03-05-2024, 16:57 - Wörter:
Eine Wahnsinnige. Belisarius betrachtete diese dirnenhafte Adelige aufmerksam und mit einer kalten Verachtung. Er verachtete ihr Verhalten, ihr Gehabe und ihre Worte. Sie zeigte sich als das, was er niemals sein wollte, niemals sein dürfte. Sie war unkontrolliert, beherrscht von ihren Gelüsten und niedersten Wünschen. Belisarius sah in ihr jene Mächte, die er zu kontrollieren suchte, da sie alles und jeden mit einer falschen Freiheit verdarben. Muirín stand gegen das, was er immer angestrebt hatte und sie zeigte ihm genau diese verdammungswerte Egozentrik, die den Adel oft begleitete. Diese Frau war sich ihrer so sicher, so selbstgerecht, dass der Kriegsherr selbst Wut in sich fand. Selten war Belisarius wirklich wütend, stets beherrscht und kontrolliert, aber diese Frau weckte diese eine Wut, da sie derartig ignorant agierte und wirklich erwartete, dass die Welt ihr folgen musste. Niemals würde die Welt das sein, was sie erwartete und vielleicht mochte dies hier funktionieren aber Belisarius konnte festen Gewissens davon ausgehen, dass diese Frau an allen anderen Orten der Welt scheitern würde. Seine selbstsichere Erscheinung kollabierte mit der aufsteigenden Wut, diesem Zorn, den man nicht wecken sollte. Sie zeigte Anzeichen von Angst aber zerbrach diese Anzeichen schließlich mit der gleichen Selbstgerechtigkeit, die ihn so erzürnt hatte. Ihr wütendes Flüstern, welches mit der gleichen Affektiertheit gesprochen war, stellte ihm eine Frage, die er beantworten wollte. Doch während seine Lippen eine Antwort formen wollten, bremste er sich selbst. Er schuldete ihr nichts, gar nichts. Die Hure trat näher. Noch näher, als ihm lieb war. Ihre Nähe fühlte sich unangenehm, sogar ekelig und abstoßend. Ihre Art war pures Ungemach für den Kriegsherren. Sie warf ihm vor, dass er drohen wollte. Dabei verstand sie nicht, dass er niemals nur androhte, sondern ausführte. Eine Drohung ohne entsprechende Handlung war bedeutungs- und wertlos. Wertlose Dinge nutzte Belisarius nicht. Mit einer hektischen Bewegung versuchte er den Abstand zu ihr, dieser Hexe, zu vergrößern, die unangenehm selbstbewusst agierte. Alles passte hier einfach nicht.
Diese Frau griff ihn an.
Ihre Worte wählte sie erneut, agierte mit der schlangenhaften Geschmeidigkeit einer Viper und zeigte wieder diese unbarmherzige Selbstgerechtigkeit. Belisarius schauderte bei dem Gedanken, dass diese Frau tatsächlich soziale Macht besaß. Sie hatte sie nicht verdient, war ihrer sogar unwürdig und wenn er etwas besonders hasste, war es diese unwürdige Scheinheiligkeit und diese fruchtlose Gewissheit, dass sie sich alles erlauben konnte. Ihre Worte, ihre wahrhaftigen Drohungen, drangen in sein Ohr. Sein Geist huschte um die Worte, sortierte sie und verglich mögliche Lösungsmöglichkeiten. Sie spielte ihr Spiel, wohlwissend, dass ihre Fassade funktionieren konnte. Muirín tat dies häufiger, denn so zielgerichtet eine derartig böse Drohung zu formulieren, zeugte von tiefer Verderbtheit. Doch sie konnte nicht sehen, dass Belisarius schon sehr lange in wahrer Dunkelheit lebte. Er kannte jede Verderbnis und jedes Grauen, was diese Welt bereit hielt und hatte mitunter selbst daran mitgewirkt. Ihr versuchter Terror verrauschte in seinem kühlen Angesicht. Es erzeugte keinerlei Regung in seiner stillen Wut und Verachtung, die, wie gemeißelt, in seinem Gesicht stand. Dies sollte ihr Kampf sein. Die Prinzessin wählte ihr Schlachtfeld und Belisarius gab sich nicht geschlagen. In Gedanken zog er seinen Dolch, durchtrennte ihre Kehle und ließ den leblosen Körper dann tot sinken. Die Vorstellung, diese unwerte Person aus der Welt zu tilgen, war eine gewisse Genugtuung, so dass er fast zu seinem Kriegsdolch gegriffen hätte. Ein kräftiger Schnitt und dann ein heftiger Stoß und diese Prinzessin würde