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I'll be there
21.08.1016 - 20:00
Taverne und Reiseposten
Trigger: Trauer | emotionale Gewalt | Krieg | Konflikt
Belisarius Caderitor Elithea Trakas Ariadne Trakas

Eine Taverne am Rande der Hoffnung
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Ariadne Trakas
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#2
Die Fürstin hat mit ihrer Tochter Larissa bereits einige Stunden vor dem Rest der Familie das Ziel der nächsten Etappe auf dem Weg nach King's Portal erreicht. Eine Taverne mit dem wenig vertrauenserweckenden Namen "Hopes End". Tatsächlich hatte sie diesen Namen nicht unbedingt verdient, bot sie doch immerhin mehr Annehmlichkeiten als die Herbergen, bei denen sie bisher untergekommen waren. Es war ein königlicher Posten verwaltet von der Familie Illios, das bedeutete mehr Sicherheit für Reisende als in einer beliebigen Absteige am Straßenrand und ein wenig mehr Platz und Komfort. Dadurch war die Unterkunft hier allerdings ein wenig kostspieliger, was sich auch in der Klientel entsprechend niederschlug. Es waren hauptsächlich Kaufleute auf Reisen, wahrscheinlich nicht die erfolgreichsten ihrer Zunft aber zumindest solche, die es sich leisten konnten, nicht jede Münze zwei Mal umzudrehen. Arme Pilger sah man hier seltener, die würden sich wohl eher auf die Gastfreundschaft eines nahegelegenen Klosters verlassen. Klöster und Kirchen waren durch alte Sitte und Herkommen verpflichtet, Reisenden für mindestens eine Nacht Unterschlupf zu gewähren und dies galt besonders für Pilger. Speis und Trank waren zumeist nicht inbegriffen, so dass jeder, der es sich leisten konnte, die kommerzielle Gastlichkeit vorzog, die gerade an den Hauptverkehrsstraßen einen immer größeren Aufschwung erlebte.

All diese Informationen hatte sich die Fürstin erst durch ihre erzwungene Reise selbst angeeignet. Im Adel und der bürgerlichen Oberschicht war man für gewöhnlich weder auf die Wohltätigkeit der Kirche noch auf kommerzielle Gasthäuser angewiesen. Wenn man in die Verlegenheit kam, eine Reise unternehmen zu müssen, konnte man sich immer auf die Gastfreundschaft befreundeter Familien verlassen. Das Geflecht sozialer Beziehungen war im Adel traditionell sehr eng und ein reicher Fernkaufmann würde alleine schon von Berufs wegen in ganz Arcandas persönliche Kontakte pflegen. Selbst wenn man einmal in eine Gegend kam, in der man niemanden kannte, galten ungeschriebene Regeln der Gastfreundschaft, die älter waren als selbst die Kirche von Heofader.

Inzwischen hatte sie sich beinahe wohl oder übel an diese Art von Unterkünften gewöhnt. Anders sah es bei Larissa aus. Sie beschwerte sich unaufhörlich. War es in der letzten Herberge der Eintopf, der ihr wahrscheinlich nicht völlig unbegründetes Misstrauen geweckt hat, so war es jetzt das Bett, das angeblich steinhart sei. Dabei stand die erste Nacht in diesem Bett erst noch bevor. Endymion war ebenfalls nach wie vor in einer permanent unleidlichen Stimmung, wobei diese anders als bei seiner Schwester eher grundsätzlicher Natur war und sich weniger an konkreten Unannehmlichkeiten festmachte sondern mehr an der allgemeinen Situation, in der sich die Familie befand. Sie konnte beides sehr gut nachvollziehen, sie selbst hatte den ersten Teil dieser Reise zurückgezogen im Gebet verbracht. Doch mittlerweile war sie zu der Erkenntnis gekommen, dass durch permanentes lamentieren sich ihre Situation keinen Deut verbessern würde. Die einzige Person in der Familie, die sich angesichts der Katastrophe von Anfang an durch innere Stärke und stoische Ruhe auszeichnete war Elithea. Woher nahm sie nur diese Kraft? Natürlich wusste die Fürstin nichts von der besonderen Beziehung ihrer Tochter zu dem Condottiere. Hätte sie auch nur die leiseste Ahnung, würde sie Belisarius Caderitor wahrscheinlich nicht mehr nur als den tüchtigen Mann sehen, der sein Kriegshandwerk verstand und ihre Familie sicher nach King's Portal eskortierte.
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Nachrichten in diesem Thema
I'll be there - von Belisarius Caderitor - 17-09-2024, 15:30
RE: I'll be there - von Ariadne Trakas - 21-09-2024, 22:25
RE: I'll be there - von Elithea Trakas - 25-09-2024, 21:31
RE: I'll be there - von Belisarius Caderitor - 17-11-2024, 00:21

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