22-09-2024, 07:07 - Wörter:
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Grace verstand die Worte, die Alden sagte, doch sie konnte sich all das nicht wirklich vorstellen: sich einem größeren, stärkeren Gegner stellen, kämpfen, die eigenen Ängste bekämpfen. Wieder einmal wurde ihr bewusst, wie anders Frauen und Männer in diesen Ländern lebten und wie anders deren Geschichten waren. Sie war privilegiert geboren worden, ebenso aufgewachsen, und es war zwar ein leiser Makel, dass sie Angst vor dem Reiten auf einem Pferd hatte, aber mehr auch nicht. Bei Alden konnte das über Leben und Tod entscheiden; eine Sekunde zu langes Zögern, eine Sekunde lang Angst zeigen. Grace schüttelte sachte den Kopf. “Du lebst ein sehr anderes Leben als ich, Liebling”, sagte sie so leise, dass die Worte beinahe mit dem Wind verschmolzen. “Aber da du mir helfen möchtest, würde ich das Angebot sehr gerne annehmen. Viele Männer in meinem Leben würden sich freuen, wenn ich endlich keine Angst mehr davor hätte.” Da das ein wenig falsch klang, setzte sie noch erklärend “Thomas und mein Vater” hinterher, doch wahrscheinlich hätte der Ritter das auch so verstanden.
Als Alden von der Bibliothek seines Vaters und einem ganz besonderen Buch über Vögel sprach, blühte Grace´ Herz auf. Begeistert sah sie ihn an, funkelnde Augen und strahlendes Lächeln. “Das würdest du tun? Und denkst du, dein Vater wäre damit einverstanden? Ich würde mich unglaublich geehrt fühlen.” Sie summte leise vor Freude, und auf dem Weg kamen viele Erinnerungen zurück. “Meine Mutter liebte die Ornithologie, sie hatte immer Vögel zuhause. Auch verletzte, die sie dann wieder gesund pflegte. Ich habe viel von ihr gelernt. Vater fand sie zwar immer ein wenig lästig, wenn sie in seinen Weingärten herumflatterten, aber er war meiner Mutter vollkommen erlegen.” Fast so wie Grace Alden, aber das sagte sie natürlich nicht. Womöglich konnte er das jetzt schon auch ohne Worte ganz gut an ihrem verliebten Gesichtsausdruck erkennen.
Der Waldsee, die Idylle und Ruhe nahmen sie beide so ein, dass sie schnell alles Andere vergaßen. Erwartungen, Standesunterschiede, andere Menschen. Es gab nur noch sie beide. Grace hatte lange auf den See hinausgesehen, ihre Gedanken so weitläufig wie die Landschaft, und als sie sich auf Alden konzentrierte, war da… nichts mehr. Keine bedrückenden Gedanken, keine fröhlichen, einfach nichts. Da war nur noch Gefühl. Ihre Mundwinkel verzogen sich ein wenig nach oben, und sie kam nicht umhin, erneut darüber zu staunen, wie schön dieser Mann war. Kein Wunder ,dass die Frauen ihm reihenweise erlagen. Und doch hatte er sie hierher mitgenommen und sie wusste, was das für eine Ehre war. Als sie sich für den ersten kleinen Kuss nach unten beugte, war es nicht mehr als eine sanfte Berührung, doch der zweite Kuss… Grace legte all ihre Gefühle in diese Berührung. Alden zog sie näher an sich und ihr gesamter Körper kribbelte und summte; und als sie seine Zunge spürte, lächelte sie in den Kuss hinein. Fast automatisch ließ sie ihn ein, und ihre Hand umfasste sanft seine Wange. Sie war wahrscheinlich nicht gut in solchen Dingen; unerfahrener, als er es war, mit Sicherheit, und dennoch gab Alden ihr niemals das Gefühl, irgendetwas falsch zu machen. Sie fühlte sich einfach… wohl. Angekommen. Ihre Augen waren geschlossen, und sie fühlte nur noch, als sie sich in Alden´s Armen geborgener fühlte als irgendwo sonst auf dieser Welt.
Es war ein Akt der puren Willenskraft, sich dann wieder ein Stück vom Ritter zu lösen. Lächelnd sah sie ihn an, abwartend, und drückte schließlich noch einen sanften Kuss auf diese wunderbar einladenden Lippen. “Du bist so vorsichtig und abwartend.” Sie wusste, warum. Oder konnte es sich zumindest vorstellen. “Ich weiß, dass du mich nicht überfordern willst, aber das tust du nicht. Wenn mir etwas nicht passt, sage ich es dir, ja?” Durch die ganzen unerwarteten Bewegungen hatten sich einige lose Strähnen aus ihrem Zopf freigemacht, doch Grace schenkte ihnen keine Beachtung, weil alles einfach nur auf Alden konzentriert war. “Ich kann dir nicht versprechen, dass es… für dich ebenso schön wird wie für mich. Du bist eindeutig erfahrener in all diesen Dingen.”
Als Alden von der Bibliothek seines Vaters und einem ganz besonderen Buch über Vögel sprach, blühte Grace´ Herz auf. Begeistert sah sie ihn an, funkelnde Augen und strahlendes Lächeln. “Das würdest du tun? Und denkst du, dein Vater wäre damit einverstanden? Ich würde mich unglaublich geehrt fühlen.” Sie summte leise vor Freude, und auf dem Weg kamen viele Erinnerungen zurück. “Meine Mutter liebte die Ornithologie, sie hatte immer Vögel zuhause. Auch verletzte, die sie dann wieder gesund pflegte. Ich habe viel von ihr gelernt. Vater fand sie zwar immer ein wenig lästig, wenn sie in seinen Weingärten herumflatterten, aber er war meiner Mutter vollkommen erlegen.” Fast so wie Grace Alden, aber das sagte sie natürlich nicht. Womöglich konnte er das jetzt schon auch ohne Worte ganz gut an ihrem verliebten Gesichtsausdruck erkennen.
Der Waldsee, die Idylle und Ruhe nahmen sie beide so ein, dass sie schnell alles Andere vergaßen. Erwartungen, Standesunterschiede, andere Menschen. Es gab nur noch sie beide. Grace hatte lange auf den See hinausgesehen, ihre Gedanken so weitläufig wie die Landschaft, und als sie sich auf Alden konzentrierte, war da… nichts mehr. Keine bedrückenden Gedanken, keine fröhlichen, einfach nichts. Da war nur noch Gefühl. Ihre Mundwinkel verzogen sich ein wenig nach oben, und sie kam nicht umhin, erneut darüber zu staunen, wie schön dieser Mann war. Kein Wunder ,dass die Frauen ihm reihenweise erlagen. Und doch hatte er sie hierher mitgenommen und sie wusste, was das für eine Ehre war. Als sie sich für den ersten kleinen Kuss nach unten beugte, war es nicht mehr als eine sanfte Berührung, doch der zweite Kuss… Grace legte all ihre Gefühle in diese Berührung. Alden zog sie näher an sich und ihr gesamter Körper kribbelte und summte; und als sie seine Zunge spürte, lächelte sie in den Kuss hinein. Fast automatisch ließ sie ihn ein, und ihre Hand umfasste sanft seine Wange. Sie war wahrscheinlich nicht gut in solchen Dingen; unerfahrener, als er es war, mit Sicherheit, und dennoch gab Alden ihr niemals das Gefühl, irgendetwas falsch zu machen. Sie fühlte sich einfach… wohl. Angekommen. Ihre Augen waren geschlossen, und sie fühlte nur noch, als sie sich in Alden´s Armen geborgener fühlte als irgendwo sonst auf dieser Welt.
Es war ein Akt der puren Willenskraft, sich dann wieder ein Stück vom Ritter zu lösen. Lächelnd sah sie ihn an, abwartend, und drückte schließlich noch einen sanften Kuss auf diese wunderbar einladenden Lippen. “Du bist so vorsichtig und abwartend.” Sie wusste, warum. Oder konnte es sich zumindest vorstellen. “Ich weiß, dass du mich nicht überfordern willst, aber das tust du nicht. Wenn mir etwas nicht passt, sage ich es dir, ja?” Durch die ganzen unerwarteten Bewegungen hatten sich einige lose Strähnen aus ihrem Zopf freigemacht, doch Grace schenkte ihnen keine Beachtung, weil alles einfach nur auf Alden konzentriert war. “Ich kann dir nicht versprechen, dass es… für dich ebenso schön wird wie für mich. Du bist eindeutig erfahrener in all diesen Dingen.”
