12-07-2024, 00:44 - Wörter:
Es war an der Zeit. Nicht nur, dass er zum Heermeister und damit Kriegsherren dieses neuen Konfliktes ernannt wurde, sondern er musste sich um alle Belange des Konflikts sorgen und folglich kümmern. Die Castellanos waren in einem nicht kriegstüchtigen Zustand, nicht nur lag ihr Fokus auf den falschen Dingen, sondern sie waren noch dazu nicht einmal nennenswert vorbereitet. Ihnen fehlte schlicht das Bewusstsein und auch die Fähigkeiten für einen echten Kampf, außerhalb ritualisierter Standesveranstaltungen und viel zu sanfter Turniere. In den letzten Jahrzehnten waren die Turniere durch diverse Regeln, einer sprichwörtlichen Entwaffnung, nahezu bedeutungslos geworden. Die meisten Kriegswaffen waren aus dem Alltag der meisten Leute und auch das Adels fast verschwunden. Belisarius würde dies ändern müssen. Auch da sich Augusto wenig direkt schickte, ein Schwert anzuheben und seine einzige Lieblingswaffe war derzeit die Armbrust bei der Jagd. Leandros eiferte seinem Vater nach, führte zwar ein Schwert aber war in Saufgelagen und Hurenhäusern anzutreffen. Doch wenigstens hatte er eine ausgeprägte brutale Ader, die es ihm erlauben konnte, zumindest Kriegswaffen beherrschen zu wollen. Leider war dieser wieder einmal in einem Hurenhaus abhanden gekommen, trieb sich mit seinen diversen Freunden umher und verweigerte erneut seine Pflichten. Insofern fiel die Wahl schlicht auf den einzigen Sohn dieser Familie, der zur Verfügung stand. Orpheus musste es richten.
Nicht nur, weil er keine Frau heranziehen konnte, obwohl Kosma sicherlich deutlich interessierter daran wäre, ihre Familie auch aktiv zu schützen oder Desdemona, die im richtigen Alter für einen guten Drill war, sondern auch weil es an der Zeit war diese friedliche Stille des Palastes zu durchbrechen. Der Krieg würde brutal und blutig werden, so dass diese Gewissheit auch endlich in diesen Mauern ankommen sollte. Zwar hatte er die Prinzen schon früher gelegentlich in Waffenhandhabung unterwiesen aber deutlich ausgebremster, weil die akute Bedrohung nie eine Rolle spielte. Noch dazu hatten die Castellanos jedwede brutale Handlung an Belisarius und seine Söldner ausgelagert, so dass keinerlei Notwendigkeit bestanden hatte, sich mit dem Handwerk als solchen über das übliche Maß hinaus auseinander zu setzen. Doch das änderte sich nun. In seiner Funktion als Heermeister hatte er Orpheus Castellanos und zur Ergänzung Stavros Castellanos, der sich derzeit im Palast aufhielt, angefordert. Er hatte sie schlicht zu einer einfachen und - aus Sicht eines Prinzen - einer regulären Waffenausbildung einbestellt; und doch lag eine Eiseskälte und ein fester Ernst in der Luft. Stavros sollte Konkurrenz für Orpheus schaffen, einen gleichrangigen Partner schaffen, dem es im Duell zu schlagen galt. Noch dazu schadete es nicht, einen weiteren Castellanos an die aktive Waffenhandhabung zu schieben. Einen kleinen Hintergedanken hatte Belisarius noch dazu, denn er wollte Stavros als Offizier für das Heer rekrutieren, um die Familie enger mit seinen Söldnern zu verzahnen.
Also wartete Belisarius ruhig im kleinen Innenhof, der an den kleinen Nebengarten, unmittelbar an der Palastmauer grenzte. Zwei Tische waren errichtet worden, auf denen diverse Waffen lagen. Darunter auch Kriegskeulen und Kriegshämmer, neben diversen Schwertern, Klingen und Dolchen. Am Tisch lehnten auf einem Gestell akkurate Hellebarden und Speere, bereit für den Zugriff. Direkt daneben standen schwere Turmschilder. Belisarius trug einen Gambeson mit Kettenhemd. Seine Handschuhe und seinen Helm hatte er noch nicht angelegt. Sie standen auf einem kleinen Beistelltischen, auf dem auch eine Karaffe mit Essigwasser stand. Die neuen Kämpfer sollten ihren Durst nicht mit Wein stillen, sondern mit Essigwasser, wie es die Soldaten und Söldner taten. Für den Geschmack waren jedoch Kräuter beigemischt, so dass der Essig weniger dominant war. Der Ernst stand auch im eisigen Gesicht des Heermeister, der sein Farbband mit dem Adlersymbol richtete. Zwei Palastwachen gesellten sich zu ihm und nahmen eine Wachposition an einer leicht beschädigten Säule neben einem Brunnen in kurzer Entfernung ein. Mit den Füßen testete Belisarius den Boden, in dem er etwas Staub bei Seite trat. Es war genug Platz geschaffen worden, indem man einige Pflanzen hinausgerissen hatte. Diese waren achtlos entsorgt worden und der Boden mit festem Küstenstand aufgefüllt worden, so dass eine kleine Arenafläche entstanden war, auf der man festen Stand finden konnte und bei einem Sturz nur in den Staub fallen würde. Belisarius war nicht ungeduldig, doch er hatte keine Zeit für lange Warteminuten oder auch nur schlichte freundliche Einleitungen. Hier ging es um alles, denn er wusste schlicht darum, dass Krieg immer gleich blieb. Mit wachsamen Auge richtete er nun seinen Blick auf das Portal, welches über eine kleine Treppe den Nebengarten mit einem Korridor in den Palast verband. Orpheus und Stavros sollten bald eintreffen, wenn ihre Dienstboten nicht eingeschlafen waren oder sonst wie abhanden gekommen waren.
