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Dangerous Words dipped in Honey
23.08.1016 - 13:00
Ronans Haus
Aurelia Marsili Ronan Mag Mell

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Ronan Mag Mell
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#2
Ronan war sich nicht ganz sicher was er von den Menschen aus dem sonnigen Sommerland halten wollte. Abgesehen von der Seuche, die sich seit ihrer Ankunft hier verbreitete und deren Ursprung man längst mit ihnen als Schuldigen herumflüsterte, waren es komische Gestalten. Womöglich waren es die fremdartigen dunklen Augen, das krausige, ebenso dunkle Haar, ihre sonnengebräunte Haut, die sogar die getöntesten Exemplare hier im südlichen Castandor im wahrsten Sinne in den Schatten stellten. Es passierte das, was immer passierte, wenn Menschen auf etwas trafen, das sie nicht gut kannten und demnach nicht gut einschätzen konnten - Skepsis wurde geboren und manches Mal keimte auch Angst auf. Eine mitgebrachte Seuche trug nun auch nicht unbedingt dazu bei, dass die Sympathien hervorgehoben wurden, eher befeuerte sie den Unmut, der schon mit jedem Tag mehr von ganz alleine wuchs, weil all diese nicht ansässigen Menschen wohl oder übel etwas zu essen brauchten. Wer aber von den Menschen im Land hatte großartig etwas im Überfluss und somit abzugeben? Niemand. Einfach niemand. Und die, die abgeben könnten, taten es mitnichten.
Man konnte also sagen, die Umstände waren aktuell ziemlich bescheiden und je nachdem wie sich der Krieg entwickelte und die heiteren Frühlingsmenschlein ihren Größenwahn fortsetzten, war am Ende die Seuche das kleinste Problem und könnte sich gar als eine willkommenen Variable entpuppen, denn je mehr sie dahin raffte, desto weniger mussten gesättigt werden. Ein Teufelskreis, dessen Ausgang zu bestimmen ein Pokerspiel war, das dem Mag Mell gelegen kam, er musste nur sehr genau aufpassen wann er welche Karte spielte.

Dabei spielte der Crony täglich und sein Blatt war gezinkter als das jedes anderen. Er spielte doppelte Karten und verstand sich ja doch darauf jedem Individuum das Gefühl zu geben einzigartig und unersetzbar zu sein. Dabei ging er nichtmal sonderlich schmeichelhaft vor, das lag ihm wirklich nicht…auch wenn er es manchmal schaffte Süßholz zu raspeln..mit einer Axt.
Da gab es vielerlei Süßhölzer, die er von Grund heraus mit sanftestem Griff hielt, all seine Vögelchen, die ihre hübschen Beine in Röcke steckten und die Arbeit für ihn erledigten, die keine grobschlächtigen Auftritte vertragen konnte…wo Informationen das Gut waren, das es zu entlocken galt oder der Tod heimlich und unsichtbar im Schankraum oder den Federn kommen musste. Arme Seelen…aber war es nicht jedermanns Traum mit dem Gesicht in einer köstlichen Schweinshaxe oder zwischen denen einer Frau zu sterben?!
Ronan hoffte, die die ihn jagten und Meuchelmörder auf ihn ansetzten, hatten genug Ehre ihm genauso Gutes tun zu wollen…denn wenn es nach ihm ginge, wollte er am liebsten mit der Haxe in der Hand, kauend..und der Dirne auf seinem Schoß reitend sterben. Das wär’s. Ja, das wär’s.

Also hätte Aurelia ihn gefragt, hätte Ronan ihr vermutlich geantwortet, dass sie furchtbar gerne in seiner Gesellschaft war und ihre Anwesenheit hier in seinem Haus gar nicht so selten wie sie es vielleicht gerne hätte…
Ronan hatte gerade vorgehabt sich nach dem üppigen Mittagessen hinzulegen. Das ganze Haus duftete auch noch herrlich und als er ihr die Tür öffnete, schlug ihr der Schwaden an angenehmen Gerüchen aus der Küche entgegen. Der Blick aus den blauen Augen, die oftmals erheitert schienen, legte sich auf die dunkelhaarige Schönheit und man sah ihm an wie er zu überlegen schien, ob er just eine vereinbarte Verabredung vergessen hatte. Um diese Uhrzeit verabredete er sich allerdings grundsätzlich nicht mit Frauen - nicht mit schönen.
„Oh.. Augusta…“, grüßte er und zog die Tür weiter auf um sie herein zu lassen, wobei die Kleine ihre Ellenbogen ausfuhr und sich Platz verschaffte wie ein breitbeinig eiernder Kampfhund mit wackelndem Hintern…diesem sah er kurz nach, dann schloss er amüsiert die Tür und drehte sich mit neutraler Miene wieder zu ihr um und folgte ihr in seine Stube. Der Tisch war noch mit den Resten gedeckt, weil er keine Lust gehabt hatte sie abzuräumen. Das Geflügel auf bis auf einen Schenkel aufgefuttert und der Rest auf dem Teller verriet üppige Sauce und Beilagen, die sich alle in seinem Bauch befanden. Ein Becher mit Wein und eine noch zu 3/4 gefüllte Flasche, die er ordentlich verkorkt hatte.
Sein Blick verfolgte den Tanz um seinen Tisch, sah den Armen und Händen zu, die Bände ihrer Wut sprachen und aufdeckten wie aufgewühlt sie war.

Vollkommen gelassen setzte er sich wieder auf seinen Stuhl, fuhr mit dem Finger durch einen Teil des Saucenrests und leckte den Finger genüsslich ab.
Zu ihren Worten sah er auf…erst zu ihr, dann an die Decke. Ronan schien nachzudenken. Lange. Ausgiebig.
„Wirklich?!“, fragte er dann übertrieben bestürzt. Er war ein wirklich schlechter Schauspieler. „Oh…aye…..aye, jetzt wo du’s sagst!“, er gab ein zustimmendes Grunzen von sich. „Doch, kann ich, Augusta…“, nannte er sie erneut, voller Absicht und zuckte nun die Schultern. „Wenn er das noch rausfinden kann, würde ich sagen, du hast etwas falsch gemacht…“, sinnierte er und wiederholte den Part mit der Sauce vor sich.
„Hühnchen?“, fragte er ziemlich teilnahmslos des anstehenden Themas und schob ihr den Teller mit dem übrig gebliebenen Schenkel zu.
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