11-08-2024, 18:46 - Wörter:
Alden spürte ebenfalls, wie die Zeit an Bedeutung verlor, während er mit Grace durch die engen Gassen von Penwick Town spazierte. Ihre Nähe erfüllte ihn mit einem ungewohnten Gefühl der Geborgenheit, und er musste sich eingestehen, dass er sich fast schon zu wohl in ihrer Gegenwart fühlte. Ihre leisen, verschwörerisch geflüsterten Worte brachten ihn zum Schmunzeln. Grace war eine Frau, die trotz ihrer äußerlichen Anmut eine faszinierende Tiefe und Komplexität in sich trug, die ihn immer wieder aufs Neue in ihren Bann zog. Als sie ihn treffend beschrieb, konnte er nicht anders, als ihr zuzustimmen.
„Ihr habt mich durchschaut, Mylady“, sagte Alden und blickte in ihr fragendes Gesicht, als hätte sie ihn ertappt. „Ruhelos, ja, das stimmt wohl, und manchmal vielleicht auch ein wenig unberechenbar. Doch das Leben in der Hauptstadt zwingt einen dazu, stets wachsam zu bleiben. Es ist ein Ort voller Machtspiele und Intrigen, aber es gibt auch Momente der Leichtigkeit, die ich mit meinen Freunden teile. Und was wäre ein Ritterleben ohne ein wenig Gefahr?“ Seine braunen Augen funkelten, als er die Fürstin anblickte.
In Grace' Augen erkannte er den unstillbaren Wunsch nach Freiheit und Abenteuer, fernab der starren Pflichten ihres adligen Lebens. Ihre Entschlossenheit, dieses Wagnis einzugehen, war spürbar, und ihr Vertrauen schmeichelte ihm. Doch er war sich der Gefahren bewusst, die damit einhergingen, und der feinen Linie, die sie beide nicht überschreiten sollten. Aber genau dieser Reiz machte ihre Begegnung so unvergesslich.
„Ich gebe Euch mein Wort, Lady Grace, dass weder ich noch meine Freunde Euch je im Stich lassen würden“, versprach Alden mit fester Stimme und einem aufrichtigen Blick. „Was die Kleidung angeht, vergebt mir, Mylady, aber selbst das älteste Kleid von Euch würde unter den einfachen Leuten wie ein Schatz wirken. Überlasst es daher mir, die passende Kleidung und eine Haube für Euch zu besorgen.“ Er betrachtete sie kurz und dachte daran, wie ungewöhnlich es war, eine verheiratete Frau mit offenen Haaren durch die Stadt spazieren zu sehen, wie ein junges Mädchen. Vielleicht war es genau das, was ihn so faszinierte – dass die Fürstin bereits einige Normen hinter sich gelassen hatte, ohne es vielleicht selbst zu bemerken.
„Und ja, Unfug treiben wir sicherlich, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Je nachdem, was Ihr darunter versteht. Ein Leben ohne ein wenig Unfug wäre schließlich furchtbar langweilig, nicht wahr?“ Er lachte, freute sich über den spielerischen Ton ihrer Unterhaltung. Doch tief in seinem Inneren kämpfte Alden mit seinen eigenen Gefühlen und der Frage, wie weit er gehen konnte, ohne zu viel zu riskieren.
Ihre Bemerkung, dass er nicht sicher sein könne, ob ihm alle ihre verborgenen Charakterzüge gefallen würden, beantwortete er mit absoluter Ehrlichkeit. Denn er spürte, dass er die junge Frau umso mehr verehren würde, je mehr er von ihrem wahren Selbst kennenlernte. Ihr intensiver Blick ließ alles um sie herum bedeutungslos erscheinen, und glücklicherweise senkte Grace kurz darauf ihre Augen, sonst hätte Alden für nichts mehr garantieren können. Er blinzelte, als wäre er soeben aus einem Traum erwacht, und empfing ihre Antwort mit einem verträumten Lächeln.
Es dauerte einen Moment, bis er sich wieder gefangen hatte, dann sagte er leise: „Das freut mich sehr, ich hoffe nur, dass Ihr nicht eines Tages enttäuscht von mir seid.“ Alden nickte auf ihre Worte hin, dass sie dankbar sei, die Königsgarde als Beschützer ihrer Verwandten zu wissen. Ihre Hand auf seinem Unterarm löste ein prickelndes Gefühl in ihm aus, das es ihm schwerer machte, seine Haltung zu bewahren und sich nicht nach mehr zu sehnen. Wie lange ihm diese kleine Geste der Nähe ausreichen würde, wusste er nicht. Und mehr zu wollen, war eigentlich verboten und lag weit jenseits der Linie.