ihr Leben für immer aushauchen. Belisarius glaubte sogar, der Welt damit einen Gefallen zu tun. Sie hatte sicherlich viele Männer derartig verführen wollen, derartig verderben und kontrollieren wollen, dass sie ein Geschwür in dieser Welt war. Die Verachtung erlaubte jenen Todeswunsch, den er ganz unfrei gegen Muirín richtete. Er drohte niemals ohne Absicht, diese Drohung auch umzusetzen. Ihre schauspielerische Leistung, wie sie ihre Darbietung auch anderen vorführen würde, erlaubte ihm zumindest den Schluss, dass sie es versuchen würde. Ein untauglicher Versuch mit Sicherheit aber der Versuch konnte Ungemach erzeugen. Er konnte davon ausgehen, dass ohnehin bereits Gerüchte bestanden, wenn sie derartig offen und freizügig agierte. Dinge sprachen sich oft schnell herum, wenn man derartig selbstgerecht und vermutlich frei agierte. Diese Prinzessin spielte nicht gegen einen Dorfjungen, sondern gegen den Schattenmeister von Castandor, den baldigen Heermeister und grausamen Despoten des Krieges, der noch kommen musste. Viele waren durch seine Hand gefallen, ganze Familien zerbrochen und sie forderte ihn unwissend heraus. Wieder der Gedanke, ihr Leben einfach zu beenden, es weg zu werfen, wie sie es auch mit den Menschen tat, auf ihre Art und Weise. Wie viele Herzen hatte sie gebrochen? Wie viel Grausamkeit hatte sie in die Welt gebracht? Wie viel Leid gebar Muirin aus ihrer Wollust? Belisarius hatte den wunden Punkt gefunden: Ihr Vater.
Wie so oft im Adel war er die einzige Macht, da er ihre Privilegien kontrollierte. Auch sein eigener Vater besaß diese gotteslästerliche Macht über ihn. Es war eine gewisse Ironie, dass beide die Furcht vor dem eigenen Vater teilten. Wortlos beäugte er sie still, immer wieder blinzelte er kurz und reagierte nicht auf ihre Worte. Frost umschloss sein Angesicht, wie auch seine gesamte Erscheinung. Sie zu töten würde ihm immer mehr gefallen und sicherlich auch ihrem Vater, zu dessen Schande sie wohl gereichte, wenn sie verhindern wollte, dass dieser erfuhr, was sie bei Nacht wohl regelmäßig tat. Belisarius fand ein morbid-böses Grinsen, während er diese Dirne fast obsessiv anstarrte. Er durchbrach seine Angst vor ihr, durchbrach den Zorn gegen sie und richtete seine bösartige Vernunft gegen sie. Diese Frau hatte etwas in ihm geweckt, was nur wenige geweckt hatten. Sie hatte sich zu seinem Feind gemacht. Einem echten Feind. Es waren keine politischen Ränke oder Intrigen, denen er hier diente, so dass er schlicht ihren vollständigen Untergang wollte. Nicht nur ihren Tod, der viel zu einfach war. Sie kannte nicht einmal seinen Namen, seine Handlungen, und trat derartig auf. Er entschied sich, dies dabei zu belassen. Belisarius würde nichts erklären oder verklären, sondern würde ihr ihre Selbstgerechtigkeit und diese kleine Welt lassen. Dies könnte noch nützlich sein, wenn ihre Zeit des Untergangs gekommen war. Er wollte einen größeren Nutzen daraus ziehen und die Gewissheit, dass sie so agierte, wie sie jetzt agierte, machte das Haus Henaghen angreifbar. Das war durchaus nützlich für die kommende Zeit. Belisarius grinste immer fratzenhafter, wohlwissend, dass sein Gesicht etwas Dämonisches fand. Ihr Tod war nun mehr gleichgültig, der Wunsch verging und auch der Griff zum Doch löste sich auf. Sollte sie doch glauben, gewinnen zu können, sollte sie sich bestätigt sehen und ja so weiter machen, damit das Haus Henaghen noch mehr Schaden nahm. Es war gut so, dass es diese Hure im Adelsgewand gab. Belisarius machte weitere Schritte zwischen sie, um ihren hässlichen Worten zu entgehen. Für ihn war sie abstoßend geworden, so abstoßend, dass er nicht mal mehr ihre Nähe ertragen wollte. Doch sollte sie ihren mutmaßlichen Sieg genießen, um weitere Fehler zu machen. Ihr Untergang würde kommen. Dafür würde er sorgen, wenn die Gelegenheit kam.
