08-09-2024, 21:52 - Wörter:
Elitheas Finger begannen wiederum lose Hautfetzchen an ihren Nägeln zu finden und daran nervös herum zu zupfen. Diese Eigenart war immer an ihr zu beobachten, wenn sie nicht wusste, was sie sonst tun sollte. Wenn die Unsicherheit sie übermannte, dann suchte sie eine Ablenkung, um ihre Gedanken zu bündeln oder sich zumindest ein wenig beschäftigt zu zeigen. Zum Leidwesen der Dienerin Iulia, die das junge Mädchen immer schimpfte, wenn sie mit besonders malträtierten Fingern anzutreffen war. Das machte nämlich die Pflege ausnehmend schwierig. Aber einfach so herumzustehen, ihrer ehrfurchtsgebietenden Mutter gegenüber, das war doch schon recht einschüchternd. Von all zu viel mütterlicher Nähe und liebevoller Wärme war ihre Beziehung nie geprägt gewesen. Etwas, das Elithea akzeptierte, manchmal vermisste, aber meist nicht anders kannte. “Das ist wohl nur Larissas Art mit dieser grausamen, neuen Situation unserer Familie zurecht zu kommen. Wir müssen nur geduldig sein mir ihr. Sobald wir in King’s Portal angekommen sind und sie sich den Freuden der Hauptstadt widmen kann, wird sie wieder fröhlicher werden.“ wie immer sah Elithea nur das Gute in ihren Mitmenschen, auch wenn die Quengelei ihrer Schwester selbst der gutmütigen jungen Prinzessin den letzten Nerv rauben wollte. Sie konnte sich in ihre Schwester hineinversetzen, sah ihre Ängste und Nöte. Da half es nur, ihr mit Sympathie und Mitgefühl zu begegnen, wollte man keinen Geschwisterkrieg vom Zaun brechen. Und es war nunmal Elitheas Eigenart zurückzustecken, selbst einen Schritt zurückzumachen und nachzugeben, für das Wohl ihres Gegenübers.
Immer noch standen sie sich in gebührender Entfernung gegenüber, selbst wenn das Gespräch intimer oder zumindest ernsthafter wurden. Sollten sie gerade jetzt über solch gewichtige Inhalte sprechen? Themen, die die Zukunft betrafen und daher von imminenter Bedeutung waren für die junge Trakas? War das die passende Gelegenheit? Elithea presste die Lippen zusammen, fixierte einen kleinen Staubbrösel, der über den Boden tanzte, während ihre Finger immer hastiger an ihrer Nagelhaut herumriss. “Auch dafür ist King’s Portal wohl ein passender Ort. Wo, wenn nicht dort, lassen sich Verbindungen knüpfen, die eine gute Zukunft erwarten lassen. Und unser Onkel wird uns sicherlich den rechten Familien vorstellen, sodass sich Larissa sicherlich bald vor Freiern kaum retten wird können.“ wirkte ihre Stimme monoton, als würde sie nicht ganz daran glauben, was sie gerade gesagt hatte. Und es stimmte ja auch. Die momentane Situation war nicht gerade die Beste, um nach einen Ehemann zu suchen. Natürlich würden glühende Vertreter der Königssache oder solche, die sich besonders profilieren wollten, sich ihnen anbiedern versuchen. Aber was hatte sie denn schon zu bieten? Weder eine Mitgift, noch einen veritablen Adelstitel oder eine einflussreiche Position. Kein Geld, kein Schloß, keinen Stand. Nur ein Name, der gerade wie Zunder für Kriegstreiber wirkte. Aber wenn sich die Schlachten nicht so entwickelten, wie sie sollten? Was blieb dann? Nichts, außer einst glorreichen Vergangenheit. Aber sie wusste, was von ihr erwartet wurde. Und sie wusste, dass sie sich wohl kaum gegen die Entscheidungen der Familie würde stemmen können. “Das wünsche ich mir auch, Mutter. Nach allem, was geschehen ist, wäre es gut, ein wenig Ruhe und Sicherheit wieder unser Eigen zu nennen.“ Natürlich hatte Larissa als älteste Tochter den Vorrang, oder Endymion als Erbe des Titels. Manchmal war es gut, das mittlere Kind zu sein und sich ein wenig im Hintergrund halten zu können. So konnte sie zumindest darüber nachdenken, ob es noch andere Wege gab als die Heirat in Adelskreisen. Nicht zuletzt die Begegnung mit Belisarius hatten ihr die Augen geöffnet, dass sie vielleicht auch ein wenig selbst ihre Zukunft gestalten könnte.
Immer noch standen sie sich in gebührender Entfernung gegenüber, selbst wenn das Gespräch intimer oder zumindest ernsthafter wurden. Sollten sie gerade jetzt über solch gewichtige Inhalte sprechen? Themen, die die Zukunft betrafen und daher von imminenter Bedeutung waren für die junge Trakas? War das die passende Gelegenheit? Elithea presste die Lippen zusammen, fixierte einen kleinen Staubbrösel, der über den Boden tanzte, während ihre Finger immer hastiger an ihrer Nagelhaut herumriss. “Auch dafür ist King’s Portal wohl ein passender Ort. Wo, wenn nicht dort, lassen sich Verbindungen knüpfen, die eine gute Zukunft erwarten lassen. Und unser Onkel wird uns sicherlich den rechten Familien vorstellen, sodass sich Larissa sicherlich bald vor Freiern kaum retten wird können.“ wirkte ihre Stimme monoton, als würde sie nicht ganz daran glauben, was sie gerade gesagt hatte. Und es stimmte ja auch. Die momentane Situation war nicht gerade die Beste, um nach einen Ehemann zu suchen. Natürlich würden glühende Vertreter der Königssache oder solche, die sich besonders profilieren wollten, sich ihnen anbiedern versuchen. Aber was hatte sie denn schon zu bieten? Weder eine Mitgift, noch einen veritablen Adelstitel oder eine einflussreiche Position. Kein Geld, kein Schloß, keinen Stand. Nur ein Name, der gerade wie Zunder für Kriegstreiber wirkte. Aber wenn sich die Schlachten nicht so entwickelten, wie sie sollten? Was blieb dann? Nichts, außer einst glorreichen Vergangenheit. Aber sie wusste, was von ihr erwartet wurde. Und sie wusste, dass sie sich wohl kaum gegen die Entscheidungen der Familie würde stemmen können. “Das wünsche ich mir auch, Mutter. Nach allem, was geschehen ist, wäre es gut, ein wenig Ruhe und Sicherheit wieder unser Eigen zu nennen.“ Natürlich hatte Larissa als älteste Tochter den Vorrang, oder Endymion als Erbe des Titels. Manchmal war es gut, das mittlere Kind zu sein und sich ein wenig im Hintergrund halten zu können. So konnte sie zumindest darüber nachdenken, ob es noch andere Wege gab als die Heirat in Adelskreisen. Nicht zuletzt die Begegnung mit Belisarius hatten ihr die Augen geöffnet, dass sie vielleicht auch ein wenig selbst ihre Zukunft gestalten könnte.
