05-08-2024, 16:18 - Wörter:
Nachdem sie beide im Gästezimmer Platz genommen hatten, begann Alys damit, einige ihrer traditionellen und schweren Gewandsteile abzunehmen, die sie nur wegen ihres hohen Amtes und nur in Gesellschaft trug. Dies hier sollte jedoch nicht das Gespräch zwischen einer Hohepriesterin und einem angehenden Druiden sein - nein. Alys war ja durchaus lernfähig und mit ihrer religiösen Distanz hatte sie Glynis scheinbar von sich abgestoßen. Dieses Gespräch sollte also in der vertrauten Stimmung zwischen einem Sohn und seiner Mutter verlaufen. Nachdem sie die Übergewänder kunstvoll von ihren Schultern genommen, zusammengefaltet und verstaut hatte, trug sie nur noch die einfachen und bescheidenen Kleider einer Frau aus dem Hain. Gareth würde den Unterschied vermutlich höchstens am Rande wahrnehmen, … doch insgesamt würde er sich ihr nun sicherlich näher fühlen können. Oder zumindest hoffte Alys, diese Wirkung auf ihn entfalten zu können.
Gareth räumte ein, dass es ihm am Anfang schwer gefallen war, allein hier zu bleiben. Betroffen senkte Alys den Blick - denn auch wenn sie dies natürlich immer vermutet und angenommen hatte… sie hatte es auch immer geschehen und zugelassen. ”Glynis und ich haben immer an Dich gedacht… und ich hoffe, dass Du - auf diese harte Zeit zurückblickend - verstehst, dass Du im Hain nicht in der Form hättest heranreifen und gefördert werden können”, antwortete sie ihm sanft und warm, mit ruhiger, tiefer und voller Stimme, die sich wie eine Umarmung so lieblich um ihn legte. Es hatte ihr immer leid getan, ihn hier zurückzulassen. Auch wenn sie nicht in der Lage war, ihm dies explizit zu sagen. Sie hatte in einsamen Nächten um ihn geweint und niemanden an ihrem Schmerz teilhaben lassen. Doch möglicherweise war die Angst, mit der sie aktuell um ihre Kinder kämpfte, Beweis genug für ihre Sorge und Liebe.
Gareth erkundigte sich nach seiner Schwester und eine Mischung aus Mutterliebe und Schmerz blitzte in ihrem Gesicht auf. ”Ich bin sicher, dass ihr euch gegenseitig kaum wiedererkennen würdet. Sie ist zu einer wunderschönen, stolzen und willensstarken Priesterin herangereift”, berichtete Alys, ließ aber den jüngsten Streit mit ihrer Tochter natürlich unerwähnt. ”Sie hat Dich in all den Jahren sehr vermisst und kann es kaum erwarten, Dich wiederzusehen und wahrhaftig kennenlernen”, fügte Alys dann hinzu, denn sie wusste, dass Glynis ihren Bruder unglaublich gerne sehen wollte. Zwar aus anderen Gründen, aber dies waren Informationen, von denen Gareth noch früh genug erfahren würde. "Was hältst Du davon, mein Sohn? Würdest Du dir nicht wünschen, etwas über den Ort deiner Herkunft zu erfahren?", fragte sie ihn wohlüberlegt. Gleichsam lieblich, wie auch fordernd.
Gareth räumte ein, dass es ihm am Anfang schwer gefallen war, allein hier zu bleiben. Betroffen senkte Alys den Blick - denn auch wenn sie dies natürlich immer vermutet und angenommen hatte… sie hatte es auch immer geschehen und zugelassen. ”Glynis und ich haben immer an Dich gedacht… und ich hoffe, dass Du - auf diese harte Zeit zurückblickend - verstehst, dass Du im Hain nicht in der Form hättest heranreifen und gefördert werden können”, antwortete sie ihm sanft und warm, mit ruhiger, tiefer und voller Stimme, die sich wie eine Umarmung so lieblich um ihn legte. Es hatte ihr immer leid getan, ihn hier zurückzulassen. Auch wenn sie nicht in der Lage war, ihm dies explizit zu sagen. Sie hatte in einsamen Nächten um ihn geweint und niemanden an ihrem Schmerz teilhaben lassen. Doch möglicherweise war die Angst, mit der sie aktuell um ihre Kinder kämpfte, Beweis genug für ihre Sorge und Liebe.
Gareth erkundigte sich nach seiner Schwester und eine Mischung aus Mutterliebe und Schmerz blitzte in ihrem Gesicht auf. ”Ich bin sicher, dass ihr euch gegenseitig kaum wiedererkennen würdet. Sie ist zu einer wunderschönen, stolzen und willensstarken Priesterin herangereift”, berichtete Alys, ließ aber den jüngsten Streit mit ihrer Tochter natürlich unerwähnt. ”Sie hat Dich in all den Jahren sehr vermisst und kann es kaum erwarten, Dich wiederzusehen und wahrhaftig kennenlernen”, fügte Alys dann hinzu, denn sie wusste, dass Glynis ihren Bruder unglaublich gerne sehen wollte. Zwar aus anderen Gründen, aber dies waren Informationen, von denen Gareth noch früh genug erfahren würde. "Was hältst Du davon, mein Sohn? Würdest Du dir nicht wünschen, etwas über den Ort deiner Herkunft zu erfahren?", fragte sie ihn wohlüberlegt. Gleichsam lieblich, wie auch fordernd.
