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take me back to the day we met
14.08.1016 - 10:00
Penwick Town, Markt
Grace Ashmore Alden Sutherland

Unregistered
Grace Ashmore
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#19
[Bild: tumblr_nj0ip5wBCQ1s98i4xo2_250.gif]

Irgendetwas regte sich in Grace, wenn sie bemerkte, wie Alden auf ihre Worte reagierte. Er wurde nicht so typisch rötlich um die Nase wie sie, aber er wurde nachdenklicher und gleichzeitig auch mutig und charmanter. Vielleicht waren es nicht nur ihre Worte, die ihm gefielen, sondern ihr ganzes Wesen, und dieser Gedanke erfreute sie mehr als alles. Sie hatte erstmalig das Gefühl, nicht zu viel zu sein; ihre Ideen und Wünsche waren nicht töricht und zu falsch für diese Welt, sondern fanden in dieser Platz und Zuflucht. Das fühlte sich schön an. Auch deshalb schlug ihr Herz bedeutend schneller, als sie Alden lächeln sah. Und diese Blicke, mit denen er sie bedachte… sie fühlte sich in diesem Moment sehr gewollt und richtig. “Ich freue mich, dass mich meine Menschenkenntnis auch bei Euch nicht trügt”, sprudelten die Worte nur so aus der Fürstin, lächelnd und galant. “Und ich verstehe Euch, die Hauptstadt kann manchmal wirklich sehr einnehmend sein. Ich denke, Ihr wärd nur halb so glücklich ohne ein bisschen Gefahr und Abenteuer, das auch immer wieder erwartet.” Doch als er sie direkt bei seinen Worten ansah, fast so, als wäre SIE die Gefahr, blickte sie ihn scheu und doch mit gerecktem Kinn an. Sie wollte ihm auf Augenhöhe begegnen und ihm ihr Innerstes zeigen, ohne Rücksicht auf etwaige Verluste. Doch er hatte Recht. Sie mussten in solch einer Welt mit all ihren Regeln und Traditionen vorsichtig sein.

Tatsächlich war der jungen Frau entgangen, dass sie mit ihren offenen Haaren ganz und gar nicht der starren Vorstellung einer adeligen Fürstin entsprach. Viel zu klar war das Offensichtliche in den Vordergrund gerückt geworden: ihr geliebtes Haarband war verloren gegangen und somit hatte sie nichts, womit sie ihre Haare zusammenbinden konnte. Sie trauerte mehr um das Band als um irgendwelche Konventionen, und das zeigte wohl, wie sehr sie sich schon weiterentwickelt hatte. “Ich vertraue Euch und Euren Freunden, Alden.” Ihre feste und ernste Stimme zeigte, dass diese Worte absolut der Wahrheit entsprachen, und sie nickte ihm noch einmal abschließend zu. “In Ordnung, dann überlasse ich auch die Kleiderwahl Euch. Aber sagt, gibt es nichts, was ich zu dieser Unternehmung in der Hauptstadt beitragen könnte? Ein wenig Gold vielleicht?” Vorsichtig blickte sie ihn an, Kleider waren für einfache Menschen teuer und sie wusste nicht, wie viel Alden als königlicher Ritter als Sold bekam. Doch dann sonnte sich Grace ein wenig in seinem Blick, schwieg aber und lächelte nur gen Boden.

Die ganze Unterhaltung war spielerisch und neckisch geworden, und gleichzeitig hatte sie solch eine Tiefe, wie sie Grace nur selten in Dialogen fand. Es war einerseits spaßig und angenehm, aber auf der anderen Seite hatte sie selten solch ein interessantes und ehrliches Gespräch geführt. “Genau das waren meine Worte und Gedanken, Mylord, Ihr habt es nur ein wenig anders ausgedrückt. Ein Leben ohne ein wenig Unfug klingt durchaus etwas langatmig, und das soll wirklich nicht undankbar klingen.” Mittlerweile wusste sie, dass Alden sie für ihre Worte und Ansichten nicht verurteilte; im Gegenteil, sie konnte seine Wertschätzung mehr und mehr spüren. Und doch gab es kleine Zweifel, die sie hegten. Er war ein königlicher Ritter, und wenn sie an die Momente dachte, in denen sie ihn schon mal heimlich beobachtet hatte… sie wusste um seine charmante Art und seine kokette Einstellung. Was, wenn sie sich die Tiefe der Unterhaltung und Verbindung nur eingebildet hatte? Konnte sie so blind sein? Als sie hörte, was Alden dann sagte, sah sie ihn beinahe schockiert an; dies war nicht nur ihrer guten Erziehung geschuldet, sondern vielmehr ihrer ehrlichen Einstellung und Entrüstung. “Alden, niemals könnte ich von Euch enttäuscht sein. Ihr müsstet schon mein gesamtes Vertrauen missbrauchen, und das traue ich Euch mitnichten zu.” Ihre Worte klangen energisch und fast schon empört.

