06-06-2024, 14:58 - Wörter:
Es war noch nicht heiß genug in den Straßen der Hauptstadt, um sich über den Gesundheitszustand seine Elefanten zu sorgen. Wie eine kleine Karawane hatten sie sich von seiner Farm, die etwas außerhalb der Stadt lag, gestern auf den Weg gemacht und jetzt war jedes einzelne Tier ausgeruht, getränkt und gefüttert und wartete auf einen Einsatz. Seine wachsamen Augen musterten die Elefanten ebenso eindringlich wie die jeweiligen Trainer, welche die Aufräumarbeiten erledigen und sich zeitgleich um das leibliche Wohl der wertvollen Geschöpfe kümmern würden. Es war eine zweischneidige Klinge, denn wo den Tieren diese Arbeit wie ein Training vorkommen musste, so sah er überall Gefahren. Verletzungen, sei es durch den Schutt oder durch Übergriffe der Bewohner, Panik bei den jüngeren Tieren, eine Ablenkung oder Unaufmerksamkeit der Trainer. Ismeth leckte sich nachdenklich über die Lippen, noch den Geschmack des Apfels auf ihnen, welchen er vor ein paar Augenblicken mit Loulia geteilt hatte. Seine Elefantendame und nicht nur das beeindruckendste, sondern auch wertvollste Tier – welches ihm wie ein Schoßhund folgte und ihn immer wieder anstupste. Vielleicht, das sah er am Funkeln ihrer großen Augen, gab es ja noch irgendwo eine Frucht, die er versteckte und ganz sicher einen Weg in ihren Magen finden würde. Die Liebe seines Lebens, wie Ismeth mit einem Lächeln feststellte, hatte sich ein weiteres Streicheln über ihren hellen Rüssel verdient.
Als sich eine Traube von Menschen um ihn versammelte, schenkte der königliche Berater ihnen zunächst keine Aufmerksamkeit. Immerhin passierte es öfter, wenn er die Albino Elefantendame mit in die Hauptstadt brachte, sie war eine Augenweide. Besonders heute, mit den bunten Farben und goldenen Akzenten in ihrem Kopfschmuck. Doch nach ein paar Augenblicken betretenem Schweigen verstand auch er, dass sie seinetwegen hier waren und sein dunkelbrauner Blick glitt einmal über die vielen Frauen. Woher sie alle kamen, ob Bedienstete im Palast, Bewohnerinnen der Hauptstadt oder vielleicht sogar ausgeborgte Angestellte der anderen Berater war ihm dabei egal. Sie hatten eine Aufgabe, sie brauchten nichts weiterkönnen, als ihren Mund zu öffnen und den neugierigen Beobachtern zu erklären, wer für diese generöse Hilfestellung verantwortlich war. Yasirah. Und vielleicht auch ein bisschen er selbst. Es würde nicht schaden, sich selbst ebenfalls ins Gespräch zu bringen und die Vorstellung ihrer beiden Namen im gleichen Atemzug… Es reichte aus um Ismeth überaus wohlgesonnen zu stimmen.
Ein paar letzte Instruktionen wurden erteilt, er erklärte erneut wie wichtig es war die Tiere zu schützen und die Leute bei Laune, beinahe vergessend, dass sie ja eigentlich zum Arbeiten hier waren. Und dann schritten alle von dannen, teilten sich zu den jeweiligen Tieren und verließen in einer beachtlichen Prozession den Vorplatz, um ein Stadtteil nach dem anderen zu säubern. Eine Woche hatte er eingeplant, das musste reichen. Und gerade als er der kleinen Perle, wie er seine Elefantendame getauft hatte, einen Stups verpassen wollte, um sie in Bewegung zu setzen wurde er angesprochen. Ein junges Ding, die ihren Platz nicht kannte – in zweierlei Hinsicht. Er nickte ihr zu. „Dein Name?“ War seine direkte, aber nicht abweisende Anrede, bevor er einen weiteren Blick zu den sich in Bewegung setzenden Tieren warf und den forschen Rüssel abwehrte der in seiner Kleidung nach einem weiteren Leckerbissen suchen wollte. „Du kannst bei mir bleiben.“ Seine tiefsamtige Stimme klang belustigt, was an der Elefantin lag und nicht an dem jungen Mädchen neben sich.
Als sich eine Traube von Menschen um ihn versammelte, schenkte der königliche Berater ihnen zunächst keine Aufmerksamkeit. Immerhin passierte es öfter, wenn er die Albino Elefantendame mit in die Hauptstadt brachte, sie war eine Augenweide. Besonders heute, mit den bunten Farben und goldenen Akzenten in ihrem Kopfschmuck. Doch nach ein paar Augenblicken betretenem Schweigen verstand auch er, dass sie seinetwegen hier waren und sein dunkelbrauner Blick glitt einmal über die vielen Frauen. Woher sie alle kamen, ob Bedienstete im Palast, Bewohnerinnen der Hauptstadt oder vielleicht sogar ausgeborgte Angestellte der anderen Berater war ihm dabei egal. Sie hatten eine Aufgabe, sie brauchten nichts weiterkönnen, als ihren Mund zu öffnen und den neugierigen Beobachtern zu erklären, wer für diese generöse Hilfestellung verantwortlich war. Yasirah. Und vielleicht auch ein bisschen er selbst. Es würde nicht schaden, sich selbst ebenfalls ins Gespräch zu bringen und die Vorstellung ihrer beiden Namen im gleichen Atemzug… Es reichte aus um Ismeth überaus wohlgesonnen zu stimmen.
Ein paar letzte Instruktionen wurden erteilt, er erklärte erneut wie wichtig es war die Tiere zu schützen und die Leute bei Laune, beinahe vergessend, dass sie ja eigentlich zum Arbeiten hier waren. Und dann schritten alle von dannen, teilten sich zu den jeweiligen Tieren und verließen in einer beachtlichen Prozession den Vorplatz, um ein Stadtteil nach dem anderen zu säubern. Eine Woche hatte er eingeplant, das musste reichen. Und gerade als er der kleinen Perle, wie er seine Elefantendame getauft hatte, einen Stups verpassen wollte, um sie in Bewegung zu setzen wurde er angesprochen. Ein junges Ding, die ihren Platz nicht kannte – in zweierlei Hinsicht. Er nickte ihr zu. „Dein Name?“ War seine direkte, aber nicht abweisende Anrede, bevor er einen weiteren Blick zu den sich in Bewegung setzenden Tieren warf und den forschen Rüssel abwehrte der in seiner Kleidung nach einem weiteren Leckerbissen suchen wollte. „Du kannst bei mir bleiben.“ Seine tiefsamtige Stimme klang belustigt, was an der Elefantin lag und nicht an dem jungen Mädchen neben sich.
