02-05-2024, 20:46 - Wörter:
[...] (Ursprung)
Es verging einige Zeit.
Der Ochsenkarren schob sich behutsam über das Pflaster, was in diesen Breiten üblich war. Fast alle Hauptstraßen in Castandor waren mit schwerem Stein gepflastert und gaben damit guten Halt für eine lange Reise. Dennoch holperte der Wagen, dessen Räder uneben waren, erheblich. Doch noch erheblicher war der Gestank des Dungs und des Unrats, welcher auf zwei kleinen Haufen zusammengeschaufelt war. Es steckte sogar noch eine große und runde Schaufel in einem der unschönen Hügel. Belisarius saß als Lenker vorne, neben ihm Elithea und Prinz Endymion saß rechts von ihr. Sie hatten wenig Platz auf der schmalen Bank, die bereits selbst ein wenig in Unrat ragte. Belisarius hasste diese Aufgabe und so sehr er sich auch konzentrieren wollte, es gelang einfach nicht. Kein Parfüm der Welt konnte hier helfen. Doch einen wesentlichen Vorteil hatte dieser Unrat und Dung: niemand hielt sie wirklich auf und alle schickten sie fort, so dass sie gut und unbehindert Strecke machen konnten. Sein Schwert war in einem einfachen Leinenbeutel verborgen, mitsamt seinem Kriegsgürtel, welcher direkt hinter ihm auf der Ablage lag; leider berührte dieser auch den stinkigen Haufen an Mist. Belisarius grummelte kurz, als der eine Ochse langsamer zu werden schien aber dies war nur Einbildung. Seine einfache militärische Kleidung fügte sich passend in das Bild der beiden anderen auf dem Wagen ein, da ihm Rüstung und Rangzeichen schlicht fehlten. Auch hatte er sich selbst, ein wenig Mist auf die Hose und die Leinentunika geschmiert, so dass die Erscheinungen sehr angeglichen waren.
"Bald haben wir die Taverne erreicht," meinte er nüchtern und spuckte dann zwei mal auf die Wagenseite, da der Gestank inzwischen auch seinen eigenen Geschmack entwickelt hatte. Bei allen verdammten Göttern, so war diese Reise doch grausam auch zu ihm. Seine tiefe Abneigung gegen Gestank zeigte ihre Wirkung, dass er sich ständig, die Nase schnäuzte und immer wieder vor Ekel ein durchdringendes Räuspern von sich gab. Doch die Mission war wichtiger. Belisarius konnte sich zusammenreißen, hoffte das Elithea dies auch konnte und vorallem Endymion nicht ausrasten würde. Immerhin waren sie fast da und man konnte sich dort wieder zivilisieren. Dort würde es ein Bad geben, gutes Essen und man würde die Reise in einem Reisewagen gemeinsam fortsetzen, sofern der andere Teil der Familie eintreffen würde. Der Reisewagen würde von seinen Männern bereitgestellt werden und eine entsprechende Gardebegleitung erhalten, sofern alles soweit gut ging. Belisarius rechnete aber nicht mit Fehlern oder Verfehlungen, da er glaubte, dass der Arm von Walleydor noch nicht so weit reichte und sie alles dafür getan hatten, mögliche Verfolger zu verwirren und abzuschütteln.
Es verging einige Zeit.
Der Ochsenkarren schob sich behutsam über das Pflaster, was in diesen Breiten üblich war. Fast alle Hauptstraßen in Castandor waren mit schwerem Stein gepflastert und gaben damit guten Halt für eine lange Reise. Dennoch holperte der Wagen, dessen Räder uneben waren, erheblich. Doch noch erheblicher war der Gestank des Dungs und des Unrats, welcher auf zwei kleinen Haufen zusammengeschaufelt war. Es steckte sogar noch eine große und runde Schaufel in einem der unschönen Hügel. Belisarius saß als Lenker vorne, neben ihm Elithea und Prinz Endymion saß rechts von ihr. Sie hatten wenig Platz auf der schmalen Bank, die bereits selbst ein wenig in Unrat ragte. Belisarius hasste diese Aufgabe und so sehr er sich auch konzentrieren wollte, es gelang einfach nicht. Kein Parfüm der Welt konnte hier helfen. Doch einen wesentlichen Vorteil hatte dieser Unrat und Dung: niemand hielt sie wirklich auf und alle schickten sie fort, so dass sie gut und unbehindert Strecke machen konnten. Sein Schwert war in einem einfachen Leinenbeutel verborgen, mitsamt seinem Kriegsgürtel, welcher direkt hinter ihm auf der Ablage lag; leider berührte dieser auch den stinkigen Haufen an Mist. Belisarius grummelte kurz, als der eine Ochse langsamer zu werden schien aber dies war nur Einbildung. Seine einfache militärische Kleidung fügte sich passend in das Bild der beiden anderen auf dem Wagen ein, da ihm Rüstung und Rangzeichen schlicht fehlten. Auch hatte er sich selbst, ein wenig Mist auf die Hose und die Leinentunika geschmiert, so dass die Erscheinungen sehr angeglichen waren.
"Bald haben wir die Taverne erreicht," meinte er nüchtern und spuckte dann zwei mal auf die Wagenseite, da der Gestank inzwischen auch seinen eigenen Geschmack entwickelt hatte. Bei allen verdammten Göttern, so war diese Reise doch grausam auch zu ihm. Seine tiefe Abneigung gegen Gestank zeigte ihre Wirkung, dass er sich ständig, die Nase schnäuzte und immer wieder vor Ekel ein durchdringendes Räuspern von sich gab. Doch die Mission war wichtiger. Belisarius konnte sich zusammenreißen, hoffte das Elithea dies auch konnte und vorallem Endymion nicht ausrasten würde. Immerhin waren sie fast da und man konnte sich dort wieder zivilisieren. Dort würde es ein Bad geben, gutes Essen und man würde die Reise in einem Reisewagen gemeinsam fortsetzen, sofern der andere Teil der Familie eintreffen würde. Der Reisewagen würde von seinen Männern bereitgestellt werden und eine entsprechende Gardebegleitung erhalten, sofern alles soweit gut ging. Belisarius rechnete aber nicht mit Fehlern oder Verfehlungen, da er glaubte, dass der Arm von Walleydor noch nicht so weit reichte und sie alles dafür getan hatten, mögliche Verfolger zu verwirren und abzuschütteln.
