Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


my monsters are real
06.08.1016 - 14:25
Unbekannte heiße Quelle, abseits eines Hauptweges
Trigger: Traumata | Gewalterfahrungen
Belisarius Caderitor Muirín Henaghen

Make me lose my breath
Muirín Henaghen
Herbstland - Admin
Alter 23
Beruf Prinzessin
Wohnort Ishcateslieve, Farynn
Stand Verlobt
User Nessi
#8
Oh heilige Mutter Ceridwen! An was für einen Wahnsinnigen war sie denn hier geraten?! Ihr Bruder hatte ihr immer vorgeworfen viel zu unvorsichtig zu sein und dass ihr Verhalten irgendwann Konsequenzen mit sich bringen würde, die sie nicht zu tragen bereit war, doch dieses Gespräch hier am Rande der heißen Quelle, von der noch immer wohltuender Dampf aufstieg, war ganz anders, als sie sich diese 'Konsequenzen' ausgemalt hatte. Der gehetzte Ausdruck in den schattigen Augen des Mannes verriet sein Leid und seine Qualen. Ob sie nun körperlicher oder seelischer Natur waren vermochte die Rothaarige nicht zu benennen, doch offenbar war bei ihm einiges nicht ganz im Lot. Sie blinzelte ihm ein paar Mal entgegen und spielte in der Tat für einen Moment mit dem Gedanken auf dem Absatz kehrt zu machen und ihn einfach hier stehen zu lassen. Seine Worte waren ein Spiegelbild dessen, was Muirín sich zusammen reimte. Er spie die Worte teilweise aus, so als würden sie ihm innerlich Schmerzen bereiten. Inhaltlich sprang er ungefähr so hin und her, wie es seinen Augen immer wieder taten, um auszuloten in wie großer Gefahr er sich befand. Dass es hier nichts gab, das ihm und seiner Gesundheit abträglich sein könnte, schien er nicht zu begreifen. Für eine Sekunde fragte sie sich, was ein Mann durchgemacht haben musste, dass er so ruhelos und gehetzt wirkte, entschied sich dann jedoch dafür, dass es sie gar nicht weiter interessierte. Ja, es war schade für ihn und wenn sie länger darüber nachdenken WÜRDE, würde es ihr sicher auch ein kleines bisschen leid tun, aber ihre Gedanken waren seit jeher so sprunghaft und egozentrisch, dass es ihr gar nicht in den Sinn kam mehr als ein paar Sekunden über seine Vergangenheit nachzudenken. Viel eher ging es dann direkt wieder darum, wie sie aus diesem unangenehmen Gespräch wieder raus kam.

Als seine Worte übers Töten die Stille durchbrachen bekam Muirín eine Gänsehaut und für einen kurzen Augenblick fragte sie sich, ob ihr letztes Stündlein jetzt geschlagen hatte. Zuzutrauen wäre es ihm auf jeden Fall, so wie er sich hier benahm. Ehrlich gesagt würde sie ihm aber auch zutrauen Dinge zu sehen, die nicht einmal dort waren. Die Prinzessin setzte ein freundliches Lächeln auf und hob beide Hände, um zu zeigen, dass sie keine Gefahr darstellte. Sie würde dieses Gespräch jetzt in der Tat so schnell wie möglich beenden und einfach wieder zurück in ihr Anwesen spazieren. So, als wäre an diesem Abend nicht Ungewöhnliches gewesen. Dass das zwar nicht so ganz der Wahrheit entsprach würde vielleicht ihr ledergebundenes Tagebuch erfahren, aber sonst ganz sicher niemand auf dieser gottverdammten Welt. Wem sollte sie auch schon davon erzählen? Ana, die mit ihrem Kopf den ganzen Tag nur in den Wolken hing und sowieso kaum zuhörte? Oder ihrem Bruder, der wahrscheinlich schon nach den ersten beiden Worten einen Wutanfall bekäme, bei dem sein Gesicht ganz rot anlief? Oder vielleicht doch besser Thordis, die sich seit einigen Jahren zwar ihre größtmögliche Mühe gab sich in die Familie Henaghen zu integrieren, die aber doch nur ein kleines Mädchen bleiben würde, die den zuvor erkalteten Platz im Bett neben ihres Vaters einnahm. Pah, da würde sie diese Geschichte lieber für sich behalten.

