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Facing our fears and vulnerabilities head-on is the first step towards healing.
11.08.1016 - 22:00
Charles' Gemächer

December never felt so wrong
Aleena Stelhammer
Winterland - Admin
Alter 21
Beruf Prinzessin
Wohnort Norsteading
Stand Verheiratet
User Nessi
#8
Beinahe peinlich berührt sah sie auf ihr Weinglas hinab und schwieg. Sie konnte die Ungeduld, die ihr Ehemann ausströmte, beinahe mit den Händen greifen. Jemand, der Leif nicht beinahe jeden Tag in den letzten vier Jahren gesehen hatte, würde die kleinen Zeichen gar nicht zu deuten wissen. Das tiefe Einatmen, das Umgreifen am Glas und das stetige Drehe und Schwenken seines Weines. Automatisch fragte sich die junge Frau, ob ihm dieses Gespräch wohl lieber unter vier Augen gewesen wäre. Ohne seine Ehefrau. In den meisten Fällen würde die Antwort wohl 'ja' lauten, doch Aleena wollte sich davon nicht jedes Mal aufs Neue unterkriegen lassen. Ihr Bruder war es schließlich gewesen, der sie beide zu diesem Gespräch eingeladen hatte. Charles, der König des wunderschönen Frühlingslandes, hatte seiner kleinen Schwester die Möglichkeit gegeben ihre offenen Fragen zu stellen. Und auch wenn sie anfangs befürchtet hat von oben herab belächelt zu werden, hat sie nun festgestellt, dass er sich größte Mühe gegeben hat ihr alle Fragen zu beantworten. Auch wenn das bedeutete, dass Leif für diesen kurzen Moment hinten an stehen würde. Obwohl Aleena nicht aussprach, wie sehr sie dies beeindruckte, vermerkte sie gedanklich einen großen Pluspunkt bei ihrem Bruder. Nicht immer hatte er sich so viel Zeit für sie genommen, oft waren die königlichen Geschäfte wichtiger gewesen, sodass Aleena so manches Mal zurückstecken musste, als sie noch in Walleydor gelebt hatte. Vielleicht lag es auch alleine an der Umstellung von Charles, ihrem großen Bruder, mit dem sie auf ihren Pferden gemeinsam ausgeritten war, und Charles ihrem König, der für so etwas kaum noch Zeit erübrigen konnte.

"Ich danke dir", murmelte Aleena respektvoll und neigte den Kopf. Sie hob das Weinglas an die Lippen und ließ einen Schluck der Flüssigkeit in ihren Mund laufen. Als nun ihr Ehemann die Stimme erhob und seine Bedenken äußerte, musste sie stumm zugeben, dass es auf eine gewisse Art und Weise sehr sinnvoll klang, worüber Leif sprach. Sie, als Kronprinzessin, würde nie etwas mit diesem Kriegstreiben zu tun haben - außer, um ihren Mann zu fürchten, doch ein wenig gesunder Menschenverstand reichte manchmal schon aus, um gewisse Situationen zu verstehen. Aufmerksam verfolgte sie das Gespräch der beiden Männer und wartete erwartungsvoll auf Charles Antwort. Ihre blauen Augen ruhten auf ihrem Bruder, während er sprach. Auch er war sichtlich angespannt. Seine Stimme klang hart und ein wenig abgehackt, obwohl er weiterhin sehr respektvoll und offen mit ihnen umging.

Für einen kurzen Moment überlegte die Blondine sich noch einmal in das Gespräch mit einzuklinken, entschied sich dann jedoch dagegen. Allerdings nahm sie sich vor, in den nächsten Wochen ein paar Schriften zu lesen, die ihr vielleicht dabei halfen sich mit diesem Thema mehr auseinander zu setzen. Oder sie würde - sobald sie wieder zu Hause waren - Lindgard oder Reinka fragen, ob diese ihr ein wenig Nachhilfe in Sachen Kriegsgeschichte und Kriegstreiben geben konnten. Sie wollte sich nicht immer fühlen wie ein Kind, das sie nun ganz offensichtlich nicht mehr war. Sie wollte etwas zu sagen haben. Wollte verstehen, was die Probleme bei solchen Entscheidungen waren. Wollte wissen, welche Möglichkeiten sie als nächstes haben würden. Wenn sie daran dachte, wie gerne Lindgard über ihre Waffen philosophierte, dann war sie sich fast ganz sicher, dass sie eine ausgezeichnete Lehrerin für dieses Thema war.

"Ich würde mich nun gerne zurückziehen, aber lasst Euch von mir bitte nicht unterbrechen. Morgen wird ein langer Tag und ich würde gerne noch ein wenig meine Kräfte sammeln", erklärte sie sich und leerte ihr Weinglas, in dem sowieso nicht mehr besonders viel drin war. Es war eine Mischung aus vielen Gefühlen, die sie nun dazu veranlasste das Gespräch vorzeitig zu verlassen. Doch der Entschluss, beim nächsten Gespräch dieser Art endlich mitreden zu können, verlieh ihr Hoffnung, dass das heute nun das letzte Mal war, dass sie sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlte. Und das nicht einmal, weil Charles oder Leif ihr dieses Gefühl gegeben hatten, sondern dieses Mal kam es von ihr ganz alleine.
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RE: Facing our fears and vulnerabilities head-on is the first step towards healing. - von Aleena Stelhammer - 19-07-2024, 22:51

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