28-12-2024, 19:51 - Wörter:
In diesem Moment bemerkte Farid so einiges, beispielsweise, dass Valda bei der Erwähnung des Schwimmens geradezu leuchtete: und damit stand für den Ritter fest, dass er den beiden Damen aus dem Winterland ermöglichen MUSSTE, wovon er eben geschwärmt hatte. Und als sein Blick von Valda zu Sanna glitt, bemerkte Farid noch etwas Anderes. Eine leichte Zuneigung, die sich schnell aufgebaut hatte, einfach, weil sie so eine natürliche, offene Dame war, die sein Herz berührte. Sie und ihre Tochter; aber auch ihre gemeinsame Geschichte, die sie hierher gebracht hatte. Farid sog diesen Moment in sich auf, und er schwor sich, diesen beiden guten Menschen das zu ermöglichen, was sie verdient hatten: nur das beste. „Ich werde mein Möglichstes tun, um Euch beiden das alles zu ermöglichen“, versprach Farid mit dem Lächeln, das ihn so auszeichnete. Voller Leben, voller Liebe. „Und damit hoffe ich Euer beider Herzen für das Frühlingsland zu gewinnen. Ich verstehe, dass Ihr Eure Heimat vermisst, aber vielleicht kann ich Euch einige schöne Flecken meines geliebten Landes zeigen. Und irgendwann vielleicht kann es auch zu Eurem Zuhause werden.“ Valda streckte ihre Hände aus, legte sie um seinen Hals und lachte, doch dann zeigte sie auf etwas, das ihr in den Blick gekommen war. Ein besonders großer Häuserkomplex, und Farid lachte nun mit ihr. „Das, meine Liebe, sind die ersten Gebäude, die zum Herrschaftshaus von Charles Stafford selbst führen.“ Damit ließ er sie nach unten und Valda stürmte auf die erstbesten Fenster zu und wollte hinein lugen. Sie war zu klein, um das tun zu können, also hob Farid sie hoch. „Es ist nicht so interessant, das sind erstmal nur die Wohnkomplexe der Bediensteten.“
Als sie von den Eigenarten der einzelnen Länder sprachen, kam Farid nicht umhin, Sanna entschuldigend anzusehen. Er wusste, dass die Winterländerinnen stolze Frauen waren – zurecht! –, aber hier war das Kämpfen für Frauen einfach verschrien. So etwas gab es schlicht nicht. Aber merkte er da gerade einen Unterton in ihrer Stimme, der eindeutig in seinem Körper ankam und ihn leicht erzittern ließ? Der Ton war neckisch, was ein wenig ungezogen, und sein breites Grinsen nahm das ganze Gesicht ein. „Eine äußerst kluge Frage“, lachte er und versuchte ihr wirklich darzulegen, wie das in Walleydor war. Es war schwer, da Sanna einfach anders aufgewachsen war, aber er konnte es womöglich versuchen. „Wir wollen die Frauen nicht abhängig machen, meine Liebe“, begann er also. „Es ist einfach nur immer schon so gewesen; und Ihr wisst, wie schwer es sein kann, festgefahrene Traditionen zu beseitigen. Und wenn ich ehrlich bin, sind die meisten Frauen, die ich kenne, weitaus stärker als so manch Mann an meiner Seite.“ Erneut grinste er breit. „Die können einen zusammenstauchen, und zwar so sehr, dass einem Hören und Sehen vergeht.“
Als sie von den Eigenarten der einzelnen Länder sprachen, kam Farid nicht umhin, Sanna entschuldigend anzusehen. Er wusste, dass die Winterländerinnen stolze Frauen waren – zurecht! –, aber hier war das Kämpfen für Frauen einfach verschrien. So etwas gab es schlicht nicht. Aber merkte er da gerade einen Unterton in ihrer Stimme, der eindeutig in seinem Körper ankam und ihn leicht erzittern ließ? Der Ton war neckisch, was ein wenig ungezogen, und sein breites Grinsen nahm das ganze Gesicht ein. „Eine äußerst kluge Frage“, lachte er und versuchte ihr wirklich darzulegen, wie das in Walleydor war. Es war schwer, da Sanna einfach anders aufgewachsen war, aber er konnte es womöglich versuchen. „Wir wollen die Frauen nicht abhängig machen, meine Liebe“, begann er also. „Es ist einfach nur immer schon so gewesen; und Ihr wisst, wie schwer es sein kann, festgefahrene Traditionen zu beseitigen. Und wenn ich ehrlich bin, sind die meisten Frauen, die ich kenne, weitaus stärker als so manch Mann an meiner Seite.“ Erneut grinste er breit. „Die können einen zusammenstauchen, und zwar so sehr, dass einem Hören und Sehen vergeht.“
