15-07-2024, 16:47 - Wörter:
Der Provost hatte sich heute entschieden, mit seinem Stab aus Wachtmeistern, die Lage an den äußeren Toren des Lagers zu kontrollieren. Es war mehr eine himmlische Eingabe gewesen, dass er als Verantwortlicher für die Sicherheit und Disziplin im Lager heute seine Runde vorzog und sich sicher sein wollte, dass alles geordnet verlief. Insbesondere zu dieser Zeit war das Lager ohnehin dicht bevölkert und brauchte stets ein wachsames Auge. Erst gestern hatte er nach einem Standgericht einen Meuterer hängen lassen. Der Scharfrichter hatte ihn besonders hoch gehängt, damit auch die Sommerländer im Lager ihn sehen konnten. Wer sich dem Heer anschloss, blieb auch im Heer, bis dieses aufgelöst wurde oder die vereinbarte Dienstzeit abgelaufen war. Frühzeitige Entlassungen konnte nur ein Obrist oder der Heermeister höchstselbst erlauben, so denn entsprechende besondere Gründe vorlagen. Besondere Gründe waren in der Regel eine Kriegsverletzung, die einen weiteren Dienst unmöglich machte oder auch besondere Leistungen auf dem Schlachtfeld und der Wunsch des Betroffenen das Heer zu verlassen. Doch kein Berufssöldner gab je einen Heeresdienst freiwillig auf, da guter Sold erwartet wurde und der Dienst immer besser war als ein normales Leben als Tagelöhner oder einfacher Handwerksgeselle. Auch da ein Heer die meiste Zeit verweilte und man - sofern man keinen Dienst hatte - erstaunlichen Müßiggang vorfinden durfte, in denen man Würfelspiele spielte, Karten gemeinsam aufdeckte und auch die eine oder andere Münze verzockte. Es war ein gutes Leben, wenn man seine persönliche Freiheit nicht besonders schätzte und auch im Zweifel sein eigenes Leben aus Faustpfand zu geben bereit war. Nur die meisten Sommerländer an diesem Ort waren inzwischen zum Problem geworden. Der Provost wusste darum, dass die wenigsten freiwillig Dienst taten und ins Heer durch ihren König verkauft worden waren. Ihm war jedoch egal, warum sie dienten, sondern ihn kümmerte nur, dass sie vernünftig dienten. Motivationen waren ihm egal, da er als Provost ein Mann der Pflicht, Treue und Disziplin sein musste. An ihm maßen sich alle die Dinge, die im Lager abliefen und ablaufen mussten. Er war es, der das Standgericht einberief, den Scharfrichter bestimmte und letztlich dafür sorgte, dass dieses große Unterfangen nicht in Einzelinteressen und chaotische Zustände zerfiel. Ordnung war das oberste Gebot und da die Ordnung schwerlich leicht zu erhalten war, konnte er sich keinerlei Müßiggang erlauben. In seiner üblichen militärisch aufbereiteten Kleidung (Leder-lastiger Gambeson und schwere Leinenhose mit Lederbesatz), hier zusätzlich getragen der Halbharnisch und der großem Federhut, gepaart mit seinem Provost-Stab, den er in den Händen trug, marschierte in gemächlichem Schritt an der äußeren Palisade aber innerhalb des Lagers voran. Die führenden Wachtmeister folgten ihm, um tagesaktuelle Weisungen zu erhalten, wie mancher Fehler vermieden werden konnte. Wachtmeister waren allesamt Unteroffiziere und erhielten grundsätzlich dreifachen Sold für eine besondere Disziplin und ein scharfes Auge gegenüber Übertretungen und Verfehlungen ihrer Feldgenossen. Sie trugen Hellebarden mit einer goldenen Kordel daran, die sie als Wachtmeister auswies. Auch sie trugen Federhüte, Halbharnisch aber deutlich einfacher gestaltet als der des Provost, der im Range eines Obristen firmierte.
