07-09-2024, 15:15 - Wörter:
Gareth saß ruhig da, beobachte aufmerksam die Transformation der Hohepriesterin durch Ablegen der Gewänder zu einer Frau aus dem Hain, seiner Mutter. Während sie das Gespräch führten, wirkte er äußerlich weiterhin gelassen, doch in ihm tobte ein Sturm der Gefühle. Die Art, wie Alys ihn ansprach – liebevoll, warm, verständnisvoll – brachte ihn durcheinander. Ihr schien es tatsächlich leidzutun, ihn zurückgelassen zu haben, und doch war das, was sie sagte, nur die halbe Wahrheit. Die Trennung von seiner Familie war für ihn eine Wunde, die nie vollständig verheilt war. So sehr Gareth sich auch mittlerweile mit den Henaghens verbunden fühlte. Dass Alys das jetzt so sanft zu rechtfertigen versuchte, machte es ihm nicht leichter, die Dinge zu akzeptieren.
Ihre Worte über Glynis ließen ihn allerdings innehalten. Dass seine Zwillingsschwester sich so verändert hatte, überraschte ihn kaum, doch die Vorstellung, sie nach all den Jahren wiederzusehen, erfüllte ihn mit einer tiefen Sehnsucht. In seinen Träumen hatte er oft davon geträumt, sie an seiner Seite zu haben, so wie es früher gewesen war, als sie noch Kinder waren. Doch etwas in Alys' Stimme ließ ihn vermuten, dass da mehr war, als sie preisgab. Warum fühlte er diese Unruhe in sich, wann immer er an Glynis dachte?
Als seine Mutter ihn fragte, ob er nicht den Ort seiner Herkunft kennenlernen wolle, spürte Gareth einen inneren Widerstand. Natürlich wollte er den Hain sehen, aber nicht zu den Bedingungen, die Alys unweigerlich an ihn knüpfen würde. Er wusste, dass ein Besuch nicht nur ein einfacher Besuch bleiben würde, zumindest wenn es nach Alys Vorstellungen ging. Er kannte seine Mutter gut genug, um zu ahnen, dass sie ihn für den Hain zurückgewinnen wollte. Doch war er wirklich bereit, sich dieser Welt anzuschließen, der er so lange fern gewesen war?
Gareth verschränkte die Hände in seinem Schoß und suchte Alys' Blick, bevor er ruhig antwortete. „Ich habe immer gespürt, dass der Hain ein Teil von mir ist, auch wenn ich ihn nie richtig kennengelernt habe oder noch zu jung war. Und ich will Glynis wiedersehen – sie ist meine Schwester, und unsere Verbindung ist stark, auch wenn wir getrennt waren.“ Er machte eine Pause und nahm einen tiefen Atemzug. „Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich schon bereit bin, diesen Teil meines Lebens wieder aufzunehmen, Mutter. Hier, bei den Henaghens, habe ich ein Zuhause gefunden. Es war nicht immer leicht, aber es ist ein Leben, das ich verstehe und schätze.“
Sein Blick blieb fest auf Alys gerichtet, als er fortfuhr: „Ich will dich nicht enttäuschen, aber ich weiß noch nicht, ob ich bereit bin, dem Hain mein Leben zu widmen. Vielleicht kann ich dich besuchen, ja, aber...“ Er hielt inne, wägte seine Worte ab. „Aber ich brauche mehr Zeit, um herauszufinden, wer ich wirklich bin und wo ich hingehöre.“ Er wusste, dass diese Worte Alys nicht gefallen würden, doch er musste ehrlich sein. Die Verbindung zu seiner Mutter und dem Hain war da, zweifellos. Aber sein Leben, seine Freiheit – das war etwas, was er nicht leichtfertig aufgeben konnte.
Ihre Worte über Glynis ließen ihn allerdings innehalten. Dass seine Zwillingsschwester sich so verändert hatte, überraschte ihn kaum, doch die Vorstellung, sie nach all den Jahren wiederzusehen, erfüllte ihn mit einer tiefen Sehnsucht. In seinen Träumen hatte er oft davon geträumt, sie an seiner Seite zu haben, so wie es früher gewesen war, als sie noch Kinder waren. Doch etwas in Alys' Stimme ließ ihn vermuten, dass da mehr war, als sie preisgab. Warum fühlte er diese Unruhe in sich, wann immer er an Glynis dachte?
Als seine Mutter ihn fragte, ob er nicht den Ort seiner Herkunft kennenlernen wolle, spürte Gareth einen inneren Widerstand. Natürlich wollte er den Hain sehen, aber nicht zu den Bedingungen, die Alys unweigerlich an ihn knüpfen würde. Er wusste, dass ein Besuch nicht nur ein einfacher Besuch bleiben würde, zumindest wenn es nach Alys Vorstellungen ging. Er kannte seine Mutter gut genug, um zu ahnen, dass sie ihn für den Hain zurückgewinnen wollte. Doch war er wirklich bereit, sich dieser Welt anzuschließen, der er so lange fern gewesen war?
Gareth verschränkte die Hände in seinem Schoß und suchte Alys' Blick, bevor er ruhig antwortete. „Ich habe immer gespürt, dass der Hain ein Teil von mir ist, auch wenn ich ihn nie richtig kennengelernt habe oder noch zu jung war. Und ich will Glynis wiedersehen – sie ist meine Schwester, und unsere Verbindung ist stark, auch wenn wir getrennt waren.“ Er machte eine Pause und nahm einen tiefen Atemzug. „Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich schon bereit bin, diesen Teil meines Lebens wieder aufzunehmen, Mutter. Hier, bei den Henaghens, habe ich ein Zuhause gefunden. Es war nicht immer leicht, aber es ist ein Leben, das ich verstehe und schätze.“
Sein Blick blieb fest auf Alys gerichtet, als er fortfuhr: „Ich will dich nicht enttäuschen, aber ich weiß noch nicht, ob ich bereit bin, dem Hain mein Leben zu widmen. Vielleicht kann ich dich besuchen, ja, aber...“ Er hielt inne, wägte seine Worte ab. „Aber ich brauche mehr Zeit, um herauszufinden, wer ich wirklich bin und wo ich hingehöre.“ Er wusste, dass diese Worte Alys nicht gefallen würden, doch er musste ehrlich sein. Die Verbindung zu seiner Mutter und dem Hain war da, zweifellos. Aber sein Leben, seine Freiheit – das war etwas, was er nicht leichtfertig aufgeben konnte.
