20-09-2024, 14:11 - Wörter:
Es war nicht schwer zu erkennen, dass das Mädchen einfachen Verhältnissen entsprang. Die Art wie sie sich bewegte, wie sie versuchte so wenig wie möglich zu berühren und wie ihr Blick unruhig über die Einrichtung wanderte. Anscheinend hatte die junge Frau die Räumlichkeiten des Burg bisher nicht aufgesucht. Sie war diese Art von Reichtum nicht gewöhnt und es machte sie nervös. Alastair genoss es durchaus, wenn er beziehungsweise seine Umgebung eine solche Auswirkung auf sein Gegenüber ausüben konnten. Das Gefühl von Überlegenheit und Macht war angenehm und der frischgebackene Fürst hätte lügen müssen, hätte er behauptet, dass ihm dies nicht gefiel.
Der erste Anflug von Selbstsicherheit bei der Marsili schien verfolgen, fast so, als wäre sie sich erst jetzt der vollen Tragweite ihres Erscheinens bewusst geworden. Fast ein bisschen schade, denn Alastair hätte sie sicher aufrichtig interessant gefunden, hätte sie sich auch weiter in ihrem Vorhaben behaupten können. Doch erstmal ruderte sie nun zurück und sorgte dafür, dass sich der Ältere nachdenklich in seinem Stuhl zurücklehnte. Er hörte schweigend zu, wie sie sich zu erklären versuchte und dabei in Fettnäpfchen trat, die sie kurz darauf zu bereinigen versuchte. Er sprach kein Wort, beobachtete das Schauspiel ihrer Emotionen und war beinahe ein wenig enttäuscht über die Unsicherheit, die sich bei der Anderen breit machte. Der Erkenntnis, dass sie wohl einfach gestrickt sein musste, konnte er nur zustimmen - tat er aber natürlich nichts. Stattdessen nickte er nach ihren Worten hin bedächtig und schenkte ihr ein väterliches Lächeln, dass seine eigenen Kinder wohl eher selten zu sehen bekamen. "Ich verstehe Eure Sorge. Ich führe selbst einen Betrieb und müsste ich mich um dessen Fortbestehen sorgen, könnte ich wohl auch kaum abwarten und mich auf die Worte anderer verlassen, sondern würde diese Dinge lieber selbst in die Hand nehmen. Ich bewundere Ihren Einsatz und ihre Bemühungen" Seine Worte waren ruhig und verständnisvoll gewählt, denn auch ihm war durchaus bewusst, dass sie auf das Vertrauen und die Zuwendung der Bürger dieser Stadt angewiesen waren. Wieso dann nicht mit Zosia Marsili beginnen? "Und es ist Ihr gutes Recht misstrauisch zu sein. Wir sind Fremde für Sie. Es wäre töricht blindes Vertrauen in mich oder meine Familie zu erwarten. Zugleich versichere ich Ihnen, dass sowohl ich als auch die anderen Mitglieder meiner Familie alles tun werden, um dem Wohle dieser Stadt zu dienen." Und das wiederum war nicht einmal gelogen. Alastair war auf die Loyalität der Stadt angewiesen. Im buchstäblichen Sinn hing sein eigenes Leben davon ab. Damit würde er sicher nicht leichtfertig umgehen.
Sie bedankte sich recht knapp für sein Zugeständnis des Wiederaufbaus und es überraschte ihn nicht wirklich. Vermutlich gefiel es ihr nicht sonderlich eine Bitte an die neuen Herrscher ihrer Stadt zu stellen. Vielleicht brachte es sie sogar in einen Konflikt mit ihrem eigenen Gewissen, doch genau dann hatte Alastair das junge Ding wo er sie haben wollte. Den Samen gesäht in ihm mehr einen Verbündeten denn einen Feind zu sehen, auch wenn sie es sich sicher noch nicht würde eingstehen wollen.
