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Die Flüchtlinge von Eastergold Meadow
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#1

Flüchtlinge gesucht

Am Abend des 21. Tages im zweiten Monat der Sonne (21.07.1016) erobert die Streitkraft des Frühlingslandes die Stadt Eastergold Meadow (die bis dahin zum Land des Königs gehörte). Im Verlaufe des Angriffs flüchten sowohl die Angehörigen des ehemaligen Fürsten von Eastergold Meadow, als auch zahlreiche andere Frauen und Kinder.

Die Flüchtlinge sind mittlerweile über Bardon Pass in die Hauptstadt Castandors gelangt und haben über die letzten Monate ein fragiles Leben aufgebaut. Einige von ihnen sind in Bardon Pass geblieben in der Hoffnung, ihre Familien würden zu ihnen stoßen, andere wiederum haben sich mit dem Verlust abgefunden, den ein Krieg nun einmal mit sich bringt. Ein Briefwechsel zwischen ihnen und der frisch eingenommenen Stadt ist kaum möglich.
Unter den Frauen und Kindern besteht die Angst, dass sie nie wieder in ihr vorheriges Leben zurückkehren können. Die Propaganda, die vom Königsland verbreitet wird, findet bei den jüngeren Köpfen besonderen Anklang, die beginnen, das Frühlingsland dafür zu verteufeln, dass sie ihnen die Heimat genommen haben.
Nicht jeder gibt sich damit zufrieden, untätig dabei zuzusehen, wie Castandor am 30.11.1016 NDV abermals daran scheitert, Eastergold Meadow zurück zu erobern und nun Bardon Pass auf dem Schlachtplan steht, aber was können sie schon tun? Bleibt ihnen, den Frauen und Kindern der Zurückgebliebenen, groß etwas anderes übrig, als zuzuschauen? Oder sind Einzelne von ihnen trotz der Umstände bereit, sich gegen ihr Schicksal zu stellen und für ihr altes Leben zu kämpfen?
Geschichten des Überlebens




ARIADNE TRAKAS
54 Jahre, verwitwet | ehemalige Fürstin | JOELY RICHARDSON?


FREI - Du bist geboren und aufgewachsen als eine entfernte Verwandte des Fürstenhauses von Eastergold Meadow. Und es war für Dich ein großes Glück, als Achilleus und Du euch bei einer Feierlichkeit seiner Familie kennengelernt habt. Ihr wart sofort unsterblich ineinander verliebt – und ward es bis heute, auch nach vielen Jahren der Ehe. Ihr hattet viel Glück, denn sein Vater gestattete die Heirat mit Dir. Ihr habt drei Kinder bekommen, zwei Mädchen und einen Erben des Fürstentums. Dein Leben war erfüllt und perfekt. Vielleicht zu perfekt, denn – wie es meistens ist – sobald man sich zurücklehnt und in Sicherheit wiegt, geschieht das Unerwartete und das Undenkbare.
Auf Befehl Deines Gemahls bist Du mit euren Kindern durch die Geheimgänge in die Freiheit geflüchtet – begleitet von den Kindern des Hauptmanns, ein paar Dienerinnen und engen Vertrauten. Die Nachricht über die Hinrichtung Deines Gemahls hat Dich so mitgenommen, dass Du seitdem nicht mehr du selbst bist. Deine Kinder brauchen Dich mehr denn je, doch Du wirst so von deiner Trauer erstickt, dass Du ihnen keine richtige Mutter mehr sein kannst. Bringt die nahende Gefahr, dass der Krieg wieder vor deine Füße getragen wird, Dich doch wieder auf den richtigen Weg, oder wirst Du für immer eine Last für Deine Töchter sein, die verzweifelt einen Weg aus ihrer misslichen Lage suchen?
LARISSA TRAKAS
21 Jahre, ledig | ehemalige Prinzessin, nun Gesellschafterin von Desdemona | CHARLOTTE HOPE?

FREI - Das Erste, was Dir durch den Kopf ging, als du die Situation eurer Flucht realisiert hast, war: Warum ich? Wer nimmt mich denn noch so?
Eigentlich war geplant, noch in diesem Sommer oder spätestens im nahen Herbst eine gute Partie für dich zu machen. Doch darauf kannst Du jetzt kaum noch hoffen. Deine Familie ist auf der Flucht. Ihr seid ohne Heimat. Und wahrscheinlich ohne Titel und Würden.
Die Reise nach Bardon Pass war dir ein einziger Gräuel – zu Fuß, durch die Wildnis, ohne Nahrungsvorräte, ohne frische Kleider, ohne ein Bett und ohne ein Dach über dem Kopf. Du fühltest Dich elend, niedergeschlagen, der Armut preisgegeben. Das Gefühl hat Dich nie richtig losgelassen, und jetzt, wo Du sicher im Palast von King's Portal haust, hast Du dir fest vorgenommen, nie wieder so tief zu sinken.
Denn diese Schmach kannst Du kaum auf Dir sitzen lassen. Du wirst dich von der Prinzessin zur Rächerin verwandeln und zurückholen, was Dein ist.