Als Grace ihn schließlich herausforderte und direkt nach seinen Beweggründen fragte, spürte Alden die Ernsthaftigkeit ihrer Worte. Es war ein Moment der Wahrheit, und er wusste, dass er ihre Frage nicht leichtfertig beantworten durfte. „Grace“, begann er leise, und seine Stimme verriet mehr, als er beabsichtigt hatte. „Ihr seid in vielerlei Hinsicht anders als die Frauen, die ich kenne. Ihr seid nicht nur eine Fürstin, sondern eine Frau mit einem leidenschaftlichen Herzen und einem freien Geist. Vielleicht ist es genau das, was mich mit Euch verbindet. Es ist nicht der Titel, nicht der Reiz, den eine Fürstin mit sich bringt, sondern der Mensch, der dahintersteht. Ich sammle keine Trophäen, wenn Ihr diesen Eindruck von mir haben solltet, Mylady.“
Er hielt inne, seine Gedanken schweiften ab, während er die richtigen Worte suchte. „Warum sollte ich dieses Risiko eingehen? Weil ich glaube, dass wir, trotz unserer Unterschiede, etwas Wertvolles teilen könnten. Eine Freundschaft, eine Verbindung, die über das hinausgeht, was die Welt von uns erwartet. Und wenn Ihr bereit seid, ebenfalls das Risiko einzugehen, Euch mit mir zu treffen, dann werde ich Euch gerne ein Stück der Freiheit schenken, nach der Ihr Euch so sehnt. Ich verspreche Euch, dass ich niemals etwas tun werde, was Ihr nicht selbst wollt oder Euch schaden könnte. Ich werde Euch immer beschützen, wenn Ihr das wünscht, mit allem, was in meiner Macht steht.“
Alden strich sanft über die Nase von Hercules, als er sich einen Moment nahm, tief durchzuatmen und seine Gedanken zu ordnen. Er hoffte, dass er die Fürstin von seiner Ehrenhaftigkeit überzeugen konnte, ihr ein wenig Freiheit zu ermöglichen, nach der sie sich so sehnte. Als Ritter hatte er gelernt, die Kunst der Verführung zu beherrschen, aber genauso wusste er, dass wahre Ehre darin bestand, die Grenzen zu achten, die ihm gesetzt wurden. Er verbot sich selbst jegliche Hintergedanken, denn was auch immer zwischen ihnen entstehen mochte, es musste aus ihrer freien Entscheidung heraus geschehen.
„Ihr habt mich durchschaut, Mylady“, sagte Alden und blickte in ihr fragendes Gesicht, als hätte sie ihn ertappt. „Ruhelos, ja, das stimmt wohl, und manchmal vielleicht auch ein wenig unberechenbar. Doch das Leben in der Hauptstadt zwingt einen dazu, stets wachsam zu bleiben. Es ist ein Ort voller Machtspiele und Intrigen, aber es gibt auch Momente der Leichtigkeit, die ich mit meinen Freunden teile. Und was wäre ein Ritterleben ohne ein wenig Gefahr?“ Seine braunen Augen funkelten, als er die Fürstin anblickte.
In Grace' Augen erkannte er den unstillbaren Wunsch nach Freiheit und Abenteuer, fernab der starren Pflichten ihres adligen Lebens. Ihre Entschlossenheit, dieses Wagnis einzugehen, war spürbar, und ihr Vertrauen schmeichelte ihm. Doch er war sich der Gefahren bewusst, die damit einhergingen, und der feinen Linie, die sie beide nicht überschreiten sollten. Aber genau dieser Reiz machte ihre Begegnung so unvergesslich.
„Ich gebe Euch mein Wort, Lady Grace, dass weder ich noch meine Freunde Euch je im Stich lassen würden“, versprach Alden mit fester Stimme und einem aufrichtigen Blick. „Was die Kleidung angeht, vergebt mir, Mylady, aber selbst das älteste Kleid von Euch würde unter den einfachen Leuten wie ein Schatz wirken. Überlasst es daher mir, die passende Kleidung und eine Haube für Euch zu besorgen.“ Er betrachtete sie kurz und dachte daran, wie ungewöhnlich es war, eine verheiratete Frau mit offenen Haaren durch die Stadt spazieren zu sehen, wie ein junges Mädchen. Vielleicht war es genau das, was ihn so faszinierte – dass die Fürstin bereits einige Normen hinter sich gelassen hatte, ohne es vielleicht selbst zu bemerken.