Allen war gleich, dass sie ein Kurzschwert am Gürtel trugen, welches sehr spitz zulief und eine schnelle sowie tödliche Waffe war. Sie eignete sich besonders gut für einen schnellen Stoß und war im Nahkampf besonders tödlich, wenn die Hellebarde versagt hatte. Doch die Hellebarde war eine vorzügliche Waffe, da sie einen Gegner auf Distanz hielt, noch dazu mehrere Taktiken zur Auswahl besaß und in fast jeder Lage für genügend Einschüchterung sorgte. Nicht ohne Grund wurde sie an Unteroffiziere und Wachtmeister bei Dienst und Wachaufgaben ausgegeben. Belisarius hatte nicht nur aus den alten Büchern Wissen entnommen, um das Heer zu formen, sondern griff auch auf Erfahrungswerte erfahrener Veteranen zurück, die so manchen Kleinkrieg oder Konflikt erlebt hatten; auch wenn ein großer Krieg stets fern gewesen war. Ein Heerwesen war letztlich auch nur Organisation und Organisation konnte man erproben und erlernen. Ferner sogar noch verbessern, wenn man das Kriegshandwerk studiert hatte, wie es Belisarius und viele seiner Offiziere getan hatten.
Am äußeren Ausgang des Lagers, der der Abfuhr von Unrat oder der Versorgung der Ställe diente, trug sich Seltsames zu. Der Provost schärfte seine Augen, blieb kurz mit seinen Wachtmeistern stehen, und beäugte den Ausgang, wo sich wenige Menschen versammelt hatten und noch dazu die Wachen keinerlei Disziplin an den Tag zu legen schienen. Er musste genau hinschauen, um auf die Distanz zu sehen, was dort vor sich ging. Erst nach einigen Augenbewegungen erkannte er, dass dies Kampfhandlungen waren und die Wachen möglicherweise in Bedrängnis waren. Erst hatte er sie tadeln wollen, doch die Situation entwickelte sich selbst auf die Distanz als eindeutiges Problem. Der Provost deutete auf seine Wachtmeister, machte eine runde Kreisbewegung mit seinen Händen und deutete auf das Tor. Schnell bellte er einen Befehl, dass man sich eiligst zum Tor begeben musste und dort für Ordnung sorgen solle. Er selbst zog seine Waffe nicht, da er dafür seine Wachtmeister hatte und sich eher darauf beschränkte, die Lage zu beurteilen, Informationen zu erheben und den Ablauf zu koordinieren. Doch die Lage entwickelte sich schneller als der Eingriff auf die Störung.
Die Wachen waren bereits zu Boden gegangen, mit ihnen zwei der Störer und eine Frau hatte einen Wachmann vor seinen Augen mit einer Kiste zu Boden befördert. Die beiden Männer lagen auf dem Boden, röchelnd und wohl erschöpft und die Frau setzte sich ebenfalls röchelnd in eine Ecke am Tor und schien pausieren zu wollen. Die Wachtmeister reihten sich auf und bildeten einen Kreis um die Störer, senkten ihre Hellebarden hinab, um sie eindringlich damit zu bedrohen. Die fremdländische Frau konnte die Spitze einer Hellebarde direkt vor ihrem Gesicht wiederfinden und die beiden Männer fanden die scharfkantigen Seiten der Waffen in der Nähe ihrer Hälse wieder. Die Wachtmeister waren diszipliniert gesprintet und keuchten nun selbst, wohingegen der Provost langsam herbei getreten war; immer wieder die Störer anblickend. "Was ist hier los?" - rief er erbost aber hatte diese Frage bereits selbst beantwortet. "Helft den Wachen," verdonnerte er zwei freie Wachmeister nach den Verwundeten und besiegten Soldaten zu sehen, die für das Tor abgestellt worden waren. Die beiden Wachtmeister nickten, traten vorsichtig zu ihren Genossen und sprachen diese angemessen an, prüften ihre Lebenszeichen durch sanfte Fußtritte oder Handbewegungen, während sie sich selbst auf ihre Hellebarden stützten. Der Provost spuckte etwas salzigen Speichel in den Staub neben die beiden Männer. "Wenn keine sinnhafte Erklärung vorliegt, wird dies als Verbrechen gegen das Heer gewertet und wird für euch drei am Galgen enden," meinte er und zog dabei nüchtern die Schultern hoch, während die große weiße Feder an seinem Hut im Wind aufwehte. Einer der abgestellten Wachtmeister, der sich um die Verwundeten kümmern sollte, trat hinter den Provost. "Die Männer brauchen einen Wundarzt und möglicherweise eine Heilerin," meldete er sachlich ohne jedwede Panik oder Angst. Der Provost nickte aufmerksam, deutete hinter sich. "Wundarzt bestellen und herbringen. Heilerin sehen wir dann. Ausführen," befahl er dem Soldaten, so dass der Wachtmeister im eiligen Schritt zum Versorgungszelt rannte, das in einiger Entfernung lag, um einen Wundarzt aufzutreiben.