In die selbe Kerbe schlug wohl auch die Frage nach ihrem Vater und ihre Überraschung gefiel ihm durchaus. "Das beruhigt mich zu hören", kommentierte er ihre Ausführungen und schenkte ihr erneut ein warmes Lächeln. "Sollten Sie noch etwas benötigen um die Genesung Ihres Vaters zu gewährleisten lassen Sie es mich wissen"
Dann zog er ein leeres Pergament heran und eine Feder, die kurz darauf in das kleine Tintenfass getunkt wurde und begann zu schreiben.
Der erste Anflug von Selbstsicherheit bei der Marsili schien verfolgen, fast so, als wäre sie sich erst jetzt der vollen Tragweite ihres Erscheinens bewusst geworden. Fast ein bisschen schade, denn Alastair hätte sie sicher aufrichtig interessant gefunden, hätte sie sich auch weiter in ihrem Vorhaben behaupten können. Doch erstmal ruderte sie nun zurück und sorgte dafür, dass sich der Ältere nachdenklich in seinem Stuhl zurücklehnte. Er hörte schweigend zu, wie sie sich zu erklären versuchte und dabei in Fettnäpfchen trat, die sie kurz darauf zu bereinigen versuchte. Er sprach kein Wort, beobachtete das Schauspiel ihrer Emotionen und war beinahe ein wenig enttäuscht über die Unsicherheit, die sich bei der Anderen breit machte. Der Erkenntnis, dass sie wohl einfach gestrickt sein musste, konnte er nur zustimmen - tat er aber natürlich nichts. Stattdessen nickte er nach ihren Worten hin bedächtig und schenkte ihr ein väterliches Lächeln, dass seine eigenen Kinder wohl eher selten zu sehen bekamen. "Ich verstehe Eure Sorge. Ich führe selbst einen Betrieb und müsste ich mich um dessen Fortbestehen sorgen, könnte ich wohl auch kaum abwarten und mich auf die Worte anderer verlassen, sondern würde diese Dinge lieber selbst in die Hand nehmen. Ich bewundere Ihren Einsatz und ihre Bemühungen" Seine Worte waren ruhig und verständnisvoll gewählt, denn auch ihm war durchaus bewusst, dass sie auf das Vertrauen und die Zuwendung der Bürger dieser Stadt angewiesen waren. Wieso dann nicht mit Zosia Marsili beginnen? "Und es ist Ihr gutes Recht misstrauisch zu sein. Wir sind Fremde für Sie. Es wäre töricht blindes Vertrauen in mich oder meine Familie zu erwarten. Zugleich versichere ich Ihnen, dass sowohl ich als auch die anderen Mitglieder meiner Familie alles tun werden, um dem Wohle dieser Stadt zu dienen." Und das wiederum war nicht einmal gelogen. Alastair war auf die Loyalität der Stadt angewiesen. Im buchstäblichen Sinn hing sein eigenes Leben davon ab. Damit würde er sicher nicht leichtfertig umgehen.
Sie bedankte sich recht knapp für sein Zugeständnis des Wiederaufbaus und es überraschte ihn nicht wirklich. Vermutlich gefiel es ihr nicht sonderlich eine Bitte an die neuen Herrscher ihrer Stadt zu stellen. Vielleicht brachte es sie sogar in einen Konflikt mit ihrem eigenen Gewissen, doch genau dann hatte Alastair das junge Ding wo er sie haben wollte. Den Samen gesäht in ihm mehr einen Verbündeten denn einen Feind zu sehen, auch wenn sie es sich sicher noch nicht würde eingstehen wollen.
In die selbe Kerbe schlug wohl auch die Frage nach ihrem Vater und ihre Überraschung gefiel ihm durchaus. "Das beruhigt mich zu hören", kommentierte er ihre Ausführungen und schenkte ihr erneut ein warmes Lächeln. "Sollten Sie noch etwas benötigen um die Genesung Ihres Vaters zu gewährleisten lassen Sie es mich wissen"
Dann zog er ein leeres Pergament heran und eine Feder, die kurz darauf in das kleine Tintenfass getunkt wurde und begann zu schreiben.
