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A kind gesture can reach a wound that only compassion can heal
10.09.1016 - 15:00
Palastgärten des Großkönigs
Trigger: Hinrichtung, Flucht, Gewalt
Elithea Trakas Orpheus Castellanos

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Elithea Trakas
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#3
Iulia nahm sich die Freiheit, die umliegenden Beete zu inspizieren. Mal hie und mal da steckte sie neugierig ihre Nase in die Blüten und versuchte jede Pflanze bei ihrem Namen zu nennen. Was denn keiner wusste, nämlich nicht mal ihre Herrin Elithea, war, dass sich die gute Dienerin eingehend für den Garten und seine Blumen interessierte. Wenn sie könnte, dann würde sie gar selbst ein kleines Stückchen Garten ihr Eigen nennen wollen, um das sie sich kümmern dürfte. Hauptsache bunt und duftig, Anziehungspunkt für viele schwirrende Schmetterlinge und geeignet dafür, immer wieder schmucke Sträuße für den Innenraum abschneiden zu können. Elithea hingegen saß ruhig und anständig auf ihrem Hocker unter dem Sonnenschirm, die Hände in ihrer Schoß gefaltet. Sie hatte einfach nur die Augen geschlossen und ergab sich der Ruhe, die dieser wunderbare Ort auf sie ausstrahlte. Umwoben von zarten Gerüchen und fröhlichem Vogelgesang, vertiefte sie sich in ihre eigene Gedankenwelt, ließ sich davon treiben von der Erinnerung an das Geschehene und den vagen Bildern einer unbekannten Zukunft. In beidem, sowohl dem Blick zurück als auch dem Blick nach vorn allerdings drängte sich immer wieder eine Gestalt in den Vordergrund. Immer dann, wenn sich die Bilder zu düster färbten und ihr Herz sich mit Schrecken und Verzweiflung füllte, trat ein dunkle Schattenfigur in den Fokus, beruhigte sie und gab allein durch seine Präsenz ein Gefühl von Stabilität und Sicherheit. Und genau das zauberte ihr dann ein sanftes, mildes Lächeln auf die Lippen.

"Herrin, er kommt.“ rief Iulia so unauffällig wie möglich ihrer Herrin zu als sie den sich nähernden Königssohn in der Ferne erkannte. Zum Glück, so geistesabwesend beide junge Frauen gerade waren, wäre es wirklich ein peinlicher Fauxpas gewesen, hätten sie ihn gar noch ‚vergessen‘. Allerdings hatte sich die gute Dienerin zu weit von ihrer Herrin entfernt gehabt und musste nun an einigen Beeten vorbei, am Besten ohne dabei zu stolpern. Elithea sah mit ruhigem Blick dem jungen Prinzen entgegen und erhob sich vom Hocker, wie es sich gehörte. "Gehst du weg!“ wachelte Iulia eine besonders lästige Wespe davon. "Iulia, reiß dich zusammen.“ atmete Elithea tief durch. Nun hieß es Haltung bewahren. Doch Orpheus offenes, herzliches Auftreten, machte es Elithea leicht, sich ein wenig zu entspannen. Mit gleicher Miene trat sie ihm also mit einem anmutigen Knicks entgegen, den Kopf in höflichem Respekt geneigt. "Eure Majestät.“ wartete sie, bis er sich gesetzt hatte und nahm dann auch wieder Platz. Iulia blieb im Schatten, in gehorsamen Abstand. "Habt vielen Dank, mein Prinz, dass ihr trotz eurer anstehenden Hochzeit Zeit für eine Einladung gefunden habt.“ betrachtete sie den jungen Mann aufmerksam. Hübsch war er immer schon gewesen, eine eher intellektuelle Attraktivität, die nicht von vielen Muskeln gespeist war, sondern von einem wachen Geist und tiefgründigen Augen, in denen ein gewisser Schwermut zu erkennen war, in dem sich Elithea selbst wieder fand.

Der goldgrüne Tee, den der Diener in zwei goldgeränderte Tassen aus feinstem Porzellan fließen ließ, strömte einen warmen, blumig-fruchtigen Duft aus, der ein wenig von Ferne träumen ließ. Gerade, als Elithea nach einer Tasse greifen wollte, überraschte sie das freundliche Kompliment des jungen Castellanos. Sie war es nicht gewohnt, dass jemand sie mit ernster Ehrlichkeit als ‚bezaubernd‘ bezeichnete, ohne dass darin irgendwelche Hintergedanken verpackt waren. "Vielen Dank“ wiederholte sie sich mit dem Bedanken. Und musste neuerlich verstohlen Lächeln. Irgendwie war sie noch immer nicht ganz sicher, wie sie die Situation einschätzen sollte, welchen Grund denn die Einladung hatte, oder ob es wirklich nur reine höfliche Freundlichkeit war, die den jungen Orpheus bewegt hatte. Vorsichtig nahm sie einen Schluck des Tees, stellte anschließend die Tasse wieder auf den Tisch. Mit den Leckereien hielt sie sich allerdings noch zurück. Sie wollte ja nicht gierig oder verfressen wirken.

Seine nächste Aussage aber erklärte dann alles. Natürlich interessierte er sich für das Geschehene, dass die Familie aus Eastergold Meadow in die Hauptstadt getrieben hatte. Elitheas Miene wurde für einen Moment von einem Schleier der Trauer überschattet, ehe sie sich wieder fasste und versuchte seinem Blick entgegenzuhalten. "Es ehrt euch, dass ihr danach fragt, eure Majestät. Mittlerweile haben wir uns ein durchaus einleben können in der Villa, die eure Familie uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt habt. Das Leben in King’s Portal und eure bevorstehende Hochzeit sind eine willkommene Abwechslung.“ lächelte sie dem Prinzen zu, versuchte abzuschätzen, in wie weit sie ehrlich und offen sein konnte ihm von den Sorgen und Nöten der Familie zu erzählen, die nicht einmal unter den Geschwistern oder mit der Mutter bisher angesprochen wurden. "Es tut gut sich unter dem Schutze eurer Familie wieder sicher fühlen zu können.“ beließ sie es vorerst bei oberflächlichen Floskeln. Sollte sie das Thema wechseln? Ihn vielleicht auf die Hochzeitsvorbereitungen ansprechen? Ihre Hilfe anbieten? Ach, wie gern hätte sie einfach frei von der Seele gesprochen und doch war es wohl nicht angemessen, den Kronprinzen mit zu innigen Details zu belästigen.
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RE: A kind gesture can reach a wound that only compassion can heal - von Orpheus Castellanos - 17-09-2024, 21:08
RE: A kind gesture can reach a wound that only compassion can heal - von Elithea Trakas - 22-09-2024, 19:39
RE: A kind gesture can reach a wound that only compassion can heal - von Orpheus Castellanos - 05-11-2024, 22:45
RE: A kind gesture can reach a wound that only compassion can heal - von Orpheus Castellanos - 19-12-2024, 18:20

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