ELITHEA TRAKAS
18 Jahre, ledig | ehemalige Prinzessin, nun Gesellschafterin von Naila | ANNA POPPLEWELL?


FREI - So wie deine große Schwester sich gebärdet und Deine Mutter still und schweigsam leidet, ist es an Dir, die Moral der Familie oben zu halten. Du warst die Moral des gesamten Flüchtlingstrupps, der sich quälend langsam und fernab der Straßen nach Bardon Pass durchschlagen musste. Obwohl eigentlich immer eine stille und unauffällige Prinzessin, sahst Du deine Stunde gekommen. Irgendjemand musste ja dafür sorgen, dass sich nicht jeder so in Selbstmitleid suhlt, wie deine Schwester. Irgendjemand musste darauf achten, dass Mutter und Bruder genug essen und die Waldläufer regelmäßige Pausen machen. Schließlich ist es nicht jeder gewöhnt, stundenlang oder gar tagelang durch die Wildnis zu marschieren. Du mausertest Dich zur Anführerin des ganzen Flüchtlingszuges und warst die gute Seele für alle.
Auch jetzt, in der Sicherheit der Hauptstadt, wenden sich die Flüchtigen immer noch gerne an Dich, wenn ihnen etwas auf dem Herzen liegt. Selbst die Prinzessin Naila hat eine Freundin in Dir gefunden und weiht Dich gerne in ihre Sorgen ein. Dass der Krieg mit der Übernahme deiner Heimat erst den Anfang genommen hat, macht Dir unheimliche Angst, denn Du bist doch auf bestem Weg, als Erste der Familie eine Heimat in der neuen Umgebung zu finden und die Vergangenheit zu akzeptieren. Die Vorstellung, dass die Menschen um Dich herum wieder leiden könnten, oder dass Dein Bruder in den Krieg ziehen wird? Unverstellbar.
ENDYMION TRAKAS
15 Jahre, ledig | ehemaliger Prinz | MAX PIRKIS?

FREI - Nie, nie hättest Du angenommen, dass es einmal so kommen würde. Schon seit Jahrhunderten ist Eastergold Meadow in Familienbesitz und gerade jetzt, wo Du langsam in das Alter kommst, als Nachfolger deines Vaters betrachtet zu werden, wird Dir der Boden unter den Füßen weggerissen. Es ist ein hartes Los, ein sehr hartes. Vor allem, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Doch was nützt das Jammern? Du musst da durch. Du musst stark bleiben. Du musst jetzt ertragen und später kämpfen, wenn Deine Zeit gekommen ist.
Schon seit der Flucht planst Du das Vorgehen für die Zukunft, auch wenn die Chance auf eine Rückeroberung Deiner Heimat immer unwahrscheinlicher erscheint. Dir gefällt das vorgetäuschte Paradis in der Hauptstadt nicht. Du gehst im Kopf die möglichen Verbündeten und Freunde deines Vaters durch und willst endlich kämpfen. Und gelegentlich verfällst Du in ein gedankliches Loch, aus dem es keinen Ausweg erscheint. Aber Mutter und die Schwestern scheinen dich noch nicht aufgegeben zu haben!

IULIA ATILLA
26 Jahre, ledig | Dienstbotin | HANNAH MURRAY?


FREI - Natürlich hast Du es immer als ein besonderes Privileg wahrgenommen, eine Dienerin des Hauses Trakas sein zu dürfen. Du hattest Glück, denn Bewerber gab es viele. Und auch jetzt, beim Angriff auf eure Stadt, hattest Du Glück. Du bist die engste Dienerin der Familie, die bei der Flucht durch die Geheimgänge dabei war. Nur, weil Du heute einen Abenddienst hattest. Deine Freundinnen sind noch in der Stadt – ebenso wie deine Familie und Du fragst dich seit eurer Flucht, wie es ihnen ergangen ist. Es ist Dir unmöglich, seit der Flucht mehr als ein paar zensierte Briefe aus deiner Heimat in die Finger zu bekommen, und das nagende Gefühl von Verlust wird mit jedem Tag schlimmer.
Unerwarteterweise fandest du Ablenkung in einem der Ritter, die Dich und die Truppe von Bardon Pass in die Hauptstadt begleitet haben. Seit er mit der castandorischen Armee aufbrach, um Deine Heimat zurückzuerobern, seit ihr in regem Briefkontakt, was Dich ebenso zur ersten Anlaufstelle der Fürstenfamilie macht, inoffizielle Informationen von der Front zu erfahren. Doch bist Du damit zufrieden, immer nur die Übermittlerin der Nachrichten zu bleiben, oder zieht es Dich doch nach Bardon Pass näher an die Front, wo Du für Deine Freundinnen und Familie da sein kannst, sollten sie es wider Erwarten doch aus der Stadt schaffen, bevor es zu spät ist?
KASSANDRA ROMANOS
17 Jahre, ledig | Tochter des Hauptmanns, in Bardon Pass | EMILY BROWNING?