Nicht nur, weil er keine Frau heranziehen konnte, obwohl Kosma sicherlich deutlich interessierter daran wäre, ihre Familie auch aktiv zu schützen oder Desdemona, die im richtigen Alter für einen guten Drill war, sondern auch weil es an der Zeit war diese friedliche Stille des Palastes zu durchbrechen. Der Krieg würde brutal und blutig werden, so dass diese Gewissheit auch endlich in diesen Mauern ankommen sollte. Zwar hatte er die Prinzen schon früher gelegentlich in Waffenhandhabung unterwiesen aber deutlich ausgebremster, weil die akute Bedrohung nie eine Rolle spielte. Noch dazu hatten die Castellanos jedwede brutale Handlung an Belisarius und seine Söldner ausgelagert, so dass keinerlei Notwendigkeit bestanden hatte, sich mit dem Handwerk als solchen über das übliche Maß hinaus auseinander zu setzen. Doch das änderte sich nun. In seiner Funktion als Heermeister hatte er Orpheus Castellanos und zur Ergänzung Stavros Castellanos, der sich derzeit im Palast aufhielt, angefordert. Er hatte sie schlicht zu einer einfachen und - aus Sicht eines Prinzen - einer regulären Waffenausbildung einbestellt; und doch lag eine Eiseskälte und ein fester Ernst in der Luft. Stavros sollte Konkurrenz für Orpheus schaffen, einen gleichrangigen Partner schaffen, dem es im Duell zu schlagen galt. Noch dazu schadete es nicht, einen weiteren Castellanos an die aktive Waffenhandhabung zu schieben. Einen kleinen Hintergedanken hatte Belisarius noch dazu, denn er wollte Stavros als Offizier für das Heer rekrutieren, um die Familie enger mit seinen Söldnern zu verzahnen.
Also wartete Belisarius ruhig im kleinen Innenhof, der an den kleinen Nebengarten, unmittelbar an der Palastmauer grenzte. Zwei Tische waren errichtet worden, auf denen diverse Waffen lagen. Darunter auch Kriegskeulen und Kriegshämmer, neben diversen Schwertern, Klingen und Dolchen. Am Tisch lehnten auf einem Gestell akkurate Hellebarden und Speere, bereit für den Zugriff. Direkt daneben standen schwere Turmschilder. Belisarius trug einen Gambeson mit Kettenhemd. Seine Handschuhe und seinen Helm hatte er noch nicht angelegt. Sie standen auf einem kleinen Beistelltischen, auf dem auch eine Karaffe mit Essigwasser stand. Die neuen Kämpfer sollten ihren Durst nicht mit Wein stillen, sondern mit Essigwasser, wie es die Soldaten und Söldner taten. Für den Geschmack waren jedoch Kräuter beigemischt, so dass der Essig weniger dominant war. Der Ernst stand auch im eisigen Gesicht des Heermeister, der sein Farbband mit dem Adlersymbol richtete. Zwei Palastwachen gesellten sich zu ihm und nahmen eine Wachposition an einer leicht beschädigten Säule neben einem Brunnen in kurzer Entfernung ein. Mit den Füßen testete Belisarius den Boden, in dem er etwas Staub bei Seite trat. Es war genug Platz geschaffen worden, indem man einige Pflanzen hinausgerissen hatte. Diese waren achtlos entsorgt worden und der Boden mit festem Küstenstand aufgefüllt worden, so dass eine kleine Arenafläche entstanden war, auf der man festen Stand finden konnte und bei einem Sturz nur in den Staub fallen würde. Belisarius war nicht ungeduldig, doch er hatte keine Zeit für lange Warteminuten oder auch nur schlichte freundliche Einleitungen. Hier ging es um alles, denn er wusste schlicht darum, dass Krieg immer gleich blieb. Mit wachsamen Auge richtete er nun seinen Blick auf das Portal, welches über eine kleine Treppe den Nebengarten mit einem Korridor in den Palast verband. Orpheus und Stavros sollten bald eintreffen, wenn ihre Dienstboten nicht eingeschlafen waren oder sonst wie abhanden gekommen waren.
