06-06-2024, 11:57 - Wörter:
Klank. Ping. Klank. Ping. Klank.
Es war ein altbekanntes und beinahe heimeliges Geräusch, welches aus der Schmiede drang. Jedenfalls war es das für Dunstan, der mit einer gesunden Mischung Wucht und Fingerspitzengefühl den Hammer führte und auf die breite Klinge schlug. Einmal drauf, einmal daneben. Einmal drauf, einmal daneben.
Klank. Ping. Klank. Ping. Klank.
Bis ihm die nachlassende Farbe des Metalls verriet, es war Zeit es erneut zu erhitzen, die Weichheit beim Aufprall, selbst das Geräusch des Einschlags waren alles Indizien, die er mit dem Lauf der Jahre zu deuten gelernt hatte. Dunstan wischte sich mit einem verschwitzten und nicht mehr wirklich weißen Lappen über die Stirn und stopfte ihn wieder in die Tasche seiner alten Lederschürze. Es war harte, körperliche Arbeit und nicht ohne ihre Risiken, was er seiner Tochter immer und immer wieder einbläute, wenn sie ihm Gesellschaft leistete, anstatt in dem Wohnhaus auf dem Grundstück zu bleiben. Doch heute war sie zum Spielen zu den Nachbarn gegangen und er konnte sich einen Schluck des verdünnten Apfelweins gönnen, welchen er gestern erstanden hatte.
Sein Fuß fand das Pedal ohne Umwege und mit einem knarzenden Geräusch setzte er die Luft in dem Blasebalg in Bewegung, welcher wiederum das Feuer anfachen würde und somit die Klinge erhitzen, bevor er sich erneut um deren Form kümmern konnte. Seine Gedanken blieben aber nicht an der Form oder dem nötigen handwerklichen Geschick diese zu erreichen hängen, sondern verweilten beim Nutzen dieser Waffe. Wenn es weitere Feldzüge gab, würde er einige solcher Schwerter schmieden, sich einen kleinen Batzen Geld verdienen und seine Landsmänner dazu befähigen, andere Menschen zu töten. Und eigentlich hatte er absolut keine Skrupel deswegen, nie gehabt. Allerdings, so gestand sich der schweigsame Schmied ein, war er bisher nie selbst in dieses Geschehen einbezogen gewesen, viele seiner Klingen waren für Turniere, die Jagd oder einfach als Geschenk an Familienangehörige bestellt worden. Ein einfacher Dolch um sich vor Wegelagerern zu verteidigen war eben doch nochmal was ganz anderes als ein Schwert, welches zum Köpfen der Gegner auf dem Schlachtfeld vorgesehen war. Und obwohl er bei der Einnahme von Eastergold Meadow aktiv beteiligt gewesen war, sogar zwei kleine Narben von dieser kurzen Zeit im Heer davontrug, war sich Dunstan absolut nicht sicher, was er eigentlich von der Kriegstreiberei seines Freundes hielt. Und seiner unfreiwilligen Beteiligung an dieser.
Seine braunen Augen hingen immer noch an dem nun grell orange gelb leuchtenden Metall, das er beherzt ergriff und im richtigen Winkel auf den Amboss legte, um nicht nur eine geradlinige Spitze hinzubekommen, sondern auch die Hohlkehle im Blatt. Damit das Blut besser ablaufen kann. Dunstan schnalzte mit der Zunge, brummte einmal und begab sich dann wieder in die rhythmische Arbeit, versank seinen Kopf in die Details seiner Zunft anstelle der moralischen Bedeutungen seiner Waffen. Wahrscheinlich hörte er auch deswegen nicht, wie jemand in die Schmiede spazierte ohne die glänzende Glocke zu betätigen, welche eigentlich für genau diesen Zweck dort hing.
Es war ein altbekanntes und beinahe heimeliges Geräusch, welches aus der Schmiede drang. Jedenfalls war es das für Dunstan, der mit einer gesunden Mischung Wucht und Fingerspitzengefühl den Hammer führte und auf die breite Klinge schlug. Einmal drauf, einmal daneben. Einmal drauf, einmal daneben.
Klank. Ping. Klank. Ping. Klank.
Bis ihm die nachlassende Farbe des Metalls verriet, es war Zeit es erneut zu erhitzen, die Weichheit beim Aufprall, selbst das Geräusch des Einschlags waren alles Indizien, die er mit dem Lauf der Jahre zu deuten gelernt hatte. Dunstan wischte sich mit einem verschwitzten und nicht mehr wirklich weißen Lappen über die Stirn und stopfte ihn wieder in die Tasche seiner alten Lederschürze. Es war harte, körperliche Arbeit und nicht ohne ihre Risiken, was er seiner Tochter immer und immer wieder einbläute, wenn sie ihm Gesellschaft leistete, anstatt in dem Wohnhaus auf dem Grundstück zu bleiben. Doch heute war sie zum Spielen zu den Nachbarn gegangen und er konnte sich einen Schluck des verdünnten Apfelweins gönnen, welchen er gestern erstanden hatte.
Sein Fuß fand das Pedal ohne Umwege und mit einem knarzenden Geräusch setzte er die Luft in dem Blasebalg in Bewegung, welcher wiederum das Feuer anfachen würde und somit die Klinge erhitzen, bevor er sich erneut um deren Form kümmern konnte. Seine Gedanken blieben aber nicht an der Form oder dem nötigen handwerklichen Geschick diese zu erreichen hängen, sondern verweilten beim Nutzen dieser Waffe. Wenn es weitere Feldzüge gab, würde er einige solcher Schwerter schmieden, sich einen kleinen Batzen Geld verdienen und seine Landsmänner dazu befähigen, andere Menschen zu töten. Und eigentlich hatte er absolut keine Skrupel deswegen, nie gehabt. Allerdings, so gestand sich der schweigsame Schmied ein, war er bisher nie selbst in dieses Geschehen einbezogen gewesen, viele seiner Klingen waren für Turniere, die Jagd oder einfach als Geschenk an Familienangehörige bestellt worden. Ein einfacher Dolch um sich vor Wegelagerern zu verteidigen war eben doch nochmal was ganz anderes als ein Schwert, welches zum Köpfen der Gegner auf dem Schlachtfeld vorgesehen war. Und obwohl er bei der Einnahme von Eastergold Meadow aktiv beteiligt gewesen war, sogar zwei kleine Narben von dieser kurzen Zeit im Heer davontrug, war sich Dunstan absolut nicht sicher, was er eigentlich von der Kriegstreiberei seines Freundes hielt. Und seiner unfreiwilligen Beteiligung an dieser.
Seine braunen Augen hingen immer noch an dem nun grell orange gelb leuchtenden Metall, das er beherzt ergriff und im richtigen Winkel auf den Amboss legte, um nicht nur eine geradlinige Spitze hinzubekommen, sondern auch die Hohlkehle im Blatt. Damit das Blut besser ablaufen kann. Dunstan schnalzte mit der Zunge, brummte einmal und begab sich dann wieder in die rhythmische Arbeit, versank seinen Kopf in die Details seiner Zunft anstelle der moralischen Bedeutungen seiner Waffen. Wahrscheinlich hörte er auch deswegen nicht, wie jemand in die Schmiede spazierte ohne die glänzende Glocke zu betätigen, welche eigentlich für genau diesen Zweck dort hing.