"Alleine der Schaden an unseren Feldgenossen," meinte er seufzend. Er sah die Soldaten nicht nur als Menschen, sondern auch Kriegswert, der durch die Verwundungen und möglicherweise Tod erheblich gemindert wurde. Nur gut versorgte und vor allem lebendige Söldner konnten kämpfen und dem Heer sinnvoll dienen. Deswegen war die Todesstrafe sehr selten aber dennoch wurde sie vollstreckt, wenn die übergeordneten Strukturen und Interessen gefährdet worden. Das Lager hatte klare Regeln und Gesetze, die streng und sogar noch mehr als im Leben außerhalb, durchgesetzt wurden. Belisarius konnte hier seinen Ordnungs- und Kontrollsinn durchaus umsetzen, so dass dieses Heer eine funktionierende Maschine war, sofern man genügend Aufmerksamkeit walten ließ. Der Provost wollte genau dies tun; auch um seinen eigenen üppigen Sold zu rechtfertigen. "Wie es mir aussieht, gab es hier einen Kampf oder eine erhebliche Schlägerei," blickte er sich um und trat an den beiden am Boden liegenden Männern vorbei, zur Frau und blickte diese abschätzig, fast schon angewidert, an. Ihr Aussehen offenbarte sie als Sommerländerin und einer der beiden am Boden liegenden hatte auch ähnliche Züge. Er zählte die Dinge zusammen und wieder waren es diese Leute, die für Probleme sorgten. Zwangsrekrutierungen waren einfach keine gute Idee gewesen, so dachte er zumindest. Der andere Wachtmeister bei den Verwundeten überprüfte die Lebenszeichen doppelt, sprach sogar Mut zu, als die ersten Augen sich wieder öffneten. Glücklicherweise hatten alle angeschlagen überlebt. Die anderen Wachtmeister hielten mit geübter Kraft ihre Hellebarden in Position; weiterhin über den Hälsen und vor den Gesichtern der Betroffenen. Leider waren Schlägereien unter Soldaten - insbesondere nach Alkoholkonsum - nicht selten, so dass hierauf zwar nicht die Todesstrafe stand aber durchaus eine erhebliche Ordnungsstrafe. Sie hatten die Disziplin gestört und waren in eine unerlaubte Gewalthandlung übergegangen, so dass die Strafe in der Regel administrative Stockschläge waren und dies meist in Kombination mit schlechten Diensten und einer kurzzeitigen Ankettung im Strafzelt.
Der Provost spuckte vor die Frau. "Sprich', Weib! Wer bist du? Was machst du hier? Wer sind die? - Und was ist hier vorgefallen?" - hatte er sich mit diesen Worten vor ihr, jedoch mit Sicherheitsabstand, aufgebaut. Er musste mehr wissen, um das Standgericht einberufen zu können und auch entsprechende Anträge dort einzubringen. Denn er wollte sie nicht zwingend hinrichten lassen aber das musste er ihnen ja nicht sagen. Doch wenn es Meuterer waren oder Deserteure blieb auch ihm keine Wahl. Es kam jetzt auf die Worte der Frau und der anderen an, um sich vielleicht ein wenig selbst zu entschuldigen oder einen Ausweg zu suchen, um dem Galgen zu entgehen, der durchaus noch Platz hatte.
