04-02-2024, 09:00 - Wörter:
Yalewdal
Yalewdal
Die Wurzeln des Sommerlandes
Die südlichste Stadt von ganz Arcandas besteht auf den ersten Blick nur aus endlosen Feldern, Zugtieren und vereinzelten Arbeiterhütten, in denen sich dann allerdings Massen von Menschen eingepfercht haben. Yalewdal ist eine besonders arme Stadt, die allerdings große Reichtümer fördert - ohne selbst etwas davon zu haben. Von Gewürzen oder Tuchen kann sich kein Mensch ernähren und die Wege sind zu weit für die Einheimischen. Also zahlen sie den wenigen Händlern, die es herverschlägt, die geforderten Preise und nehmen (gezwungenermaßen) mit dem Vorlieb, was sie zum Leben erhalten.
Wer in Yalewdal geboren wird, dem ist ein Leben auf dem Felde vorbestimmt - in der prallen Sonne von früh bis spät, oftmals in Sklaverei und mit wenig Aussicht darauf, jemals ein anderes Leben führen zu können. Wer flieht, wird erbarmungslos von seinem Herrn, der Miliz oder gegebenenfalls auch von den hiesigen Fürsten, verfolgt, gejagt und niedergestreckt. Yalewdal kann es sich nicht leisten, Arbeitskräfte zu verlieren und welcher Mensch kann es sich schon leisten, seinen Kopf zu verlieren? Und die Händler mischen sich in den seltensten Fällen ein, um irgendeinem armen Tropf zu helfen, Richtung Abu Kabir zu fliehen. Wer die Meerengen überwindet und den Weg durch die Wüsten antritt, der ist lebensmüde und wird spätestens vor den Toren von Abu Kabir abgewiesen und zurück ins Nichts geschickt.
Obwohl die Lebensbedingungen hier noch schlechter sind als in Dharan al-Bahr, so ist Yalewdal doch der Grund für die Reichtümer des Sommerlandes. Genau hier wird all das produziert, was das Sommerland ausmacht und ihm seinen Charme verleiht. Doch für Menschenrechte hat hier niemand etwas übrig. Für die wenigen Reichen geht es einzig und allein ums Geschäft.
Bekannteste Taverne: The Sick Snake

