15-06-2024, 11:49 - Wörter:
Noch während Zara in ihren Träumen von Birnen, Honig und Butter schwelgte, bat Khaled sie, damit aufzuhören. Nun, ihre Gedanken in dieser Richtung konnte er vermutlich kaum aufhalten. Doch wenigstens hielt sie gehorsam den Mund, drehte den Kopf schwach in seine Richtung und betrachtete den Schatten, der es sich in ihrer Zeltwand wirklich ausgesprochen gemütlich gemacht hatte. Sie konnte das verstehen, denn auch ihr war danach zumute, sich einfach hinzulegen und ein wenig auszuruhen. Noch immer war ihr nicht klar, dass sie im Begriff war, die ersten Symptome dieser Krankheit zu entwickeln, die sich im Heerlager rasant ausbreiten würde. Aktuell fühlte sie sich einfach nur vom Tag geschwächt und ausgelaugt. Vollkommen leer, dünn und ausgemergelt. Doch das war erst der Anfang von allem, was sie in den nächsten Tagen noch würde durchstehen müssen. Innerlich spürte und ahnte sie bereits, dass dies für längere Zeit ihr letzter Kunde gewesen war. Und etwas in ihr verlangte danach, sich einfach nur an Khaleds Schulter auszuruhen. Mit ihm an ihrer Seite konnte sie die Augen schließen und loslassen, das wusste sie. Auch wenn sie es nicht freiwillig zugegeben hätte.
Er sprach weiter und zeichnete das Bild eines sabbernden Hundes, das die Hure zum Schmunzeln brachte. Sie betrachtete ihn durchaus amüsiert - derart niederschwelliger Humor war aktuell genau das Richtige für sie, die sich sogar zum Streiten und Zanken zu müde fühlte. "Ich würde das gerne sehen...", antwortete sie mit ein bisschen Schalk in den Augen und dem Hauch eines Grübchens in ihrer Wange.
Unter normalen Umständen hätte sie ihm sicherlich mitgeteilt, wie gut sie sich sein sabberndes Hundegesicht vorstellen konnte - immerhin gab es da nichts vorzustellen: sie konnte es jeden Tag erblicken. Doch ihr war nicht danach zumute, andere Leute zu beleidigen. Und wenn das nicht mal ein starkes Indiz für ihren Zustand war...
Er wolle nicht, dass sie ihn für einen Hund halte. Auch dies hätte Zara mit einem bösen Spruch abgetan. Obwohl sie ihn regelmäßig verbal schlug, kam er immer wieder zu ihr zurück. Wie ein Hund. Doch sie lächelte nur ansatzweise und milde, machte den Rücken rund und legte den Kopf entspannt auf ihre Knie, die sie extra dafür wieder an sich gezogen und angewinkelt hatte. Sobald sie die angenehme Position eingenommen hatte, seufzte sie aus und schloss ebenfalls wieder die Augen. So folgte sie der Bewegung seiner Hand nicht, die unauffällig zwischen irgendwelche Stoffbahnen glitt und mehr daraus hervorzog, als man hätte annehmen können. Rana bemerkte es daran, dass ihr der Duft nach leckerem Essen plötzlich in die Nase stieg. Sie sog die Luft hörbar durch die Nase ein, drehte den Oberkörper und legte die Knie seitlich auf dem Boden ab. "Was ist das?", fragte sie sofort gierig wie ein hungriges Tier. Vielleicht war nicht nur er wie ein Hund, sondern sie auch wie eine Katze. Gierig, selbstsüchtig, aber irgendwie auch anmutig. Während er sich mit hündischen Attributen wie Treue und Sanftheit schmücken durfte.
Er griff nach ihrer Hand und legte das duftende Bündel zärtlich hinein. Sie verstand es als ein großes Geschenk, denn sie beide wussten genau, was Hunger bedeutete. Er vermutlich noch viel mehr, als sie. Sie schnappte überrascht und begeistert nach Luft und zog das Päckchen an sich. "Es riecht so unglaublich gut...", sagte sie voller Vorfreude während sie es öffnete. "Ich wusste doch, dass Du mich nicht vergessen hast" - als habe er irgendeine Pflicht, für sie zu sorgen. Ihre Finger fanden schnell heraus, wie sich gewachste Tuch ausfalten ließ und förderten schließlich die zwar kalte, aber nach Fleisch duftende Pastete zu Tage. Rana konnte nicht anders, als sofort ihre Nase daran zu halten und den köstlichen Duft einzuatmen. Auch wenn sie sich gerne wie ein Hund auf das Fressen gestürzt hätte, hielt sie sich zurück. Katzenhaft anmutig (mehr oder weniger jedenfalls) brach sie das Stück entzwei, griff nach der ersten Hälfte und biss hinein. Selbstverständlich ging sie davon aus, dass er das bei der Essensausgabe bekommen hatte... davon musste sie ausgehen. Denn ansonsten würde ein kleines gewissenhaftes Stimmchen ihr noch einreden wollen, dass sie es möglicherweise teilen musste. "Ich fass' es nicht, dass sie heute sowas Gutes ausgegeben haben! Ich hätte mich dreimal angestellt, wenn ich das gewusst hätte!", behauptete sie mit auch eher hündisch vollem Mund zwischen zwei Bissen.