Allen war gleich, dass sie ein Kurzschwert am Gürtel trugen, welches sehr spitz zulief und eine schnelle sowie tödliche Waffe war. Sie eignete sich besonders gut für einen schnellen Stoß und war im Nahkampf besonders tödlich, wenn die Hellebarde versagt hatte. Doch die Hellebarde war eine vorzügliche Waffe, da sie einen Gegner auf Distanz hielt, noch dazu mehrere Taktiken zur Auswahl besaß und in fast jeder Lage für genügend Einschüchterung sorgte. Nicht ohne Grund wurde sie an Unteroffiziere und Wachtmeister bei Dienst und Wachaufgaben ausgegeben. Belisarius hatte nicht nur aus den alten Büchern Wissen entnommen, um das Heer zu formen, sondern griff auch auf Erfahrungswerte erfahrener Veteranen zurück, die so manchen Kleinkrieg oder Konflikt erlebt hatten; auch wenn ein großer Krieg stets fern gewesen war. Ein Heerwesen war letztlich auch nur Organisation und Organisation konnte man erproben und erlernen. Ferner sogar noch verbessern, wenn man das Kriegshandwerk studiert hatte, wie es Belisarius und viele seiner Offiziere getan hatten.
Am äußeren Ausgang des Lagers, der der Abfuhr von Unrat oder der Versorgung der Ställe diente, trug sich Seltsames zu. Der Provost schärfte seine Augen, blieb kurz mit seinen Wachtmeistern stehen, und beäugte den Ausgang, wo sich wenige Menschen versammelt hatten und noch dazu die Wachen keinerlei Disziplin an den Tag zu legen schienen. Er musste genau hinschauen, um auf die Distanz zu sehen, was dort vor sich ging. Erst nach einigen Augenbewegungen erkannte er, dass dies Kampfhandlungen waren und die Wachen möglicherweise in Bedrängnis waren. Erst hatte er sie tadeln wollen, doch die Situation entwickelte sich selbst auf die Distanz als eindeutiges Problem. Der Provost deutete auf seine Wachtmeister, machte eine runde Kreisbewegung mit seinen Händen und deutete auf das Tor. Schnell bellte er einen Befehl, dass man sich eiligst zum Tor begeben musste und dort für Ordnung sorgen solle. Er selbst zog seine Waffe nicht, da er dafür seine Wachtmeister hatte und sich eher darauf beschränkte, die Lage zu beurteilen, Informationen zu erheben und den Ablauf zu koordinieren. Doch die Lage entwickelte sich schneller als der Eingriff auf die Störung.
Die Wachen waren bereits zu Boden gegangen, mit ihnen zwei der Störer und eine Frau hatte einen Wachmann vor seinen Augen mit einer Kiste zu Boden befördert. Die beiden Männer lagen auf dem Boden, röchelnd und wohl erschöpft und die Frau setzte sich ebenfalls röchelnd in eine Ecke am Tor und schien pausieren zu wollen. Die Wachtmeister reihten sich auf und bildeten einen Kreis um die Störer, senkten ihre Hellebarden hinab, um sie eindringlich damit zu bedrohen. Die fremdländische Frau konnte die Spitze einer Hellebarde direkt vor ihrem Gesicht wiederfinden und die beiden Männer fanden die scharfkantigen Seiten der Waffen in der Nähe ihrer Hälse wieder. Die Wachtmeister waren diszipliniert gesprintet und keuchten nun selbst, wohingegen der Provost langsam herbei getreten war; immer wieder die Störer anblickend. "Was ist hier los?" - rief er erbost aber hatte diese Frage bereits selbst beantwortet. "Helft den Wachen," verdonnerte er zwei freie Wachmeister nach den Verwundeten und besiegten Soldaten zu sehen, die für das Tor abgestellt worden waren. Die beiden Wachtmeister nickten, traten vorsichtig zu ihren Genossen und sprachen diese angemessen an, prüften ihre Lebenszeichen durch sanfte Fußtritte oder Handbewegungen, während sie sich selbst auf ihre Hellebarden stützten. Der Provost spuckte etwas salzigen Speichel in den Staub neben die beiden Männer. "Wenn keine sinnhafte Erklärung vorliegt, wird dies als Verbrechen gegen das Heer gewertet und wird für euch drei am Galgen enden," meinte er und zog dabei nüchtern die Schultern hoch, während die große weiße Feder an seinem Hut im Wind aufwehte. Einer der abgestellten Wachtmeister, der sich um die Verwundeten kümmern sollte, trat hinter den Provost. "Die Männer brauchen einen Wundarzt und möglicherweise eine Heilerin," meldete er sachlich ohne jedwede Panik oder Angst. Der Provost nickte aufmerksam, deutete hinter sich. "Wundarzt bestellen und herbringen. Heilerin sehen wir dann. Ausführen," befahl er dem Soldaten, so dass der Wachtmeister im eiligen Schritt zum Versorgungszelt rannte, das in einiger Entfernung lag, um einen Wundarzt aufzutreiben.
