26-08-2024, 23:25 - Wörter:
Trotz der beschwichtigenden Worte ihrer Mutter, dass sie sich doch noch schonen sollte, mühte sich Elithea neuerlich auf die Beine. Es half ja doch nichts, das ewige Herumliegen. Sie wollte sich endlich wieder bewegen, etwas bewegen, mehr als nur den von Krankheit geschwächten Körper. Aber damit wäre zumindest ein Anfang gemacht. Schließlich war die Gefahr noch nicht gebannt, die Reise noch nicht zu Ende und die Familie noch nicht in Sicherheit. Auch wenn ihre Mutter wieder an Energie und Lebensmut gewonnen zu haben schien, war damit ja doch noch nicht alle Last von Elitheas Schultern genommen. Schließlich konnte es sich ebenso schnell wieder ändern. Außerdem hatte sie sich bereits an die Last gewöhnt, hatte sich damit abgefunden und das Beste draus gemacht. Es gab ihrem Leben einen Sinn und Inhalt. Und es hatte sie zu ihrem Belisarius geführt. Wie, also, sollte sie sich einfach davon abwenden, ihren Weg weiter zu gehen und sich auf dem von ihr selbst gewähltem Pfad zu behaupten? Schließlich würde er sie nur weiter in seine Nähe bringen, ihm, von dem sie noch so viel lernen konnte, lernen wollte. "Wie geht es Endymion? Und Larissa? Ich hoffe Iulia, Kassandra und die anderen Diener sind genesen?" schob sie die Sorge um sich selbst auf die Seite, war in Gedanken schon wieder bei den anderen, deren Wohlbefinden ihr wichtiger erschien als ihre eigene Gesundheit. Was ihr allerdings wirklich auf den Lippen brannte, welchen Namen sie nur zu gerne erwähnt hätte, nach wessen Befinden sie sich eigentlich erkunden wollte, das wagte sie nicht vor der Mutter preis zu geben. Noch konnte die junge Prinzessin nicht abschätzen, wie ihre edle Mutter zu der Freundschaft mit dem rohen Kriegstreiber stehen würde. Doch sie ahnte, dass es wohl nicht im Sinne der Fürstin sein würde, dass ihre Tochter mit einem banalen Bankierssohn verkehrte. Oder war es ihr gleich? War es ihr vielleicht gar nicht so unrecht? Ach, Elithea war sich doch selbst nicht sicher.
Das Thema um die ungewisse Zukunft der Familie, die Rückeroberung der Heimat und die Frage nach Verbündeten lag Elithea schwer im Magen. Sie sah darin nur wenig Aussicht auf Erfolg. Und doch war ihr bewusst, dass ein Kampf ausweglos schien, nicht allein nur um den Einwohnern ihrer Stadt zu zeigen, dass sie Eastergold Meadow nicht einfach so aufgeben würden, dass sie die Bewohner nicht schutzlos den neuen Eroberern überlassen würde. Nein, es war auch ein wichtiges Zeichen an alle Adelshäuser im ganzen Lande, dass man sich nicht ungestraft gegen den Großkänig erhob. Es gab einfach keine Alternative. Sie mussten kämpfen. Die junge Prinzessin nickte nur verhalten. "Ihr habt natürlich Recht, Mutter. Onkel Andronikos wird Endymion sicherlich eine große Hilfe und Stütze sein. Er kennt sicherlich die rechten Berater, die Endymion leiten können, damit er seinen rechten Platz als Vaters Nachfolger antreten kann." Allmählich hatte sie es geschafft halbwegs sicher auf den Beinen zu stehen, auch wenn der Gedanke an den hingerichteten Fürsten Trakas, ihren Vater, ihr die Knie wieder weich werden ließen. "Ich habe nur Angst vor den Folgen, die eine Kriegserklärung mit sich bringt. Und ich wünschte nur, dass wir auch etwas tun könnten, um das Leid der Menschen zu mindern, wenn die Schlachten beginnen." Larissa würde sich sicherlich wohl fühlen im Glanze des Hofstaates, umgeben von edlen Rittern und holden Maiden, aber Elithea, nun, mittlerweile fühlte sie sich seltsam fremd in der Welt des Adels.
Das Thema um die ungewisse Zukunft der Familie, die Rückeroberung der Heimat und die Frage nach Verbündeten lag Elithea schwer im Magen. Sie sah darin nur wenig Aussicht auf Erfolg. Und doch war ihr bewusst, dass ein Kampf ausweglos schien, nicht allein nur um den Einwohnern ihrer Stadt zu zeigen, dass sie Eastergold Meadow nicht einfach so aufgeben würden, dass sie die Bewohner nicht schutzlos den neuen Eroberern überlassen würde. Nein, es war auch ein wichtiges Zeichen an alle Adelshäuser im ganzen Lande, dass man sich nicht ungestraft gegen den Großkänig erhob. Es gab einfach keine Alternative. Sie mussten kämpfen. Die junge Prinzessin nickte nur verhalten. "Ihr habt natürlich Recht, Mutter. Onkel Andronikos wird Endymion sicherlich eine große Hilfe und Stütze sein. Er kennt sicherlich die rechten Berater, die Endymion leiten können, damit er seinen rechten Platz als Vaters Nachfolger antreten kann." Allmählich hatte sie es geschafft halbwegs sicher auf den Beinen zu stehen, auch wenn der Gedanke an den hingerichteten Fürsten Trakas, ihren Vater, ihr die Knie wieder weich werden ließen. "Ich habe nur Angst vor den Folgen, die eine Kriegserklärung mit sich bringt. Und ich wünschte nur, dass wir auch etwas tun könnten, um das Leid der Menschen zu mindern, wenn die Schlachten beginnen." Larissa würde sich sicherlich wohl fühlen im Glanze des Hofstaates, umgeben von edlen Rittern und holden Maiden, aber Elithea, nun, mittlerweile fühlte sie sich seltsam fremd in der Welt des Adels.
