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I do a Thing called What the Fuck I Want
11.09.1016 - 06:30
Irgendwo in den weiten Hügeln von Walleydor
Trigger: Grobe Sprache
Ivar Lorenson Khaled bin Sharif

Winter's Breed
Ivar Lorenson
Heimatlose - Admin
Alter 28
Beruf Söldner
Wohnort Überall
Stand Ledig
User Letha
#3
Da hatte Ivar also die Retourkutsche. Kaum versuchte er mal, ihnen beiden etwas Gutes zutun und die unerträglich schwere Stille aufzulockern, mit irgendeinem mentalen Kuhfladen, der ihn beschäftigte, bereute er sofort, auch nur ein Wort gesprochen zu haben. Es war ja nicht nur das elendige Lächeln, das ihn sein Gesicht verziehen ließ (denn tatsächlich sah er Khaled seit dem ‘Vorfall’ zum ersten Mal lachen und was das für eine Wirkung auf ihn hatte, na ja), sondern vor allem die Bilder, die er so erfolgreich in Ivars benebeltes Gehirn pflanzte, dass er schon gar nicht mehr das Schmatzen der Kuhfladen hörte. In seinem Fieberwahn mochte nicht mehr viel hängen geblieben sein, aber er war sich sicher gewesen, dass ein schöner Engel ihn sauber geküsst hatte, halb Fuchs, halb Göttin mit dunklen Haaren. Das dreckige Wasser war ihre Spucke gewesen, die erstaunlich gut geschmeckt hatte. Na, schönen Dank auch fürs Träume versauen.
“Hätte echt nicht wissen müssen, dass du das warst”, gab er angepisst zurück und zog seine Arme etwas enger um seinen Oberkörper. “Und frierst du nicht? Du bist der Sommerstinker unter uns, ihr habt doch nie so feuchtes Wetter.” In der Tat ergab es wohl am allerwenigsten Sinn, dass ausgerechnet Ivar unter ihnen fror, der doch im kältesten Winter aufgewachsen war; auf allen Ebenen, die er ungern ausführen wollte. Genauso wenig wollte er zugeben, dass er sich mittlerweile fast an die Temperaturen in Matariyya gewöhnt hatte, so oft, wie er dort zugegen war. Gewesen war. Sicher würde er erstmal keinen Fuß mehr in dieses Land setzen, das noch mehr stank als die Kuhfladen, nachdem sie ihn unrechtens in die Armee gepackt und ihn auch noch seiner Dolche beraubt hatten. Kontakte in die Unterwelt hin oder her.
Nein, wie sonst auch, wenn er sich vom Boden aufrappelte und von ganz vorne anfing, würde er sich einen kleinen Ort suchen, wo man seine Hilfe brauchte, Geld und Kleidung anschäffeln, und dann weiterziehen. Sein Leben hatte seit dem Kopfgeld in seiner Heimat nie anders ausgesehen und würde vermutlich auch nie wieder eine andere Form annehmen. Mal hatte er Glück, mal Pech (öfter Pech) mit den Orten, die ihn aufnahmen und wieder abstießen, und oft zog es ihn einfach woanders hin. Immer die Nase nach Reichtum ausgerichtet, wie es nur die echten Söldner taten. So musste man keine Gedankenkraft an den nächsten Tag verschwenden.
Die Nase mit dem nächsten Schnodder hochziehend, richtete sich sein Blick in die Ferne, als würde er etwas durch den Nebel sehen können. “Wir suchen uns einen Ort mit einer Gaststätte. Essen was. Schlafen ne Runde. Und dann gucken wir nach Arbeit.” Kurz richtete sich sein Blick auf Khaleds Hand, aber er sagte nichts. “Du kannst dich nützlich machen, die Fratzen hier sind alle stinkreich mit ihren Bienenstöcken. Schonmal von ner Biene gestochen worden?” Er fragte für einen Freund, und für einen Moment spiegelte sich die Nebelerscheinung von Ivars typisch dreckigem Grinsen auf seinen Lippen wider. “Mit ein bisschen Glück haben die Bauern schöne Töchter. Wurden von ihren Männern für den Krieg verlassen oder so. So jemandem wie dir kann eine Frau in Walleydor doch kaum widerstehen.” Eventuell war es genau Ivars Art, seinen Begleiter von der Trauer abzulenken, die er wie eine Schleimspur hinter sich herzog und Ivar wirklich mehr als einmal die Nase hatte rümpfen lassen. Noch schlimmer war es, dass er ihn verstand. Irgendwie. Von jemandem verschmäht zu werden, der einem ans Herz gewachsen war, war nie ein schönes Gefühl, und Ivar wusste ganz genau, dass er das Problem an Khaleds Stelle am liebsten gleich niederbrennen würde. Mit einer gehörigen Portion Branntwein und einer ausladenden Hüfte auf seinem Schenkel. Bauerntöchter hatten nichts mit den trainierten Körpern einer Söldnerin gemein, aber ein bisschen Spaß hier, ein bisschen Ablenkung da, der Söldner nahm immer genau das, was sich ihm gerade anbot. Das Leben war zu kurz, um jemandem hinterher zu weinen, die einen nicht haben wollte.
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RE: I do a Thing called What the Fuck I Want - von Khaled bin Sharif - 01-12-2024, 18:30
RE: I do a Thing called What the Fuck I Want - von Ivar Lorenson - 14-12-2024, 09:34
RE: I do a Thing called What the Fuck I Want - von Khaled bin Sharif - 29-12-2024, 14:24

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