31-10-2024, 13:10 - Wörter:
Where the lights dance bright and the wild winds roam
Skadi & Rajani | 30.09.1016 | 14:00 Uhr

Sie beobachtete aufmerksam das Gebären der Dunkelhaarigen. Es fühlte sich so an, als würde sie ihr Kompliment zwar genießen, aber irgendwie herunterspielen. Trotzdem ließ sich die Sommerländerin ihre Begeisterug nicht nehmen und bekam ein aufgeregtes Funkeln in den Augen, als sie die Chance witterte zu einer guten Schneiderin zu kommen. "Ja, bitte", murmelte sie leise und lauschte alsbald den nächsten Worten ihrer neuen Bekanntschaft. "Es freut mich Dich kennen zu lernen, Iulia", erwiderte Rajani und verfiel aus lauter Reflex in einen kleinen Knicks.
Dass die junge Frau so schnell durchschaute aus welchem Land Rajani kam und sogar noch wusste, weswegen sie hier war, sog sie überrascht die Luft ein. Entweder hatte sie eine ungewöhnlich gute Gabe zu kombinieren oder aber sie wusste mehr, als sie preisgab. Die Parikh tat sich aktuell noch etwas schwer damit ihr zu vertrauen, auch wenn alles in ihr danach schrie, dass sie mit Iulia befreundet sein wollte. Sie hatte eine Aura aus Charisma, die die Gesellschafterin ein wenig neidisch machte. Immer wieder schielte sie verstohlen zu der jungen Frau und musste ein tiefes Seufzen unterdrücken. Doch in dem Moment, in dem die Andere nach ihrer Heimat fragte, waren alle Zweifel von jetzt auf gleich wie weggeblasen. Wie der Sand in der Wüste von Matariyya bei einem sanften Windstoß. Vergessen waren die Zweifel an der Aufrichtigkeit der Anderen. Jemand, der so voller Herzblut von ihrer Heimat schwärmte, konnte ja nur guten Herzens sein, oder?
"Ihr habt eine wunderbare Gabe, Mylady", antwortete Rajani und schenkte ihr ein Lächeln. "In der Tat bin ich die Gesellschafterin von Prinzessin Naila ben Sahid und werde ihr für die Hochzeit und die Zeit danach zur Seite stehen. Es ist mir eine Ehre hier in Castandor sein zu dürfen", plauderte die Parikh verträumt vor sich hin. "Sollte ich noch einmal zurück in die Heimat reisen, kann ich Euch bestimmt mitnehmen. Wir müssen uns nur eine geeignete Tarnung für Dich überlegen", stellte sie kichernd fest und versteckte das Lachen für einen kurzen Moment hinter vorgehaltener Hand. "Und ja, ich verspreche Dir, die Elefanten sind in der Realität noch so viel eindrucksvoller, als man es sich vorstellen kann. Aber... das Reiten auf ihnen ist sehr unbequem, wie ich finde", plapperte sie weiter und suhlte sich in ihrer eigenen Begeisterung über ihre Heimat. "Erzählt doch mal, was könnt ihr besonders gut? Oder geht ihr einem Beruf nach? Darüber finden wir bestimmt eine Möglichkeit dich mit nach Matariyya zu nehmen", überlegte sie laut und dachte für den Moment überhaupt nicht mehr an irgendetwas Böses.
