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a storm of hail and fire
29.08.1016 - 19:00
Ridvans Gemächer | Dharan al-Bahr | Matariyya
Ridvan ben Sahid Ilyas El Mansouri

Unregistered
Ridvan ben Sahid
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User
#7
Es besänftigte Ridvan, dass Ilyas ihm darin zustimmte, dass das Schwache und Hässliche hinfortgespült worden sei. Dann jedoch sprach der Adjutant von den guten Leuten. Ridvan hob nicht extra den Kopf, doch seine Ohren waren mit einem Male fein gespitzt. Die guten Leute. Gab es die denn? Ridvan legte den Kopf von links nach rechts, von rechts nach links, und dachte darüber nach. Vermutlich hatte El Mansouri Recht. Es musste gute Leute geben, gute Menschen, die nach ihm, ihrem Vater, riefen und darauf warteten, dass er ihnen tröstend eine Hand reichte. Zugegebenermaßen gefiel Ridvan sich ganz gut in der Rolle des liebenden Vaters. Zumindest für diejenigen, die zu ihm hielten und ihn in dieser Rolle auch wirklich sehen wollten. Daher widersprach Ridvan auch nicht, als Ilyas erklärte, er werde die abkömmliche Palastgarde zu den Aufräumarbeiten schicken. "Dies ist ein ganz wichtiger Punkt - nur die wirklich abkömmlichen...", stimmte Ridvan zu, denn sofort wallten auch die Sorgen wieder in ihm hoch. "Es gibt immer irgendwelche Ratten, die den Weg von einem sinkenden Schiff finden. Wir dürfen ihnen kein Schlupfloch in den Palast preisgeben", fügte er hinzu. Ilyas selbst hatte dieses Bild beschworen, indem er vom Gestank der Straßen, von Krankheiten und Infektionen gesprochen hatte. Er hatte es wohl suggeriert und Ridvans Gedanken in diese Richtung gelenkt. Wie einfach das doch war.

Glücklicherweise lenkte Ilyas rasch ein, als Ridvan klarstellte, dass Naila die höchste Priorität in allem habe. Sein Adjutant fasste die mannigfaltigen Aufgaben gedanklich zusammen, doch Ridvan war nicht wirklich bewusst, dass er seinen Mitmenschen oft alles abverlangte. Unmenschliches. Doch er musste diese Aufgaben irgendjemandem auferlegen. Und dabei alle Aufgaben, die er anderen gegeben hatte, im Blick behalten. Seine Liste an Vertrauten war äußerst kurz - da war es klar, dass viele wichtige Anliegen auf wenigen Schultern verteilt werden mussten. Doch Ridvan kannte auch hierbei keine Gnade, griff nach den Menschen und hielt sie fest umklammert. Zumindest so lange, bis sie anfingen, ihm unangenehm zu werden.
Und dabei war es wichtig, den hörigen Hunden auch ab und zu einen Knochen hinzuwerfen, in den sie ihre Zähne schlagen und ihren Hunger stillen konnten.

Und dieser Knochen war in jenem Fall eine Frau. Ehrlich gesagt hatte Ridvan noch gar nicht genauer darüber nachgedacht. Eine spontane Eingebung, doch nun musste er auch Taten folgen lassen. Er musste dem Knochen einen Namen geben und etwas hergeben, das er als sein betrachtet hatte. Amira war ihm wichtig geworden - und das, obwohl sie vornehmlich Yasirah gehörte. Doch was das anging, war Yasirah schließlich auch nur sein verlängerter Arm. Was ihr gehörte, gehörte zu allererst ihm.
Ilyas versuchte jedoch, das Geschenk behutsam zurückzuweisen, was Ridvan erneut aufmerksam und hellhörig machte. Es kam ihm nicht oft vor, dass ein Hund zurückzog, wenn man ihm etwas gab. Da ... da wollte doch etwas nicht stimmen. Ridvans Misstrauen war immer schnell geweckt, viel zu schnell - es gehörte zu seinen Paranoia dazu, in allen ihm unerklärlichen Dingen eine Verschwörung zu erkennen. "Du weist etwas zurück, das ich Dir zugedacht habe?", hinterfragte er sofort und legte seinen Blick auf das Gesicht seines Adjutanten. Des Königs Augen waren glasig, alt, krank, umfaltet und voll von unverhohlenem Misstrauen, während er in Ilyas Antlitz etwas suchte, das diese Zurückweisung erklären würde. "Dabei habe ich Dir noch nicht einmal gesagt, an wen ich dabei dachte... ein gutes Kind, das einem jeden Wunsch von den Augen ablesen kann..." Natürlich hatte Ridvan die Kleine nicht selbst beschlafen - war er dazu überhaupt noch in der Lage? Doch es klang vielleicht ein bisschen danach, als wolle er seinem Adjutanten gebrauchte Ware zukommen lassen.

Sie kehrten einigermaßen zu den geschäftlichen Themen zurück und Ridvan hörte zu, wog die Idee ab. "Es ist sicherlich gut, wenn die Wanderheilerinnen in die Hauptstadt kommen um dort nach unseren tapferen Kranken sehen, ehe sie in den Krieg ziehen können. Es wäre bedauerlich, wenn die Streitkraft, die wir dem Großkönig haben zukommen lassen, durch diese Seuche zu sehr ausgezehrt wird...", stimmte Ridvan zu. Der Kontinent hatte genug von diesen herumziehenden Weibern. Die konnten sich ruhig mal alle in der Hauptstadt einfinden...
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a storm of hail and fire - von Ridvan ben Sahid - 07-04-2024, 11:17
RE: a storm of hail and fire - von Ilyas El Mansouri - 11-04-2024, 15:08
RE: a storm of hail and fire - von Ridvan ben Sahid - 16-04-2024, 20:12
RE: a storm of hail and fire - von Ilyas El Mansouri - 22-04-2024, 15:39
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RE: a storm of hail and fire - von Ilyas El Mansouri - 02-06-2024, 15:39
RE: a storm of hail and fire - von Ridvan ben Sahid - 30-06-2024, 16:02

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