Der Kriegsherr und Teufel vergaß niemals einen Feind und dessen Agitation. Seine Verachtung wandelte sich in Gewissheit, dass diese Prinzessin leiden musste, wie sie andere leiden ließ. Belisarius wollte sie aber dennoch nicht einfach so entlassen: "Ich drohe nicht." Eine Wahrheit, die er so aussprach, dass es wirklich seine klare Absicht war. - Und seine Erscheinung und alles, was seine Aura mitbrachte, unterstrich diesen Punkt. Das morbide Grinsen verschwand, während er die letzten Sachen zusammenpackte, um endgültig zu verschwinden. "Ich werde meiner Wege ziehen," antwortete er fast so, als ob er auf ihre Drohung und das vergiftete Angebot eingehen würde, mit einem knausrigen Unterton, so als ob er nicht weiter sprechen wollte. Sollte sie doch alles glauben, sollte sie diese Frau sein, so war er sich wirklich sicher, dass das Ungemach für die Prinzessin kommen würde. Es reiften bereits Ideen, wie er dies etwas beschleunigen konnte. Gerüchte kochten schnell und er kannte genügend Köchinnen, die entsprechende Wirkmacht besaßen. Er räusperte sich, während seine Augen ihren abwartenden Blick kreuzten. "Aufwiedersehen," grüßte er noch, als er mit seinen Sachen an ihr vorbei rannte und im Dunkel verschwand. Der Teufel war vorerst entkommen.
Diese Frau griff ihn an.
Ihre Worte wählte sie erneut, agierte mit der schlangenhaften Geschmeidigkeit einer Viper und zeigte wieder diese unbarmherzige Selbstgerechtigkeit. Belisarius schauderte bei dem Gedanken, dass diese Frau tatsächlich soziale Macht besaß. Sie hatte sie nicht verdient, war ihrer sogar unwürdig und wenn er etwas besonders hasste, war es diese unwürdige Scheinheiligkeit und diese fruchtlose Gewissheit, dass sie sich alles erlauben konnte. Ihre Worte, ihre wahrhaftigen Drohungen, drangen in sein Ohr. Sein Geist huschte um die Worte, sortierte sie und verglich mögliche Lösungsmöglichkeiten. Sie spielte ihr Spiel, wohlwissend, dass ihre Fassade funktionieren konnte. Muirín tat dies häufiger, denn so zielgerichtet eine derartig böse Drohung zu formulieren, zeugte von tiefer Verderbtheit. Doch sie konnte nicht sehen, dass Belisarius schon sehr lange in wahrer Dunkelheit lebte. Er kannte jede Verderbnis und jedes Grauen, was diese Welt bereit hielt und hatte mitunter selbst daran mitgewirkt. Ihr versuchter Terror verrauschte in seinem kühlen Angesicht. Es erzeugte keinerlei Regung in seiner stillen Wut und Verachtung, die, wie gemeißelt, in seinem Gesicht stand. Dies sollte ihr Kampf sein. Die Prinzessin wählte ihr Schlachtfeld und Belisarius gab sich nicht geschlagen. In Gedanken zog er seinen Dolch, durchtrennte ihre Kehle und ließ den leblosen Körper dann tot sinken. Die Vorstellung, diese unwerte Person aus der Welt zu tilgen, war eine gewisse Genugtuung, so dass er fast zu seinem Kriegsdolch gegriffen hätte. Ein kräftiger Schnitt und dann ein heftiger Stoß und diese Prinzessin würde ihr Leben für immer aushauchen. Belisarius glaubte sogar, der Welt damit einen Gefallen zu tun. Sie hatte sicherlich viele Männer derartig verführen wollen, derartig verderben und kontrollieren wollen, dass sie ein Geschwür in dieser Welt war. Die Verachtung erlaubte jenen Todeswunsch, den er ganz unfrei gegen Muirín richtete. Er drohte niemals ohne Absicht, diese Drohung auch umzusetzen. Ihre schauspielerische Leistung, wie sie ihre Darbietung auch anderen vorführen würde, erlaubte ihm zumindest den Schluss, dass sie es versuchen würde. Ein untauglicher Versuch mit Sicherheit aber der Versuch konnte Ungemach erzeugen. Er konnte davon ausgehen, dass ohnehin bereits Gerüchte bestanden, wenn sie derartig offen und freizügig agierte. Dinge sprachen sich oft schnell herum, wenn man derartig selbstgerecht und vermutlich frei agierte. Diese Prinzessin spielte nicht gegen einen Dorfjungen, sondern gegen den Schattenmeister von Castandor, den baldigen Heermeister und grausamen Despoten des Krieges, der noch kommen musste. Viele waren durch seine Hand gefallen, ganze Familien zerbrochen und sie forderte ihn unwissend heraus. Wieder der Gedanke, ihr Leben einfach zu beenden, es weg zu werfen, wie sie es auch mit den Menschen tat, auf ihre Art und Weise. Wie viele Herzen hatte sie gebrochen? Wie viel Grausamkeit hatte sie in die Welt gebracht? Wie viel Leid gebar Muirin aus ihrer Wollust? Belisarius hatte den wunden Punkt gefunden: Ihr Vater.
