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The beauty of a desert flower lies in its resilience
27.08.1016 - 16:00
Gärten des Königspalastes
Ismeth Abd al-Azim Naila Castellanos

Nightingale in a Golden Cage
Naila Castellanos
Königsland - Admin
Alter 20
Beruf Prinzessin
Wohnort Castandor, King's Portal
Stand Verheiratet
User Letha
#8
Mit einem intellektuellen Mann auf gleicher geistiger Ebene zu reden, und sei es nur mit gesunder Distanz und Höflichkeit, war eine angenehme Ablenkung für die Prinzessin. Tatsächlich wagte sie sogar zu behaupten, dass sie mit ihren Fragen, präzise und aufmerksam platziert, auch Ismeth aus seiner üblichen Routine brachte. Den Umständen entsprechend wirkte er recht nervös, verständlicherweise, konnten doch die wenigsten von sich sagen, mit der Prinzessin einmal mehr als ein paar höfliche Worte gewechselt zu haben; schon gar nicht, wenn sie weder verlangten Stand noch Familiarität mitbrachten. Ganz zu schweigen davon, dass man sie in der Öffentlichkeit eben genau so erlebte: Oft in Schweigen gehüllt, ganz den Werten entsprechend, die man ihr als Frau und Prinzessin des Königshauses zusprach. Nun war sie es, die das Gespräch leitete, auch wenn sie ihn mehr sprechen ließ; so wie er es war, der sie das Gespräch leiten ließ und sich dem sanften Ziehen und Wenden hingab, bis sie eine Richtung einschlugen, die Naila zusagte. Mit der Elefantendame waren sie auf sicherem Ufer und die Prinzessin neigte dankbar den Kopf. “Sie ist ein Prachtexemplar, das nur von einem erfahrenen und gütigen Züchter zu solcher Größe heranwachsen konnte”, spiegelte sie sein Kompliment wider, die Worte so flüssig gesprochen wie ein Brunnen voll Honig. Auf Ismeths nächste Frage erlaubte sie sich sogar ein breites Lächeln, ihr Braun ehrlich und kalkuliert mit Freude gespickt. Oder zeigte sie Amüsement? “Ich bin nicht bewandert im Schiffsbau, aber nie habe ich von einem Elefanten auf dem Festland gehört. Ist Shanti nicht zu schwer, um über See transportiert zu werden?” Der Berater musste es besser Wissen und Naila glaubte ihm. Aber selbst wenn es möglich wäre, dann hätte sie den Gedanken, die Albinodame mitzunehmen, schnell verworfen. Große Tiere bargen große Verantwortung. “King’s Portal ist ihr fremd, und sie ist den Menschen dort fremd.” Naila schüttelte sanft den Kopf und ließ ihn sachte in Richtung ihrer Schulter fallen, während ihr Blick sich kurz in dem Brunnenwasser verlor. “Nein, bevor sie leidet, möchte ich sie lieber hier behalten.” Für einen Herzschlag schien sie mit dem Gedanken zu spielen und ihn aufrollen, dann richtete sie ihren freundlichen Blick wieder auf Ismeth. “Kann ich sie in meiner Abwesenheit vielleicht meinem Bruder in Verantwortung stellen? Oder einer meiner Cousinen?” Es war keine einfache Frage um Erlaubnis, sondern Naila wollte tatsächlich wissen, ob ihr Gegenüber es für eine gute Idee hielt, Shanti in neue Hände zu geben. Er kannte sie am längsten und sie machte sich sicher nichts vor, denn trotz Ismeths vorherigen Kompliment würde sie nicht leugnen, dass er die Elefantendame weitaus besser kannte als die Prinzessin selbst. Nur weil Naila gelegentlich in das Elefantenhaus einkehrte, um Shantis Rüssel zu streicheln und ihr ein paar Früchte zu geben, konnte und wollte sie niemals den Mann ersetzen, der Shanti großgezogen und trainiert hatte. Bescheidenheit dort, wo sie angebracht war.
Doch nicht etwa hier, wo Ismeth fast schon eingeschüchtert wurde von der ruhigen, doch aufmerksamen Präsenz der Gouvernante. Naila würde das nicht kommentieren und seinem Gesicht darauf zusehen, wie es in Scham fiel; lieber setzte sie genau dort an, wo sie aufgehört hatten, zwei Präsenzen mehr oder weniger in ihrem unweigerlichen Umfeld. Was Ismeth erzählte, erhellte ihr Gemüt und wieder lächelte sie mit ihm, dennoch tatsächlich auf seine Kosten. Wer wäre sie, wenn sie ein wenig Selbstironie nicht schätzen und gleichzeitig völlig verdrängen konnte, was die nächste Frage für ein Loch in den Bauch brannte. Kurz musste sie an ihre Mutter denken, die das Maskenspiel mindestens genauso gut beherrschte; von wem hatte sie nicht gelernt, wenn von der Besten. “Sehr.” Ich habe gar keinen Kopf, darüber nachzudenken. “Es ist ein wahnsinnig aufregendes Kapitel in meinem Leben. Ihr habt es selbst mit eurer Hochzeit beschrieben.” Und wenn ich weg bin, wer kümmert sich um meine Brüder? “Es ist wahrlich eine große Ehre, einen Sohn der Großkönigsfamilie zu ehelichen, ich könnte mich nicht glücklicher schätzen.” Hoffentlich ist es genau die Unterstützung, die mein Land braucht. Abwesend tauchte Naila ihre Fingerkuppen in das Wasser des Brunnens hinter ihr, während ihr Blick immer noch auf ihrem Gesprächspartner lag, mit dem gleichen, warmen Lächeln, der gleichen Freundlichkeit. Nie würde sie gegenüber Ismeth zeigen, was sie beschäftigte, denn letztendlich hatte er recht mit seiner Anspannung. Sie war die Prinzessin und er war der Berater. “Ich habe zuvor eine Hofdame überhört, dass man auch hier ein Fest plant. Für diejenigen, die den Weg aufs Festland nicht antreten können”, warum, ließ sie ungesagt. “Der Saal wird sicher groß genug sein, dass auch ein opulenter Elefant keine wertvollen Vasen zerbricht. Vielleicht fordert er die Nachtigall ja einmal zum Tanzen auf, damit sie nicht immer das gleiche Lied singen muss.” Das gleiche Lächeln speiste Nailas Lippen, während ihr Blick weiterhin den von Ismeth einfing.
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The beauty of a desert flower lies in its resilience - von Ismeth Abd al-Azim - 04-06-2024, 20:22
RE: The beauty of a desert flower lies in its resilience - von Ismeth Abd al-Azim - 14-06-2024, 14:56
RE: The beauty of a desert flower lies in its resilience - von Ismeth Abd al-Azim - 01-07-2024, 18:13
RE: The beauty of a desert flower lies in its resilience - von Ismeth Abd al-Azim - 04-08-2024, 11:32
RE: The beauty of a desert flower lies in its resilience - von Naila Castellanos - 20-08-2024, 15:52
RE: The beauty of a desert flower lies in its resilience - von Ismeth Abd al-Azim - 28-08-2024, 08:53

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