30-11-2024, 17:02 - Wörter:
Seit seine Frau schwanger war und Erik... zugänglicher als zu den rauen Zeiten der Schlacht um Eastergold Meadow, schien es, als würde keine Nacht vergehen, in der sie sich nicht mit einer ungenierten Vertrautheit an seine Seite schmiegte und mit leiser Dringlichkeit nach mehr verlangte. Ihre Nähe, ihre Wärme, der sanfte Druck ihres Körpers gegen seinen – all das sprach eine Sprache, die keine Worte brauchte, und Erik war mehr als bereit, darauf einzugehen. Auch in dieser Nacht war es nicht anders. Ihr Flüstern, kaum mehr als ein Hauch, erreichte ihn, löste die letzten Fäden des Schlafes aus seinem Geist. „Ich will dich.“, hatte sie gesagt, ihre Stimme rau und von einer Sehnsucht getragen, die ihn durch und durch weckte. Erik brauchte keinen Moment der Überlegung – die Leidenschaft in ihren Worten war ein Ruf, dem er nur zu gerne folgte.
Ihre Berührung, das leise Ziehen ihrer Finger über seine Haut, ließ ihn jede Erschöpfung vergessen, die der Tag ihm abverlangt hatte. In diesem Moment war es nur sie, nur ihr Wunsch, der sein Herz schneller schlagen ließ, während er sich bereitwillig in die Hitze und Intimität ihrer gemeinsamen Nacht stürzte.
Es war ein nerviges Stakkato, ein wiederkehrendes Geräusch, das nur durch den günstig – oder, je nach Perspektive, ungünstig – stehenden Wind an die massiven Mauern der Wolfsburg getragen wurde. Erik lag im Halbdunkel, seine Frau fest in den Armen, während sie mit geschlossenen Augen langsam wieder in den Schlaf zu gleiten schien. Ihr Atem ging gleichmäßig, ein beruhigender Rhythmus gegen die störende Unruhe von draußen.
„Er ist wieder da draußen.“, hatte sie leise geflüstert, kaum mehr als ein Hauch, und doch konnte Erik das unmissverständliche Drängen in ihren Worten hören. Es war nicht direkt eine Bitte, eher ein unausgesprochener Befehl, der ihn aus der trügerischen Behaglichkeit ihres gemeinsamen Lagers riss. „Du weißt schon, dass es ziemlich unfair ist, dass ich jetzt raus muss, während du dich hier unter den Pelzen einrollen kannst, huh?“, er grinste schief, auch wenn er wusste, dass sie die Worte im Halbschlaf nur halb wahrnahm.
Mit wenigen Handgriffen hatte er sich angezogen und hatte den Raum verlassen. Mit großen Schritten durchquerte er die Flure, folgte einen altbekannten Pfad der ihn an den Ort führen würde, an dem er und Leif schon im Knabenalter herumgelungert und ihre Kräfte unter Beweis hatten stellen wollen. Er erinnerte sich gerne daran.
Es waren nicht nur Reinkas Worte, die ihn aus dem warmen Lager gelockt hatten, auch wenn sie den Anstoß gegeben hatten. Nein, es war die Sorge, die ihn antreiben ließ. Eine Sorge um Leif, die er nicht ignorieren konnte, auch wenn er es vielleicht gewollt hätte. Erik kannte Leif seit einer halben Ewigkeit. Er hatte die Höhen und Tiefen seines besten Freundes und Waffenbruders miterlebt, hatte ihn in allen Facetten seines Wesens gesehen – doch diese Unruhe, die er nun in Leif wahrnahm, war etwas Neues. Vielleicht bemerkte es niemand außer ihm, aber Erik sah sie, spürte sie in den unausgesprochenen Worten, in den rastlosen Bewegungen. Es war, als ob Leif gegen einen unsichtbaren Sturm ankämpfte, und Erik wusste, dass er ihm beistehen musste – so wie Leif es für ihn in zahllosen Momenten getan hatte. Denn wenn einer fiel, fielen sie beide.
Die Geräusche wurden deutlicher, bis Erik schließlich Leif erblickte. Die kalte Luft des nahenden Winters lag schwer über dem Gelände und schnitt mit frostigen Fingern durch die Nacht, doch der hochgewachsene Hüne vor ihm schien davon unbeeindruckt. Im silbrigen Licht des hochstehenden Mondes zeichnete sich Leifs breite Gestalt ab, sein Rücken gekrümmt von der wiederholten Bewegung des Axtschlags. Holzsplitter lagen wie dunkle Sterne auf dem Boden verstreut. Erik blieb kurz stehen, sein Blick wanderte über die Szene, und ein leichtes Lächeln huschte über sein Gesicht. Die Anstrengung zeichnete sich in Leifs Bewegungen ab – der langsamer werdende Rhythmus, das tiefe Aufatmen nach jedem Schwung. Offensichtlich war sein Freund schon eine ganze Weile hier draußen, seine Kraft an dem alten Baumstumpf messend.
„Du hättest auch einfach schon das Holz für den Winter fertig hacken können.“, rief Erik schließlich mit einem Hauch Heiterkeit in der Stimme, während er gemächlich auf ihn zuging, „anstatt diesen armen Baumstumpf in Späne zu verwandeln.“, seine Worte schwebten für einen Moment in der kalten Nachtluft, bevor er eine Hand auf Leifs Schulter legte.