Die Worte ihres Gegenübers klangen so verwoben und durcheinander, dass sie teilweise aufhören zuzuhören und nur noch entschuldigend mit den Schultern zuckte. Sie wartete eigentlich nur noch auf den geeigneten Moment, um den Rückzug anzutreten, wurde jedoch jäh aus ihren Gedanken gerissen, als er vorschlug dem Fürsten davon zu erzählen. Muiríns Gesichtszüge erstarrten zu Eis. Da, wo gerade eben noch ein Hauch von Mitgefühl hätte sein können, weil sie ihm einfach mal unterstellte eine schwere Kindheit gehabt zu haben, war nun blanke Wut zu sehen. Sie hatte ihm einen Gefallen tun wollen! Ihnen beiden! Sie hätten ein bisschen ihren Spaß zusammen haben können, vielleicht hätte er dann ja mal einen Moment an etwas anderes gedacht, als an die Gefahren, die ihn Leib und Leben kosten konnten, aber nein, stattdessen fing er an ihr hier irgendwelche Moralpredigten zu halten und nachdem das offenbar nicht so sehr fruchtete, wie er das sich vorstellte, drohte er ihr nun! Jetzt war es die Rothaarige, die ein leises Schnauben von sich gab. "Für wen haltet ihr Euch eigentlich?!", flüsterte sie sichtlich verärgert und trat nun doch wieder einen Schritt näher. Eigentlich hatte sie dieses Unterhaltung gerade eben beenden wollen, hatte erwartet, dass er dankbar um ihren Rückzug sein würde, doch jetzt brachte er plötzlich so etwas hervor?

Ihre Stimme wurde gefährlich leise und auch wenn sie nur zu gut wusste, dass sie ihm körperlich absolut unterlegen war, so hatte er scheinbar nicht besonders viel Erfahrung darin wie es war mit den Waffen einer Frau zu kämpfen. "Ihr wollt mir also drohen, ja?", wiederholte sie noch einmal zusammenfassend das, was er gerade eben von sich gegeben hatte.
Mit einer sanften Bewegung strich sie sich die Haare hinter die Ohren - so als würde sie sich für einen Kampf bereit machen. "Was würde mein werter Vater wohl davon halten, wenn ich mit völlig zerrissenen Kleidern, Dreck und Tränen im Gesicht und einem Schluchzen auf den Lippen zu Hause herein gestolpert käme und ihm davon erzählen würde, wie ein Mann, der freundlicherweise gegen eine kleine Gegenleistung unsere Quellen benutzen konnte, plötzlich meinte Hand an mich legen zu müssen?", stellte sie diese Behauptung so ein den Raum und trat noch einen Schritt auf den ihr unbekannten Mann zu. "Ich wollte doch nur einen Spaziergang machen...", schluchzte sie in schauspielerischen Höchstleistungen und fasste sich mit einer Hand an die Brust, während sie sich mit der anderen Hand am nackten Felsen abstützte. Ihre Augen hatten sich wie auf Knopfdruck mit Tränen gefüllt, als sie ihn ansah.
"Ich würde vorschlagen, dass ihr meinen Vater ganz schnell wieder vergesst und einfach Eurer Wege zieht. So wie ich es tun werde", sagte sie bestimmt und sah ihn abwartend an.
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 


Nachrichten in diesem Thema
my monsters are real - von Belisarius Caderitor - 27-02-2024, 19:15
RE: my monsters are real - von Muirín Henaghen - 03-03-2024, 12:35
RE: my monsters are real - von Belisarius Caderitor - 03-03-2024, 22:38
RE: my monsters are real - von Muirín Henaghen - 16-03-2024, 19:07
RE: my monsters are real - von Belisarius Caderitor - 16-03-2024, 22:56
RE: my monsters are real - von Muirín Henaghen - 11-04-2024, 14:03
RE: my monsters are real - von Belisarius Caderitor - 13-04-2024, 17:57
RE: my monsters are real - von Muirín Henaghen - 03-05-2024, 14:52
RE: my monsters are real - von Belisarius Caderitor - 03-05-2024, 16:57

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: