02-06-2024, 16:46 - Wörter:
Regen…die anderen Länder wussten doch gar nicht was Regen war! Regen konnte richtig gut sein. Regen…das waren nicht diese paar Tropfen, die es einem auf den Kopf pisste, wenn im Frühlingsland mal die Bäumchen und Blümchen etwas zu trinken bekamen oder der Norden seinen weißen Schnee auf sich hinabfallen sah..geschweige denn wenn in den beiden wärmeren Gegenden Castandors und dem Wüstenland mal etwas vom Himmel fiel was kein Vogelschiss war. Niemand war Regen so gewohnt wie sie in Farynn und Ronan, dessen Herz hier tief verwurzelt war, liebte den Regen. Die Sonne in Castandor schien ihm viel zu häufig auf den Pelz, wenn es nach ihm ging und die quälende Hitze des zurückliegenden Sommers, biß ihn immer noch in die Nase. Die Straßen, die Menschen und Tiere hatten gestunken…mehr als sie es sowieso schon taten, aber der Sommer kreierte sein ganz eigenes Potpourri aus Gestank.
Hier war das nicht so. Hier hatte man Kategorien für den Regen entworfen - und Ronan liebte es.
Das hier heute war richtig guter Regen. Schiffte gnadenlos in dicken Tropfen vom Himmel und sog sich in die Kleidung der Menschen. Keine kleinen abperlenden Tröpfchen, die sich auf die Haare legten..nein, man wurde durchweicht, bis es aus den Haarpsitzen wieder herauslief. Sogar sein Bart war nass gewesen, seine Schuhe…sein Hemd unter der Weste und seine Knie als er auf dem Kutschbock gesessen hatte mit dem er mal wieder unterwegs war. Alles nass. Selbst der dumme Gaul. Der durfte nun Pause machen und auch Ronan. Was gab es besseres als wenn es von oben nass war, sich auch gleich von unten noch ins Nass zu setzen?! Sauberer konnte man kaum werden als heute!
Auch die junge Frau hatte Bekanntschaft mit den dicken Tropfen des Spätsommerregens gemacht. Heute noch angenehm, in wenigen Wochen herbstlich kalt.
Trotzdem sorgte der Wind dafür, dass das Schauspiel direkt vor seiner Nase besser war als jedes Laienstück auf der Hauptstadt´s Straßen - was allerdings nicht schwer war. Von unten hatte man hervorragende Sicht auf am Körper klebende Kleidung, von der Kälte getriebene Formen…nein, nein, nein…die Schatten, die die Fackeln warfen, verlangten dem Mag Mell gar nicht viel Fantasie ab sich die Rothaarige unter ihrem Stoff vorzustellen und falls jemand auch nur eine Sekund Zweifel daran gehabt hatte, dass Ronan es tat… war auch derjenige spätestens dann sicher darin, als dieser ganz offen mit der Zunge schnalzte. Was für ein Glückspilz er doch war einer holden Jungfer in Not zu helfen. So, oder so ähnlich.
„Sehr gut, es wäre auch ein Jammer, stürbet Ihr..Holde!“, griff er ihre hochgestochenen Worte auf, was aus seinem Mund einfach immer ein wenig so klang, als würde er jedes einzelne Wort rauspressen müssen um nicht zu lachen. Er fand es amüsant wie sie ihn anredete, wo er hier mit seinem wilden Bart saß, das Gesicht sicher noch mit Spuren von Dreck und Staub behaftet, aber das Licht war schlecht und verbarg ebenso die Pranken des Reisenden. Dass sie hochwohlgeboren war, kam ihm in diesem Augenblick ..leider…so gar nicht in den Sinn - oder ignorierte er den verräterisch feinen Stoff am schlanken Körper der Hübschen schlicht? Wer wusste es schon…
„Du willst Gold…du oder von wem sprichst du?“, er neigte den Kopf schief, führte die Flasche zum Mund und nahm einen Schluck des Hochprozentigen, als würde es seiner Kehle nichtmal einen Hauch anhaben, obwohl das Zeug brannte, als würde es einem jede Röhre verätzen. Dann ging der Arm samt Flasche wieder an den steinigen Rand und er gab sich in offener Geste voller Unschuld schuldig. „Schätze, dann schulde ich dir was…zu dumm, dass ich gar kein Gold habe. Es sei denn, du willst meinen Goldzahn“, überlegte er laut, aber nicht wirklich ernst gemeint.