Die Hitze, die von Leifs Körper abstrahlte, traf Erik wie eine Welle und kondensierte in dampfenden Schwaden in der eisigen Kälte. „Aber ich nehme an, das hier ist weniger für den Winter und mehr für deinen Kopf, was?“, er sprach leise, fast einfühlsam, auch wenn das Schmunzeln auf seinen Lippen nicht ganz verschwand.
Ihre Berührung, das leise Ziehen ihrer Finger über seine Haut, ließ ihn jede Erschöpfung vergessen, die der Tag ihm abverlangt hatte. In diesem Moment war es nur sie, nur ihr Wunsch, der sein Herz schneller schlagen ließ, während er sich bereitwillig in die Hitze und Intimität ihrer gemeinsamen Nacht stürzte.
Es war ein nerviges Stakkato, ein wiederkehrendes Geräusch, das nur durch den günstig – oder, je nach Perspektive, ungünstig – stehenden Wind an die massiven Mauern der Wolfsburg getragen wurde. Erik lag im Halbdunkel, seine Frau fest in den Armen, während sie mit geschlossenen Augen langsam wieder in den Schlaf zu gleiten schien. Ihr Atem ging gleichmäßig, ein beruhigender Rhythmus gegen die störende Unruhe von draußen.
„Er ist wieder da draußen.“, hatte sie leise geflüstert, kaum mehr als ein Hauch, und doch konnte Erik das unmissverständliche Drängen in ihren Worten hören. Es war nicht direkt eine Bitte, eher ein unausgesprochener Befehl, der ihn aus der trügerischen Behaglichkeit ihres gemeinsamen Lagers riss. „Du weißt schon, dass es ziemlich unfair ist, dass ich jetzt raus muss, während du dich hier unter den Pelzen einrollen kannst, huh?“, er grinste schief, auch wenn er wusste, dass sie die Worte im Halbschlaf nur halb wahrnahm.
Mit wenigen Handgriffen hatte er sich angezogen und hatte den Raum verlassen. Mit großen Schritten durchquerte er die Flure, folgte einen altbekannten Pfad der ihn an den Ort führen würde, an dem er und Leif schon im Knabenalter herumgelungert und ihre Kräfte unter Beweis hatten stellen wollen. Er erinnerte sich gerne daran.
Es waren nicht nur Reinkas Worte, die ihn aus dem warmen Lager gelockt hatten, auch wenn sie den Anstoß gegeben hatten. Nein, es war die Sorge, die ihn antreiben ließ. Eine Sorge um Leif, die er nicht ignorieren konnte, auch wenn er es vielleicht gewollt hätte. Erik kannte Leif seit einer halben Ewigkeit. Er hatte die Höhen und Tiefen seines besten Freundes und Waffenbruders miterlebt, hatte ihn in allen Facetten seines Wesens gesehen – doch diese Unruhe, die er nun in Leif wahrnahm, war etwas Neues. Vielleicht bemerkte es niemand außer ihm, aber Erik sah sie, spürte sie in den unausgesprochenen Worten, in den rastlosen Bewegungen. Es war, als ob Leif gegen einen unsichtbaren Sturm ankämpfte, und Erik wusste, dass er ihm beistehen musste – so wie Leif es für ihn in zahllosen Momenten getan hatte. Denn wenn einer fiel, fielen sie beide.
Die Geräusche wurden deutlicher, bis Erik schließlich Leif erblickte. Die kalte Luft des nahenden Winters lag schwer über dem Gelände und schnitt mit frostigen Fingern durch die Nacht, doch der hochgewachsene Hüne vor ihm schien davon unbeeindruckt. Im silbrigen Licht des hochstehenden Mondes zeichnete sich Leifs breite Gestalt ab, sein Rücken gekrümmt von der wiederholten Bewegung des Axtschlags. Holzsplitter lagen wie dunkle Sterne auf dem Boden verstreut. Erik blieb kurz stehen, sein Blick wanderte über die Szene, und ein leichtes Lächeln huschte über sein Gesicht. Die Anstrengung zeichnete sich in Leifs Bewegungen ab – der langsamer werdende Rhythmus, das tiefe Aufatmen nach jedem Schwung. Offensichtlich war sein Freund schon eine ganze Weile hier draußen, seine Kraft an dem alten Baumstumpf messend.
„Du hättest auch einfach schon das Holz für den Winter fertig hacken können.“, rief Erik schließlich mit einem Hauch Heiterkeit in der Stimme, während er gemächlich auf ihn zuging, „anstatt diesen armen Baumstumpf in Späne zu verwandeln.“, seine Worte schwebten für einen Moment in der kalten Nachtluft, bevor er eine Hand auf Leifs Schulter legte.
Die Hitze, die von Leifs Körper abstrahlte, traf Erik wie eine Welle und kondensierte in dampfenden Schwaden in der eisigen Kälte. „Aber ich nehme an, das hier ist weniger für den Winter und mehr für deinen Kopf, was?“, er sprach leise, fast einfühlsam, auch wenn das Schmunzeln auf seinen Lippen nicht ganz verschwand.
