14-09-2024, 21:34 - Wörter:
Ariadne fiel natürlich sofort auf, dass ihre Tochter wieder dieser furchtbaren Angewohnheit nachging, an ihren Fingernägeln herumzuzupfen. Sie hatte sie schon oft deswegen ermahnt wenn sie es sah und war da nicht die Einzige. Ungepflegte Fingernägel machen immer einen ganz schlechten Eindruck. Elithea dürfte auch bemerkt haben, dass dies dem Blick ihrer Mutter auch diesmal nicht entgangen war, doch entgegen ihrer Gewohnheit folgten diesmal keine mahnenden Worte. Sie hatten die letzten Wochen alle so viel durchgemacht, da schien ihr das nicht angebracht. In King's Portal würde die Etikette schon früh genug wieder strenger werden. Sie sagte daher stattdessen "wir haben alle unsere Art, mit dieser Situation zurechtzukommen. Es ist gut, dass du Verständnis für deine Schwester zeigst und sie verteidigst. Geschwister sollten bei allen Unterschieden immer zusammenhalten."
Das galt natürlich nicht nur für Elithea, Larissa und Endymion sondern auch für sie und Andronikos. Ihr Verhältnis zu ihrem Bruder war stets gut gewesen, so dass sie berechtigterweise darauf hoffen konnte, dass er sie bei ihrer Ankunft in King's Portal unterstützen würde. Natürlich hatte er seine eigene Familie und sie wollte ihm nicht auf der Tasche liegen, aber als Hofkämmerer hatte er eine nicht unwichtige Position am Hofe des Großkönigs. Sein Wort hatte Gewicht und er dürfte viele einflussreiche Leute kennen, bis hin zum Großkönig persönlich.
Als Elitheas Angewohnheit nicht nachließ sondern sich sogar noch intensivierte, tat die Fürstin etwas unerwartetes. Sie ging einen Schritt auf ihre Tochter zu und nahm ihre beiden Hände in die eigenen, wie sie es zuvor nur am Krankenbett getan hatte. Es war eine ungewöhnliche Geste, nicht nur für Ariadne persönlich sondern für einen großen Teil ihres Standes. Sie war selbst nicht mit besonderer Herzlichkeit und emotionaler Wärme aufgewachsen und kannte auch keine Familien, in denen das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern sich nicht relativ distanziert gestaltete. Manche Menschen litten mehr darunter, manche weniger. Vielleicht würde es Elithea ja helfen, wenn ihre Mutter ihre Zuneigung nicht nur stillschweigend voraussetzen sondern auch durch kleine Gesten zeigen würde, gerade in diesen schwierigen Zeiten. "Wenn wir in King's Portal angekommen sind und uns von den Strapazen der Flucht erholt haben werden wir alles in die Wege leiten für unsere Rückkehr nach Eastergold Meadow. Es wird nicht einfach sein und es wird nicht in den nächsten Wochen oder Monaten passieren aber ich bin fest davon überzeugt, dass es passieren wird."Sie redete beschwörend auf ihre Tochter ein, so dass es den Anschein hatte, als würde kein Zweifel daran bestehen, dass es auch so geschehen würde, doch insgeheim sah die Fürstin der nahen Zukunft weit weniger optimistisch entgegen.
Das galt natürlich nicht nur für Elithea, Larissa und Endymion sondern auch für sie und Andronikos. Ihr Verhältnis zu ihrem Bruder war stets gut gewesen, so dass sie berechtigterweise darauf hoffen konnte, dass er sie bei ihrer Ankunft in King's Portal unterstützen würde. Natürlich hatte er seine eigene Familie und sie wollte ihm nicht auf der Tasche liegen, aber als Hofkämmerer hatte er eine nicht unwichtige Position am Hofe des Großkönigs. Sein Wort hatte Gewicht und er dürfte viele einflussreiche Leute kennen, bis hin zum Großkönig persönlich.
Als Elitheas Angewohnheit nicht nachließ sondern sich sogar noch intensivierte, tat die Fürstin etwas unerwartetes. Sie ging einen Schritt auf ihre Tochter zu und nahm ihre beiden Hände in die eigenen, wie sie es zuvor nur am Krankenbett getan hatte. Es war eine ungewöhnliche Geste, nicht nur für Ariadne persönlich sondern für einen großen Teil ihres Standes. Sie war selbst nicht mit besonderer Herzlichkeit und emotionaler Wärme aufgewachsen und kannte auch keine Familien, in denen das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern sich nicht relativ distanziert gestaltete. Manche Menschen litten mehr darunter, manche weniger. Vielleicht würde es Elithea ja helfen, wenn ihre Mutter ihre Zuneigung nicht nur stillschweigend voraussetzen sondern auch durch kleine Gesten zeigen würde, gerade in diesen schwierigen Zeiten. "Wenn wir in King's Portal angekommen sind und uns von den Strapazen der Flucht erholt haben werden wir alles in die Wege leiten für unsere Rückkehr nach Eastergold Meadow. Es wird nicht einfach sein und es wird nicht in den nächsten Wochen oder Monaten passieren aber ich bin fest davon überzeugt, dass es passieren wird."Sie redete beschwörend auf ihre Tochter ein, so dass es den Anschein hatte, als würde kein Zweifel daran bestehen, dass es auch so geschehen würde, doch insgeheim sah die Fürstin der nahen Zukunft weit weniger optimistisch entgegen.