Hier war das nicht so. Hier hatte man Kategorien für den Regen entworfen - und Ronan liebte es.
Das hier heute war richtig guter Regen. Schiffte gnadenlos in dicken Tropfen vom Himmel und sog sich in die Kleidung der Menschen. Keine kleinen abperlenden Tröpfchen, die sich auf die Haare legten..nein, man wurde durchweicht, bis es aus den Haarpsitzen wieder herauslief. Sogar sein Bart war nass gewesen, seine Schuhe…sein Hemd unter der Weste und seine Knie als er auf dem Kutschbock gesessen hatte mit dem er mal wieder unterwegs war. Alles nass. Selbst der dumme Gaul. Der durfte nun Pause machen und auch Ronan. Was gab es besseres als wenn es von oben nass war, sich auch gleich von unten noch ins Nass zu setzen?! Sauberer konnte man kaum werden als heute!
Auch die junge Frau hatte Bekanntschaft mit den dicken Tropfen des Spätsommerregens gemacht. Heute noch angenehm, in wenigen Wochen herbstlich kalt.
Trotzdem sorgte der Wind dafür, dass das Schauspiel direkt vor seiner Nase besser war als jedes Laienstück auf der Hauptstadt´s Straßen - was allerdings nicht schwer war. Von unten hatte man hervorragende Sicht auf am Körper klebende Kleidung, von der Kälte getriebene Formen…nein, nein, nein…die Schatten, die die Fackeln warfen, verlangten dem Mag Mell gar nicht viel Fantasie ab sich die Rothaarige unter ihrem Stoff vorzustellen und falls jemand auch nur eine Sekund Zweifel daran gehabt hatte, dass Ronan es tat… war auch derjenige spätestens dann sicher darin, als dieser ganz offen mit der Zunge schnalzte. Was für ein Glückspilz er doch war einer holden Jungfer in Not zu helfen. So, oder so ähnlich.
„Sehr gut, es wäre auch ein Jammer, stürbet Ihr..Holde!“, griff er ihre hochgestochenen Worte auf, was aus seinem Mund einfach immer ein wenig so klang, als würde er jedes einzelne Wort rauspressen müssen um nicht zu lachen. Er fand es amüsant wie sie ihn anredete, wo er hier mit seinem wilden Bart saß, das Gesicht sicher noch mit Spuren von Dreck und Staub behaftet, aber das Licht war schlecht und verbarg ebenso die Pranken des Reisenden. Dass sie hochwohlgeboren war, kam ihm in diesem Augenblick ..leider…so gar nicht in den Sinn - oder ignorierte er den verräterisch feinen Stoff am schlanken Körper der Hübschen schlicht? Wer wusste es schon…
„Du willst Gold…du oder von wem sprichst du?“, er neigte den Kopf schief, führte die Flasche zum Mund und nahm einen Schluck des Hochprozentigen, als würde es seiner Kehle nichtmal einen Hauch anhaben, obwohl das Zeug brannte, als würde es einem jede Röhre verätzen. Dann ging der Arm samt Flasche wieder an den steinigen Rand und er gab sich in offener Geste voller Unschuld schuldig. „Schätze, dann schulde ich dir was…zu dumm, dass ich gar kein Gold habe. Es sei denn, du willst meinen Goldzahn“, überlegte er laut, aber nicht wirklich ernst gemeint.
