28-08-2024, 08:24 - Wörter:
Er brauchte das Ende ihrer Worte nicht zu hören, um zu wissen, wie es um ihre Stimmung bestellt war. Hatte er doch selbst schon diesselben Gedanken und Sorgen gehabt, Sorgen um sie, mehr als um ihre Tochter. Das letzte Gespräch mit Naila hatte ihn zuversichtlich gestimmt, dass die junge Prinzessin ihren Weg finden würde und, begleitet von so vielen Würden trägern ihres Landes, den verzicht auf die eigenen Traditionen vielleicht besser überstand, als er das je gekonnt hätte. Sie war unverwüstlich, doch er war sich unsicher wieviel davon er seiner Königin berichten konnte. Wollte sie umhegt und getröstet werden? Oder wollte sie Argumente hören und Lob auf die Erziehung, die sie ihrer Tochter hatte angedeihen lassen? Ismeth legte den Kopf kaum merklich schief, beobachtete Yasirah genauer, musterte ihre niedergeschlagene Haltung, ließ ihre Worte auf seiner Zunge zergehen und trat dann beherzt einen weiteren Schritt nach vorne. Ihre Körper waren so dicht, dass niemand diese Geste falsch verstanden hätte, der sie jetzt sehen konnte. Doch sie waren ungestört und Ismeth legte kurzerhand seine Arme um ihre Schultern, schmiegte ihren grazilen Körper in einer liebevollen Umarmung an sich. Seine Lippen fanden ihre Stirn, krönten sie mit einem Kuss, bevor er weitere auf ihren Haaransatz platzierte.
[/color]
“Yasirah...” Er atmete ihren Duft ein, bevor sich sein Oberkörper etwas nach hinten lehnte um ihr in die faszinierend dunklen Augen schauen zu können “... alle wissen, dass du deine Stadt nicht einfach so verlassen kannst und niemand macht die Vorwürfe. Am allerwenigsten deine Tochter.” Ein weiterer Kuss auf ihre Stirn sollte die schweren Gedanken vertreiben. “Obwohl ich mir absolut sicher bin, die junge Prinzessin denkt so sehr an dich, wie du an sie. Auch wenn ich es natürlich nicht nachvollziehen kann, sagt man nicht, das Band zwischen einer liebevollen Mutter und dankbaren Tochter sei unzerstörbar?” Seine Worte mochten nur einen kleinen Trost spenden, doch er versuchte es weiter. “Ahsan und Nadira sind mitgereist, ich bin mir sicher, dass es Naila helfen wird ihre Tante dabei zu haben. Und ihre eigene Entourage, die du handverlesen hast und deren Loyalität sicherlich ein hundert mal auf die Probe gestellt wurde.” Mit zwei Fingern unter ihrem Kinn hob er vorsichtig ihren Kopf, suchte ihren Blick und ließ sich dazu verleiten ihr einen kleinen Kuss auf die von Sorge angespannten Lippen zu geben. “Du hast alles richtig gemacht.” Versicherte er ihr erneut, eindringlich, und ließ nicht eher von ihr ab bis sie ihm ein Zeichen geben würde, seine Worte hatten ihr Ziel erreicht. Oder waren wenigstens so weit aufgenommen worden, dass sie das Thema fürs erste fallen lassen konnte. Ismeth war nicht anmaßend genug zu glauben, ein paar Sätze aus seinem Mund würden ihre Sorgen sofort außer Gefecht setzen und gänzlich verschwinden lassen. Er konnte arrogant sein, aber so schlimm war es dann doch nicht um seine Selbsteinschätzung bestellt.
[/color]
“Yasirah...” Er atmete ihren Duft ein, bevor sich sein Oberkörper etwas nach hinten lehnte um ihr in die faszinierend dunklen Augen schauen zu können “... alle wissen, dass du deine Stadt nicht einfach so verlassen kannst und niemand macht die Vorwürfe. Am allerwenigsten deine Tochter.” Ein weiterer Kuss auf ihre Stirn sollte die schweren Gedanken vertreiben. “Obwohl ich mir absolut sicher bin, die junge Prinzessin denkt so sehr an dich, wie du an sie. Auch wenn ich es natürlich nicht nachvollziehen kann, sagt man nicht, das Band zwischen einer liebevollen Mutter und dankbaren Tochter sei unzerstörbar?” Seine Worte mochten nur einen kleinen Trost spenden, doch er versuchte es weiter. “Ahsan und Nadira sind mitgereist, ich bin mir sicher, dass es Naila helfen wird ihre Tante dabei zu haben. Und ihre eigene Entourage, die du handverlesen hast und deren Loyalität sicherlich ein hundert mal auf die Probe gestellt wurde.” Mit zwei Fingern unter ihrem Kinn hob er vorsichtig ihren Kopf, suchte ihren Blick und ließ sich dazu verleiten ihr einen kleinen Kuss auf die von Sorge angespannten Lippen zu geben. “Du hast alles richtig gemacht.” Versicherte er ihr erneut, eindringlich, und ließ nicht eher von ihr ab bis sie ihm ein Zeichen geben würde, seine Worte hatten ihr Ziel erreicht. Oder waren wenigstens so weit aufgenommen worden, dass sie das Thema fürs erste fallen lassen konnte. Ismeth war nicht anmaßend genug zu glauben, ein paar Sätze aus seinem Mund würden ihre Sorgen sofort außer Gefecht setzen und gänzlich verschwinden lassen. Er konnte arrogant sein, aber so schlimm war es dann doch nicht um seine Selbsteinschätzung bestellt.