Wie so oft im Adel war er die einzige Macht, da er ihre Privilegien kontrollierte. Auch sein eigener Vater besaß diese gotteslästerliche Macht über ihn. Es war eine gewisse Ironie, dass beide die Furcht vor dem eigenen Vater teilten. Wortlos beäugte er sie still, immer wieder blinzelte er kurz und reagierte nicht auf ihre Worte. Frost umschloss sein Angesicht, wie auch seine gesamte Erscheinung. Sie zu töten würde ihm immer mehr gefallen und sicherlich auch ihrem Vater, zu dessen Schande sie wohl gereichte, wenn sie verhindern wollte, dass dieser erfuhr, was sie bei Nacht wohl regelmäßig tat. Belisarius fand ein morbid-böses Grinsen, während er diese Dirne fast obsessiv anstarrte. Er durchbrach seine Angst vor ihr, durchbrach den Zorn gegen sie und richtete seine bösartige Vernunft gegen sie. Diese Frau hatte etwas in ihm geweckt, was nur wenige geweckt hatten. Sie hatte sich zu seinem Feind gemacht. Einem echten Feind. Es waren keine politischen Ränke oder Intrigen, denen er hier diente, so dass er schlicht ihren vollständigen Untergang wollte. Nicht nur ihren Tod, der viel zu einfach war. Sie kannte nicht einmal seinen Namen, seine Handlungen, und trat derartig auf. Er entschied sich, dies dabei zu belassen. Belisarius würde nichts erklären oder verklären, sondern würde ihr ihre Selbstgerechtigkeit und diese kleine Welt lassen. Dies könnte noch nützlich sein, wenn ihre Zeit des Untergangs gekommen war. Er wollte einen größeren Nutzen daraus ziehen und die Gewissheit, dass sie so agierte, wie sie jetzt agierte, machte das Haus Henaghen angreifbar. Das war durchaus nützlich für die kommende Zeit. Belisarius grinste immer fratzenhafter, wohlwissend, dass sein Gesicht etwas Dämonisches fand. Ihr Tod war nun mehr gleichgültig, der Wunsch verging und auch der Griff zum Doch löste sich auf. Sollte sie doch glauben, gewinnen zu können, sollte sie sich bestätigt sehen und ja so weiter machen, damit das Haus Henaghen noch mehr Schaden nahm. Es war gut so, dass es diese Hure im Adelsgewand gab. Belisarius machte weitere Schritte zwischen sie, um ihren hässlichen Worten zu entgehen. Für ihn war sie abstoßend geworden, so abstoßend, dass er nicht mal mehr ihre Nähe ertragen wollte. Doch sollte sie ihren mutmaßlichen Sieg genießen, um weitere Fehler zu machen. Ihr Untergang würde kommen. Dafür würde er sorgen, wenn die Gelegenheit kam.
Der Kriegsherr und Teufel vergaß niemals einen Feind und dessen Agitation. Seine Verachtung wandelte sich in Gewissheit, dass diese Prinzessin leiden musste, wie sie andere leiden ließ. Belisarius wollte sie aber dennoch nicht einfach so entlassen: "Ich drohe nicht." Eine Wahrheit, die er so aussprach, dass es wirklich seine klare Absicht war. - Und seine Erscheinung und alles, was seine Aura mitbrachte, unterstrich diesen Punkt. Das morbide Grinsen verschwand, während er die letzten Sachen zusammenpackte, um endgültig zu verschwinden. "Ich werde meiner Wege ziehen," antwortete er fast so, als ob er auf ihre Drohung und das vergiftete Angebot eingehen würde, mit einem knausrigen Unterton, so als ob er nicht weiter sprechen wollte. Sollte sie doch alles glauben, sollte sie diese Frau sein, so war er sich wirklich sicher, dass das Ungemach für die Prinzessin kommen würde. Es reiften bereits Ideen, wie er dies etwas beschleunigen konnte. Gerüchte kochten schnell und er kannte genügend Köchinnen, die entsprechende Wirkmacht besaßen. Er räusperte sich, während seine Augen ihren abwartenden Blick kreuzten. "Aufwiedersehen," grüßte er noch, als er mit seinen Sachen an ihr vorbei rannte und im Dunkel verschwand. Der Teufel war vorerst entkommen.
