Händler oder Gäste von Abu Kabir nach Dharan al-Bahr und wieder zurück zu bringen. Reisen finden meist zu Kamel statt und dauern mehrere Tage - sofern das Wetter gut ist und keine Sandstürme dazwischen kommen.
Bekannteste Taverne: The Little Flea Tavern

