15-05-2024, 19:26 - Wörter:

Vorsichtig folgte sie ihm und blickte sich um, sie konnte nicht gut sehen, da die Fenster, die mit Tierhäuten abgedichtet waren, nicht viel Licht in die Hütte ließen. Sie war froh, dass sie endlich Schutz vor dem Regen und dem Donner hatten. Langsam beruhigte die Prinzessin sich und zog Gareth´s Jacke enger um sich, die ihr etwas Wärme gab. Sie beobachtete ihn und er schien zu versuchen ein Feuer zu entfachen, wofür sie dankbar war. Sie wollte ihre nasse Kleidung trocknen und ihr war etwas kühl. Endlich war ein Feuer entfacht und sie nickte, als er meinte, sie sollten hier bleiben bis das Gewitter vorüber war, ehe sie sich setzte. Sie streckte ihre Hände aus und wärmte sie am Feuer, dabei sagte sie nichts. Sie war froh, Schutz in der Hütte zu haben, sie war froh, dass er sie gefunden hatte. Sie fühlte sich jedoch auch schlecht, weil Gareth sich wegen ihr in Gefahr begeben hatte. Wieso hatte sie nicht geachtet, wohin sie ging? Warum war sie nicht ruhig geblieben? Sie hätte auf die Zeit achten und Nachhause gehen sollen, bevor es angefangen hatte zu donnern. Gareth´s Worte rissen sie aus ihren Gedanken und sie blickte zu ihm. Er sorgte sich anscheinend um sie und es gab ihr ein warmes Gefühl. "Ja. Es ist alles in Ordnung. Ich habe mich nur erschreckt und bin losgerannt und habe dann nicht mehr gewusst wo ich war." Sie kam sich so töricht vor. Der Weg zum Anwesen wäre nicht so lang gewesen, doch sie war einfach in irgendeine Richtung gerannt, als es gedonnert hatte. "Wie geht es dir? Du hast dich in Gefahr gebracht um mich zu suchen. Es tut mir leid, Gareth. Ich habe gemalt und habe die Zeit vergessen. Plötzlich hat es gedonnert und ich bin in die falsche Richtung gerannt." Sie hatte es nicht gewollt und sie hatte nicht gewollt, dass er wegen ihr in Gefahr war. "Es tut mir leid." Ihre Stimme war leise. Die rothaarige sah ihn wieder an und hoffte, dass er nicht wütend auf sie war. Nicht, dass sie es nicht verstehen könnte. Doch es war ihr wichtig, dass er nicht sauer auf sie war. Er war einer der Wenigen, bei dem sie sich momentan wohl fühlte, weil sie bei ihm ihre wahren Gefühle zeigte, ob sie nun weinte, wütend war oder für einen Augenblick lächeln konnte. Es war einfach, bei ihm sich selbst nicht zu verstecken. Und sie schätzte das unglaublich sehr.
