23-02-2025, 13:39 - Wörter:
Als hätte man ihr eine Ohrfeige verpasst fingen ihre Wangen plötzlich an zu Brennen. Vielleicht wäre ihr ein tatsächlicher Schlag sogar lieber gewesen, als dieses Wortgefecht. Es war verletzend. ER war verletzend. Und das nicht nur wegen seiner Worte. Aber auch. Es waren die Blicke, die er ihr zuwarf. Die stille Übereinkunft zwischen ihnen, dass es wunderbar gewesen war, was sie gehabt haben. Aber vor allem auch die Tatsache, dass es nun vergangen war. Und dass es - wie Caeus gerade gesagt hatte - keine Bedeutung mehr hatte. Er war über sie hinweg gekommen. Anders herum war es schließlich genauso, da sollte sie es nicht wundern, dass er auch nach ihr das Bett mit anderen Frauen geteilt hat. Vielleicht sogar sein Herz. Und nicht einmal hier konnte sie sagen, was für sie schlimmer war. Vanja war keine Frau voller Gefühle. Sie war zersplittert, in tausend Teile geteilt. Ihr war es nicht besonders wichtig, dass jemand romantisch war oder dass man ihr das Blaue vom Himmel erzählte. Sie wollte gewollt werden. Und das nicht nur, wie ein normaler Mann eine normale Frau wollte. Sie wollte, dass man sich nach ihr verzehrte und dafür waren ihr beinahe alle Mittel Recht. Die Aufmerksamkeit, wenn sie spürte, dass sie im Mittelpunkt der Gedanken Anderer war, war Alles für sie. Daher war sie sich nicht einmal sicher, ob es sie verletzte, dass er andere Frauen geliebt hatte, doch sie wollte so sehr, dass es JETZT gerade anders war. Sie wollte in seinem Mittelpunkt stehen. Sie wollte die Frau sein, die ihn nicht schlafen ließ. Die sich ihn nicht konzentrieren ließ. Genau jetzt wollte sie die Frau sein, die er berühren wollte. Auch hier, vor allen Menschen. Sie hätte alles dafür gegeben.
Es war egal, dass er andere Frauen liebte. Es interessierte sie nicht. Es tat nicht weh. Aber dass er sich offensichtlich ihrer Bemühungen entzog für ihn interessanter zu werden, DAS tat weh. Sie konnte sich noch gut daran erinnern, dass er damals nicht so widerstandsfähig war. Damals hat ihn noch weniger nackte Haut völlig aus den Konzept gebracht. "Du hast dich verändert", entgegnete sie und meinte es alles andere als positiv. Er war erwachsener geworden. Männlicher. Sein Drang danach sie zu berühren, hatte sich verändert. War weniger geworden, bis er vermutlich gänzlich verschwunden war. Und auch, wenn sie sich jetzt die größte Mühe gab ihn wieder zu erwecken, machte er bislang nicht den Eindruck, als würde es funktionieren.
"Keeran Neshat ist mein Mann", antwortete sie auf seine Frage und versuchte ihre Stimme ruhig und beherrscht klingen zu lassen. Eigentlich wollte sie im Moment nicht an ihn denken. Viel zu sehr musste sie auch bei ihm versuchen die Begierde zu wecken, die sie am Leben hielt. Es war ein Kampf ums Überleben. Sowohl bei ihrem Mann, als auch bei Caeus. Und sie wollte ihn - wie so oft - gewinnen.
"Wäre es dir lieber ein Badehaus aufzusuchen, in dem wir etwas... ungestörter sind?", fragte sie säuselnd und legte den Kopf fragend schief. Sie wusste, dass er es wusste. Hatte er schon immer getan. Er wusste, um ihre Verzweiflung. Und das machte sie Sache noch viel schlimmer. Doch... verhindern konnte sie es ebenfalls nicht. Sie wollte ihn. Jetzt. Egal wo. Und sie wollte, dass er sie wollte.
Es war egal, dass er andere Frauen liebte. Es interessierte sie nicht. Es tat nicht weh. Aber dass er sich offensichtlich ihrer Bemühungen entzog für ihn interessanter zu werden, DAS tat weh. Sie konnte sich noch gut daran erinnern, dass er damals nicht so widerstandsfähig war. Damals hat ihn noch weniger nackte Haut völlig aus den Konzept gebracht. "Du hast dich verändert", entgegnete sie und meinte es alles andere als positiv. Er war erwachsener geworden. Männlicher. Sein Drang danach sie zu berühren, hatte sich verändert. War weniger geworden, bis er vermutlich gänzlich verschwunden war. Und auch, wenn sie sich jetzt die größte Mühe gab ihn wieder zu erwecken, machte er bislang nicht den Eindruck, als würde es funktionieren.
"Keeran Neshat ist mein Mann", antwortete sie auf seine Frage und versuchte ihre Stimme ruhig und beherrscht klingen zu lassen. Eigentlich wollte sie im Moment nicht an ihn denken. Viel zu sehr musste sie auch bei ihm versuchen die Begierde zu wecken, die sie am Leben hielt. Es war ein Kampf ums Überleben. Sowohl bei ihrem Mann, als auch bei Caeus. Und sie wollte ihn - wie so oft - gewinnen.
"Wäre es dir lieber ein Badehaus aufzusuchen, in dem wir etwas... ungestörter sind?", fragte sie säuselnd und legte den Kopf fragend schief. Sie wusste, dass er es wusste. Hatte er schon immer getan. Er wusste, um ihre Verzweiflung. Und das machte sie Sache noch viel schlimmer. Doch... verhindern konnte sie es ebenfalls nicht. Sie wollte ihn. Jetzt. Egal wo. Und sie wollte, dass er sie wollte.
