20-12-2024, 23:20 - Wörter:
Valda schien förmlich zu leuchten vor Begeisterung, als sie den Ausführungen des Ritters lauschte. Ihre Augen glänzten, als sie sich vorstellte, wie sie durch das Dickicht rannte, sich die Hände und Knie im Dreck verschmutzte und dabei das unbeschwerte Lachen in der Luft lag. Die Vorstellung, im lauwarmen Wasser der frühlingsländischen Seen zu schwimmen, musste für sie wie ein verlockendes Abenteuer wirken – ein Kontrast zu allem, was sie bislang gekannt hatte.
Sanna konnte das strahlende Lächeln ihrer Tochter sehen, wie es sich über ihr Gesicht zog, während sie von diesen neuen, aufregenden Möglichkeiten träumte. Es war, als wäre Valda bereit, in diese Welt einzutauchen, ohne Zögern, ohne Scheu. Die Freiheit, die der Ritter beschrieb, schien für sie ein leuchtendes Versprechen zu sein, etwas, das sie nach all den düsteren und stillen Tagen ihrer Reise tief in sich suchte. Und nun fand. "Ich befürchte um diese Versprechen werdet Ihr nicht mehr herumkommen - Valda wird sich daran erinnern und mich und Euch.", und als wollte sie die Worte ihrer Mutter bestätigen, nickte das kleine Mädchen kräftig mit dem Kopf.
Vielleicht waren es keine schlechten Aussichten, dachte Sanna, dass Farid durch seine losen Versprechungen an Valda und damit auch an sie gebunden war - auch wenn die Erfüllung selbstverständlich noch in den Sternen stand. Diese Gedanken blieben vage, flogen wie ein schwacher Wind durch ihren Kopf, doch inmitten der Unruhe, die sie begleitete, gab er ihr eine seltsame Ruhe. Farids erfrischende Art, seine natürliche Unkompliziertheit, lockerte den Kloß, der sich immer wieder in ihrem Hals bildete. Er lenkte sie ab, ohne viel zu tun, nur durch seine Anwesenheit, die nichts von der Schwere der Welt zu wissen schien. Er war einfach nett, offen, und schenkte ihrer Tochter die Aufmerksamkeit, nach der Valda sich so sehr gesehnt hatte. Diese Zuwendung, die sie von ihrem eigenen Vater viel zu selten erfahren hatte.
Sanna beobachtete die beiden, wie sie miteinander lachten. Doch gleichzeitig war da diese bittersüße Erkenntnis. Die Besuche von Leif waren immer spärlich gewesen – und das war kein Zufall und erst Recht keine böse Absicht von Norsteadings Thronfolger gewesen. Natürlich nicht, dachte Sanna mit einem Anflug von Traurigkeit. Valda war ein Geheimnis, ein Bastard, und in einem Königshaus war ein solches Kind nicht sonderlich willkommen. Sie wusste es, sie hatte es immer gewusst, aber es zu akzeptieren fiel ihr schwer.
"... Aber nur heimlich, weil bei uns Frauen eher… anständig sind."
Sanna konnte ein Lachen nicht unterdrücken. Es kam plötzlich, sprudelnd und überraschend, wie ein klarer Bach, der sich durch einen Stein bricht. Ihre Kehle vibrierte von diesem Klang, glockenhell und unerwartet sanft. „Oh...“, perlte es fast zärtlich von ihren Lippen, während ein heiterer Ausdruck ihre Augen ergriff, der alles andere als gekünstelt war.
Ein Hauch von Schalk zog über ihr Gesicht, als sie ihn ansah, und ihr Lächeln war selbstbewusst, mit einem Funken von Leichtigkeit, den sie selten zeigte. „Anständig oder abhängig?“ Die Worte kamen mit einem flimmernden Glanz in ihren Augen, der deutlich machte, dass sie sich für einen Moment wieder ganz sie selbst fühlte.
Sanna konnte das strahlende Lächeln ihrer Tochter sehen, wie es sich über ihr Gesicht zog, während sie von diesen neuen, aufregenden Möglichkeiten träumte. Es war, als wäre Valda bereit, in diese Welt einzutauchen, ohne Zögern, ohne Scheu. Die Freiheit, die der Ritter beschrieb, schien für sie ein leuchtendes Versprechen zu sein, etwas, das sie nach all den düsteren und stillen Tagen ihrer Reise tief in sich suchte. Und nun fand. "Ich befürchte um diese Versprechen werdet Ihr nicht mehr herumkommen - Valda wird sich daran erinnern und mich und Euch.", und als wollte sie die Worte ihrer Mutter bestätigen, nickte das kleine Mädchen kräftig mit dem Kopf.
Vielleicht waren es keine schlechten Aussichten, dachte Sanna, dass Farid durch seine losen Versprechungen an Valda und damit auch an sie gebunden war - auch wenn die Erfüllung selbstverständlich noch in den Sternen stand. Diese Gedanken blieben vage, flogen wie ein schwacher Wind durch ihren Kopf, doch inmitten der Unruhe, die sie begleitete, gab er ihr eine seltsame Ruhe. Farids erfrischende Art, seine natürliche Unkompliziertheit, lockerte den Kloß, der sich immer wieder in ihrem Hals bildete. Er lenkte sie ab, ohne viel zu tun, nur durch seine Anwesenheit, die nichts von der Schwere der Welt zu wissen schien. Er war einfach nett, offen, und schenkte ihrer Tochter die Aufmerksamkeit, nach der Valda sich so sehr gesehnt hatte. Diese Zuwendung, die sie von ihrem eigenen Vater viel zu selten erfahren hatte.
Sanna beobachtete die beiden, wie sie miteinander lachten. Doch gleichzeitig war da diese bittersüße Erkenntnis. Die Besuche von Leif waren immer spärlich gewesen – und das war kein Zufall und erst Recht keine böse Absicht von Norsteadings Thronfolger gewesen. Natürlich nicht, dachte Sanna mit einem Anflug von Traurigkeit. Valda war ein Geheimnis, ein Bastard, und in einem Königshaus war ein solches Kind nicht sonderlich willkommen. Sie wusste es, sie hatte es immer gewusst, aber es zu akzeptieren fiel ihr schwer.
"... Aber nur heimlich, weil bei uns Frauen eher… anständig sind."
Sanna konnte ein Lachen nicht unterdrücken. Es kam plötzlich, sprudelnd und überraschend, wie ein klarer Bach, der sich durch einen Stein bricht. Ihre Kehle vibrierte von diesem Klang, glockenhell und unerwartet sanft. „Oh...“, perlte es fast zärtlich von ihren Lippen, während ein heiterer Ausdruck ihre Augen ergriff, der alles andere als gekünstelt war.
Ein Hauch von Schalk zog über ihr Gesicht, als sie ihn ansah, und ihr Lächeln war selbstbewusst, mit einem Funken von Leichtigkeit, den sie selten zeigte. „Anständig oder abhängig?“ Die Worte kamen mit einem flimmernden Glanz in ihren Augen, der deutlich machte, dass sie sich für einen Moment wieder ganz sie selbst fühlte.
