05-08-2024, 19:54 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28-11-2024, 16:24 von Aleena Stelhammer.)

Und das war wohl nicht unbedingt einmal gelogen. Immerhin gründete Alastairs Erfolg unter Anderem daraus, dass er niemals vergaß woher er kam und niemals vergaß, dass man im Leben letztlich nichts geschenkt bekam. Seine Familie mochte aktuell die Gunst des Königs genießen, sie mochten sich auf den Spieltisch der Mächtigen gespielt haben, doch so schnell wie dieser Erfolg gewonnen war, so schnell würde er wieder entrissen werden können. Demut war eine Tugend und Alastair war vor allem auf die Zuwendung der Staffords angewiesen. Spätestens dann, wenn Castandor vor seine Tür ziehen würde. Nicht für umsonst hatte Alastair die letzten Jahre alles dafür getan, die Beziehungen zwischen dem Königshaus und seiner Familie zu stärken, Bande zu knüpfen und sich subtil und geschickt einen Platz am Hofe zu sichern. Nicht nur durch seine Zuwendungen bei dem Feldzug, sondern bereits zuvor. Sich dem Irrglauben hinzugeben, dass er nun nachlässiger würde werden können, wäre fatal. Gerade jetzt, wo man ihm ein Fürstentum anvertraut hatte, dass zerbrechlicher war, als eine feine Vase in der Nähe tobender Kinder, galt es Vorsicht walten zu lassen und galt es den König daran zu erinnern, dass er den richtigen Mann auserwählt hatte. Und so wartete der Dunkelhaarige geduldig bis eben jener König ihn mit seinem Anliegen behelligen würde, dass eine Reise in die Hauptstadt notwendig gemacht hatte.