Schließlich platzte es aus der Fürstin heraus. Gedanken, die sie schon lange hegte, und Gefühle, die sie jetzt gerade zu übermannen drohten. Sie hatte in Alden einen gebührenden und ehrlichen Verbündeten gefunden; diese Chance musste sie ausnutzen und ihm alles erzählen, was ihr durch den Kopf ging. Ihre Worte wogen schwer zwischen ihnen, und sie biss erneut sachte und ängstlich auf ihrer Unterlippe herum, aus Furcht, er könnte ihr die Worte krumm nehmen. “Das wollte ich damit nicht sagen…”, begann Grace vorsichtig und leise. Oder? Hatte sie wirklich je Angst gehabt, dass Alden nur an ihr interessiert war, weil sie den Titel einer Fürstin inne hatte? Sie horchte in sich hinein, doch da war nur Vertrauen, das unter ihrer Hülle sanft umher waberte. “Ich entschuldige mich tausendfach, Mylord, dass ich diesen Eindruck bei Euch erweckt habe. Ich… habe das alles nur gesagt, weil es mir schwer fällt zu verstehen, was Ihr in mir seht. Ich bin einfach eine adelige, gelangweilte Fürstin mit einem Hang zur Freiheit. Das ist nichts, was unsere Welt als erstrebenswert und liebenswert empfindet.” Ihre Worte waren immer leiser geworden, und sie musste schlucken. Sie wusste, dass Thomas gerne eine Frau gehabt hätte, die ehrbarer und ruhiger gewesen wäre. Sie hatte einen eigenen Kopf, sie vertrat durchaus ihre Meinungen und konnte ihm auch das Liegen im gemeinsamen Bett verwehren, wenn sie wütend war. “Ich bin so ehrlich zu Euch, weil ich dieselbe Verbindung wie Ihr spürt. Als hätten wir beide diese ruhelose, wilde Seite, die es zu entdecken und pflegen gilt. Manchmal… Alden, manchmal fühle ich mich wie eine sterbende Pflanze in meinem Garten, die zu selten die Sonne sieht und nie gegossen wird. Versteht Ihr mich? Und dann kommt Ihr hierher, versteht mich und schenkt mir Euer Vertrauen.” Sie atmete schwer aus und bog mit Alden um eine weitere Ecke.

Mittlerweile hatten sie beide die Innenstadt verlassen und waren in einem ruhigen, äußeren Teil der kleinen Stadt angekommen. Grace fasste in diesem Moment einen Entschluss, sie blieb stehen und sah sich um. Niemand war gerade zu sehen, nur lärmende Menschen irgendwo hinter ihnen oder um die nächste Ecke; gerade gab es nur sie zwei und Hercules, der an Aldens Tasche nach mehr Leckereien schnupperte. Sie lächelte, doch betrachtete nur Alden, wie er da vor ihr stand, mit seinen wilden Locken, den frechen Augen und dem charmanten Lächeln. Grace beugte sich zu ihm, legte ihre Hand an seine Wange und flüsterte in sein Ohr: “Ich weiß, dass Ihr nichts tun würdet, was ich nicht möchte. Deshalb werde ich Euch in der Hauptstadt treffen, Alden, und Ihr zeigt mir, zu was wilde Herzen fähig sind. Ich vertraue Euch.” Ihre weichen Lippen hatten immer wieder Aldens Ohr gestreift, und als sie sich wieder von ihm löste, lächelte sie sanft und ging dann weiter, fast so, als wäre nichts zwischen ihnen geschehen.
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take me back to the day we met - von Grace Ashmore - 22-07-2024, 20:30
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