"Alleine der Schaden an unseren Feldgenossen," meinte er seufzend. Er sah die Soldaten nicht nur als Menschen, sondern auch Kriegswert, der durch die Verwundungen und möglicherweise Tod erheblich gemindert wurde. Nur gut versorgte und vor allem lebendige Söldner konnten kämpfen und dem Heer sinnvoll dienen. Deswegen war die Todesstrafe sehr selten aber dennoch wurde sie vollstreckt, wenn die übergeordneten Strukturen und Interessen gefährdet worden. Das Lager hatte klare Regeln und Gesetze, die streng und sogar noch mehr als im Leben außerhalb, durchgesetzt wurden. Belisarius konnte hier seinen Ordnungs- und Kontrollsinn durchaus umsetzen, so dass dieses Heer eine funktionierende Maschine war, sofern man genügend Aufmerksamkeit walten ließ. Der Provost wollte genau dies tun; auch um seinen eigenen üppigen Sold zu rechtfertigen. "Wie es mir aussieht, gab es hier einen Kampf oder eine erhebliche Schlägerei," blickte er sich um und trat an den beiden am Boden liegenden Männern vorbei, zur Frau und blickte diese abschätzig, fast schon angewidert, an. Ihr Aussehen offenbarte sie als Sommerländerin und einer der beiden am Boden liegenden hatte auch ähnliche Züge. Er zählte die Dinge zusammen und wieder waren es diese Leute, die für Probleme sorgten. Zwangsrekrutierungen waren einfach keine gute Idee gewesen, so dachte er zumindest. Der andere Wachtmeister bei den Verwundeten überprüfte die Lebenszeichen doppelt, sprach sogar Mut zu, als die ersten Augen sich wieder öffneten. Glücklicherweise hatten alle angeschlagen überlebt. Die anderen Wachtmeister hielten mit geübter Kraft ihre Hellebarden in Position; weiterhin über den Hälsen und vor den Gesichtern der Betroffenen. Leider waren Schlägereien unter Soldaten - insbesondere nach Alkoholkonsum - nicht selten, so dass hierauf zwar nicht die Todesstrafe stand aber durchaus eine erhebliche Ordnungsstrafe. Sie hatten die Disziplin gestört und waren in eine unerlaubte Gewalthandlung übergegangen, so dass die Strafe in der Regel administrative Stockschläge waren und dies meist in Kombination mit schlechten Diensten und einer kurzzeitigen Ankettung im Strafzelt.
Der Provost spuckte vor die Frau. "Sprich', Weib! Wer bist du? Was machst du hier? Wer sind die? - Und was ist hier vorgefallen?" - hatte er sich mit diesen Worten vor ihr, jedoch mit Sicherheitsabstand, aufgebaut. Er musste mehr wissen, um das Standgericht einberufen zu können und auch entsprechende Anträge dort einzubringen. Denn er wollte sie nicht zwingend hinrichten lassen aber das musste er ihnen ja nicht sagen. Doch wenn es Meuterer waren oder Deserteure blieb auch ihm keine Wahl. Es kam jetzt auf die Worte der Frau und der anderen an, um sich vielleicht ein wenig selbst zu entschuldigen oder einen Ausweg zu suchen, um dem Galgen zu entgehen, der durchaus noch Platz hatte.