Er sprach weiter und zeichnete das Bild eines sabbernden Hundes, das die Hure zum Schmunzeln brachte. Sie betrachtete ihn durchaus amüsiert - derart niederschwelliger Humor war aktuell genau das Richtige für sie, die sich sogar zum Streiten und Zanken zu müde fühlte. "Ich würde das gerne sehen...", antwortete sie mit ein bisschen Schalk in den Augen und dem Hauch eines Grübchens in ihrer Wange.
Unter normalen Umständen hätte sie ihm sicherlich mitgeteilt, wie gut sie sich sein sabberndes Hundegesicht vorstellen konnte - immerhin gab es da nichts vorzustellen: sie konnte es jeden Tag erblicken. Doch ihr war nicht danach zumute, andere Leute zu beleidigen. Und wenn das nicht mal ein starkes Indiz für ihren Zustand war...
Er wolle nicht, dass sie ihn für einen Hund halte. Auch dies hätte Zara mit einem bösen Spruch abgetan. Obwohl sie ihn regelmäßig verbal schlug, kam er immer wieder zu ihr zurück. Wie ein Hund. Doch sie lächelte nur ansatzweise und milde, machte den Rücken rund und legte den Kopf entspannt auf ihre Knie, die sie extra dafür wieder an sich gezogen und angewinkelt hatte. Sobald sie die angenehme Position eingenommen hatte, seufzte sie aus und schloss ebenfalls wieder die Augen. So folgte sie der Bewegung seiner Hand nicht, die unauffällig zwischen irgendwelche Stoffbahnen glitt und mehr daraus hervorzog, als man hätte annehmen können. Rana bemerkte es daran, dass ihr der Duft nach leckerem Essen plötzlich in die Nase stieg. Sie sog die Luft hörbar durch die Nase ein, drehte den Oberkörper und legte die Knie seitlich auf dem Boden ab. "Was ist das?", fragte sie sofort gierig wie ein hungriges Tier. Vielleicht war nicht nur er wie ein Hund, sondern sie auch wie eine Katze. Gierig, selbstsüchtig, aber irgendwie auch anmutig. Während er sich mit hündischen Attributen wie Treue und Sanftheit schmücken durfte.
Er griff nach ihrer Hand und legte das duftende Bündel zärtlich hinein. Sie verstand es als ein großes Geschenk, denn sie beide wussten genau, was Hunger bedeutete. Er vermutlich noch viel mehr, als sie. Sie schnappte überrascht und begeistert nach Luft und zog das Päckchen an sich. "Es riecht so unglaublich gut...", sagte sie voller Vorfreude während sie es öffnete. "Ich wusste doch, dass Du mich nicht vergessen hast" - als habe er irgendeine Pflicht, für sie zu sorgen. Ihre Finger fanden schnell heraus, wie sich gewachste Tuch ausfalten ließ und förderten schließlich die zwar kalte, aber nach Fleisch duftende Pastete zu Tage. Rana konnte nicht anders, als sofort ihre Nase daran zu halten und den köstlichen Duft einzuatmen. Auch wenn sie sich gerne wie ein Hund auf das Fressen gestürzt hätte, hielt sie sich zurück. Katzenhaft anmutig (mehr oder weniger jedenfalls) brach sie das Stück entzwei, griff nach der ersten Hälfte und biss hinein. Selbstverständlich ging sie davon aus, dass er das bei der Essensausgabe bekommen hatte... davon musste sie ausgehen. Denn ansonsten würde ein kleines gewissenhaftes Stimmchen ihr noch einreden wollen, dass sie es möglicherweise teilen musste. "Ich fass' es nicht, dass sie heute sowas Gutes ausgegeben haben! Ich hätte mich dreimal angestellt, wenn ich das gewusst hätte!", behauptete sie mit auch eher hündisch vollem Mund zwischen zwei Bissen.