FREI - Die meisten Flüchtlinge hörte man weinen oder wehklagen. Dich hörte man eigentlich nur herummeckern. Aber so war das schon immer. Du warst schon als Kind motzig. Und auch jetzt bist Du motzig.
Obwohl du in Bardon Pass geblieben bist, hast auch nach Monaten keine Ahnung, was aus deinem Vater geworden ist. Du weißt nur, dass Du jetzt allein für deinen kleinen Bruder verantwortlich bist und rund um die Uhr nach ihm sehen musst. Sehen solltest. Also zerrst Du ihn am Arm hinter Dir her und rufst ihm nur einen blöden Spruch nach, wenn er mal austreten oder etwas alleine machen will. Du stehst einfach unter Stress und innerer Anspannung. Wann wird sie von Dir abfallen? Wann wirst Du dich mit der Situation abfinden und dein Schicksal hinnehmen? Vermutlich gar nicht – das denken zumindest die anderen. Doch in Dir ist auch Trauer, obwohl die anderen das nicht sehen oder glauben wollen. Du versuchst einfach nur, stark zu bleiben und deine Angst hinter der üblichen Maske von Frechheiten zu verbergen. Es gelingt Dir sehr gut, auch wenn du dich in Bardon Pass unweigerlich der Gefahr des Krieges gegenüberstehen siehst. Ob du auch dieses Mal flüchtest, wenn die frühlingsländische Armee vor deinen Toren steht?

PHILEMON ROMANOS
9 Jahre, ledig | Sohn des Hauptmanns, in Bardon Pass | ART PARKINSON?


FREI - Früher war Deine Schwester nicht so. Zumindest nicht immer. Vater konnte ihr gut Paroli bieten und sie in ihre Schranken weisen. Doch jetzt, wo ihr für euch seid, auf euch allein gestellt, da spielt sie sich als die Große und Starke auf. Ganz so schlimm ist das nicht, denn irgendjemand muss schließlich für euch beide tapfer sein. Dir traut man sowas noch nicht zu – auch wenn Du kein Baby mehr bist! Es gibt bedeutend jüngere Flüchtlinge, die genauso stundenlang gehen mussten, wie Du. Aber jeder sieht in Dir nur den armen kleinen Jungen, der von seiner Schwester angegangen wird. Und das alles nur, weil du ein lahmes Bein hast. Gehen kannst Du schon, Du hast auch keine Schmerzen. Aber es sieht wackelig aus und Du kommst nicht so gut voran, wie Du gerne möchtest. In Bardon Pass kommt Dir die hohe Lage leider gar nicht zugute und Du musst oft die helfenden Hände der Mägde abschütteln, wenn DU dir die Burgtreppen vornimmst. Doch das macht dich noch lange nicht zu einem Trottel. Du bekommst alles mit… die Motzerei deiner Schwester und die bedauernden Blicke aller anderen. Du bist vielleicht körperlich eingeschränkt – aber nicht geistig! Dass Du die Schwachstellen in den Burgmauern sehen kannst, würde man schließlich nie von Dir erwarten.
Bei diesem Canon handelt es sich um ein Forengesuch. Es dient euch als Anregung für mögliche Kriegsflüchtlinge, die sich in den letzten Monaten in ganz Castandor verteilt haben. Die Charaktere sind nicht in Stein gemeißelt und können im Wesentlichen vollkommen frei gestaltet werden (Ausnahme: die fürstliche Familie). Auch die Avatare sind nur Vorschläge unsererseits.

Der von euch erdachte Flüchtling deckt sich mit keinem der hier vorgeschlagenen? Kein Problem – das Gesuch ist beliebig erweiterbar. Wir haben nur die Bedingung, dass ihr uns euren Charakter – insbesondere seine Geschichte am Abend des Überfalls – zunächst vorstellt. Nutzt hierfür bitte die Area für Charaktervorstellungen.

Mit dieser Bitte möchten wir euch nicht gängeln oder in eurer Fantasie einschränken – es geht uns nur darum, dass der „Krieg“ bisher relativ „friedlich“ verlaufen ist und wir nicht möchten, dass euer Charakter irgendwelche Kriegsgräueltaten erlebt hat, die es so nicht gegeben hat. Es gibt wegen unseren Inplayentwicklungen im November auch die Möglichkeit, weitere Flüchtlinge zu spielen, die erst in der gescheiterten Rückeroberung von Eastergold Meadow geflohen sind - da der Krieg deutlich blutiger geworden ist, sind hier auch theoretisch mehr Traumata möglich. Wir bitten euch trotzdem, hier realistisch zu bleiben.

Wir danken für euer Verständnis!

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Die Flüchtlinge von Eastergold Meadow - von Schriftrollenhüter - 22-02-2024, 22:10

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