„Und ja, Unfug treiben wir sicherlich, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Je nachdem, was Ihr darunter versteht. Ein Leben ohne ein wenig Unfug wäre schließlich furchtbar langweilig, nicht wahr?“ Er lachte, freute sich über den spielerischen Ton ihrer Unterhaltung. Doch tief in seinem Inneren kämpfte Alden mit seinen eigenen Gefühlen und der Frage, wie weit er gehen konnte, ohne zu viel zu riskieren.
Ihre Bemerkung, dass er nicht sicher sein könne, ob ihm alle ihre verborgenen Charakterzüge gefallen würden, beantwortete er mit absoluter Ehrlichkeit. Denn er spürte, dass er die junge Frau umso mehr verehren würde, je mehr er von ihrem wahren Selbst kennenlernte. Ihr intensiver Blick ließ alles um sie herum bedeutungslos erscheinen, und glücklicherweise senkte Grace kurz darauf ihre Augen, sonst hätte Alden für nichts mehr garantieren können. Er blinzelte, als wäre er soeben aus einem Traum erwacht, und empfing ihre Antwort mit einem verträumten Lächeln.
Es dauerte einen Moment, bis er sich wieder gefangen hatte, dann sagte er leise: „Das freut mich sehr, ich hoffe nur, dass Ihr nicht eines Tages enttäuscht von mir seid.“ Alden nickte auf ihre Worte hin, dass sie dankbar sei, die Königsgarde als Beschützer ihrer Verwandten zu wissen. Ihre Hand auf seinem Unterarm löste ein prickelndes Gefühl in ihm aus, das es ihm schwerer machte, seine Haltung zu bewahren und sich nicht nach mehr zu sehnen. Wie lange ihm diese kleine Geste der Nähe ausreichen würde, wusste er nicht. Und mehr zu wollen, war eigentlich verboten und lag weit jenseits der Linie.
Als Grace ihn schließlich herausforderte und direkt nach seinen Beweggründen fragte, spürte Alden die Ernsthaftigkeit ihrer Worte. Es war ein Moment der Wahrheit, und er wusste, dass er ihre Frage nicht leichtfertig beantworten durfte. „Grace“, begann er leise, und seine Stimme verriet mehr, als er beabsichtigt hatte. „Ihr seid in vielerlei Hinsicht anders als die Frauen, die ich kenne. Ihr seid nicht nur eine Fürstin, sondern eine Frau mit einem leidenschaftlichen Herzen und einem freien Geist. Vielleicht ist es genau das, was mich mit Euch verbindet. Es ist nicht der Titel, nicht der Reiz, den eine Fürstin mit sich bringt, sondern der Mensch, der dahintersteht. Ich sammle keine Trophäen, wenn Ihr diesen Eindruck von mir haben solltet, Mylady.“
Er hielt inne, seine Gedanken schweiften ab, während er die richtigen Worte suchte. „Warum sollte ich dieses Risiko eingehen? Weil ich glaube, dass wir, trotz unserer Unterschiede, etwas Wertvolles teilen könnten. Eine Freundschaft, eine Verbindung, die über das hinausgeht, was die Welt von uns erwartet. Und wenn Ihr bereit seid, ebenfalls das Risiko einzugehen, Euch mit mir zu treffen, dann werde ich Euch gerne ein Stück der Freiheit schenken, nach der Ihr Euch so sehnt. Ich verspreche Euch, dass ich niemals etwas tun werde, was Ihr nicht selbst wollt oder Euch schaden könnte. Ich werde Euch immer beschützen, wenn Ihr das wünscht, mit allem, was in meiner Macht steht.“
Alden strich sanft über die Nase von Hercules, als er sich einen Moment nahm, tief durchzuatmen und seine Gedanken zu ordnen. Er hoffte, dass er die Fürstin von seiner Ehrenhaftigkeit überzeugen konnte, ihr ein wenig Freiheit zu ermöglichen, nach der sie sich so sehnte. Als Ritter hatte er gelernt, die Kunst der Verführung zu beherrschen, aber genauso wusste er, dass wahre Ehre darin bestand, die Grenzen zu achten, die ihm gesetzt wurden. Er verbot sich selbst jegliche Hintergedanken, denn was auch immer zwischen ihnen entstehen mochte, es musste aus ihrer freien Entscheidung heraus geschehen.
